Die Entstehung des HipHop !!! meine Facharbeit !!!

ENDLICH ist es soweit, jetzt nach langem Warten und mehreren Nachfragen ist hier meine Facharbeit über die Entstehung des HipHop !
Ich hoffe sie gibt euch einen tollen Einblick in die Welt des HipHop ! also dann viel Spaß !^^ :bg: 8)

1 Roots

1.1: Was heißt HipHop ?

Der Begriff HipHop wurde bereits im Laufe der 70er Jahre geprägt,aber erst durch Afrika Bambaataa erweitert. Er ist zusammengesetzt aus den Slangausdrücken hip (kennt man ja:in sein)und hop, was eine Umschreibung für Party/Tanzereignis ist. Daneben gibt es ja noch das Wort Rap. Dieses bedeutet allgemein schlagen, klopfen, pochen . Am Anfang des Jahrhunderts wurde es aber zum Slangausdruck für reden bzw. für ausplaudern ‚ verraten. Der ursprüngliche Rapper war also ein Verräter. In den 40/50em wandelte er seine Bedeutung und meinte dann rhythmisches Sprechen. In dieser Weise wird er auch heute noch gebraucht: Mit Rap ist also allein das Rappen gemeint - im Gegensatz zu HipHop. Mit HipHop ist die gesamte Kultur gemeint, die neben der Musik auch Breakdance ‚ Graffiti und dergleichen enthält. HipHop ist eine Lebensweise/Einstellung-Rap nur eine Tätigkeit.

1.2: Überblick

HipHop hat viele Ursprünge:
Da wäre als erstes das gesellschaftliche Umfeld zu beachten. HipHop ist die Musik der Ghettos, die durch Armut, Gewalt und Gangs geprägt sind . Von Bedeutung ist dabei auch die Situation der schwarzen Frauen. Ein weiterer Einfluss stammt aus dem Entstehen von Graffiti. Graffiti ist zwar Teil der HipHop-Kultur, hat aber ganz eigene Wurzeln. Und dann wären da natürlich noch die musikalischen Wurzeln : vor allem Reggea ‚ afrikanischen Einflüssen, dem Jazz, Funk, dem Wirken der Disco-und Radio-DJs und dem Gospel.

1.3: Reggea

Der Reggea aus Jamaica hatte einen gewaltigen Einfluss auf die Entwicklung von HipHop. Zum einen gab es hier bereits in den 40/50ern die Soundsystems: mobile Discotheken, in denen bereits einige DJ-Techniken entwickelt wurden . Auch fanden hier bereits sogenannte Battles, d.h. Wettkämpfe zwischen Djs statt. Der Reggea besitzt aber auch eine besondere Gesangsart ‚ das Toasting ‚ das dem Rappen sehr ähnlich ist ‚ allerdings schon in den 5Oern betrieben wurde‘. Auch fanden zu dieser Zeit schon Battles zwischen den Toastern statt. Dies wird später ebenfalls ein wichtiges Element der HipHop-Jams werden.

1.4: Afrikanische Einflüsse

Rap ist schwarze Musik-deshalb ist es wichtig, dass auch afrikanische Traditionen ein-flossen. Besonders die “Griots“bzw. “Storyteller“, eine wichtige Position in vielen afrikanischen Kulturen ‚ können als indirekte Vorbilder für die “Mcs“ angesehen werden. “Griots“bzw. “Storyteller~‘ haben die Aufgabe, bestimmte Mythen und Legenden zu bewahren und sie durch ihr Erzählen am Leben zu halten. Diese Erzählungen sind in der Regel von Trommeln begleitet und werden deshalb meist rhythmisch vorgetragen. Die traditionelle afrikanische Musik ist ähnlich aufgebaut, wie die des HipHops . Vor allem dominieren die rhythmischen Elemente-im Gegensatz zu europäischer Musik, der die Melodie im Vordergrund steht.

1.5: Jazz

Jazz hat HipHop nicht erst in jüngster Zeit, durch die vielen Fusionen, beeinflußt. Auch zur Entstehung dieser Kultur und Musik hat er beigetragen . Am auffälligsten ist dabei der Scat-Gesang, der ähnlich wie das Toasting und-dem Rappen sehr verwandt ist. Das Scatten ist ein rhythmisches Sprechen, das bereits ab 1900 auftauchte, aber vor allem im Jazz der 30er oft vertreten war. U.a. das Scatten von Louis Armstrong hat zu seiner Popularität beigetragen.

1.6: Funk

Der wichtigste musikalische Einfluß auf HipHop war aber wohl der Funk. Mit seinem Enstehen führte er einige Neuerungen innerhalb der Musik ein-obwohl vieles bereits im Rhythm‘n‘Blues und Soul angedeutet worden war. Das erste Merkmal ‚ das den Funk von seinen Vorgängern unterschied ‚ war, dass nicht mehr die Melodie, sondern der Rhythmus in den Vordergrund gestellt wurde. Funk ist in erster Linie Tanzmusik-und zwar in bis dahin deutlichster Form. Ein Beispiel dafür ist die Musik von James Brown, in der strekkenweise nur noch Rhythmus und überhaupt keinerlei Melodie oder Gesang vorhanden ist. Das erste Ziel war,aus der Musik all das zu entfernen,was dem Tanzen nicht nutzte,und sie auf das Wesentliche zu reduzieren.Das heisst natürlich nicht,dass der Funk simpler ist,als andere Musik-vielmehr wurden nur andere Aspekte in den Vordergrund gestellt.Von vielen Musikhistorikem wird hinter dieser Entwicklung ein weiteres Ziel vermutet: die Musik sollte aktiver, lebendiger und aggressiver werden.Funk wäre damit auch ein Ausdruck des neuen schwarzen Selbstbewußtseins und der Black Power Bewegung der 60er. Allerdings stand zwischen dem Funk und HipHop noch eine weitere Kultur: die Disco Bewegung.

1.7: Disco

Die Discomusik, wie sie seit den 6Oem existiert, kann wohl-musikalisch-als direkter Vorgänger von HipHop angesehen werden. Die ersten HipHop-DJs waren stark von denen der Discos beeinflußt. Getragen wurde sie zunächst von Schwarzen und Schwulen, die die ersten Clubs und 6tscotheken gründeten und besuchten. Damit gab es zum ersten mal Orte, die nur dem Tanz dienten. Das hatte zwei wesentliche Auswirkungen:
Erstens wurde der DJ zum Mittelpunkt. Er war nun nicht mehr der reine Plattenaufleger, sondern begann langsam mit der Musik zu experimentieren. Einige wichtige Techniken wurden in dieser Zeit vorbereitet, z.B. das erzeugen langer Spannungsbögen über mehrere Musikstücke hinweg, den fließenden Übergang und das Pitchen des Tempos der einzelnen Tracks. Dies ermöglichte überhaupt erst fließende Übergänge zwischen den Stücken. Allerdings wurden all diese Tricks oft nur als Effekte benutzt, die ein wenig Auflockerung bringen sollten-sie waren noch kein durchgehendes Element der DJ-Arbeit. Zweitens wurde die Musik nochmals abgespeckt-in Discos wurden zunächst zwar alle Musikstile gespielt, solange sie tanzbar waren. Doch entstanden bald Stücke, die noch mehr auf reine Tanzbarkeit aus waren, als dies der Funk wollte. Aus diesem Grund distanzierten sich viele ‘Funketeers‘ schnell wieder von der Discomusik, da sie ihnen zu plump und leblos vorkam. Für HipHop waren damit aber die entscheidenen Weichen gestellt !!!

2 Ghetto

2.1: Geschichte

Vor 1910 lebten die meisten Schwarzen im Süden der USA, Ghettos gab es noch nicht. Ab 1910 begann nun aber eine gewaltige Umsiedlungswelle der Schwarzen vom Süden in die Großstädte im Norden und teilweise an die Westküste. Grund dafür war vor allem, dass der Süden aufgrund der einseitigen Ausrichtung auf Landwirtschaft, die nicht mehr so stark gefragt war und den verlorenen Bürgerkrieg stark verarmte und zahlreiche Arbeitsplätze verloren gingen. Dies traf vor allem die schwarze Bevölkerung. Gleichzeitig entstanden aber wegen der massiven Industrialisierung im Norden dort aber so viele Jobs, dass eine große Nachfrage nach Arbeitskräften vorherrschte. Aus diesem Grund wanderten viele Schwarze (innerhalb weniger Jahre 115 Mio.) in die Großstädte des Nordens-und dort vor allem in die Innenstädte, in denen die neuen Fabriken entstanden. Dort wurden sie von der weißen Bevölkerung-die in puncto Rassismus dem Süden in Nichts nachstand-nicht gerade freudig empfangen. Zunächst versuchten die Weißen, durch Zuzugsverbote, die Schwarzen aus den Städten heraus zu halten. Da dies nichts nutzte, begannen sie aus den Innenstädten in die Vororte zu fliehen. Diese schotteten sich danach immer mehr von den lnnenstädten ab. Es kam zu einer Polarisierung zwischen weißen Vororten und schwarzen Cities. Da die Weißen finanziell sehr viel besser gestellt waren und zusätzlich neue Arbeitsplätze nun auch nicht megr in der Stadt, sondern am Rand geschaffen wurden, verarmten die Innenstädte. Die Ghettobildung setzte ein. Durch allerlei Maßnahmen wurden zahlreiche Hürden gegenüber den inneren Bezirken aufgebaut. Es wurde für die Schwarzen immer weniger möglich, in wohlhabendere Gebiete zu ziehen. Die Ghettos entwickelten sich für die meisten zu großen Gefängnissen, in denen die sozialen Probleme immer schärfer wurden. An diesem Zustand hat sich bis heute eigentlich kaum etwas geändert-zumindest für den Großteil der Schwarzen!!!

2.2: Situation

Die Situation in den schwarzen Ghettos ist erbärmlich-sie gleichen großstädtischen Slums. Es gibt kaum gesicherte und feste Arbeitsverhältnisse-und wenn, dann zu sehr viel geringeren Löhnen, als sie in vornehmlich weißen Gebieten gezahlt werden. Zudem gibt es kaum qualifizierte Arbeitsplätze. Die Arbeitslosigkeit vor allem auch unter Jugendlichen-ist sehr hoch. Hinzu kommt, dass die Bildungsmöglichkeiten für Schwarze sehr schlecht sind. Die öffentlichen Schulen sind schlecht ausgestattet und um auf private Schulen zu gehen, fehlt den meisten das Geld. Allerdings gibt es in puncto Bildung und Beschäftigung Unterschiede zwischen Männern und Frauen-letztere stehen bemerkenswerterweise besser da. Dies ist umso erstaunlicher, da ein Großteil der Frauen alleinerziehende Mütter sind. Auch sonst fehlt es im Ghetto an allen Enden: die Häuser sind in sehr schlechtem Zustand, es gibt nur sehr oberflächliche medizinische Versorgung, sinnvolle Freizeitangebote existieren so gut wie gar nicht. Verschlimmert werden diese Verhältnisse durch den allgegenwärtigen weißen Rassismus-der sich zum Beispiel in massiven Provokationen durch die Polizei äußert.

3 Gewalt

3.1: Überblick

HipHop entstammt den schwarzen Ghettos-und diese sind gezeichnet von Gewalt. Dies hat sich natürlich auch in der HipHop-Kultur niedergeschlagen. Die gesamte Bewegung ist auf Kämpfen-Battles-aufgebaut. Allerdings sollten diese ursprünglich friedlich durchgeführt werden-nicht mit Fäusten und Waffen, sondern Platten, Mikrofonen und Spraydosen. Doch nach und nach hat sich die Fraktion der Gangster-ob nun echte oder Möchtegernsdurchgesetzt. Einige Beispiele für die massive Gewalt im HipHop sind der Bridge-Battle oder die permanenten Konflikte zwischen der West- und Ostküste.

3.2: Gangs

Gangs gibt es schon seit den 50ern allerdings waren dies damals Freunde-Cliquen, aie sich ab und zu miteinander Schlägereien lieferten. ln den 6Oem schlossen sich diese Gruppen in der Regel der Black Power Bewegung an - wenn auch oft nur als Mitläufer. Nachdem diese Ende der 60er zerschlagen war, änderte sich alles. Es enstanden Gangs, denen es nur noch darum ging, möglichst weite Gebiete der Ghettos unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese Gruppen gingen mit äußerster Gewalt gegen andere vor - und jene sahen keine andere Wahl, als mit den selben Mitteln zu reagieren. Die Gangkämpfe, wie sie auch heute noch überall zu finden sind, waren damit zum Normalzustand geworden. Oft bilden diese Gangs auch die unterste Ebene der Drogenmafia - allerdings werden sie nur für die Dreckarbeit herangezogen, weil sie für größere Aufgaben zu locker organisiert sind. Nun kann man sich hundert Erklärungen für dise Gewalt ausdenken - keine Zukunftsperspektive, allgegenwärtiger Rassismus, Arbeitslosigkeit und so weiter. Natürlich herrschen äußerst erbärmliche Verhältnisse in den Ghettos - aber das erklärt natürlich nicht, wieso man diese Zustände noch zusätzlich durch sinnlose Gewalt verschärfen sollte. Seit wann macht Armut dumm?

3.3: West vs. Ost

Seit Mitte der 80er herrscht ein - mal mehr mal weniger starker - Kampf zwischen der Ost-und der Westküste. Möglicherweise ging es einfach mal wieder nur darum, daß sich irgendwer als der Allerbeste darstellen wollte und alle anderen zu Versagern…
Zunächst lief dies nur im Rahmen des üblichen Dissens - sehr ausgeprägt z.B. zwischen NWA (Niggaz With Attidute) von der Westküste und Tim Dog aus N.Y.. Mit der Zeit kam es aber auch zu ernsteren Zusammenstößen - inklusive Toten. So wurde auch vermutet, das die Ermordung Tupac ‘2Pac‘ Shakurs auf diesen Konflikt zurückgeht und der Tod von Biggie ‘Notorius B.I.G.‘ Smalls eine Rache dafür war.

4 Frauen

4.1: Situation

Die schwarzen Frauen stehen einer doppelten Unterdrückung gegenüber: erstens, weil sie Schwarze sind und zweitens, weil sie Frauen sind - letzteres kriegen sie auch von den schwarzen Männern zu spüren, die sie nicht weniger verachten, als dies unter Weißen üblich ist. Als Schwarze haben sie unter der erbärmlichen Lage der Ghettos zu leiden. Allerdings ist dabei zu beachten, das Frauen im Ghetto in der Regel sehr viel selbständiger sind als die Männer. Sie haben eine bessere Bildung und sind weniger stark arbeitslos - so hatten 1968 79% der schwarzen Männer und 66% der Frauen in den USA einen Job, 1988 hatte sich dieses Verhältnis aber umgedreht: nun hatten 67% der Männer aber 74% der Frauen einen Job. Letztlich halten in der Regel die Frauen die sozialen Kontakte innerhalb des Ghettos aufrecht und organisieren den Alltag. Hinzu kommt, daß es dort sehr viele junge Mütter gibt, die aber häufig alleinerziehend sind. Das von den männlichen Jugendlichen gern praktizierte Gangster-Gehabe, wird von Frauen meist verachtet.

4.2: Frauen und HipHop

Die HipHop-Bewegung ist stark von Männern dominiert, die in der Regel kaum ein gutes Wort über Frauen verlieren (die eigene Mutter mal ausgenommen) - diese kommen oft nur als Schlampen oder Prostituirte innerhalb von Raptexten vor. Dennoch gab und gibt es einige weibliche Mcs, Breaker, Writer und Djanes. Unter den Rapperinnen waren u.a. Roxanne Shante, MC Lyte und Queen Latifah dafür verantwortlich, daß sich auch Frauen im HipHop zu Wort meldeten und dabei genauso viel Respekt verlangten, wie ihre männlichen Kollegen. Daneben gab es aber auch Rapperinnen wie die BWP (Bitches With Problems) oder Boss, die versuchten, den Männern im Gangstertum in Nichts nach zu stehen. Oder gleich - wie im Augenblick Lil‘ Kirn oder Foxy Brown - möglichst alle Klischees der Männer zu repräsentieren.

4.3: Sexismus

Schwarze Männer sind meist nicht weniger sexistisch eingestellt als die weißen Männer.
Innerhalb der HipHop-Bewegung und des Ghettos ist dies nicht anders. Frauen werden
hier meist nur als ‘Schlampen‘ oder ‘Nutten‘ dargestellt.
Einige Beispiele für die Ursache solchen Denkens:

Viele HipHopper schlossen sich der ‘Free Mike Tyson‘-Kampagne der Nation of Islam an. Tyson saß wegen der Vergewaltigung einer schwarzen Frau im Gefängnis - diese wurde innerhalb der Kampagne als Lügnerin bzw. weiße Agentin, die die Schwarzen spalten sollte, beschimpft.

Die Geto Boyz schilderten in ihrem Track Mind of a Lunatic‘ ausführlich eine Vergewaltigung.

Auch der 1996 erschossende Tupac Shakur saß wegen einer Vergewaltigung im Knast.

5 73-79: Aufbau

5.1: Überblick

In den Jahren 1973-79 begann sich HipHop langsam zu entwickeln. Diese Jahre sina vor allem mit drei Namen verbunden:

• Kool DJ Herc
• Grandmaster Flash
• Africa Bambaataa

Außerdem beginnt in diesen Jahren die Entstehung von Breakdance und Graffiti.

5.2: Kool DJ Herc

Herc wurde in Jamaica geboren. Die Familie zog 67 in die Bronx/N.Y., wo er zunächst Sprayer und dann DJ wurde (zum ersten mal legte er auf der Party seiner Schwester 1973 auf) - und zwar der erste wirkliche HipHop-DJ. Zwei wesentliche Quellen beeinflußten ihn:
einerseits seine jamaikanische Herkunft, die ihn in Kontakt mit Reggea und den dortigen Soundsystems brachte und andererseits die Disco-DJs. Sie hatten die ersten Mix-Versuche unternommen. Auf diese Techniken griff auch Herc zurück - baute sie jedoch aus und machte sie zum Kern seiner Auftritte. DJs waren damit endgültig keine reinen ‘Plattenaufleger~ mehr. Im Grunde gehen die meisten heutigen Mixtechniken auf Herc zurück - allerdings führte erst Grandmaster Flash diese zur Perfektion. Seine wichtigste Erfindung waren die Breakbeats: Funk-Tracks enthalten in der Regel Breaks, d.h. eine kurze Sequenz, in der ein Tempowechsel stattfindet, der Rhythmus wilder wird oder ähnliches geschieht. Herc stellte nun fest, daß genau an diesen Stellen am heftigsten getanzt wird. Er begann damit, sich alle Platten doppelt zu kaufen, um dann diese Breaks mehrmals hintereinander abspielen und sie so verlängern zu können. Die so erzeugten Schleifen sind die Breakbeats, die besonders treibend und tanzbar sind. Für HipHopMusik war dies entscheidend, denn Breakbeats bilden ihren rhythmischen Kern. Als Reaktion auf diese äußerst fetten Beats entstand der Breakdance. Herc führte ein weiteres wichtiges Element ein: die sogenannten Blockparties, die seit 75 in der Bronx und Harlem stattfanden. Diese Ereignisse haben ihren Ursprung in den Soundsystems aus Jamaica - Open-Air-Veranstaltungen mit mobilen DJ-Anlagen. Genau solche Parties führte Herc nun auch in NY. ein - sie boten damit ein erstes Forum für die gerade entstehende HipHop-Kultur. Auf den Blockparties trafen sich die unterschiedlichsten Leute - DJs, Sprayer und Breaker. Mit der Zeit begannen einige, zu der aufgelegten Musik kurze Sprüche zu schreien, die zuerst die tanzende Masse anheizen sollten. Später wuchsen sie zu längeren Texten, die sich an den Rhythmus der Musik anpassten - das Rappen war erfunden. Auf diesen Parties herrschte eine sehr kreative Atmosphäre, die es ermöglichte, daß HipHop als eigene Kultur entstehen konnte. In den frühen 8Oern verschwand Herc aber von der Bildfläche, auf der er erst Mitte der 90er wieder auftauchen sollte. Seinen Platz übernahmen Grandmaster Flash und Africa Bambaataa.

5.3: Grandmaster Flash

Grandmaster Flash war oft auf Blockparties von Kool DJ Herc und von dessen Auftritten so stark beeindruckt, daß er beschloß, selbst DJ zu werden. Ihm kam dabei die Rolle zu, die Mixtechniken, die Kool DJ Herc nur grob entwickelt hatte, zu perfektionieren und neue zu erfinden. Seine Mixe waren feiner und exakter. Außerdem konnte er auf neue technische Entwicklungen zurückgreifen: u.a. auf neuentwickelte Vorhörmöglichkeiten. Als die ersten tragbaren Drumcomputer auf den Markt kamen, setzte Grandmaster Flash diese als Ergänzungen zu seinen Plattenmixen ein. Mit der Zeit sammelte sich eine kleine Gruppe um ihn, die zu den ersten wirklichen MCs werden sollten: die Furious Five MCs, mit denen er Anfang der 80er auch Platten aufnahm. Wenn Kool DJ Herc der Pionier des HipHops war, dann war Grandmaster Flash derjenige, der HipHop zur ersten vollen Blüte verhalf.

5.4: Africa Bambaataa

Anfang der 70er war Africa Bambaataa Chef einer Gang. Als 1975 ein enger Freund erschossen wurde, wandte er sich von den Gangs ab und suchte etwas neues - etwas, was eine Gang zusammenhält, aber ohne Gewalt auskam. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Nation of Islam, die ihm nicht wirklich befriedigte, gründete er dann die ZuIu Nation als gewaltfreie Ersatzgang. Die ZuIu Nation sollte alle Jugendlichen aufnehmen und ihre zerstörende Gewalt positiv umformen: dazu verwandte er die Mitte der HipHop-Bewegung. Kämpfe sollten nicht mehr mit Waffen, sondern in Form von Battles unter DJs, MCs, Breakern und Graffiti-Writern stattfinden. Außerdem sollten die Mitglieder der ZuIu Nation weder mit Drogen handeln, noch diese selbst nehmen. Ergänzt wurden diese Vorstellungen mit Forderungen der Black Power Bewegung - allerdings auch mit teilweise stark afrozentischen Einstellungen. Dazu paßt auch, daß Africa Bambaataa seinen Namen von einem ZuIu-Häuptling übernommen hat - dem einzigen, der gegen die weissen Eroberer lange erfolgreichen Widerstand leisten konnte. Africa Bambaataa formte die zunächst locker zusammenhängende Gruppe der HipHop-Anhänger zu einer festeren Bewegung. Allerdings wurden die Ideale der Zulu Nation sehr bald in den Hintergrund gedrängt - Africa Bambaataa blieb aber als DJ aktiv. Nachdem er jahrelang hauptsächlich Elektro aufgelegt hatte, ist er heute leider dazu übergegangen Techno zu spielen.

5.5: Breakdance

Breakdance war eine Reaktion auf die von Kool DJ Herc erfundenen Breakbeats. Diese bestehen aus den besonders tanzbaren und treibenden Passagen von Funk-Tracks. Um auf diese wilde Musik angemessen tanzen zu können, entstand mit Breakdance ein eigener Tanzstil. Dieser erfreute sich sehr schnell großer Beliebtheit - und wurde durch Gruppen, wie die Rock Steady Crew permanent weiterentwickelt.

5.6: Graffiti

Wie Graffiti entstand, ist relativ unklar. Allerdings gibt es die Geschichte über einen New Yorker Botenjungen, der überall, wo er vorbei kam, seinen Spitznamen an die Wand schrieb. Er nannte sich TAKI 183 und muß so um 1970 oder vorher damit angefangen haben. 1971 berichtete die N.Y.Times über ihn - spätestens durch diesen Artikel haben sich wohl genügend Nachahmer gefunden. Genauso wird erzählt, diese ersten GraffitiAktivitäten entstammten dem Gang-Umfeld, die so ihr Revier markiert haben. Da dies auch heute noch der Fall ist, klingt auch diese Geschichte überzeugend. Aus diesen kleinen wohl eher unspektakulären Namenszügen (Tags) entstanden dann relativ schnell aufwendige Zeichnungen (Pieces). Diese Entwicklung muß sehr rasch vorangegangen sein, denn bereits 1972 wurde das erste ‘Anti-Graffiti-Gesetz‘ eingeführt, was der Sache aber keinen Abbruch tat. Zu erst waren Hauswände ein bevorzugtes Ziel der Sprayer, doch ab 1973 wurden auch Züge (hauptsächlich U-Bahnen) ein beliebtes Objekt der Begierde. Obwohl die Illegalität durchaus einen sehr großen Reiz des Sprayens ist, gab es doch immer auch Versuche, Graffiti hoffähig zu machen und als Anerkennung als eigenständige Kunst zu erlangen. Eine der ersten Versuche unternahm Fab 5 Freddy - ein Sprayer aus N.Y., der es sogar schaffte, Gallerie-Ausstellungen zu organisieren. Da dies aber nur auf mäßige Begeisterung stieß, beendete er diese Tätigkeiten bald wieder. In Europa kam diese Graffitiwelle erst Ende der 70er an - erfreute sich dann aber schnell großer Beliebtheit.

auf der nächsten Seite gehts weiter !!! :wink:

sooo da sind wir wieder^^

6 79-84: Ausbreitung

6.1: Überblick

In den Jahren 79 bis 84 zeichnete sich vor allem eine zunehmende Ausbreitung von HipHop als eigene Kultur ab, die auch dazu führte, daß sich HipHop langsam weltweit ausbreitete. Dazu trugen auch die ersten Plattenveröffentlichungen und später eine Reihe von HipHop-Filmen bei. Daneben fanden aber auch drei - eher bedenkliche -Entwicklungen statt:

die MC‘s spielten sich immer mehr gegenüber den DJ‘s in den Vordergrund. Das führte zwar dazu, daß bessere Raptechniken entstanden - da aber die musikalische Entwicklung von den DJ‘s ausging, blieb diese streckenweise stehen. Es entstand kaum Neues.

