Ich hatte Pech. Meine Grundschule wurde, als ich in der 5.Klasse war, geschlossen. Fast der gesamte Klassenverband ist gewechselt, was alles erleichtert hat, aber bis auf 2 Fächer, gabs überall neue Lehrer, für ein Jahr.
Mein Gymnasium wurde, als ich in der 9. Klasse war, zum schließen bestimmt, d.h. es kamen keine neuen 7.Klassen dazu. Zum Ende hin, hatten wir in fast jedem Fach, jedes Jahr neue Lehrer und die waren nie „Hauptberuflich“ an der Schule, sondern nur Stundenweise. So hatte ich das Vergnügen ne Menge Typen kennen zu lernen.
Die schlechten Lehrer:
Musiklehrerin:
Der Grund, warum die 11. Klasse ein Paradies wurde, ich konnte Musik endlich! abwählen. Die Frau hat Sachen verlangt… davon hatte ich nie was gehört und kann es bis heute nicht.
Taktklopfen anhören und die Noten aufschreiben. Sie zeigte, zum einsingen, irgend son „SoReMi… blabla“ Handzeichen und ich sollte in der passenden Tonlage was singen (Oder so ^^) Die 6 sind nur so auf meinen Notenspiegel gerasselt. Da hat sich dann schnell die Phase entwickelt, wo es mir scheißegal war. Tja bis heute geht mir Musik sonst wo vorbei.
Mathe ab der 9.
Der Lehrer liebte es Aufgaben vorn an der Tafel vorrechnen zulassen, natürlich von den schlechten Schülern. Ich war einer davon. Ich habe ne richtige Phobie vor seinen Stunden entwickelt. Regelmäßig vor der Klassen sein „Nicht-Wissen“ bewiesen zubekommen, hat stark an den Nerven gezerrt. Tja, das ging so weit, das meine Eltern das Gespräch gesucht haben. Ein großer Fehler. ^^ Danach war ich der Grund, dass meine beiden Banknachbar auch so schlecht waren. Und sicherlich habe ich nicht gestört, denn dazu war ich viel zu sehr eingeschüchtert.
Mathe ab der 11.
Da hatte ich Glück im Unglück. Mein Vater, als er hörte wen ich in Mathe als Lehrer bekommen hatte, nahm mich in den Arm und meinte, dass es ihm Leid täte, dass das wichtigste Zeugnis sehr schlechte Mathenoten haben wird. Bingo Abi mit Mathe 4. Da kommt Freude auf. Mein Vater hatte das Arschloch auch schon.
Der Herr Dr.(er wollte mit Herr Dr. angesprochen werden) hatte den Anspruch, auch einen Grundkurs auf ein Mathestudium vorzubereiten. Der gesamte Klassennotenspielgel ist abgerutscht. Alle Mathekurse haben sich zusammengeschlossen um den Typen loszuwerden, aber vermutlich war die Schule froh, überhaupt einen zu haben.
Die beiden Mathelehrer würde ich, wenn ich sie auf der Straße sehe, gern beleidigen und den Stinkefinger zeigen. In mir steigt gerade eine extreme Wut über die beiden kack Ratten.
die Guten:
Zu erste eine Frau, der ich mein ABI zu verdanken habe, weil sie beide Augen zugedrückt hat. Meine Lehrerin in Französisch. Ich hab in der 12 und 13, wo ich sie hatte, einfach nichts mehr gerafft. Die Defizite waren so gewaltig und der gesamte Unterricht wurde in französisch abgehalten.
Naja, Test, Klausuren, Mitarbeit alles 5-6. Ich durfte aber immer zusätzliche Arbeiten einreichen, die, wie durch Zauberhand immer 15 Punkte waren (danke an meine Nachhilfe). XD. Der Beschiss ist offensichtlich. Aber sie hat immer nur mit einem Augenzwinkern gemeint, was für ein Wunder es sei. Ich habe die 4 sehr gern angenommen und bin der Frau bis heute dankbar.
Deutsch ,Politik von der 7. bis zur 13. (Klassenlehrer bis zur 10)
Ein Hammer, der Mann. Zum einen hat er ein unglaubliches Wissen. In den höheren Klassen merkt man ja teilweise, was für Fachidioten an der Front stehen. Egal was man fragte, wenn ers nicht wusste gabs ers zu und versuchte es über das Herleiten.
bei schlechten Noten hat er immer nachgefragt, hat Themen versucht anders anzugehen usw. Nicht dieses typischen, nach dem Test können wir alles vergessen.
In der Nachtbetrachtung, würde ich sagen, er war ein Linker, also ein strammer. ^^ Das fiel nicht in seinem Politikunterricht auf. Wunderbar hat er versucht verschieden Sichten auf Problem zu geben. Toll.
Leider kam er mit Arschloch- Schülern nicht klar. Er erlaubt uns, seine Notenvergabe zu kritisieren. Was ja nicht schlecht ist. Doch nach und nach haben es zu viel Schüler ausgenutzt und die Diskussionen wurden sehr heftig. Mir war später so, dass es ihn wirklich verletzte, wie Schüler mit ihm sprachen.
Er war der einzige, zwar auch dem Umstand geschuldet, dass es einen starke Fluktuation der Lehrer gab, dem ich ein Geschenk am Ende gab. Ich habe mich bei ihm auch für den tollen Unterricht in all den Jahren bedankt.
Erdkunde/ Sport ab der 11.
Ok, sehr dankbare Fächer. Aber der Junge war auch der Hammer. An seinem ersten Tag kam er rein und meinte so in der Art, er käme gerade von einer richtigen „Assi“ - Schule und er sei so verdammt glücklich, bei uns sein zu dürfen.
Er war der Meinung, die Schule ist ne geile Zeit und das sollten Lehrer nicht kaputt machen. Er stand uns auch gegen den Mathelehrer bei. Sein Unterricht war dafür aber normal.
Sein Sport war hart. Viele haben sich beschwert, das er uns „kaputt“ macht. Ich bin ihm aber dankbar, dass er das Fußball und Volleyballmonopol gebrochen hat. Endlich gabs mal andere Sportarten im Sportunterricht. Und wenn ich ehrlich bin, geschadet hat der richtige Sport auch nicht. ^^
Wie der Zufall es wollte, wohne ich neben der Schule, wo er jetzt unterrichtet. Bei ihm bleibe ich gerne, wenn wir uns über den Weg laufen, für nen Schwatz stehen.
Dazwischen gabs viele, die ich bestimmt vergessen habe. Viele hätte bestimmt mehr Potential gehabt, wenn ich nicht so desinteressiert durch die Schule gegangen wäre. Ich bin der Meinung, jedenfalls bei meinen Lehrer, die wollten uns was auf den Weg geben und die meisten haben es auch gemacht.