Anime Fazit Thread

Da momentan der Anime Thread für alles herhalten muss, kam der Vorschlag auf ähnlich dem „Was hab ihr zuletzt durchgezockt und wie gefiel es euch?“ Thread ausschließlich für Fazite aufzumachen und tadaa hier ist er.

Ich schlage dann auch direkt einfach mal vor, dass man die Anime wie bei unseren Reviews abschließend mit einer Wertung von 1-10, wobei 10 die Topnote ist, einzustufen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Ussr irgendwann mal hier reinschauen, durch eine gute Wertung evtl neugierig werden und darauf Lust bekommen den Anime selbst zu sehen. Achtet daher unbedingt auf Spoiler-Tags. Gebt dafür einfach

[spoiler*] Hier kommt der Text hin [/spoiler*]

ein. Natürlich ohne die Sternchen.

Außerdem: Hier sollen der Übersicht halber keine Diskussionen entstehen. Sollte tatsächlich Diskussionsbedarf entstehen, schaut am besten, ob es zu der Serie schon einen Thread gibt, macht einen Thread auf, oder sagt mir Bescheid, dann kümmere ich mich darum. Gegebenfalls könnt ihr dann ja trotzdem eine Post hieraus dort zitieren.

Viel Spaß! :wink:

Wurde aber auch Zeit, jetzt hab ich fast schon vergessen, was ich schreiben wollte.

Vor einigen Tagen Mirai Nikki zu Ende geguckt.
Am Anfang war ich etwas skeptisch, die Story war ziemlich skurril und auch verwirrend. Hat sich bis zum Ende nicht verändert, aber es wurde immer besser. Als Seventh aufgetaucht ist und die ganzen Szenen mit Ninth kamen, war der Anime für mich richtig genial. Endlich kamen Charaktere, bei denen man wirklich gehofft hat, dass sie nicht sterben, wo man das ganze Spiel, um das es im Anime geht, verflucht hat und hoffen wollte, dass es eine andere Lösung gibt. „Ich will euch doch eigentlich gar nicht töten..“, etwas das man ab da die ganze Zeit im Anime spüren konnte. Vorher waren die Charaktere viel zu durchgeknallt und unmenschlich, da konnte man kaum Sympathie entwickeln, zum Glück hatten sie das zur Mitte hin verändert. Ich wusste bis zum Schluss nicht, was ich von diesem Mädchen (Second) halten sollte.. mal hatte man Mitleid und Sympathie und dann wollte man wieder, dass sie endlich verschwindet.

Das Ende hinterlässt aber leider einen bitteren Nachgeschmack, da hätte man meiner Meinung nach mehr daraus machen können. Die Veränderung von Yukki, die Rückker von Ninth, das sinnlose Abschlachten der Freunde, die ganzen Parallelwelten und doppelten Charaktere, hui, das war am Ende schon mächtig durcheinander und ganz zufrieden ist man mit dem Ende auch nicht.
Nichtsdestotrotz hat mich der Anime genial unterhalten und hatte viele Momente, die mich umgehauen haben. Ein „that’s fucked up“ bleibt trotzdem im Hinterkopf.

9/10

Noch eine Anmerkung: Wäre cool, wenn du den Post so umschichten könntest, dass nicht alles in einem Spoiler ist, oder das ich so eine Art spoilerfreies Fazit samt Wertung genießen kann? Kannst ja dann im Detail trotzdem im Spoiler drauf eingehen.

Gut, ich hab die Hälfte einfach mal aus dem Spoiler genommen. Wirklich was gespoilert wird da nämlich nicht, ich selbst hätte zumindest - im Bezug auf die Story - nicht viel damit anfangen können, wenn ich das gelesen hätte.
In der Regel versuche ich ein Fazit spoilerfrei zu halten, bei dem Anime war das für mich aber kaum möglich.

Wenn niemand den Thread nutzt, hab ich keine andere Wahl als einen Doppelpost zu machen.