Mit der Ausbreitung kam auch die Vermarktung des HipHops. Die HipHopper der ersten Generation (die sogenannte True School) war damit teilweise überfordert - scheiterte oft auch daran.

Zudem zeichnete sich langsam ein Generationswechsel ab: die Pioniere der True School wurden durch die Old School abgelöst - allerdings vor allem erst durch die Gründung von Def Jam 1984.

Zudem gab es in diesen Jahren die erste große Vereinigung von HipHop und Jazz: 1983 erschien ‘Rock it‘ von Herbie Hancock, einem Jazzer, der früher mit Miles Davis zusammen gespielt hatte - diese Scheibe wurde ein großer Breaker-Hit.

6.2: Erste Platten

Den ersten DJ‘s war es nie in den Sinn gekommen, HipHop-Musik auf Platten zu pressen. Schließlich war HipHop für sie etwas, was nur im Rahmen von Blockparties stattfinden konnte. Zwar hatte auch Grandmaster Flash schon Plattenverträge angeboten bekommen. Da er diese aber ablehnte, gaben Gruppen, die eigentlich gar nicht aus der HipHop-Kultur kamen, die ersten Platten heraus. Die allererste war 1979 Rapper‘s Delight von der Sugarhill Gang. Diese Band war zusammengesetzt aus MC‘s, die vorher nichts mit HipHop zu tun hatten - und ihre Texte waren von überall zusammen geklaut. Dennoch wurde diese Scheibe ein Riesenhit - mit über 2 Mio. verkauften Exemplaren. Dadurch schaffle HipHop endgültig den Sprung aus N.Y. in andere US-Städte, wo es zwar schon vorher vereinzelte HipHopper gab, diese aber erst jetzt wirklich Auftrieb erhielten. Die erste wirklich aus dem HipHop-Bereich kommende Platte, war The Message (1981) von Grandmaster Flash and the Furious Five, das prompt einige Kritikerpreise gewann und zum HipHop-Klassiker wurde. Ein Jahr später erschien das Debütalbum von Africa Bambaataa.

6.3: Filme

Zur weiteren Gründung von HipHop und seiner weltweiten Ausbreitung kam es vor allem durch eine Reihe von Filmen, die in den Jahren 83 - 84 entstanden und die neue Kultur einem breiteren Publikum bekannt machten. Zu diesen Filmen zählen vor allem Beat Street und Wild Style. In Deutschland beispielsweise wurde durch sie die erste größere HipHop-Welle ausgelöst.

7 84-89: Erneuerung

7.1: Überblick

1984 fand ein entscheidener Wandel für HipHop statt. Waren die letzten Jahre durch einen musikalischen Stillstand gekennzeichnet, leitete die Gründung des Labels Def Jam eine Erneuerung der Szene ein. Die Old School verdrängte endgültig die ältere True School. Die wichtigsten Rapper und Bands von Def Jam waren LL Cool J, Run DMC, Beastie Boys und Public Enemy. Musikalisch zeichnete sich zu dieser Zeit ein weiterer Trend ab: das verstärkte und massive Samplen von Funkstücken. In dieser Form erstmals 1986 von Eric B. and Rakim in Eric B. for president. Ein eher unangenehmes Ereignis war 1987 der Bridge Battle, bei dem es einen Toten gab.

7.2: Def Jam

1984 gründeten Russel Simmons und Rick Rubin das Label Def Jam und leiteten damit einen kleinen Aufstand der HipHop-Musik ein, nachdem die vorherigen Jahre kaum Entwicklungen auf musikalischem Terrain gebracht hatten. Die Musik von Def Jam zeichnete sich durch harte Beats aus, die nur minimal mit Samplen unterlegt und - anders als gewohnt - ganz nach vorn gemischt waren. Diese Härte wurde durch den exessiven Einsatz des Roland TR 808 - einer berüchtigten Drummachine - erreicht und durch massives, schräges Scratchen und besonders fette Basslines verstärkt. Solch “brutale“ Musik war bis dahin unbekannt gewesen, hatte aber sofort Erfolg. Die Rapper und Bands des Def Jam Labels verzeichneten hohe Verkaufszahlen und gaben der HipHopBewegung einen neuen Antrieb. Bis Ende der 80er blieb Def Jam das führende HipHopLabel - bis heute ist es (zu einem kleinen Imperium angewachsen) noch sehr einflußreich.

7.3: Def Jam Bands

Die wichtigsten Acts des Def Jam Labels Mitte der 80er waren LL CooI J, Run DMC, Beastie Boys und Public Enemy, die hier ein wenig vorgestellt werden.
LL Cool J:
Im November 84 erschien 1 Need a Beat von LL CooI J (eigentlich: Ladylove CooI James)die zweite Veröffentlichung von Def Jam - und war ein riesiger Erfolg. Damit begann eine relativ zweideutige HipHop-Karriere. Zunächst war LL Cool J einer der Vertreter der Old School, hatte seinen größten Hit aber mit einem Ausflug in Pop-Gebiete: 1 Need Love von 1987, der ihn auch in Deutschland richtig bekannt machte. Dann wurde es ruhig um ihn.
1992 gelang ihm ein kleines Comeback mit dem Album 14 Shots To The Dome, das wieder an der Old School orientiert war. 1995 gelang ihm dann mit einem sehr ruhigen und verspielten Album eine endgültige Rückkehr.
Run DMC:
Run DMC - bestehend aus den MC‘s Run, einem Bruder des Def Jam-Gründers Russel Simmons und DMC und dem DJ Jammaster Jay - war zunächst die erfolgreichste Band von Def Jam. Durch sie wurde auch in Deutschland eine neue HipHop-Welle ausgelöst. Vor allem Walk this Way, ihre Zusammenarbeit mit der Metalband Aerosmith, war ein großer Erfolg. Allerdings wurde es bald wieder ruhig um sie. 1991 versuchten sie ein Comeback, was ihnen aber nur begrenzt gelang. Erst heute werden sie - aufgrund einiger schlechter Remixe ihrer alten Hits - wieder bekannter. Bemerkenswert an ihnen ist, daß sie im Gegensatz zu den übrigen - meist militantmuslimischen - Rappern bekennende Christen sind.
Beastie Boys:
Die Beastie Boys waren ursprünglich eine Punkband, die nach einigen musikalischen Experimenten beim HipHop landeten. Diese Herkunft merkte man ihren Stücken auch deutlich an. Zunächst vielen sie vor allem dadurch auf, daß sie sich überall als besondere Rüpel aufspielten. Allerdings änderte sich dies nach einiger Zeit: 1991 veröffentlichten sie mit III Communication ein sehr kreatives und neuartiges Album. Seitdem haben sie sich von den Bräuchen des gläubigen HipHops gelöst, ein eigenes Label gegründet und machen die Musik, die ihnen selbst am besten gefällt: hauptsächlich HipHop - gelegentlich kann dabei aber auch das ein oder andere Punkstück herauskommen. Für die Geschichte des HipHops ist hier vor allem interessant, daß mit den Beastie Boys erstmals eine weiße - und zudem jüdische - Band erfolgreich war.

