Belgische Verbraucherschützer verklagen Labels wegen Kopierschutz
Der belgische Verbraucherschutzverband Test Achats hat die Musikfirmen EMI, Sony, Universal Music und BMG verklagt. Die Plattenlabels sollen nach Ansicht der Verbraucherschützer die Rechte der Käufer durch den Kopierschutz von CDs einschränken, da diese mitunter nicht in PCs oder in mobilen CD-Playern abspielbar seien. Die Käufer könnten auch keine private Kopie der legal erworbenen Tonträger anfertigen. Damit verstießen die Plattenfirmen gegen das Recht auf Privatkopien („droit élémentaire à la copie privée“).
Test Achats reagiert damit auf zahlreiche Beschwerden, die in den vergangenen Monaten eingegangen seien. Als Beispiele nennt der Verband in einer Mitteilung die CDs My tribute to the King von Helmut Lotti, die bei Sony erschienen ist, Laundry Service von Shakira (BMG), 1 Giant Leap von Faithless (Universal) und Björks Greatest Hits (Polydor/Universal).
Auch hierzulande ärgern sich Musikfreunde über CDs, die sich nicht beliebig abspielen lassen. Im c’t-CD-Register gingen seit Einrichtung im März vergangenen Jahres bislang 14.299 Berichte über 2203 CDs ein. Das Register soll vor dem Kauf behilflich sein. Es lässt sich mit Hilfe der Suchfunktion durchforsten und zeigt, welche Erfahrungen andere Kunden mit ihren CD-Käufen gemacht haben.
DVD-Hacker gewinnt endgültig gegen Filmindustrie
Die US-amerikanische Filmindustrie ist endgültig mit ihrem juristischen Feldzug gegen den norwegischen DVD-Hacker Jon Lech Johansen gescheitert. Wie die Justizbehörden in Oslo am Montag mitteilten, will die Staatsanwaltschaft keine Berufung gegen den Freispruch des inzwischen 20-Jährigen einlegen und verzichtet damit überraschend auf ein Verfahren vor dem Obersten Gericht.
Der Norweger war als 15-Jähriger an der Entwicklung der Software DeCSS beteiligt. Auf DeCSS basierende Programme umgehen den im DVD-Video-Standard enthaltenen und in der Praxis auch als Kopierschutz gehandhabten Verschlüsselungsmechanismus namens Content Scrambling System (CSS). Die US-amerikanische Filmindustrie hatte Johansen beschuldigt, sie mit seiner Beteiligung an der Entwicklung der Software DeCSS zu schädigen.
Johansen war zuvor in zwei Instanzen freigesprochen worden, weil die Gerichte das Kopieren und Lagern von DVD-Filmen auf einem privaten Computer als legal berurteilt hatten. Die Staatsanwaltschaft verlangte jeweils 90 Tage Haft zur Bewährung sowie eine Geldstrafe wegen schweren Diebstahls. Johansen erklärte, er habe lediglich DVD-Filme mit dem von ihm genutzten Betriebssystem Linux abspielen wollen. Ende vergangenen Jahres gelang es dem Norweger, das Rechtemanagement für die Windows-Version des iTunes Music Store von Apple zu knacken.
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Also, jetzt können wir also schön DVDs kopieren… :dd: