und weiter geht´s… Oje, wer die Geduld hat, sich das durchzulesen kriegt von mir auf der GC ne Gratisumarmung :dd:[u]
Mc Fresh
[/u]Bezeichnest du dich mehr als gefühlsbetont handelden Menschen oder als Verstandesmensch? Wärst du in bestimmten Situationen gerne anders veranlagt?
Oje, hier bin ich ein einziger Widerspruch. Aber ich versuche es mal: ich würde mich selbst wohl als Verstandsmensch mit kurzzeitigen Bauchgefühlsaussetzern bezeichnen. Ich überlege mir alle möglichen Situationen und Szenarien vorher und mal mir diese aus, versuche meinen Prinzipien treu zu bleiben und wäge alle Möglichkeiten sorgfältig ab, wenn ich vor einer Wahl stehe. Nur um mich im entscheidenden Moment dann doch an meinem Bauchgefühl zu orientieren, vor allem dann wenn ich überrumpelt werde. Ich benenne Letzteres mal als Kurzschlussreaktion: ich nehme mir das eine vor, tu aber das andere, weil ich aus irgendeinem Grund kalt erwischt und zu einer bestimmten Handlung gebracht werde. Solche Aussetzer hatte ich früher viel öfter, da war ich um einiges schüchterner und strotzte nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Da war es beispielsweise noch leicht mich zu verunsichern und zu überreden, mir irgendwelche Sachen aufzuschwatzen und mir ein schlechtes Gewissen einzureden. Mittlerweile habe ich das gut im Griff. Mit wachsender Lebenserfahrung hat sich diese Unsicherheit fast abgebaut, aber ab und zu fall ich doch mal wieder ins alte Schema und lass mich von meinen Gefühlen durcheinander bringen. Da kann ich noch so viele Vorsätze haben und mir Gedanken gemacht machen, da setzt bei mir der Verstand einfach mal aus. Dass sich da Gefühle einmischen ist ja nicht grundsätzlich schlecht, ich bin ja kein eiskalter Klotz. Aber ja, ich würde mir wünschen mich immer an meine Prinzipien halten zu können, wenn es darauf ankommt: vor allem wenn es um meine Rechte geht und darum, diese auch durchzusetzen. Es klingt bescheuert, aber wenn es darum geht Forderungen zu stellen, mischt sich bei mir immer das Gefühl mit ein, sich dafür entschuldigen zu müssen. Versteht das einer? Nein? Ich auch nicht O_o
Welche Eigenschaften/Beziehung zu dir muss eine andere Person haben, damit sie in den Kreis derer aufgenommen wird, die „wichtig“ sind? Was macht es aus, dass du dir (unter anderem persönliche) Sachen von dem anderen merkst bzw. wie lange dauert das? Findet da ein bewusstes „Umschalten“ von „unwichtig“ zu „wichtig“ statt oder passiert das ällmählich von selbst?
Gemeinheit, vier Fragen in eine verpackt D: - wo soll ich da nur anfangen? Da muss ich wohl erstmal definieren, was in meinen Augen eine „wichtige“ Person für mich ist. Wichtig ist mir meine Familie, gute Freunde und Menschen, die ich eben schon lange kenne, die mir sympathisch sind und mit denen ich mich gut verstehe und zuletzt Erinnerungen teile (auch wenn sie noch so klein sind) und das setzt erstmal ne gewisse Zeit voraus, in der ich diese Menschen kennen lernen durfte. Familie ist klar, aber es dauert immer ne Weile bis ich jemanden wirklich als Freund ansehe, sonst sind das alles nur Bekanntschaften für mich. Die kommen und gehen und bleiben auch nicht lange in Erinnerung und denen trauere ich auch nicht hinterher. Ich bin ein introvertierter Mensch und mein Freundeskreis lässt sich auch an einer Hand abzählen. Vielleicht bin ich in der Hinsicht auch ein bisschen verkorkst, denn ich trau oberflächlichen oder jungen Freundschaften erstmal nicht über den Weg, da ich mittlerweile etwas vorsichtiger in der Hinsicht geworden bin. Eine augenscheinliche langjährige beste Freundschaft hat sich rückblickend