7.4: Public Enemy

Public Enemy - bestehend aus Chuck D, Flavor Flav, Professor Griff und dem DJ Terminator X, 1986 veröffentlichten sie ihre erste LP, sie sind aus mehreren Gründen interessant. In erster Linie ist es ihnen zu verdanken, das innerhalb des HipHop wieder politische Themen aufgegriffen wurden. Ihre Lieder sind gezeichnet von brachialem Zorn über die Verhältnisse, die in den schwarzen Ghettos herrschten und noch herrschen. Zwar wurden diese Zustände natürlich schon vorher in der Öffentlichkeit schlecht dargestellt -u.a. durch The Message von Grandmaster Flash And The Furious Five, aber erst durch Public Enemy verband sich mit dieser Kritik der Aufruf zur Veränderung. Diese Einstellung war ein Ausdruck der zunehmenden Aufhetzung innerhalb der Schwarzen, die spätestens durch die Aktivitäten von Jesse Jackson und seiner Rainbow Coalition von 1984 ausgelöst wurde. Diese positive Auf bruchstimmung hatte aber auch eine Schattenseite: Public Enemy standen immer unter massiven Einfluß der Judenfeindlichen und rassistischen Nation of Islam. Teilweise wurden ihre Tourneen durch die NOI organisiert - auch die ‘Garde‘, die bei allen Public Enemy-Konzerten mit auf der Bühne stand, wurde in der von der NOl gestellt. Nach einigen Protesten darüber, trennten sich Public Enemy von Professor Griff, der am massivsten aufgehetzt hatte und schlugen gemäßigtere Töne an. Man kann sich lange darüber streiten, ob dies nur ein Baueropfer war - Fakt ist, daß die NOl weiterhin massiven Einfluß innerhalb der amerikanischen HipHop-Bewegung hat. Bis 1992 gelang es Public Enemy immer wieder, erfolgreiche Hits zu produzieren. Dann lösten sie sich allerdings auf. Chuck D und Terminator versuchten daraufhin, mit Soloprojekten Karriere zu machen, was ihnen aber nur begrenzt gelang.

7.5: Bridge Battle

Der sogenannte Bridge-Battle von 1987 ist eines der bekanntesten Beispiele für Gewalt innerhalb der HipHop-Kultur.lm Grunde ging es innerhalb dieses Kampfes um die Frage, in welchem Viertel (der Bronx oder Queens) HipHop entstanden war. Daß es dabei um den Kampf zwischen einzelnen Orten ging, ist typisch für eine bestimmte Art der Gewalt in den Ghettos, vor allem bei Kämpfen zwischen Gangs. Aber auch in dem ewigen wachsenden Streit zwischen der West und Ostküste zeigt sich diese Ausrichtung ganz deutlich. Der Bridge-Battle wurde durch den Song The Bridge (gemeint ist die Queensbridge) von MC Shan und der Juice Krew, in dem sie behaupteten, HipHop sei in Queens entstanden. Daraufhin reagierte Scott La Rock von der Gruppe Boogie Down Productions mit dem Stück South Bronx. Die veranlaßte MC Shan zu Kill Tha Noise, woraufhin KRS-1 - ebenfalls Mitglied bei BDP - mit The Bridge ls Over antwortete. Mit diesem letzten Stück, das ein ziemlicher Hit wurde und dessen Liveaufführung teilweise in dreiviertelstündige Gigs mutierte, war der Battle letztlich beendet. Man könnte den ganzen Kampf als Albernheit am Rande abtun, wäre er nicht tödlich verlaufen: im Laufe dieser Auseinandersetzungen, die einige Kreise zog, wurde Scott La Rock erschossen. Noch heute befindet sich auf jeder Platte von KRS-1, der mittlerweile zu einem der HipHopGurus aufgestiegen ist, eine Widmung an seinen toten Freund: Overseen by Scott La Rock despite others might think. In der Zwischenzeit haben sich MC Shan und KRS-1 versöhnt: Beide nahmen anfang der 90er eine gemeinsame Platte auf.

8 Afrozentik

8.1: Überblick

Schwarze sind in den USA dauernd dem weißen Rassismus ausgesetzt. Dieser führte auch dazu, daß sich schwarze Ghettos bildeten, in denen sie unter erbärmlichen Verhältnissen leben müssen. Das führte natürlich zu vielen Protesten, die in starken Aufhetzungswellen endeten. Allerdings kippte dieser Widerstand in einigen Fällen ins Gegenteil um: es entwickelte sich ein schwarzer Separatismus, der mit massiven rassistischen und rassenhaßenden Argumenten daherkam und kommt. Aus dem Umstand, daß.Afrika die Wiege der Menschheit war, wurde eine Überlegenheit der Schwarzen abgeleitet - Afrozentrismus entstand. Eine der einflußreichsten Organisationen aus dieser Vielfalt ist die Nation Of Islam. Zwar sind solche Denkweisen im Ghetto nur begrenzt verbreitet - und kommen genauso unter HipHoppem vor, ärgerlich sind sie aber dennoch.

