Also kurz zur Erklärung was es mit der „Millionärswahl“ auf sich hat. Grundgedanke soll sein, dass Deutschland quasi demokratisch darüber abstimmen soll, wer von den Kandidaten die Million am meisten verdient hat. Durch einen vorentscheid, bei dem das Publikum bereits involviert war wurden aus ca. 25000 Bewerbern 49 ausgewählt, die nun in acht Shows zeigen sollen, warum ausgerechnet SIE die Million verdient haben. Von Tanz, über Akrobatik, Extremsport oder einfach nur um ein krankes Kind zu unterstützen war alles dabei.
Trotz allem scheint das Programm alles andere als gut gewesen zu sein. Die Einschaltquoten waren gering, im Internet brach fast schon ein Shitstorm über die Sendung aus und das Publikum bedankte sich mit Buhrufen. Überzeugen konnten wohl lediglich die Moderatorn Jeannine Michaelsen und Elton, welche jedoch reichlich hilflos angesichts des Debakels gewirkt haben sollen.
Doch was ist nun bei einer Wahl das Wichtigste? Genau. Die Wahl… und die war eine Katastrophe. Besagter Mann, der für ein krankes Kind spenden wollte, bekam vom Publikum und der Community 14 von 14 möglichen Punkten, ein Breakdancer lediglich drei. Trotzdem kam der Breakdancer weiter. Wie kann das sein? Die Kandidaten dürfen selber auch noch vier Punkte verteilen und während der Breakdancer zunächst immer mal den ein oder anderen Trostpunkt bekam, so gab ihm eine Kandidat (bzw. Kandidaten, weil es eine Band war) alle vier Punkte. Letzten Endes kam also derjenige weiter, den das Publikum am wenigsten sehen wollte und der mit den meisten Publikumsvotings nicht. Demokratisch? Hm.
[LEFT]Habt ihr die Sendung verfolgt, oder hat euch das Konzept von Anfang an schon kalt gelassen?
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boah das Bewertungssystem klingt echt bescheiden … hab es zum Glück verpasst (obwohl ich gerne Trash TV schaue wie DSDS castings, Jungle) weil es mich überhaupt nicht angesprochen hat
da hab ich gestern lieber in der Bowlingliga einen 191 Schnitt abgeliefert :bg:
hat Elton noch Chancen auf solch größere Shows ? sein „Elton zockt live“ war ebenfalls sehr … schrottig (am Ende gewinnt ein Kandidat den Jackpot der nur ein einziges Spiel gewonnen hat … -.- )
Besonderer Clou ist übrigens noch, das hatte ich vorhin vergessen zu erwähnen, dass der Kandidat gar nicht eine Million, sondern etwa die Hälfte kriegen wird. Der Grund ist, dass es sich dabei nicht um einen steuerfreien Glücksspielgewinn handelt und das Finanzamt somit ein Anrecht auf 45% der Summe hat. :ar:
Eigentlich wollte ich erst mitmachen, um mich am Ende während der Show über die Show lustig zu machen. Gewonnen hätte ich, das steht wohl außer Frage, leider hab ich das zeitlich etwas verpasst.
Ich „kenne“ einige der Teilnehmer, deswegen wollte ich die Show hin und wieder verfolgen, aber wenn ich das von gestern Abend lesen muss.. peinlich. Damit hat sich die Band Gift wohl nicht gerade viele Freunde gemacht.
So wie ich das verstanden hab, will Pro7 die Regeln für die nächsten Vorrunden nochmal abändern, sehr vernünftig, die Frage ist nur, ob die das wirklich auf die Reihe kriegen. Ob sie - nach diesem Shitstorm - Ralf Zanders vielleicht doch noch nachträglich ins Finale ziehen lassen?
Egal, ich schalte nochmal rein, wenn Robin Nosterafu dran ist, den Rest kann ich gerne verpassen.
Dass man keine richtige, bzw. „komplette“ Million gewinnen kann, war mir vorher schon klar.
Danke fürs Erstellen.
Mich hat das Format eigentlich nicht wirklich interessiert, aber ich hab gestern erst die Simpsons und Galileo gesehen und weil danach nichts anständiges im TV kam, hab ich den Fernseher einfach auf Pro7 gelassen. Die Unterhaltung war eher langweilig und die Abstimmung war eine reine Verarsche. Der Slogan der Sendung ist glaube ich „wem gönnt Deutschland die Millionen“ aber was hatte die Abstimmung mit Deutschland und einer Demokratie zu tun? Die Internetnutzer und die Anrufer haben ganz klar Ralf (hieß der so?) zum Sieger gewählt! Ich kann nicht verstehen, warum Internetnutzer und Anrufer jeweils 7 Punkte vergeben können und die Kandidaten insgesamt 28 Punkte vergeben können, wo ist da der Sinn? Wenn man den Kandidaten unbedingt ein Mitentscheidungsrecht geben will, dann hätte man das wie beim ESC machen sollen. Ich hoffe, dass der Ralf trotzdem genug Spenden bekommt.