Letztens Angel Beats! durchgeguckt.
Ich hätte mir für den Anime wirklich mehr Folgen gewünscht, vorallem das Ende stellt noch nicht so ganz zufrieden. Man hätte sehr viel mehr daraus machen können, die Charaktere wirken unglaublich sympathisch, aber es war offensichtlich nicht genug Zeit, um auf alle einzugehen und was über ihre Vorgeschichte zu erfahren. Dadurch wurde viel Potenzial verschenkt. Vorallem, weil der Anime - neben seinem klasse Humor - auch viele gefühlvolle Stellen hatte, die noch viel intensiver hätten sein können, wenn der Anime länger gewesen wäre.
So hinterlässt der Anime nicht nur ein großes Fragezeichen bei vielen Charakteren, sondern auch bei der Story. Mir ist zu viel einfach immer noch ungeklärt.
Außerdem fand ich’s sehr schade, dass ab der Mitte weniger Soundtracks während des Animes gespielt wurden. Die Band hatte mir eigentlich gefallen.

Das klingt zwar alles sehr negativ, aber so ist das auf keinen Fall gemeint. Ich seh nur keinen Grund ein ausführliches Fazit mit pro und contra zu schreiben, also erwähne ich meistens nur das, was ich mir anders gewünscht hätte.
Alles in allem kriegt der Anime von mir trotzdem eine 9
(Ja, ich bin nicht besonders gut darin niedrige Werte zu verteilen).

So..
Dann fange ich hier mal auch an:

Heute Busou Renkin zu Ende gesehen.
Generell war das ein toller Anime! Hat mir sehr gefallen und war durchweg gut aufgebaut.
Solider Anime der zwar nicht viel neues birgt, dafür alt bewährtes gut umsetzt!
Und die Romanze hat endlich mal nen schönes Ende <3

Ich kann den Anime echt empfehlen wenn man schöne Charaktere haben will (nicht (nur) aufs Äußere bezogen^^ Wobei ich kurze Haare sexy finde :bg: (Wenns zum Gesicht passt^^))
Ist zwar nichts wirklich anspruchsvolles aber auf jeden Fall nen Blick wert wenn man nix anderes zu sehen hat und auf was schönes mit nem guten Ende und paar Twists lust hat (;

Chuunibyou demo Koi ga Shitai!

[LEFT]Ursprünglich wollte ich davon bloß ein paar Folgen neben Steins;Gate schauen, aber der - leider recht kurze - Anime (12 Folgen) hat mich dann doch viel zu sehr gefesselt, sodass ich ihn gestern und heute komplett durchschauen musste.

Erwartet hatte ich einen humorvollen Anime, mit oberflächlicher Story und kleiner Romanze und ich wurde nicht enttäuscht. Nein, anders, meine Erwartungen wurden übertroffen.
Auch, wenn ich anfangs meine Schwierigkeiten mit dem weiblichen Hauptcharakter hatte, wachsen einem die sympathischen Charaktere schnell ans Herz.
Eigentlich erscheint einem die Story mit der Fantasiewelt total banal, aber man erwischt sich schnell dabei, dass man Vergleiche zu einem selbst zieht und gut mit dem Hauptcharakter mitfühlen kann. Der lebte in der „Mittelschule“ seine Fantasien nämlich voll aus, indem er sich selbst als „Dark Flame Master“ bezeichnete und daher von anderen wohl eher als ziemlich schräg angesehen wurde. Von der Vorgeschichte gibt es immer nur kleine „Rückblenden“ in denen man sieht, wie er drauf gewesen ist, was unglaublich lustig ist, weil es kaum noch zum aktuellen Charakter passt, aber irgendwie doch. Man kann wirklich verstehen, warum ihm das peinlich ist.
Die Story setzt zu Beginn seiner Oberschulzeit an, in der er eine weiter entfernte Schule besucht, in der Hoffnung, dass keiner seiner alten Klassenkameraden auf diese Schule gehen wird und er seine „peinliche“ Vergangenheit endlich ablegen kann.
Am Anfang scheint das noch gut zu gehen, aber ihm wird schnell ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die Vorstellung dieser „Fantasiewelt“ (hier „Chuunibyou-Virus“ genannt) ist nämlich kein Einzelphänomen.
Mehr will ich aber nicht verraten, das würde die ganzen kleinen Überraschungen in der Story sonst noch kaputt machen.