als Zweckfreundschaft entpuppt, die mir nicht gut getan hat, aber damals war ich auch noch ziemlich naiv und vertrauensselig. Und wenn man dann noch „nett und hilfsbereit“ ist, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, wird das auch gerne mal ausgenutzt und das behalte ich immer im Hinterkopf. Genauso geize ich auch mit persönlichen Informationen (verd… facebook, ich wusste ich hätte mich da nicht anmelden sollen) und wenn ich nicht gerade ruhig und schüchtern bin, albere ich später dann mehr herum oder plappere irgendwelche Blödsinnigkeiten zusammen, denen jede Ernsthaftigkeit fehlt. Und Menschen, die mich neu kennenlernen müssen mir generell alles aus der Nase ziehen, ich rede für gewöhnlich nicht gerne über mich und bin mehr eine Zuhörerin. Ich denke um für mich „wichtig“ zu sein, müsste die Person erstmal diese Hürde überwinden, dass ich das Gefühl bekomme ihr zumindest ein wenig vertrauen zu können. Und ob das ne halbe Ewigkeit dauert oder schnell geht, hängt von der jeweiligen Person ab. Und da hätte ich noch das kleine Problem, dass ich überhaupt erst mal Interesse an einem anderen Menschen entwickeln muss, bevor es zur Vertrauensfrage kommen kann. Das klingt vielleicht etwas egoistisch, aber ich interessiere mich für die wenigsten Leute, wenn sie mir nicht gerade außerordentlich sympathisch sind. Ich kann mich nicht bei Gesprächen über andere Mitmenschen beteiligen, weil mir deren Leben schlichtweg egal ist und ich auch kein Fan von Tratschgeschichten bin. Wer sich nicht in meinem engeren Umfeld bewegt und sich auch nicht regelmäßig mit mir austauscht, den ignoriere ich und da merke ich mir auch keinerlei Informationen. (etwas peinlich wird´s, wenn es um das Merken von Namen geht) Und auch dann, wenn man doch mal öfters miteinander zu tun hat, kann´s immer noch so bleiben, dass ich mir einfach nichts merke: aber das liegt wohl auch daran, dass ich einfach keine Fragen stelle und mich auch hier nur selten für´s Privatleben meines Gegenübers interessiere. Ich rücke mit meinen Infos nicht raus und so handhabe ich das auch umgekehrt. Wenn mir jemand nicht freiwillig etwas von sich erzählt, hake ich da auch nicht weiter nach. Und wie soll ich mir persönliche Infos merken, wenn ich die nie zu hören kriege?
Zuhören tu ich aber gerne (wenn´s kein Geläster ist), dann merk ich mir auch das Ein oder Andere und gebe auch mal meinen eigenen Senf dazu. Wie schnell ich mir dann die persönlichen Infos merke, beeinflusst offenbar die Person, die mir diese gibt. Je interessanter sie ist, desto schneller, vermute ich mal
Lange Rede kurzer Sinn: Ja, so würde ich´s festhalten, damit ich mir Infos über andere merke, muss man mir die regelrecht aufzwingen oder es irgendwie geschafft haben, mein Interesse zu wecken und dieses auch zu halten. Und dann nur noch die Vertrauenshürde nehmen und bisschen Warten, um allmählich den Stempel „important“ zu kriegen. Aber bewusst mach ich das Ganze nicht…. klingt kompliziert? Ist es auch. Aber zum Glück hab ich ab und zu ein paar Kurzschlüsse
aber das passiert eben nur bei wenigen Leuten denk ich, oder eben nicht, ist ja dann ne Bauchgefühlsache…
Was glaubst du eher - dass alles zufällig passiert und jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und sein Schicksal selbst bestimmt? Oder dass es „vorherbestimmtes“ gibt, z.B. der EINE Partner der perfekt zu dir passt, dass es eben z.B. KEIN Zufall war dass du dann und dann jemand bestimmtes über den Weg gelaufen bist, dass alles was passiert ein Baustein eines großen gesamten Gefüges ist? Oder ist dir das mehr oder weniger egal?