8.2: Nation of Islam

Die Nation of Islam entstand in den 3Oem durch Abspaltungen einer islamistischen Sekte. Begründer war Elia Muhammad, der ein extremer Separatist war. Er trat für die Gründung eines schwarzen Staates innerhalb Amerikas ein, der auch wirklich nur von Schwarzen bewohnt werden sollte. Weiße galten ihm als Ausgeburten des Teufels, die nur geschaffen wurden, um die Schwarzen zu vernichten. Die Führer der Weißen seien die Juden, gegen die massiv vorzugehen sei. Genauso verachtend sprach er von Frauen, deren einzige Aufgaben sich auf den Haushalt und die Erziehung der Kinder beschränken sollten. Ebenso werden gemischte Paare und diejenigen Schwarzen verachtet, die einen sozialen Aufstieg geschaffl haben. In eine ähnliche Kerbe schlug anfangs auch Malcom X, der zu der NOl gestoßen und dort zum wichtigsten Prediger geworden war. Mit der Zeit löste er sich aber von diesen Überzeugungen und distanzierte sich von der NOl (angeblich wurde er ja auch von deren Anhängern umgebracht). Nach dem Tod Muhammads übernahm kurzfristig sein Sohn die Leitung der Organisation. 1984 übernahm dann aber Louis Farakahn die Führung, die er auch heute noch immer hat. Dieser schlägt ähnlich drastische Töne an, wie es Muhammad tat. Vergleichbar mit islamistischen Organisationen in Nordafrika stellt die NOI viele Einrichtungen für Sozialschwache, Alte, Arme etc. zur Verfügung und hat deshalb unter den Schwarzen ein oft gutes Image.

8.3: Afrozentik und HipHop

Schwarzer Separatismus und Rassismus sind nur unter einigen HipHoppem verteten, bei weitem nicht unter allen. Dabei unterscheiden sich die Anhänger dieser Denkweise darin, in welchem Grad sie diese Ideen unterstützen. Einige Beispiele:

es gibt einige, die nur ab und zu mit afrozentrischen Gedanken spielen, aber kaum rassistisch argumentieren, z.B. Africa Bambaataa oder Big Daddy Kane.

dann sind - durchaus auch rassistische - Vertreter des Afrozentrismus: Brand Nubian, Jungle Brothers oder der X-Clan.

schlimmer sind die streitsüchtigen Anhänger der Nation of Islam: vor allem Ice Cube und Da Lenchmob. Ice Cube war 1991 massiv aufgefallen, als er das massiv rassistische Stück Black Corea herausbrachte. Die dazugehörige LP, auf der auch gegen Schwule, Frauen und gemischte Paare gehetzt wurde, konnte in Europa nur entschärft verkauft werden.

den Vogel schießen aber Public Enemy ab: diese stehen in sehr engem Verbund mit der Nation of Islam. Teilweise wurden ihre Europa-Tourneen von dieser organisiert.

9 Glossar

Black Power Bewegung
In den 60ern entstandene Bewegung der Schwarzen, die mehr Rechte und Freiheiten forderten. Wichtige Wortführer waren Martin Luther King und Malcom X. Der harte Kern bestand aus der Black Panther Party.

Battle
Friedlicher Kampf zwischen Breakern, DJ‘s,Writern oder MC‘s, bei dem es darum geht, fest zu stellen, wer das meiste Talent hat. Als Ersatz für die gewalttätigen Gangkämpfe. Finden oft auch Jams statt.

Breaker
Breaker sind Breakdancer - Breakdance wiederum war die Reaktion auf die Breakbeats sehr wilde Rhythmussequenzen.

Dissen
Dissen bedeutet beschimpfen/sich gegenseitig runtermachen. Lästige Angewohnheit vieler HipHopper - die gegnerischen Leute werden als komplett unfähig dargestellt.

DJ
Der DJ legt Schallplatten auf - naja, im Grunde macht er viel mehr: durch geschicktes Mixen, Scratchen, Pitchen und das Einsetzen von Effektgeräten schaffi er aus alten
Tracks neue Musik.

Fab Five Freddy
Einer der ersten Writer. Versuchte, Graffiti hoffähig zu machen, was ihm aber nicht gelang. Seit 1988 moderiert er die Rap-Show auf MTV.

Jams
An sich etwas ähnliches wie der Battle: auf Jams treffen sich HipHopper - seien es nun DJ‘s, MC‘s, Breaker oder Writer, um ihre Kunst zu präsentieren.

MC‘s
MC‘s - eigentlich: Master of Ceremony - sind die ‘Sänger‘ (vielmehr Erzähler) der Hip Hop-Musik.

Old School
Die zweite Generation des HipHops, die aber Anfang der ‘80er aktiv wurde. In Deutschland wird unter ‘OId School‘ die erste Generation verstanden - in den USA heißt dieser aber True School.

Pieces
Pieces sind aufwendige, große Graffiti-Gemälde.

Pitchen
Pitchen ist eine DJ-Technik und meint das Angleichen des Tempos zweier Schallplatten. Erst wenn beide das selbe Tempo haben, sind glatte Ubergänge möglich.

Rap/Rappen
Ist eigentlich die Tätigkeit des MC‘s - das rhythmische Erzählen. Manchmal wird es
Die Roland TR 808 ist eine der bekanntesten Drummaschines - besonders
berüchtigt für ihre ziemlich rumpelnden (und deshalb sehr rauhen und harten)
Beats.

Samplen
Samplen bedeutet, dass ein Teil eines Musikstückes aufgenommen und dann digital bearbeitet wird (bspw. indem Endlosschleifen darauf gemacht werden). Samplen ist ein wesentlicher Bestandteil der HipHop-Musik.

Scratchen
Beim Scratchen wird eine Schallplatte schnell hin und her gezogen, so dass es ein kratzendes Geräusch ergibt. Durch allerlei Tricks lassen sich dadurch unterschiedliche Klänge und ganze Rhythmen erzeugen. Zentrale DJ-Technik im HipHop. Erfunden von Grand Wizard Theodore.

Separatismus
Das Bestreben eines Landesteils, sich aus der stattlichen Gemeinschaft zu lösen. Tags
Tags sind kurze und kleine Namenszüge, die an Wände, Züge oder wo auch immer hingeschrieben werden. Sie sind bei weitem nicht so aufwendig, wie große Pieces. Weil Tags von jedem überall hingesprüht werden können und keinerlei Kreativität erfordern, werden sie von den meisten Writem abgelehnt.

True School
Die True School ist die erste Generation der HipHopper - also bspw. Grandmaster Flash oder Kool DJ Herc, die zwischen ‘73 und ‘79 aktiv war. In Deutschland wird die erste Generation oft Old School genannt - in den USA aber True School.

Writer
Writer sprühen Graffities - und zwar nicht einfach nur winzige Tags, sondern große und aufwendige Pieces.


ENDE !!! 8)

sorry im Vorraus wegen Rechtschreibfehlern oder ähnlichem ! :bg:

Ich hab übrigens ne 2 in Deutsch dafür bekommen. Wens interressiert: das Buch „Rap Attack“ von David Toop war mir auch ne große Hilfe und ich kann es jedem empfehlen !

Ich hoffe meine Facharbeit hat euch gefallen und ich bin schon mal gespannt was ihr darüber denkt und wie eure Einstellung dazu ist ! :wink:

habs mir zwar nicht ganz durch gelesen, aber das meiste. Nicht schlecht :slight_smile: Ist interessant. Ne 2 ist schon zu schlecht dafür :slight_smile:

Habs mir durchgelesen. Sehr interessant geschrieben für jemanden wie mich, der von HipHop keine Ahnung hat. :slight_smile:
Die 2 ist absolut gerechtfertigt, sprich, ist wirklich gut geworden.:dafür:

ma so ne Frage ^^ hast du das abgeschrieben? :bg:
hab noch meine Facharbeit über die GSG-9, hatte auch ne 2 in Deutsch dafür bekommen (war der gleiche Lehrer wie bei Answer :slight_smile: )…
oh mann das is ja auch schon wieder 3 Jahre her ^^

edit: ich meine nicht abgeschrieben aus’m Internet oder Büchern, sondern von deiner Facharbeit auf’m PC :wink:

Original von daemon
ma so ne Frage ^^ hast du das abgeschrieben? :bg:
hab noch meine Facharbeit über die GSG-9, hatte auch ne 2 in Deutsch dafür bekommen (war der gleiche Lehrer wie bei Answer :slight_smile: )…
oh mann das is ja auch schon wieder 3 Jahre her ^^

edit: ich meine nicht abgeschrieben aus’m Internet oder Büchern, sondern von deiner Facharbeit auf’m PC :wink:

ich hab die ganzen Blätter erstmal eingescannt und dann immer kopiert und eingefügt ! man war das arbeit ! allein das einscannen hat ne stunde gedauert !

Danke nochmal für euren Lob ! :wink: ! Bei unserem Lehrer war es echt schwer ne 1 zu bekommen ! X( ^^

Ich bin zwar von Hip Hop alles andere als begeistert, habe aber mal alles durchgelesen und finde… naja, es ist verdammt gut geworden!! :bg:

Original von LoN
Ich bin zwar von Hip Hop alles andere als begeistert, habe aber mal alles durchgelesen und finde… naja, es ist verdammt gut geworden!! :bg:

im moment bin ich vom aktuellen stand des hiphop auch nicht begeistert, die ganzen Möchtegernrapper mit ihren fetten autos und ihren girls die dauernd nur rappen wie geil sie sind ! Darauf kann ich verzichten !
Aber die ganze story und die Hintergünde finde ich genial !

Öh musst du das auch noch vortragen?
wenn ja…mein satan! :dd: :dd: :dd:
ich hab schon totale probleme meine 15 seiten über die Weimarer Republik vorzutragen. :bg:

Original von GCNzocker
Öh musst du das auch noch vortragen?
wenn ja…mein satan! :dd: :dd: :dd:
ich hab schon totale probleme meine 15 seiten über die Weimarer Republik vorzutragen. :bg:

nein, zum glück nicht ! wir hatten ein paar wochen zeit dafür und mussten es dann abgeben ! der hat uns nur später fragen dazu gestellt !

jo vortragen musste man nur in der Oberstufe… pfui ^^
das Hip Hop Referat war noch aus der 10. Klasse und hatte eine Arbeit ersetzt, wäre zuviel gewesen wenn die ganze Klasse hätte vortragen müssen ^^

Das nenne ich mal schreiberische Qualität!
Sehr gute Arbeit! :slight_smile:

Original von Megatron
Das nenne ich mal schreiberische Qualität!
Sehr gute Arbeit! :slight_smile:

ja zu der Zeit war Answer noch fleißig }:

@ Answer :wink: nicht zu ernst nehmen :slight_smile:

Original von Answer

[quote]Original von LoN
Ich bin zwar von Hip Hop alles andere als begeistert, habe aber mal alles durchgelesen und finde… naja, es ist verdammt gut geworden!! :bg:

im moment bin ich vom aktuellen stand des hiphop auch nicht begeistert, die ganzen Möchtegernrapper mit ihren fetten autos und ihren girls die dauernd nur rappen wie geil sie sind ! Darauf kann ich verzichten !
Aber die ganze story und die Hintergünde finde ich genial ![/quote]

jepp genau das find ich auch! ich trauer immer noch 2pac nach! :frowning: f… bad boys! X(

saubere leistung answer! :wink:

hier noch ein paar links für alle Graffiti-Fans ! :wink:

SEEN _ WORLD !!! the best ever ^^

auch hammer !! einer der besten

:bg:Answer unser ‚‚HiP-HOP‘‘ reporter :stuck_out_tongue:
… saubere Arbeit muss ich sagen…hättest du mal vor 1 jahr diesen bericht geschrieben hatte ich dank dir ne 1 im Musik-kurs

Original von Bibop
:bg:Answer unser ‚‚HiP-HOP‘‘ reporter :stuck_out_tongue:
… saubere Arbeit muss ich sagen…hättest du mal vor 1 jahr diesen bericht geschrieben hatte ich dank dir ne 1 im Musik-kurs

lol ! danke !^^ ja das ist echt ein thema wofür ich mich sehr interessiere ! warum ne 1 worüber habt ihr den geredet ?

Gut gemacht, aber ich kenne die wirkliche Entstehungsgeshcichte von Hiphop:
EIn häßlicher kleiner affiger afroamerikanischer Sklave ist mal griechisch essen gegangen. Danach hatte er furchtbaren dünschiss und was dann auf dem Klo aus ihm rauströpfelte, daß war Hiphop :bg:

ich interessiere mich zwar überhaupt nicht für die musik aber das war trotzdem mal ein interessantes referat, auch wenn ichs mir nicht ganz durchgelesen hab.

ich hab mir dein referat nicht komplett gelesen, aber super gemacht.
was mir nicht so gefallen hat ist, das du nur rapper erwähnt hast die in den anfängen von hiphop am start waren.

was ist mit a tribe called quest (waren auch in der zulu nation), tupac, dr. dre, notorious b.i.g.?

im großen und ganzen : sehr gut (lol, jetzt kling ich schon wie ein lehrer :dd: )