Was zu erst noch wie ein „einfach schräg und lustig“-Anime wirkt entwickelt sich zur Mitte hin und vorallem am Ende zu einer schönen Liebesgeschichte und was noch wichtiger ist: Gibt einem einige Denkanstöße.

Musik und Zeichenstil gefällt.

Eigentlich [SIZE=2]hätte ich dem Anime „nur“ eine 8 gegeben, aber das Ende war für mich persönlich viel zu überzeugend, dass ich gar nicht anders kann, als die Wertung zu ändern (und zugegeben.. ich bin nicht besonders gut darin niedrigere Wertungen zu verteilen, wenn der Anime mich angesprochen hat).
Wer auf der Suche nach einem lustigen Anime mit ausgefallener (aber zugegeben nicht ganz so orginellen und intensiven) Liebesgeschichte ist und nicht einfach nur „Blödsinn“ sehen will, sondern auch am Ende was vom Anime mitnehmen will, sollte Chuunibyou demo Koi ga Shitai! auf jeden Fall nachholen, wenn man’s noch nicht gesehen hat.
[b]
9/10


[/b][/SIZE][/LEFT]

Hach. So ein ausführliches Review kann ich gar nicht schreiben… Ist schon zu viele Tage her…

But… The show must go on!

They Are My Noble Masters
Kimi ga Aruji de Shitsuji ga Ore de

Ein Anime der nichts vom Zuschauer fordert dafür einige lustige Momente birgt! Und nicht vergessen… Yuri-Momente sind dabei :3

Viel ist zu diesem Anime nicht zu sagen.

Die musikalische Untermalung hat zu den Momenten gepasst und der Zeichenstil war gut.
Beides aber nichts wirklich besonderes.

Opening Ending: Zwei mal angehört dann übersprungen. Ergo: Nichts besonderes. Es gibt Anime in denen ich das Opening einfach jedes mal anhöre. Dies war hier nicht der Fall.

Die Story?
War überhaupt eine vorhanden?
Nicht wirklich. Bis zum Schluss gab es kaum einen Zusammenhang zwischen überhaupt einer Folge. Einen roten Faden der zum Schluss führte war nicht vorhanden. Gegen Ende dann noch ein zwei Folgen die dann mit dem Anfang der Serie zu tun hatten. Aber von Folge 2 bis ca. 10/11 wurde von dem „Zeugs“ was am Ende passiert nichts erwähnt.

Fazit:
7/10 Punkten. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil für ne 8 schon etwas mehr drinn sein muss.
Anschauen? Wenn man nichts anderes hat und paar lustige/romantische/erotische Momente haben will.

(Die „Romanze“ hat nen tollen Abschluss)

Freut euch auf mein nächstes Review…
Das wird endlich mal nen interessanten Anime beinhalten :smiley:

Puella Magi Madoka Magica
bzw 魔法少女まどか☆マギカ (Mahō Shōjo Madoka Magika)

In dem Anime geht es um Madoka, ein ganz normales pinkhaariges Mädchen und ihre Freunde (und nicht-Freunde). Auserwählte Mädchen sind in der Lage durch ein tierähnliches Wesen, Kyubey genannt, einen Vertrag abzuschließen und ein Magical Girl zu werden. Um den Vertrag zu erfüllen, müssen sie einen Wunsch nennen, der dann in Erfüllung geht. Die Wünsche haben scheinbar keine Begrenzung.

Das ganze scheint anfangs wie ein gewöhnlicher Magical Girl Anime, aber nach wenigen Folgen sieht man schon, dass es nicht so ist. Man könnte sagen der Anime stellt das Genre auf den Kopf und das macht die Serie, unter anderem, zu etwas Besonderem.

Positiv auffallend sind neben der Story auch die Musik und der Zeichenstil. Die Charaktere sehen nicht wie… typische magical-girl-charaktere aus (naja ok ein bisschen vielleicht, aber die Gesichtsform und die Augen sind z.B. anders als man vielleicht aus anderen Anime gewohnt ist (das mit den Augen sieht man auf dem Bild oben nicht… in der Serie sind die so.. schrafiert irgendwie)). Besonders in der anderen Welt, in der die Kämpfe der Magical Girls stattfinden, ist der Zeichenstil… anders. Das ganze hat ein etwas psychomäßiges Feeling. Leider kann ich das nicht gut beschreiben, daher hier ein Bild: Das auf dem Bild ist kein Artwork, sondern so sieht es wirklich auch im Anime aus (in der anderen Welt).
Die Musik ist immer passend und hat meiner Meinung nach auch etwas schönes, aber auch trauriges an sich.

