Edit: Den Post hatte ich eigentlich schon seit Stunden fertig. Aber fabs muss das neue Design ja unbedingt in dem Moment rausbringen, wo ich den Post abschicken will. Eine Minute. Eine verdammte Minute.
Ach, was soll’s, jetzt bin ich schon dabei, da kann ich auch noch ein paar weitere Fragen beantworten.
Ich fasse es trotzdem in einen neuen Post und riskiere einen Doppelpost, weil ich’s kann (und wegen der Übersichtlichkeit, Synthoras. Hörst du? Ich mache einen Doppelpost wegen der Übersichtlichkeit. .. auch, wenn sich an der Übersichtlichkeit dadurch nicht viel ändert, aber es ist immerhin getrennt und ich wollte eigentlich Fragen beantworten, statt mit mir selbst zu debattieren, verdammt!).
1. Ob beim Heißen Stuhl oder beim beinahe Mtiwirken beim jetzigen Kollektivehören, du scheint gern Dinge zu organisieren. Bist du auch im realen Alltag eine koordinierende Persöhnlichkeit?
Hier im Forum hab ich bisher eigentlich eher wenig organisiert. Zumindest, wenn ich das mit dem vergleiche, was ich normalerweise so organisieren muss.
Dadrin steckt also schon die Antwort auf die Frage: Ja, ich übernehme gerne die Verantwortung. Voraussetztung ist, dass mich das auch interessiert oder ich mit dem, was ich organisiere, im Zusammenhang stehe. Ansonsten fehlt mir dafür die Motivation.
Ich mag es Leuten zu sagen, was sie zu tun haben und ich mag es zu sehen, wie ein Projekt sich langsam aufbaut. Ich übernehme ungern die stumpfen Arbeiten, sondern lasse mir lieber einfallen, wie man effektiv voran kommt. Ideen ausarbeiten oder sich Projekte ausdenken macht auch Spaß. Im richtigen Leben koordiniere ich auch einiges. Was ich da für Beispiele nennen kann? Keine Ahnung. Auf jeden Fall nutze ich jede Möglichkeit, ob unter Freunden, zu Hause mit meinen Eltern oder irgendwo beim Arbeiten. Die Verantwortung zu tragen gibt einem eben das Gefühl eine wichtige Rolle zu spielen. Und das tut man auch. Ich denke mir dabei immer, dass ich nicht einfach nur zusehen will, wie etwas gemacht wird, sondern das lieber selbst koordiniere, weil ich mir sonst sorgen darüber mache, dass es nicht funktioniert oder ich immer irgendwas zu meckern hab, weil ich es mir anders vorstelle. Also mach ich’s lieber gleich selbst.
2. Zeit für introspektive Selbstdiagnose: Was denkst du, hat dich zu dem Kerl gemacht, der du jetzt bist?
Wie soll ich darauf bitte antworten?
Ich denke da spielt das ganze Leben eine wichtige Rolle. Selbst, wenn es manchmal nur Kleinigkeiten sind, die passieren, selbst sowas kann einen schon verändern. Ich müsste also das meiste von meinem Leben aufzählen, damit wir da zu einer sinnvollen Erklärung kommen.
Ich denke aber, dass die Schüchternheit aus meiner Kindheit eine wichtige Rolle spielt. Um diese zu überspielen, bin ich gerne mal in irgendwelche Rollen geschlüpft, weil ich da dann kein Problem mehr damit hatte meinen Mund aufzumachen.
Zurückhaltend bin ich aber immer noch irgendwo. Aber nur, wenn ich mit jemandem alleine bin. Irgendwo ist das schon komisch, aber das ist mir wesentlich unangenehmer, als zum Beispiel auf der Bühne zu stehen oder vor vielen Leuten zu reden. Wenn viele Leute da sind, dann mach ich mir meistens einen Spaß daraus und ziehe meine Show durch.
Wenn ich jemanden schon lange kenne, dann bin ich aber natürlich auch ganz anders, als ich am Anfang gewesen bin. Dann taut man erst auf. Aber wem geht das nicht so?
Den trockenen Humor hab ich vermutlich schon immer irgendwo gehabt. Ich lasse gerne gemeine Sprüche ab, mache mich über mich selbst lustig oder tu so, als wäre ich arrogant. Ich bin so gut, man könnte denken ich wäre wirklich gut. Aber ich kann nicht genau analysieren, woher das kommt, das hat sich mit der Zeit nunmal so entwickelt. Ich kenne einfach kaum noch eine Schmerzensgrenze und mache gerne jeden Quatsch mit. Irgendwann hab ich aufgehört das zu glauben, was man mir erzählt und hab eigene Entscheidungen getroffen. Aber das kam mehr oder weniger von selbst.
