Wie sagte schon Michael Mittermeier in seiner Bühnenshow einmal so schön?
„Sind Vegetarier hier? Wie, keiner? Zu schwach sich zu melden?“ [Etwas frei wiedergegeben]
Wenn es nach den Grünen geht, müssten wir bald alle an einem Tag der Woche bei dieser Frage den Arm haben. Mit einem „Veggie Day“ möchte Renate Künast, Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, uns bald „einen wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren“ zeigen. Dies sei gut für das Klima und würde eine artgerechte Tierhaltung fördern.
Daheim wird uns natürlich nicht auf den Teller geschaut, dafür sollen aber öffentlich Kantinen sich in Zukunft daran halten müssen. Quelle: t-online.de
Wenn es nach den Grünen geht, bleibt der Nordöstliche Teil dieses Tellers bald einen Tag in der Woche leer.
Wie seht ihr das? Zwangsvegetarier für einen Tag? Glaubt ihr, damit hilft man dem Klima und den Tieren?
Mein Senf:
Das wird ziemlich genau nichts bringen. Wenn ich wüsste, dass es Morgen kein Fleisch gibt, würde ich höchstwahrscheinlich heute ein Stück mehr essen. Oder Übermorgen. Oder gar beides.
Wenn es denen wirklich um die Tierhaltung und das Klima geht, dann sollten sie an anderer Stelle handeln. Vernünftige Gesetze für die Haltung und Zucht der Tiere würden meiner Meinung nach deutlich mehr bringen.
Sehe ich auch so. Die grundlegende Idee ist nicht schlecht (ich begrüße sie sogar sehr, auch wenn ich recht „viel“ Fleisch esse), aber so eine fadenscheinige Begründung ist dann doch eher Schwachsinn. Es bringt nichts, wenn man in irgendwelchen Kantinen und Großküchen für einen Tag auf das Fleisch verzichtet, da ein Großteil ja dennoch in den Tiefkühltruhen der Supermärkte und den Metzgereien darauf wartet, weggeschmissen zu werden, weil man ja meint, viel zu viele Lebensmittel herstellen zu müssen. Wobei das ein generelles Probleme ist, welches allgemein alle Frischeprodukte betrifft, sei es Backwaren, Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch. Insgesamt fehlt vielen Leuten da einfach der bewusste Umgang mit Essen, da es nur irgendein Produkt ist, welches man konsumiert und bei Nichtgefallen wegwirft.
Aber wie gesagt: Die Grundidee, einen fleischlosen Tag in der Woche zu bewerben halte ich für durchaus sinnvoll. Aber das sollte man nicht erzwingen. Wer meint, unbedingt sein Stück Fleisch haben zu wollen, soll es sich nehmen. Aber dann auch bitte bewusst damit umgehen.
Bringen wird es nix. Natürlich sollte der Vorschlag erstmal nur für Kantinen gelten weil wie sollte das zu Hause ablaufen? Ich weiß morgen ist Veggieday und hole heute das Hackfleisch für die Lasagne von morgen, schon ausgetrickst.
Ich bin auch dagegen sowas einzuführen, ich habe keine Lust jetzt auch noch beim Essen bevormundet zu werden, dafür bin ich erwachsen. Wenn ich Fleisch essen will ess ich Fleisch, wenn nicht dann nicht, ende.
Man schreibt im Umkehrschluss Vegetariern ja auch nicht vor an einem Tag der Woche Fleisch zu essen…
Ich habe mich in die Thematik gestern schon rein gelesen und war über äußerst entrüstete Kommentare erstaunt, die da teilweise (je nach Newsseite) vom Stapel gelassen wurden. Scheinbar ist mit Fleischfressern nicht zu Spaßen, der Deutsche liebt seine Wurst…
Ich finde die Idee eigentlich nicht schlecht. Dabei geht es mir gar nicht um den gesundheitlichen oder umweltfreundlichererereren Aspekt (falls es die überhaupt gibt), sondern eher um das Bewusstsein, was in den Leuten wieder geweckt werden soll. Und mal ehrlich: esst ihr jeden Tag, wirklich jeden Tag Fleisch? Ich jedenfalls nicht. Gerade jetzt als es so schwül war, hatte ich eher Lust auf einen erfrischenden Salat - und davon wird man auch satt.
die Idee dahinter ist, Menschen anzuregen über ihr Essen und ihr Essverhalten nachzudenken. Denken ist nicht der Masse Sport –> kaum messbare Erfolge.