Der Anime ist zwar nur 12 Folgen lang, aber die Länge passt da voll und ganz.
Einige bestimmte Elemente, die sich erst gegen Ende zutragen (bzw dann erst erklärt werden) haben mich besonders beeindruckt, aber darauf werde ich nicht eingehen, sonst wärs zu viel. ^^

Ich will eigentlich keine Bewertung abgeben, da ich keinen wirklichen Maßstab hab, weil es immer etwas Besseres/Schlechteres geben kann und die Wertung dann falsch wäre… aaaber ich machs einfach mal trotzdem.

9/10
Story: sehr gut, obwohl am Anfang vielleicht noch etwas lahm
Musik: sehr gut
Zeichenstil: sehr gut
Besonders gut fand ich auch, wie auf die Gefühle der Charaktere eingegangen wird. ^^

Serial Experiments Lain

Serial Experiments Lain ist ein 13 Folgen langer Anime aus dem Jahr 1998 zu dem es auch ein Playstation Spiel gibt (über das ich allerdings nichts weiß ^^).
Es geht um das 13-jährige Mädchen Lain Iwakura, das langsam merkt dass sie Teil eines Netwerkes ist. Dieses Netzwerk heißt „Wired“ und man kann es wohl mehr oder weniger mit dem Internet vergleichen. Die Menschen können mit Hilfe von "Navi"s auf das Wired zugreifen. Ein Navi ist eine Art Computer und es gibt sie in den verschiedensten Arten.

Anfangs ist Lain noch ganz normal (naja mehr oder weniger, sie scheint etwas seltsam), später fängt sie dann an sich für das Wired zu interessieren, bekommt einen neuen Navi und baut diesen immer weiter aus… auf einem sehr extremen Niveau (am Ende ist ihr ganzes Zimmer voll). Sie schafft es irgendwie in das Wired einzudringen, als wäre es eine andere Welt.

Die Story an sich ist eigentlich sehr kurz, aber es gibt haufenweise ‚Zusatzelemente‘, die einfach nur seltsam sind. Der Anime ist einfach ganz anders als alles andere und am Ende gibts es noch eine Menge ungelöster Fragen.
Ich kann ihn echt nur empfehlen. :slight_smile:

8/10

Inhalt ist sehr gut (auch wenns manchmal so scheint als wären die Macher high gewesen), Sound ganz normal (sowohl der jap dub als der eng dub sind ok), Zeichenstil für die Zeit ok (hätte aber besser sein können).

So, wird Zeit den Thread aus seiner Versenkung zu holen!

Sakasama no Patema

Eben geguckt. Endlich mal wieder ein guter Film! Ich war wirklich überrascht, der Film hat meiner Meinung nach auf jeden Fall viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.
Ich möchte nicht wirklich irgendwas zur Story verraten, dafür war die Idee viel zu genial, muss man sich einfach angucken. Hat mich von Anfang an überzeugt, aber dadurch, dass ich dann hier und da nochmal überrascht wurde, bin ich wirklich begeistert gewesen.
Schöne Zeichnungen und schöner Soundtrack, da gibt es nichts zu bemängeln. Die Hauptcharaktere kann man auch mögen, insgesamt geht die Story da allerdings nicht ganz so tief, ist eben „nur“ ein Film, aber die Geschichte drum herum ist wie gesagt genial.

Viel mehr will ich dazu auch nicht sagen. Klare Empfehlung von mir, für jeden, der mal wieder Bock auf einen guten Film mit einer interessanten Idee hat.

8,5/10

Gokukoku no Brihindryl
Oder so
Super Anime. 10/10

Gokukoku no Brynhildr, was ist daran denn so schwer!?
Les ich grade als Manga, ist echt gut.

Gibt mal wieder einen Anime, der es meiner Meinung nach verdient hat empfohlen zu werden. Das tu ich ja nicht ganz so oft, weil ich meistens zu faul dafür bin. Aber den hier sollte man sich auf jeden Fall anschauen, wenn man mit dem Genre was anfangen kann!

