ich habe gerade folgenden Artikel in der Zeit gelesen:
Was haltet ihr davon? Sollte es nicht möglich sein, dass man beim Anlegen seines Profils/ Spielstand beim Spielstart eine zusätzliche Option auswählen kann, in welcher man seine Einschränkung vornehmen. Wählt man dort „gehörlos“, so wird das Spiel mit passenden Untertiteln versehen etc. etc.
Eigentlich sollte so etwas doch leicht zu verwirklichen sein und auch keinerlei Nachteile haben.
Das Problem sind meistens die Kosten; ich denke dass selbst von den 10% die im Artikel angegeben wird nur ein geringer Teil auch wirklich „zockt“. Damit wird sowas schnell unrentabel. Dann kommt es natürlich zusätzlich auf die Art der Behinderung an. Gehörlose Menschen z.b. werden trotz des Beispiels doch ziemlich viel spielen können da die meisten Spiele inzwischen umfassende Untertitel anbieten. Natürlich geht viel Stimmung wegen der Musik flöten aber was will man da tun?^^
Schwieriger wirds natürlich bei anderen Einschränkungen; Leute mit deutlich verlängerter Reaktionszeit oder z.b. nur einem Arm haben da logischerweise mehr Probleme und können nur auf bestimmte Genres zurückgreifen. Was für ne Hürde z.b. ein Shooter mit nem eingegipstem Arm darstellen dürften einige schon wissen, nur mal als Beispiel wo man sowas auch als „gesunder“ Mensch mal erlebt.
Blinde schauen natürlich komplett in die Röhre, aber wie wäre das zu ändern?
Da stößt man direkt wieder an den Punkt der Rentabilität. Man könnte sicher interaktive Audiospiele und ähnliches entwickeln nur wer würde das bezahlen?
Man kann sich natürlich wünschen dass es anders wäre aber im endeffekt sitzt in den meisten Firmen immer irgendwo einer der auf die Zahlen achtet und das grüne Licht geben muss…oder halt auch nicht.
Dinge wie Untertitel und variabler Schwierigkeitsgrad lassen sich verhältnismäßig leicht realisieren aber andere Dinge? Da stößt man leider schnell an Grenzen des Machbaren. GTAV für Blinde? Edna bricht aus für Menschen mit Downsyndrom?
Ist halt alles nicht so einfach wie man es gerne hätte, traurig aber ist halt so…
Im Zweifel wird man angepasste Spiele am ehesten in der Indieszene finden; Spiele die komplett auf Behinderungen zugeschnitten sind; meist kleinere Projekte mit geringen Kosten oder einfach als „Wochenendprojekt“ von Leuten mit Programmierkenntnissen. Habe aber nie nach sowas gesucht, deshalb ist das bestenfalls geraten…
(Und bevor wegen dem Beispiel irgendwelche Leute (man kennt es ja) maulen, ich kenne z.b. auch jemanden mit Downsyndrom und doof ist der net, schlagfertig wie Sau aber was Logikpuzzles angeht ist schnell Sense^^)
Ist immer wieder der selbe Schrott mit der Rentabilität. Es kann sich doch nicht immer wirklich alles um die widerliche Kohle drehen, ist aber leider so. Wenn jeder größere Publisher einfach einen gewissen Betrag investieren würden, dann wäre es schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Dann fällt halt der 4. Sportwagen oder die 2. Yacht halt mal unter den Tisch. Staatliche Förderungen wären auch angebracht, aber leider haben Videospiele noch nicht den Stellenwert, den sie verdienen. Leider wohl alles Wunschdenken.
Man wird nicht alle Probleme beheben können und manche Sachen sind einfach unlösbar - aber man kann vieles besser und einfacher machen für Menschen mit Behinderungen.
Manchmal macht man sich Gedanken darüber was passiert, wenn einem was passiert. Also wenn nach einem Unfall zum Beispiel die Beine nicht mehr mitmachen, dann habe ich in unserer Wohnung Probleme (paar Stufen mittendrin), und meine liebste sportliche Aktivität, namentlich das Fahrrad fahren, würde auch wegfallen.
Genau so sieht es dann aus, wenn meinen Händen und/oder Armen was passiert. Was spiele ich dann? Nur noch Adventures und komplett rundenbasierte RPGs (selbst das Active Time Battle bei Final Fantasy verlangt ja schon nach guten Reaktionen).