Und ich habe mit dem Schwachsinn meinen abend vergeudet, anstatt zu zocken. Die moderatoren finde ich zwar eigentlich ganz cool ( Elton ), aber dass die eigentlichen Kandidaten ein recht auf stimmen haben, ist sinnlos, weil es nicht darum geht, wen sie am bestem fanden. Werde es heute wahrscheinlich nicht anschauen, weil Star Wars Episode 3 läuft !
Eben. Mal abgesehen davon ist es auch recht wenig „demokratisch“, wenn manche mehr zu sagen haben, als andere. Deswegen finde ich das ESC System auch blöd.
Wenn ich das richtig verstanden habe setzt sich im Eurovision Song Contest die Punktzahl zu 50% aus den Stimmen einer Jury und zu 50% von den Anrufern zusammen. Warum belässt man nicht gleich dem Publikum die volle Entscheidungsgewalt? Oftmals stehen lange vor der Sendung die eigentlichen Gewinner schon fest, weil es „Favoriten“ gibt.
Ja das ist natürlich nicht verkehrt. Wobei ich immer noch nicht finde, dass bei solchen Abstimmungen manche Stimmen mehr Gewicht bekommen sollten als andere.
Die neue Punkteverteilung ist eigentlich vollkommen in Ordnung, warum das nicht vorher schon so gemacht wurde ist mir absolut schleiherhaft.
Zuerst verteilen die Kandidaten ihre Punkte, jeder einen. Danach kommt die Internetcommunity mit 1,2,3…7 Punkten und danach die Telefonzuschauer mit 2,4,6…14 Punkten. Jetzt wirkt das schon eher „demokratisch“.
Was mir aber aufgefallen ist: Die Punkteverteilung von der Community und den Zuschauern waren 1:1 identisch. Wahrscheinlich haben fast alle, die die Sendung verfolgen, auch einen Account und daher stimmen bei beiden Möglichkeiten die gleichen Leute ab, würde mich nicht wundern.
Die Show hab ich nicht gesehen, aber das Ergebnis, Nosterafu wurden leider nur zweiter.
Aber dafür ist so ein Typ weiter, der für die Legalisierung von Gras ist. Na, das kann ja dann nicht allzu schlecht sein.
Das wohl nicht, aber der Regierung zeigen, welcher der richtige weg ist und was die bürger wollen. Mir ist es aber ehrlich gesagt sehr egal, ob Hanf nun legalisiert wird oder nicht, weil mich das nicht betrifft.
Und wie will man der Regierung mit 550.000€ zeigen, welcher der richtige Weg ist? Die Bürger wollen so einiges, zum Beispiel Steuersenkungen, aber das geht halt nicht so einfach. Ich nehme keine Drogen, aber ich finde, dass man den Bürgern, was Hanf angeht, etwas mehr Freiraum lassen soll. Alleine schon, weil man so die Kriminalitätsrate senken kann, ich merke, ich schweife ab…
Ja ich mein nur, dass man auch schon beim ersten Vortrag gesehen hat, dass die Regierung ja sieht, dass das Publikum ihn feiert ( wenn sie es gesehen haben Aber dass er jetzt im finale ist, ist etwas komisch, weil was will er dann machen?! ^^
Dabei geht es ja nicht mal wirklich um geld. Außer dass der typ glaube ich meinte, er könne damit Aufklärung durch tv spots bieten oder so.
Die Millionärswahl wurde im Übrigen abgesetzt.
Die Quoten waren schlichtweg grottig und die Internetgemeinde hat ziemlich viel Kritik an dem Format geäußert (Abstimmung & Co.).
In zwei statt sechs weiteren Ausgaben will man der Sache so schnell wie möglich ein Ende setzen. Am Samstag um 22:15 Uhr darf man sich dann die Videos der restlichen Kandidaten ansehen, es wird also keine Live-Show sein. Eine Woche später am 25.01. gibt es dann die letzte Show live mit der Bekanntgabe des Gewinners.
Wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass es jetzt so gekommen ist. Schon nachdem am Freitag der Hanf-Typ gewählt wurde und im Internet ein Shitstorm (das Wort wollte ich schon immer mal verwenden) losbrach, wirkte das Konzept der Sendung noch fragwürdiger. Dass es sich für ProSieben/Sat.1 nicht mehr lohnt, die Sendung auszustrahlen und dann lieber auf Schadensbegrenzung zu setzen, macht Sinn.
Die Quoten sind eher beschissen. #Millionärswahl war und ist ein innovatives Showkonzept - das leider gescheitert ist.
Manche Zuschauer haben sich für die Themen und Inhalte der #Millionärswahl interessiert. Zu wenige.
Ich bin froh, dass der Müll abgesetzt wird und hoffentlich auch nie wieder kommt. Wie wäre es denn, wenn Pro7 und Sat1. einfach mal wieder einen anständigen Spielfilm zeigen würden? Aber selbst das ist zu viel verlangt…