Stranger: Mukou Hadan

Der Film ist von 2007 und erzählt die Geschichte eines Rōnin mit Namen Nanashi (übersetzt: Namenloser) der den Jungen Kotarou und seinen Hund Tobimaru vor einer chinesischen Miliz rettet. Unter der Miliz befindet sich ein Ausländer mit blonden Haaren namens Rarou. Er dient zwar eigentlich dem König/Kaiser, doch im Prinzip ist er nur auf der Suche nach dem besten Kämpfer, den er finden kann. Spielen tut das ganze in der Sengoku-Zeit.

Mehr will ich mal nicht spoilern.
Jedenfalls war ich gerade sehr überrascht, als ich gesehen hab, dass der Anime von 2007 ist. Die Zeichnungen und Animationen sind absolut großartig! Da gibt es überhaupt nichts zu bemängeln. Die Story weiß zu gefallen und zwischendrin gibt es einige spannende Kämpfe, die teilweise auch relativ brutal sind, bzw. mit viel Blut dargestellt werden. Macht das ganze aber noch stimmiger.
Dazu kommt dann noch der überragende Soundtrack, der die Atmosphäre gut trifft. Im Spoiler hab ich mal zwei Songs verlinkt.

[Spoiler]https://www.youtube.com/watch?v=tTIwbusbN1g
https://www.youtube.com/watch?v=T-ICc-IrAv8[/Spoiler]

Ich weiß nicht, was ich noch dazu sagen soll, außer dass ich ihn dringend empfehle. Ich bin völlig ohne Erwartungen an den Film herangegangen und wurde von einem wirklich gutem Film überrascht.
Wer Lust auf Samurai hat, sollte sich den Film auf jeden Fall ansehen!
Sehr gute 9/10 Punkte.

Children Who Chase Lost Voices
[b]

[SPOILER]Jahr: 2011
Regisseur: Makoto Shinkai
Musik: Tenmon

(Deutsch synchronisiert)

[/SPOILER][/b]Dieser Anime ist einer meiner Favoriten! Ich empfehle euch, ihn mal anzuschauen. Da ich sehr gerne schreibe, gibt’s folgend mal ne mehr oder weniger ausführliche Kritik :slight_smile:

[SPOILER]Handlung
Es geht um ein junges Mädchen namens Asuna. Sie besucht zurzeit die Schule und ist eher ein Aussenseiter, da sie sehr ernst und verschlossen wirkt. Durch einen wundersamen Kristall, den sie von ihrem Vater als Andenken geschenkt bekam, findet sie Kontakt zu einem merkwürdigen Jungen, der nicht aus unserer Welt stammt. Durch eine zufällige und eher ungewollte Situation gelangt sie dann zusammen mit dem Bruder des Jungen und einer anderen Person in das wundersame Reich Agatha. Eine antike Welt, die noch von alten Göttern bewohnt wird.

Allgemein kann man noch sagen, dass die Story sehr ernst und wirklich gut umgesetzt ist. Der Kernpunkt der Handlung sind die moralischen Aspekte und die Bewältigung von Trauer im starken Zusammenhang mit dem Tod. Zudem geht die Handlung sehr tief auf die Thematik ein und es wird nicht’s oberflächlich behandelt.
Auch sehr interessant sind die Charaktere und deren Motive sowie Hintergründe. Jeder hat eigene Motive und besondere Charakteristiken, die tiefgründiger sind, als man denkt. Ein Beispiel dafür wäre z.B. die Tatsache, dass immer, wenn die Erwachsenen (Sei es Asunas Mutter oder aber ihr Lehrer) etwas Ernstes oder Trauriges mit Asuna besprechen wollen, unmittelbar vor oder während des Gesprächs eine Zigarette rauchen.
Doch irgendwie fehlt hier noch die Magie, die einen Anime-Film dieses Stils zu etwas Besonderen macht. Es gibt zwischenzeitlich zwar wirklich atemberaubende Szenen, doch vergleicht man diesen Film mit den Ghibli Filmen, so fehlt hier doch noch irgendwie die Kombination aus Handlung und der Musik, die einem Menschen so berühren.
Obwohl der Film schon sehr tiefgründig ist, so kommt er an den Ghibli-Filmen leider nicht ganz an den Ghibli-Filmen herran. Bei vielen Ghibli-Filmen muss man viel interpretieren oder lange Nachdenken, um den wahren Kern der Handlung zu erkennen. Bei diesem Film ist das alles noch etwas offensichtlicher und man muss nur kurz nachdenken, um alles am Film zu verstehen.