Also ich bin auf jeden Fall dafür, dass auch im Bereich der Videospiele mehr für Menschen mit Einschränkungen getan wird. Für diese ist definitiv nicht alles im Leben möglich (je nach Behinderung zum Beispiel Sport, Auto fahren, etc.), aber bei vielen Arten von Videospielen sollte doch mit geringem Aufwand (im Vergleich zur kompletten Entwicklung) etwas machbar sein!
Interessantes Thema.. auch wenn ich genauer darüber nachdenke komm ich zu keinem so tollen Ergebnis. Fakt ist aber: Menschen mit Behinderung können sehr vieles nicht tun. Jemand ohne Beine oder Arme kann auch nicht ordentlich Tennis spielen oder Fahrrad fahren. Ein Gehörloser hat es auch extrem schwer ein Instrument zu spielen (ja, ich weiss das es einige trotzdem sehr gut können und auch etwas dabei wahrnehmen).
Wenn man nun nur einen Arm hat würde auch so einiges wegfallen… darunter eben auch viele Videospiele.
Das ist ziemlich nervend und ärgerlich wenn man davon betroffen ist, das kann ich gut verstehn! Leider geht es den Entwicklern aber nur ums Geld. Es wird gespendet was das Zeug hält, aber sie kommen nicht auf die Idee ihre eigenen Produkte für die Menschen zugänglich zu machen, für die sie spenden. Da sieht man halt mal was Sache ist. Das viele nur spenden um sich einen guten Ruf zu verschaffen.
Aber mal anders gesehn: wie würde wohl die breite Masse reagieren wenn die Entwickler plötzlich extra Modi für Behinderte mit einbauen würden? Vielleicht würden sie sich aufregen weil sie viel lieber was anderes stattdessen gehabt hätten? Nicht jeder ist da tolerant. Reicht ja wenn viele es DENKEN ohne es auszusprechen.
Also ich wäre ganz klar dafür. Ich wüsste zwar nicht wie man Spiele wie Resident Evil, Metroid, Dark Souls, etc… diesen Menschen gerecht machen kann, aber darum geht es hier ja nicht ;).
In Chrono Trigger zb kann man anfangs auswählen ob man die Kämpfe in Echtzeit oder Rundenbasierend haben will. Einfach, aber sehr entscheidend!
Tja, und selbst Spiele wie Pokemon könnten für solche Leute teils Probleme sein, als Beispiel Rubin/Saphir und Smaragd mit den Stellen, bei denen man mit dem Eilrad über einstürzenden Boden fahren muss. Aber ich kannte auch mal jemand, der hatte nur eine funktionierende Hand und besaß trotzdem einen NDS. Und habe auch schon gehört, dass ein Elternpaar ihren einarmigen Kind eine Wii gegeben haben, damit es wenigstens die Bewegung mit diesem teils spielerisch machen kann. Tja, es geht aber immer uns Geld (bis auf einige wenige Ausnahmen) und solche Spiele würden Skepsis bei manchen gesunden Spielern auslösen.
Solange es das eigentlich Klientel nicht beeinflusst sollen sie doch bisschen was machen.
Wobei viele der Dinge, die der nette Herr angesprochen hat (Lautstaerkenkanaele einzeln schalten, Farbkontraste, Untertitel und vorallem Schwierigkeitsgrase) doch eh schon fast schon Standard sind
Schwieriges Thema, zumal ja die Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ja auch unterschiedliche Plattformen benötigen würden. Ich behaupte mal, ein Gehörloser hats bei Videospielen eigentlich fast noch am einfachsten. Wie ein Videospiel bei Blinden aussehen könnte, wüßte ich nicht, da fällt mir noch am ehesten sowas wie eine WiiMote ein, die eben ein Geräusch macht, wenn man dem Ziel recht nahe ist, änlich der Ostereiersuche (da machen die Eier oder die versteckte Süßigkeit krach, damit sie vom Blinden gefunden werden kann). Aber weiter hab ich eigentlich noch nicht drüber nachgedacht, wie man den Menschen mit Behinderung überhaupt entgegen kommen könnte.