Sieht man ja daran das jede Woche irgendwo Skandale bzgl. Tierhaltung oder Tiernahrung kommt. Wird neben den 80 Toten bei Bombenanschlag und eventuellen Wechsel von Fussballer A zu Verein B registriert und dann ignoriert.
Die Leute sollen sich auch keine Platte um ihre Nahrung machen, die sollen konsumieren, das geht mit Hunger nicht.
Kommen dann Ansätze in dem extrem ungesunde Dinge verboten werden sollen (XXL Softtrinks in NY) wird es irgendwie verhindert. Die Welt ist einfach noch nicht reif für gesunde und bewusste Ernährung!
Nein, ich denke diese Ampeln würden auch ignoriert.
Und ja es ist vor Allem für die Tiere eine Zumutung, nicht für den Menschen. Die Gifte die den Tieren gegeben werden werden zwar auch durch Menschen aufgenommen, aber ich sehe es hier in erster Linie aus der Sicht der Tiere und der Natur.
Da wir hier ja unter N3rds sind
um 1g tierisches Eiweiß herzustellen (so nennt man es ja trotz dessen das es sich um Lebewesen handelt) benötigt man im Schnitt 13g pflanzliches Eiweiß. Ist doch unökonomisch und unlogisch oder nicht?
Wer gibt jemandem eigentlich das Recht, anderen Ernährungsvorschriften zu machen? Kann nicht jeder für sich selbst entscheiden, was er am liebsten mag?
Gesunde und ungesunde Ernährung ist sowieso für jeden anders, so gerne einige da mit der Moralkeule kommen. Solange die Blutwerte und die allgemeine Gesundheit absolut im grünen Bereich sind (an meinem Beispiel: Ich esse eigentlich ziemlich ungesund, Blutwerte und Körper sind trotzdem top in Form) sollte man die Leute machen lassen.
Und zum Thema Tiere: selbst wenn weniger Fleisch konsumiert würde denkst du den Tieren würde es dadurch besser gehen? Diese unwürdige Tierhaltung ist halt das billigste, egal ob 100 oder 10000 Tonnen Fleisch benötigt werden und würde so oder so eingesetzt; da müsste man schon an ganz anderen Punkten angreifen als an der Menge des verzehrten Fleisches…
Wenn man so argumentiert, dass mit der Vorschrift Menschen zu gesünderer Ernährung „gezwungen“ werden sollen, dann hat die Politik in meinen Augen kein Recht dazu.
Wenn aber auf der Grundlage argumentiert wird, dass damit etwas gegen Massentierhaltung und für die Umwelt unternommen werden soll, dann sieht das schon anders aus. Vorausgesetzt natürlich den Nachweis, dass so eine Vorschrift überhaupt was bewirken kann in der Hinsicht.
Die Frage ist was es bringen soll? Wird dadurch wirklich die Tierhaltung verbessert? Ich denke das ist nur gerede und wirklich bringen tut es nichts.
Man kann nicht jemanden bevormunden was man wann und wo essen darf. Das ist ja wie bei Mama und Papa. Entweder man hat sowas als Kind gelernt bekommen (Probier wenigstens ein Stück, wenn es dir dann nicht shcmeckt ist es ok) oder man isst eben das was man auch gerne isst. Da helfen weder gesetze noch sonst was.
ich für meinen Teil finde das eigentlich ziemlich schwachsinnig. Wer von oben schreibt mir vor wie ich mein leben zu leben habe? Das ist das Gleiche wie bei Homosexuellen Rechten, wo auch der Staat einem vorschreiben will, wie man sein Leben zu leben hat und sowas gefällt mir einfach gar nicht.
Wer jetzt sich nur von Fleisch ernährt, der wird sich auch in Zukunft überwiegend von Fleisch ernähren. Da helfen keine Gesetze. Man sollte solche Dinge nicht mit Verbot durchsetzen sollen, sondern eher wenn mit Förderung von Vegetarischen Restaurants. Das würde meiner Meinung mehr bringen als sowas wie hier gemacht werden will.
Du betrachtest das auch aus der Sichtweise heraus, dass das ja eh nichts an der Tierhaltung ändert. Was wäre denn, wenn es doch etwas daran ändern würde?
Auch dann würde zumindest ich mir nicht vorschreiben lassen, was ich essen soll oder was man dann in Restaurants essen darf. Ich finde einfach so eine Bevormundung hat in der Zeit von Demokratie nichts mehr zu suchen.