Es ist mir eigentlich egal. Mir gefällt allerdings der Gedanke nicht, dass es einen vorgefertigten Plan für mein Leben geben soll, ich habe da alles gerne selbst in der Hand bzw. möchte mich innerhalb meiner Möglichkeiten (sind ja nicht unendlich viele) frei bewegen können. Und genau genommen, finde ich dass man sich mit der Vorstellung eines vorgefertigten Weges selbst einschränkt. Beispielsweise indem man aufgrund einer Gegebenheit, die man mit der Vorhersehung verwechselt, auf einen Wunschtraum oder ein Ideal hinarbeitet. Und ein Ideal kann nicht erreicht werden, da kann es nur zu Enttäuschungen kommen. Dann könnte ich mir noch vorstellen, dass sich einige Menschen den Schicksalsgedanken zu sehr zu Herzen nehmen und für sie gute oder schlechte Begebenheiten als vorherbestimmt und unabänderlich erklären. Etwas ist einfach so, damit muss man leben oder sich zu Frieden geben – ist ja so im großen Plan vorgesehen. Man verbaut sich viele Chancen oder akzeptiert Ungerechtigkeiten zu schnell. Aber das sind jetzt Vermutungen meinerseits, ob das tatsächlich so ist, sei mal dahin gestellt. Ich möchte mich jedenfalls nicht davon beeinflussen lassen, aber dass es gar kein Schicksal gibt behaupte ich jetzt auch nicht (aber ich bezweifle es). Denn ich weiß es schlichtweg nicht und wirklich wissen tu ich nur wenige Dinge, die mich direkt betreffen und so gesehen ist´s mir dann auch egal, falls es doch so etwas wie ein vorherbestimmtes Gesamtgefüge geben sollte. Denn wahrnehmen tu ich jenes ohnehin nicht und ich rechne auch nicht damit, dass wir jemals eine Antwort darauf kriegen werden, ob wir mit unserer Vorstellung vom Schicksal (meinetwegen auch dem Göttlichen, aber das artet sonst noch aus) nun richtig liegen oder nicht. Für meine Entscheidungen ist es einfach nicht relevant und ansonsten sind es eben vom Schicksal vorherbestimmte Umstände, die mich zu dieser und jener Entscheidung geführt haben. Und gibt es da jetzt so einen großen Unterschied? Ich denke nicht. Und noch speziall zu dem EINEN perfekten Menschen, der zu mir passt: eine schicksalhafte Begegnung, die zwei füreinander bestimmte Menschen zusammenführt? Das klingt zwar romantisch, aber hier sehe ich vor allem die Gefahr, dass sich damit zu hohe Erwartungen an einen Partner einstellen, weil man ja DEN einen richtigen erwischen will. Und mir gefällt das Wort „perfekt“ bei diesem Beispiel auch nicht besonders. Weder kann in meinen Augen der Partner an sich perfekt sein, noch kann er perfekt zu einem passen (wäre ja auch langweilig). Wenn es in meiner Vorstellung nur den einen gäbe, der da draußen irgendwo wartet, übersehe ich womöglich einen anderen großartigen Menschen, den es sich lohnt kennen und lieben zu lernen. Ich sehe das ganz einfach: wenn sich zwei Menschen begegnen und gut zusammen passen, passen sie eben gut zusammen, da soll mir die Vorhersehung nicht dazwischen pfuschen. Ich schaue mir den Menschen an und warte ab, wie sich das Ganze entwickelt.
Daniel
Du musst raus aus Deutschland - in welches Land würde es dich verschlagen, und warum genau dieses Land?
Oha, ich möchte nicht wissen in welcher Situation ich aus Deutschland raus „muss“ ^^ Also wenn es kein geplantes Auswandern ist, sondern gezwungenermaßen würde ich mich wohl erstmal für Kroatien entscheiden. Nicht weil ich es dort besonders schön finde oder mich das Land fasziniert, eher im Gegenteil, sondern weil dort der Großteil meiner Verwandtschaft lebt, und ich wohl am ehesten und mit weniger Problemen verbunden einen Ort hätte, an dem ich erstmal einen Boxenstopp einlegen könnte und auch auf ein wenig familiäre Unterstützung hoffen kann. Sprachlich würde ich auch nicht total bei 0 anfangen (meine Sprachkenntnisse sind aber immer noch unterste Schublade) und hätte mit meinem Bachelor/Master im zukünftigen EU-Mitgliedsstaat (yey
) wohl auch gute Berufschancen – also, wenn es die Jobs da nur gäbe… keine Ahnung, wie es da mit der Textilbranche bestellt ist, da müsste ich mich wohl im Hotel- und Tourismusbereich umsehen. Aber ganz ehrlich, was soll ich da? Da ziehe ich nach dem Luftholen doch lieber ´n Stück weiter. Mein Wahlauswanderungsland wäre hingegen…. da muss ich ein bisschen überlegen, ja ich würde sagen Kanada. Wieso? Ich war da zwar noch nie, ich verreise generell nur selten und hab´s noch nie weiter als bis Italien bzw. Kroatien geschafft, aber es klingt nicht übel. Hohe Lebensqualität, ne unglaublich schöne vielfältige Landschaft, überaus freundliche offene und hilfsbereite Mitmenschen, ne kulturelle Vielfalt und n gutes Gesundheitssystem – die Medikamente sind billig! So stell ich mir den Lebensabend vor: nette Leute um mich herum, ne offener Haustür ohne Angst davor zu haben beklaut zu werden und mit meinen Pillendöschen in Reichweite
Nee, genau genommen kann ich es mir so überhaupt nicht vorstellen, wo anders zu leben als in Deutschland. Ich bin sprachlich nicht besonders talentiert und für mich wäre es ein zu großes Problem, mich in meinem Lebensraum nicht klar verständigen zu können. Ich habe den Eindruck, dass viele Leute die Angewohnheit haben, jemanden sofort für minder intelligent zu halten, sobald er die gebräuchliche Sprache nicht perfekt beherrscht – damit könnte ich nicht klar kommen.
[b]Bist du eher Sommer- oder Wintermensch?
[/b] Eindeutig ein Wintermensch und das obwohl ich südländische Wurzeln habe. Ich mag den Schnee und den Geruch, der in der Luft hängt kurz bevor es anfängt zu schneien, ich liebe Winterlandschaften und spaziere gern im Dunkeln durch die weiß verschneite Stadt. Und gut eingekleidet macht mir auch die Kälte nicht so schnell etwas aus und daheim auf der Couch unter der Decke eingekuschelt zu sein während es draußen vor sich hinschneit hat auch was. In der Winterzeit sind auch alle Familienmitglieder öfters daheim und dann geht es auch etwas geselliger zu und DVD oder Spiele-Abende kommen schneller zu Stande. Außerdem gibt´s im Winter bei uns mehr zu feiern, da all unsere Geburtstage in die kalte Jahreszeit fallen. Weihnachten und Sylvester nehmen auch noch mal ne Sonderstellung ein. In Sachen Atmosphäre wird die Weihnachtszeit einen Strandurlaub bei mir auch immer schlagen. Ich steh lieber in der Kälte eingepackt in Mütze und Schal mit nem Glühwein im Christkindlesmarkt herum und atme den Lebkuchenduft ein, als am Strand in der Sonne zu sitzen und nicht zu merken, dass ich mir gerade nen heftigen Sonnenbrand zulege (elende kühle Meeresbrise) Vielleicht liegt mein letzter Urlaub auch einfach schon viel zu lange zurück, um die Vorzüge des Sommers schätzen zu können. Denn hier in Deutschland ist es die Jahreszeit, die ich am wenigsten mag. Ich hab nichts dagegen, wenn es schön sonnig ist, aber irgendwann ist´s auch einfach zu heiß und in ner Großstadt ist das nicht mehr lustig. Ich bin z. B. auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und im Moment wünschte ich mir, keinen Geruchssinn zu haben. Punkten kann die Sommerzeit in Sachen Tageslänge – das ist der eine große Haken, der mich am Winter nervt. Die Tage sind mir da zu kurz, die machen mich auf Dauer leicht depressiv und da freue ich mich immer über den Frühling sobald die Sonne etwas länger zu sehen ist.
Wenn du dir ein Tier als Haustier aussuchen dürftest, egal wie exotisch oder gefährlich, welches wäre dies? (Und falls die Antwort „Eule“ ist, hätte ich gerne noch ein weiteres, das war dann ja zu offensichtlich
)
Nee, ne Eule wäre es sicher nicht, das sind zwar hübsche Tiere, aber die darf man nicht anfassen. Und ich möchte ein Haustier dann doch ab und an knuddeln ohne dass es mir den halben Arm zerfetzen kann – ich glaube das Gefahrenpotential würde ich dann doch gern berücksichtigen. Da schließe ich auch gleich so exotische Tiere wie Tiger und andere Großkatzen, Großbären und alles was große Krallen hat und mich umbringen oder fressen kann aus und die Sparte der Reptilien und Fische lass ich auch mal weg. Die sind schön anzuschauen aber eignen sich nicht allzu gut für mich Grabscher. Es muss schon etwas flauschig, felliges und größer als ein kleines Nagetier sein – womit Mäuse, Hamster und Kleintiere auch schon mal nichts für mich sind. Puh, das ist schwer. Zu meinen Lieblingstieren gehören Waschbären und Esel. Na ersterer ist zwar ein Kleinbär, aber als nachtaktives Raubtier eignet er sich wohl nicht gut als lebendiger Teddyersatz. Ein Esel wäre ganz praktisch, ich besitze weder Auto noch Führerschein und so oft wie ich umziehe könnte ich ein Transportmittel gebrauchen, aber das würde auf der Autobahn nicht nur dämlich aussehen, sondern auch gefährlich werden… Ich bleib dann doch lieber bei der klassischen Hauskatze, langweilig ich weiß. Aber da wüsste ich genau, welche ich mir wünschen würde: den Kater meiner Schwester. Den habe ich so sehr ins Herz geschlossen, wenn ich mir ein Tier aussuchen dürfte, würde ich ihn mir sofort schnappen. (meine Schwester ist vorgewarnt) Und da der Kleine eine Kratzbürste und Kämpfernatur ist, würde sich das mit dem „gefährlich“ doch irgendwie wieder decken. Jedenfalls muss ich ständig mit ihm um meinen Schlafplatz kämpfen.