Schwierigkeitsgrade sind aber selten wirklich für eingeschränkte Menschen gedacht. Selbst ich ohne Einschränkung komme bei vielen Actiongames und Egoshootern nicht klar - einfach deshalb, weil ich zu selten irgendwas mit 2 Sticks (oder am PC Tastatur - Maus) spiele, um darin gut zu sein. Wenn ich mir da vorstelle, ich hätte noch körperliche Einschränkungen…
Ich kann mir aber auch mit Tonsteuerung nicht vorstellen wie Blinde z.b. durch ein Final Fantasy kommen sollten; dass Attacken in Kämpfen vorher benannt werden wäre ja noch kein Problem aber wie soll z.b. so eine Person durch die teils riesigen Level finden? Das dauert doch Stunden^^°
Man sollte bedenken dass das Spieldesign meist am Anfang steht und allein dieses sich meist mit vielen Behinderungen nicht verträgt; also müssten spezielle Spiele für solche Leute her, wo wir aber direkt wieder am Punkt der Rentabilität wären.
Dann kommt aber auch der Punkt für welche Leute diese Spiele produziert werden? Nur für Blinde? Wieso dann nicht für Leute mit einem Arm? Oder ohne sonstwas? Sowas kann sicher sehr schnell sehr kompliziert werden, vor allem wenn es ein großer Hersteller ist auf den die ganze Welt schaut.
Mir würde auch jetzt auf Anhieb kein Spiel einfallen durch das ein Blinder ohne Anpassung durchkommen würde, es scheitert ja teils schon an kleineren Dingen. Ein Schulfreund von mir war Farbenblind, für den war bei nem Farbenrätsel in nem Rollenspiel schon Ende, da mussten wir kurz nach oben kommen um zu helfen…
Na ja, so aufwendig gar nicht mal. Man braucht jemanden der programmieren kann, ein paar Sprecher (dafür kann man seinen Freundeskreis einbinden) und im Optimalfall jemanden der gute Geschichten schreiben kann. Einen PC zum Programmieren hat jeder und ein gutes Mikro würde sich sicher auch finden lassen. Das kann man dann einfach als Hobbyprojekt ohne größere Kosten erstellen.
Nur interessiert sowas heute keinen mehr, deshalb wirds auch nicht gemacht^^ Aber steht ja jedem frei sowas zu machen, aber ich kann leider nicht programmieren :bg:
Das Vorlesen lassen geht in der Regel automatisch, da gibt es diverse Programme, welche man sich kaufen kann oder bereits im Betriebssystem integriert sind (bei Windows beispielsweise onboard, heißt glaub ich dort Sam).
Und Textadventure sind zwar sicherlich nicht mehr das gefragteste, aber es gibt ja auch so Titel wie Dwarf Fortress (ASCII-RPG).
EDIT: Gibt anscheinend einiges an Software:
(Übersicht unten, nicht alles wäre aber für sowas geeignet)
Ja für Roboter Stimmen reicht es, aber ich meinte jetzt eher, dass es schon vernünftig vertont sein kann. Auch der Ton bringt Atmosphäre und damit Spaß.
Klar stimmt schon irgendwo. Aber selbst die synthetischen Ansagen in den Zügen wirken meist motivierender als die von realen Leuten.
Generell würde mir an möglichen Genres, die man wahrscheinlich recht unkompliziert für körperlich oder geistig Beeinträchtigte anpassen könnte auch irgendwie nur Adventures oder Puzzle-Spiele einfallen. Je nach Beeinträchtigung wäre natürlich sicherlich ohne weiteres mehr möglich.
Problem wird aber wohl eher sein: Als Mensch ohne Behinderung wird man sich nicht in die Lage versetzen können, was wirklich an Anpassungen notwendig ist. So muss man, wenn man gezielt Spiele für solche Leute rausbringen will (egal mit welcher Behinderung), muss man den Dialog mit Ihnen suchen.
Und bei vielen großen Unternehmen zweifele ich ehrlich gesagt daran. Da wird es bei kleineren Entwicklern oder Einzelpersonen schon einfacher. Nur ob die dann auch entsprechend gewillte Leute finden, steht wieder auf einem anderen Blatt. Wäre top, wenn da auch mal Anreize für die Entwickler kommen würden, und sei es rein finanziell.
Gerade das ist doch bei Konsolenspiel schon fast die Ausnahme. Und das ist schon enttäuschend. Gerade die Tastaturbelelegung sollte man ausnahmslos bei jedem Spiel ändern können.
Untertitel gibt es meistens auch nur in Videosequenzen und auch dort gibt es Einblendungen wie „tragische Musik“, „lautes Klopfen“ etc., sondern meistens nur die gesprochene Sätze im Schriftbild.
Da sollte man aber so fair sein und sagen dass solche Dinge auf PC´s eben doch meist Standart sind und die Leute dann eben auf diese Plattform ausweichen sollten. Natürlich dann ohne Mario und co, aber auch aufm PC gibts es viele gute Spiele^^