Mehr kann ich dazu nicht sagen, das beantwortet nicht unbedingt die Frage und ich bin mit der Antwort auch überhaupt nicht zufrieden, aber was soll man machen.
3. Und ein Blick in die Zukunft: Was würdest du gerne in näherer Zukunft erreichen? Auto, Sixpack, Seelenheil, oder sonst was?
Ich will etwas machen, was mir Spaß macht. Aber am liebsten würde ich mir einen Namen machen, vielleicht in der Öffentlichkeit stehen. Aber davon träumen ziemlich viele, also sollte man realistisch bleiben. Hauptsache ich kann etwas bewegen, egal wo, selbst, wenn es am Ende nur etwas kleines gewesen ist.
Geld ist für mich leider wichtig, ja. Ich hab immer Probleme damit, wenn ich mal weniger Geld hab. Wenn ich etwas finde, was mich erfüllt, dann komme ich aber auch damit klar, denke ich.
Seelenheil? Das schaffe ich doch niemals.
Ich wäre eigentlich auch gerne im Ausland und würde dort was machen. Hauptsache was neues, hauptsache ein kleines Abenteuer.
1. Ist es für dich denkbar dass dieses Forum für dich persönlich jeglichen Reiz verliert und du dir die nächste Herausforderung suchst?
Ja, selbstverständlich. Nichts ist für die Ewigkeit, irgendwann werde ich auch hier verschwinden und nur noch ein Überbleibsel eurer Gedanken und Sehnsüchte sein. Aber das wird nicht in näherer Zeit passieren, denke ich.
Herausforderungen suche ich immer, weil ich ziemlich schnell gelangweilt oder angeödet bin. Hin und wieder brauche ich mal etwas anderes und neues.
Es ist schon oft genug passiert, dass ich lange in einem Forum unterwegs gewesen bin und dann den Reiz verloren hab, aber rechne mal damit, dass ich euch einige Jahre auf die Nerven gehen werde. Ich bleibe aber fast in jedem Forum „erhalten“. Als Legende. Scheinbar spricht man gerne von mir, selbst, wenn ich nicht da bin, sowohl positives, als auch negatives.
2. Hast du persönlich die Befürchtung, dass die Leute dich vermeintlich uninteressanter finden würden, wenn du dein „extremes“ Verhalten ablegen würdest?
Nö, glaub ich nicht. Und selbst wenn, dann wäre es mir eigentlich egal. Ich hab Spaß daran, wenn die Leute über mich rätseln oder über mich diskutieren. Wenn sie das nicht mehr tun, dann bin ich wahrscheinlich etwas gelangweilt, aber stören würde es mich nicht.
Außerdem ist mein wirkliches „Ich“, also mein „Ich Ich“, das fast nur „ich“ kenne, sehr viel rätselhafter und interessanter, als das „Ich“, das ich hier im Forum zeige. Hm, das liest sich so, als wäre ich immer nur auf mich selbst bezogen. Was soll’s.
Aber um’s nochmal zu betonen: Die Seite, die ich hier im Forum raushängen lasse ist „gespielt“, wenn ich es extrem übertreibe, aber sie gehört zu mir, auch im wirklichen Leben, genauso wie das Vorspielen ein Teil meiner Persönlichkeit ist.
Also lässt sich das Verhalten auf Dauer sowieso nicht ablegen.
3. Du möchtest ein Studium im Kreativbereich machen, daher frage ich mal:
Wenn du dein Studium erfolgreich durchziehst, was ist da für dich wichtiger: Die persönliche Selbsterfüllung ohne zwingend erfolgreich zu sein oder doch eher der (kommerzielle) Erfolg, dafür aber mit dem Risiko, dich nicht selbst erfüllen zu können?
Für mich gehört das zusammen. Ich lasse mich nur ungern in irgendwelche Schubladen zwängen, damit ich erfolgreich bin, aber wenn der Erfolg fehlt, dann werde ich die Dinge auch immer weiter der Masse anpassen, damit es ihr gefällt. Da ist es mir dann egal, ob ich nun „mein Ding“ durchziehe, oder nicht. Von irgendwas muss man ja leben. Den Teil der Selbsterfüllung kann ich immer noch außerhalb des Berufes ausleben, der Beruf spielt für mich zwar eine ziemlich bedeutende Rolle und ich würde „eingehen“, wenn ich in meinem Beruf nicht ein Teil von mir selbst sein kann, aber wenn es nicht anders geht, dann werde ich auch damit leben können, wenn ich das zu mir nach Hause verlege und auf der Arbeit einfach das tue, was ich tun muss. Sehr viel anders ist es im Moment ja auch nicht.