Musik
Die Musik ist einfach nur ein Genuss! Sie ist immer passend zur jeweiligen Stimmung, lebhaft und hat Potenzial zum Ohrwurm-Soundtrack. Mal traurig, mal Actiongeladen! Alles ist dabei und jedesmal berührt sie einem auf’s Neuen. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen :smiley:

Zeichenstil
Auch hier lässt der Film nicht’s zu wünschen übrig! Die Farben sind stark, die Charakterdesigns sind auch spitze…Und die Landschaft im Hintergrund, da kann man sich garnicht genug satt sehen. Ehrlich gesagt, einen so guten Zeichenstil sieht man selten bei heutigen Anime-Filmen. Tatsächlich würde ich den Stil sogar schon mit den des Großmeisters Hayao Miyazaki (Studio Ghibli) auf eine Ebene setzten. Sowieso fällt besonders auf, dass sich der Stil hier wohl von dem Einen oder Anderen Ghibli-Film hat inspirieren lassen. Das soll jetzt aber nichts Schlechtes heißen - Nein, ganz im Gegenteil. Mir gefällt der Zeichenstil sehr gut!
[/SPOILER]
Fazit
Insgesamt muss ich sagen, es ist einfach ohne Übertreibung einer der besten Animes den ich bis jetzt gesehen habe. Zwar kommt er nicht ganz an meine Favoriten, die Ghibli-Filme, herran, doch trotz allen ist dieser Film ein echter Hingucker und ein wahrer Geheimtipp. Wenn ihr euch vielleicht mal mit dem Tod oder anderen moralischen Aspekten auseinander setzten wollt und eher einen Film mit „Anspruch“ sehen wollt, dann seid ihr hier genau richtig.

[i]Handlung: 9/10
Musik: 10/10
Zeichenstil: 9,5/10

Gesamt: 9,5/10[/i]

Um mal wieder ein wenig Leben in den Anime Bereich zu bringen, kopier ich mal meinen Post aus „Zuletzt gesehen“. Unbedingt angucken das Ding!

Perfect Blue [1998]

Ich bin immer wieder erstaunt wie viel filmisches Talent Satoshi Kon besaß. Wie er die Cuts setzte und verstand seine Geschichte zu erzählen ist einfach nur großartig! Es gab immer wieder Momente während des Films, in denen ich nur wegen eines Schnitts geflasht gewesen bin. Nicht umsonst haben sich große westliche Regisseure immer wieder was von ihm abgeguckt oder sich inspirieren lassen (Christopher Nolan ist offensichtlich ein großer Fan von ihm gewesen). Aber nicht nur die Schnitte haben mich umgehauen, sondern auch die Geschichte.
Kurzer Einblick:
Mima Kirigoe ist Mitglied einer eher mäßig erfolgreichen Pop Gruppe und möchte zum Schauspiel wechseln. Nicht alle Fans sind mit der Entscheidung glücklich, vor allem ein krankhafter Stalker nicht. Als ihr nahestehende Personen einer nach dem anderen getötet werden, verliert sie immer mehr den Bezug zur Realität.

Die Geschichte ist so genial erzählt, dass man als Zuschauer im Laufe des Films das Gefühl bekommt selbst den Bezug und das Verständnis für Realität zu verlieren und seinen Verstand - bezogen auf den Film - in Frage stellt. Unglaublich wie das Feeling rüberkommt. Der Film ist voll mit unerwarteten Twists und Mindflashes, das es einem selbst nach dem Abspann nicht los lässt.
Man sieht dem Film sein Alter auf jeden Fall an, aber schon nach 5 Minuten hat man das völlig vergessen.
Am Ende kann ich nur sagen: Who the fuck needs Nolan? Wer sich den Film nicht ansieht verpasst definitiv was!