Das heißt, Tierschutz darf niemals ein Grund für Bevormundung sein? Ist nicht ohnehin jede Form von Tierschutz auch gewissermaßen eine Bevormundung? Wo ziehst du da die Grenze?
Tierschutz von Arten die vorm Aussterben bedroht sind, oder bei Höfen, die nur Massenanfertigungen machen da ist es doch kein Problem, und da sage ich doch nichts gegen.
Für mich persönlich, hat aber der Tierschutz keine Auwirkungen. Ich bekomme imemrnoch mein Mett oder Würstchen beim Schlachter. Man muss sich doch nicht rechtfertigen was man isst und wieso man es isst? Dann kann man genau so gut einen Fleich Tag einführen um Pflanzenarten zu schützen (überspitzt dargestellt).
Dass vielleicht zu viel Fleich konsumiert wird, liegt nicht daran dass es kein Veggie Day gibt, sondern an ganz anderen Dingen, wie Marketing (Mc Donalds) Aufklärung von Ernährung in der Schule, Kostenfaktor von Gemüse und und und. Man sollte da anfangen wo es was bringt. Sinnvoller wäre da die Steuer für Gemüse zu senken oder eben die Aufklärung in der Schule mehr zu fördern. Aber doch nicht mit einem Verbot?
Sollte doch jeder als Kind wissen, das was verboten wurde hat man extra gemacht, weil das verbot es noch interessanter gemacht hat, genau das zu machen.
ich finds halt witzig wie alle auf FB Meldungen und Bilder teilen das man Hunde nicht im Auto lassen darf wenns warm ist, Hamster nicht in zu kleinen Käfigen gehalten werden sollen und wenn jem. die Nachbarskatze vergiftet ist Polen offen. Wenn das Getier hinkt gehts für hunderte Euronen zum Tierarzt.
Aber das andere Vieh darf gemästet und Misshandelt werden… kein Problem.
Machen wir es doch andersherum, es müssen klare Regeln eingehalten werden wie Tiere zu mästen sind, also nicht innerhalb von nem halben Jahr hochgezogen, kein Kraftfutter, keine Medikamente mal aus Spass und weil die Tiere sonst ihren Lebensraum nicht überleben. Definierter Lebensraum um sich auszuleben. Dann hat auch das Nutztier bis zum Tot ein würdiges Leben.
Zuwiderhandlung müssen äußerst empfindlich bestraft werden (Berufsverbot).
Dann kostet das Fleisch auch das was es wert ist und alle Leute werden ganz normal über die Marktwirtschaft zu weniger Fleisch gezwungen. Aber bevor es den Menschen angeblich schlecht geht, da sie kein Fleisch in Massen konsumieren können, leiden lieber alle anderen. (auch so genannte 3. Welt Länder die dabei schwerst ausgebeutet werden)
Weltländer werden sicherlich nicht nur bei Fleisch ausgebeutet. Auch dein Zucker, deiner Schokolade, Bananen, Reis, Spielzeug, Kunststoffe, CD´s Gameboys usw usw kommen teils aus den ärmsten Winkeln der Welt oder werden da zusammengeschraubt/raffiniert/angebaut. Solange man nicht alles in Fair-Tradeläden kauft sollte man nicht zu sehr mit der Moralkeule schwingen :ar:
Wo genau findet diese Ausbeutung denn statt, wenn zwei Parteien auf Augenhöhe aus freien Stücken einen Vertrag über den Austausch von Gütern (z.B. Geld gegen Bananen) abschließen?
Mit dem Verweis auf das Wohl der Allgemeinheit, der Umwelt, des Weltfriedens etc. sind schon alle möglichen Politiken begründet worden, darunter auch Genozide und andere Verbrechen. Nur weil die vermeintlich hehren Ziele eine moralische Legitimität suggerieren, rechtfertigen sie mitnichten die Zerstörung von Freiheit und Eigenverantwortlichkeit.
D.h. selbst wenn die Maßnahmen zu den gewünschten Ergebnissen führen würden (was ich nicht glaube), wären sie immer noch völlig inakzeptabel, da hier in einer Art und Weise in das Privatleben vieler Menschen eingegriffen wird, die man nur noch totalitär nennen kann. Ich wette die Nordkoreaner haben auch einen Veggie-Day. :bg: