In diesem Thema geht es um so ziemlich alles, was mit Dialekten zu tun hat: Sprecht ihr im Dialekt? Wenn ja, in welchem? Welche Dialekte versteht ihr, mit welchen kommt ihr überhaupt nicht klar? Welche Dialekte findet ihr am schönsten, welche am hässlichsten? Welche Sätze hören sich im Dialekt besonders witzig an? Denkt ihr, dass man dumm ist, wenn man im Dialekt spricht? Schießt los!
Ich als Schwabe kann natürlich Schwäbisch, ich schwätz es aber im Alltag nicht so viel. Nur meine Lieblingsphrasen benutze ich häufiger: „Du Daggel.“ (Du Dackel.) und „Desch gloger.“ (Das ist gelogen.).
Also bei mir in der Nähe von Münster spricht man ziemliches Hochdeutsch. Mit vielen Dialekten komm ich kaum klar, zB hab ich die Leute im Österreichurlaub kaum verstanden, wenn die voll loslegen
Ansonsten ist man natürlich auf keinen Fall dumm! Dialekte sind Teil der Kultur und ml abgesehen davon, dass das keine Amtssprachen sind, unterscheiden die sich auch „qualitativ“ NICHT von Sprachen.
Ja ich spreche auch einen Dialekt,und zwar Rheinhessisch. Ich sprech ihn nicht nur,ich lebe ihn,weil es auch der schönste Dialekt ist. Das ist einfach so ^^
Jetzt nochmal auf Rheinhessisch. Reden ist leichter als schreiben :-)/
Jo ich red ach en Dialekt,un zwar Rhoihessisch.Ich redn net nur ich leb en ah,weils de schähnste Dialekt is.Des is ahfach so. :bg:
Hier mal ein kleines Video wie man Rheinhessisch spricht. Ist zwar „nur“ ein Interview mit einem Winzer,aber es kommt trotzdem sehr gut. Wie wir hier sagen,ist das ein richtiger Bauer vom Land ein Rheinhessenbauer
[ame]http://www.youtube.com/watch?v=t9nGLaNtlOI[/ame]
Auch in Amerika wird Rheinhessisch geredet,und zwar in Pennsylvania und nennt sich Pennsylvania Dutch bzw.Deitsch.
Es ist eine Mischung aus Englisch und Rheinhessisch bzw. auch Pfälzisch. Hört sich sehr amüsant an.
Unsympathisch finde ich keinen Dialekt,weil wie schon gesagt dies zur unserer Kultur gehört.
Von Haus aus schleicht sich immer wieder ein platter Dialekt ein aka Kölsch Ich nehme mal an, dass das so ist. Mir selbst fällt das gar nicht mehr so auf, aber hier und da fallen dann doch mal klassische Wortfetzen.
Lebe im Schwabenland, darum ist schwaebisch auch unweigerlich in meinen Sprachschatz eingeflossen.
Allerdings bin ich sehr sehr froh, dass es im Prinzip nur Kleinigkeiten sind und es nicht im Motto „Wir koennen alles, ausser Hochdeutsch“ geendet ist
Ich glaube.. welchen Dialekkt ich hasse, ist Saechsisch .. wenn ich das so hoere, wird mir der Sprecher direkt unsympathischer. Das klingt einfach so schlimm.
Liegt wohl auch daran, dass die Ossis die ich hier kenne, immer das Klischee erfuellen und breitestes Saechsisch vorweissen koennen
Ich habe bis ich 23? war in in Hessen gewohnt und nie mit Dialekt gesprochen. Wir wurden bei jedem kleinsten Dialekt in der Schule direkt korrigiert. Man hat sehr viel Wert darauf gelegt das wir mit sowas garnicht erst anfangen. Als ich nach Baden Württemberg gezogen bin war ich daher ziemlich entsetzt als ich auf den Ämtern sry verbal angekotzt wurde. Dieser Dialekt klingt derart fürchterlich.. also die Worte ansich nicht, aber die Aussprache… wie die Worte hingeknallt werden, so unglaublich herablassend und gleichgültig. Das machen sehr sehr viele Leute hier. Da kann selbst ein netter Satz total gemein klingen nur weil der Sprecher ihn einem hinschmettert.
Daher: ich rede und werde IMMER völlig ohne Dialekt reden
Also als Halb-Engländer besitze ich zumindest immer noch nen englischen Akzent, wenn ich rede. Da ich aber in Düsseldorf geboren wurde rede ich stets Düsseldorf-Rheinisch.
In Dresden wohne ich schon eine lange Zeit, weshalb ich auch Sächsisch kann wenn ich will. Symphatisch ist mir dieser Dialekt, ebenso wie Berlinerisch und Thüringisch
Ich hab bereits einen relativ argen Dialektmischmasch. Ich nehm Sprachfärbungen recht schnell an und hab kaum probleme, Dialekte aufzusaugen und nachzumachen, bzw schleichen sich sogar einige Sachen in meine normale Sprache mit ein. Mitlerweile hat sich mein Dialekt so sehr verändert, daß man nichtmehr erkennt, woher ich ursprünglich komme. Die Meisten halten mich entweder für Oberösterreicher oder Bayer, dabei bin ich im Burgenland aufgewachsen. Den Dialekt hab ich komplett abgelegt.
Welchen Dialekt ich hasse ist dieses Deutschtürkisch und zwar das Nachgemachte. Als es in Ösdterreich diese Krocha gab (Krocha – Wikipedia) gab es viele Österreicher die von den Türken nicht mehr auseinanderzuhalten waren. Also so Solariumgeröstet, daß dei Hautfarbe ähnlich war und dazu den nachgeäfften Dialekt. Da hat man sich für die eigenen Leut geniert.
Und nein, mich stört dieser Dialekt nicht an den Türken selber, denn da ists wie es ist, aber diesen Slang zu benutzen, bloß weil es in Wien grad en vogue ist, das fand ich furchtbar. Gottseidank ist diese „Jugendbewegung“ wieder weg (oder zumindest nicht mehr spürbar)
Ansonsten hab ich kein Problem mit Dialekte, ich finds immer wieder spannend bei mir fremden Dialekten zu zu hören.
Bis auf den letzten Absatz als einer der letzten „Ossi“-Geburten, stimme ich dir voll und ganz zu…blöd nur, dass 90% der Verwandschaft aus Sachsen kommt. :heul:
Als ich hier nach Braunschweig gezogen bin, haben mir die Leute immer gesagt, dass man hört, dass ich aus Berlin komme, ich aber nicht dieses „Klischee“ Berlinerisch Spreche („Icke“ und wie statt als). Ich selbst würde sagen, dass ich nicht Berliner, da ich es aus dem Elternhaus nicht gewohnt bin.
Also ich sprech von Haus aus nen bayrischen Dialekt mit (zugegeben) leichten schwäbischen Einflüssen. Letzteres macht sich vor allem bei den „sch“- Lauten bemerkbar. Liegt eben am Wohnort, da sich hier Bayrisch-Schwaben und Oberbayern treffen. Recht interessante Kombination, wenn man das so bedenkt. Zugegebenermaßen versuch ich aber - soweit es geht - gerne den schwäbischen Unterton ein wenig rauszulassen.
Grundsätzlich würde ich behaupten, dass ich meinen Dialekt wirklich gerne mag und somit auch grundsätzlich auch anwende. Leider ist das aufgrund des Umfelds oft ein wenig schwierig, da viele ehemalige Arbeitskollegen, Klassenkameraden und sonstige Leute weder den Dialekt sprechen noch richtig gut verstehen. Da muss man sich dann zwangsläufig irgendwie ein wenig Hochdeutsch antrainieren.
Mittlerweile klappt das zwar ganz gut, aber trotzdem führt das manchmal zu lustigen Situationen. Wenn ich z.B. den ganzen Tag lang im Dialekt spreche, dann tu ich mich schwer von der einen auf die andere Sekunde umzuschalten. Das dauert dann mal kürzer und mal länger und sorgt bei einigen Freunden ab und an für fragende Gesichter. Was ich jedoch grundsätzlich nicht einsehe ist, mir den Dialekt komplett abzugewöhnen. Ich find einfach, dass das doch ein wichtiger Teil meiner Identität ist. Zudem macht das die Sprache erst wirklich interessant, ist ja langweilig wenn jeder gleich redet.
Verständnisprobleme hab ich insgesamt recht wenige, auch wenn ich bei norddeutschen Dialekten ab und zu extrem aufpassen muss. Vom persönlichen Empfinden her, gefällt mir sächsisch nicht gar so gut. Aber wie gesagt, jedem das Seine - wer nen Dialekt hat, egal welchen, kann den gegenüber mir gerne anwenden. Ab und an lernt man ja dann auch noch ein tolles Wort hinzu.
Also bei mir ist das so, dass ick schon deen Berliner Dialekt drin hab, wenn ick mich nicht anstrenge. Dett bezieht sich dann aber auch eher auf sehr wenig Worte. Wohn ja auch nicht mal in der Stadt.
Ich spreche Schweizerdeutsch, wenn man es genau nimmt den Zürcherdialekt. Da ich jedoch lange einen guten Freund hatte, welcher ein Deutscher war (sprach akzentfrei), kann ich mehr oder weniger gutes akzentfreies Hochdeutsch.
Hey passend zu obigem Beitrag kann ich ja schonmal sagen, dass ich Schweizerdeutsch einfach toll finde - von gewissen anderen Dialekten kriege ich allerdings fast Ohrenschmerzen (das Berlinerische z. B. mag ich nicht besonders - gegen das „ick“ bin ich doch ziemlich allergisch ^^ )
Ich selbst besitze wohl hörbar nen (leichten?) fränkischen Dialekt, was mir persönlich früher nie aufgefallen ist - denn ich bin in der Großstadt aufgewachsen, wo man dem Urfränkischen eher selten begegnet. Aber vor kurzem habe ich dann doch gemerkt, wie stark ich und meine Familie das „r“ rollen und hier in NRW wurde ich schon öfters darauf angesprochen, ob ich aus Bayern komme. Bestes Beispiel: in einer Köllner U-Bahnstation fragte ich einen Mitarbeiter, welches Gleis ich denn nehmen müsse (wg. laufenden Umbauarbeiten) - nur 2 Sätze und schon hat der erkannt, dass ich aus Mittelfranken komme :o - da war ich erstmal ziemlich baff.
Was ich auch sehr witzig fand, als so ziemlich alle bayerischen Dialekte in einer Klasse versammelt waren: in dem noch frischen Schulversuch der FOS 13 haben sich teilweise Leute zusammengefunden, die ich anfangs nicht annähernd verstehen konnte . In meinem „Auslandssemester“ in Österreich hingegen, hatte ich überhaupt keine Probleme die Linzer zu verstehen, wogegen meine Erasmuskollegen, die nur des Hochdeutschen mächtig waren fast verzweifelt sind ^^
Ich behaupte mal ich spreche bayrisches Hochdeutsch.
Also Hochdeutsch mit bayrischen Einschlag wie viele in Bayern ^^
Wenn jemand wirklich bayrisch spricht verstehe ich selbst kein Wort aber das gibts eh so gut wie nicht mehr
Einen Dialekt den ich gar nicht hören kann ist 100% Sächsisch, versteht keiner und hört sich schrecklich an
Am aller schlimmsten finde ich aber nachgemachte Dialekte.
Wenn jemand meint er könnte auf bayrisch, sächsisch, schweizerisch ect machen ist echt nicht auszuhalten
Ich kann auch hochdeutsch, aber wenn man in einem Bundesland aufgewachsen ist, wo
Das Grillfleisch Schwenker heißt, und der Grill Schwenker heißt, und der der das Grillfleisch auf dem Grill brät auch Schwenker heißt, dann fühle ich mich heimisch
Ja, sächsisch find ich auch echt gruslig (sorry ihr Sachsen! ) und als in der Arbeit mal einer angerufen hat, musste ich mich wirklich zusammenreissen um nicht lauthals loszulachen.
Ich selbst bin waschechter Bayer und sprech auch im privaten „so wia mia da Schnowwe gwax’n is“. In der Arbeit versuch ich mich halt bisserl anzupassen, damit mich die ganzen Zuagroaßd’n auch verstehen. Aber im großen und ganzen finde ich schon, dass man zu seiner Herkunft, egal wo her und zu seinem Sprech auch stehen soll und das kann auch jeder hören, oder?
Was ich nicht so witzig fand, war mal eine seltsame Begegnung in einem Vorstellungsgespräch:
Ich sitz also mit so einer Trudsche am Tisch und sie fragt mich halt was und ich geb ihr ne Antwort und plötzlich fängt sie an zu lachen und ich nur so, was denn jetzt so witzig wäre. Und sie „Oh ich versteh einfach nicht, was Sie sagen. Könnten Sie das nochmal wiederholen?“ .:-/