9/10

Aber um keine falschen Hoffnungen zu machen: Das Genre und der Stil müssen einen schon ansprechen, sonst wird man davon nicht beeindruckt sein, sondern nur verwirrt am Abspann sitzen und sich fragen, was man da eigentlich geguckt hat. Für alle mit genug Verständnis: Ein geiles Ding!

RIP Satoshi Kon.

No Game No Life (12 Folgen)

Ich hab heute den Anime No Game No Life beendet. Wobei beendet wohl nicht das richtige Wort ist, da er ja eigentlich mittendrin aufhört und alle nun auf Staffel 2 warten, mich eingeschlossen. Das war endlich mal wieder ein Anime der mich richtig gepackt hat und ich mehrere Folgen am Stück gucken konnte. Bei anderen Animes hab ich nach 1-2 Folgen keine Lust mehr und mache was anderes.

Ich gebe dem Anime eine 8/10, obwohl er mir wirklich gut gefallen hat, gibt es ein bisschen Punktabzug, da man der Handlung teilweise gar nicht folgen kann wenn Shiro und Sora am Ende eines Spiels doch noch gewinnen. Das ist manchmal einfach zu abgedreht, ähnlich wie bei Detektiv Conan wenn zum Schluss gezeigt wird Conan den Mörder identifiziert hat. Ansonsten gibt es von mir nichts zu meckern. Er ist lustig, spannend und es einige Anspielungen auf andere Animes.

Ich kann den Hype um No Game No Life ja nicht wirklich nachvollziehen. Für mich lag er eher im Mittelfeld, weiß gar nicht mehr was genau mich an dem Anime gestört hat, auf jeden Fall fand ich ihn nicht gut. Vielleicht ist er einfach eher an jüngeres Publikum gerichtet oder wird so gefeiert, weil es um Games und Perversionen geht. :y

Berserk: The Golden Age
Berserk: The Golden Age ist eine dreiteilige Filmadaption von Kentaro Miuras langlebiger (und oft pausierender) Mangareihe und umfasst die Golden Age Arc des Mangas. Gezeigt wird damit die Vergangenheit des Hauptcharakters Guts, im besonderen seine Zeit als Mitglied der Söldnertruppe Band of the Hawks. In einem Zeitalter von Krieg kämpfen die Hawks unter der Führung von Griffith, einem sehr ambitionierten (und femininen) Mann mit großen Plänen. Griffiths Traum, in der Rangordnung der Welt aufzusteigen und seine Freundschaft zu Guts bilden den zentralen Punkt der Filme.
Wo ich Berserk ja sowieso schon sehr geil fand und an ca. einem Wochenende verschlungen hab, ging es mir hierbei jetzt ähnlich, alle an (fast) einem Stück durchgeguckt. Die Filme sind ziemlich originalgetreu, zumindest soweit ich das sehen konnte (ist nunmal schon ein paar Järchen her, dass ich’s gelesen hab). Zwar sind hier und da einige Dinge gegenüber dem Manga entfernt, allerdings nicht so viel, dass die eigentliche Handlung darunter leidet und man nicht noch einen vierten Film hätte machen müssen.
Die Animation ist eine Mischung aus traditioneller 2D-Animation, die die meisten Interaktionen zwischen Charakteren umfasst und auf Animelook getrimmter CGI, durch die die vielen großen Schlachten wohl wesentlich schwieriger (und kostspielieger) zu animieren gewesen wären. Sieht hier und da ein wenig eigenartig aus, wenn es von einer Szene auf die nächste zwischen den beiden Stilen wechselt, aber ich fands wirklich nicht schlimm. Insgesamt fand ich die drei Filme (besonders den letzten) hübsch anzusehen. Die englische Synchro war zudem überraschend sehr gut.

Ich fand die drei Filme sehr gut, besonders den dritten. Berserk wird nicht ohne Grund oft einer der besten Manga überhaupt genannt und die Filme sind eine verdammt gute Adaption der wohl emblematischsten Arc.

GRRRIIIIIFFFFFIIIITH!!!

Die Berserk Filme stehen schon sau lange auf meiner Liste. Muss ich unbedingt die Tage mal gucken!