eSports, bei einer starken Minderheit der Menschen bekannt, beim Rest der Welt eher unbekannt. eSports, was so viel mit echtem Sport zu tun hat wie Cyber-Sex mit Sex, weckt in vielen Menschen nur ein Kopfschütteln. Die meisten wissen nicht, um was es sich bei diesen „Höchstleistungen“ und „Anstrengungen“ handelt. Das schnelle, perfekte und gekonnte Spielen, bei dem der Zocker wegen „Anstrengung“ und Teamgeist schwitzt wie ein Schwein, gibt es aber auch bei normalen Videospielen an den Konsolen, das Phänomen wird oft beobachtet: Einen Endgegner mal wieder nicht geschafft, eine Passage mal wieder nicht gemeistert. Wutausbrüche, innere Anspannung und Schweiss sind auch bei guten Spielen und Zockern, die wirklich bei der Sache sind, keine Seltenheit. Ist also Videospielen gleich Sport?
Schach sei doch als Sport anerkannt, sagt man. Ja, aber Schach ist real. Es ist realer als Cybersex und realer als eSports. Aber Bewegung braucht der Mensch, täglich am PC zu sitzen, auch wenn man gute Resultate erreicht, ist schädlich. Boxen ist doch auch schädlich, sagen einige. Ja, aber wer z. B. nur eine Boxerausbildung macht, ohne sich die Fresse in Kämpfen zu polieren, der ist top fit. Die Ausbildung und das Training zum Boxer sind hervorragend.
Es ginge bei eSports vermehrt aber auch um soziale Kontakte, um echten Teamgeist, um kollegialen Team-Work, behaupten einige. Tja, darum geht es im Büroalltag auch. Aber um reales Team-Work.
Abgesehen ob es nun Sport ist oder nicht, Bewegung ist immer besser für den Körper, für die Kondition und so weiter. Da gibt es gar keine Diskussion, das ist ein Fakt.
Aber alles sei doch nur eine Frage der Definition, sagen die Befürworter der eSports-Spiele. Das Ziel sei der Sieg, also sei es doch Sport. Nur das zähle. Die Amerikaner wollen im Irak auch einen Sieg, aber bei ihren Kampfgefechten handelt es sich auch nicht um Sport…
Spätestens aber wenn das Spielen dank “Vorbilder“ zur Sucht wird (Wenn Spielen zur Sucht wird ), oder wenn jemand sich real beschähmt vorkommt, wegen einer kleinen Belanglosigkeit (Peinliche Sache aber ich muss sie sagen ), fragt man sich doch als gesunder und normaler Mensch, wie negativ eSports sein kann!
Fussballspieler oder Ski Fahrer an der Olympiade sind weltberühmt, es wird beim eSport nie so ein. Solche Dinge wie Clans oder Meisterschaften, die vielleicht in Südkorea Anklang finden, werden sich nie in die grosse Szene einfügen können. Ich denke, es wird nie eine eSports Weltmeisterschaft geben, wie zum Beispiel die Fussballweltmeisterschaft. In einer offiziellen weltberühmten Sportveranstaltung wird nie eSports als Kategorie zugelassen werden, und es wird nie Menschen fesseln wie z. B. der Super Bowl in den USA.
In Korea gelten laut dem Artikel lediglich als 2.1 Spieler als suchtgefährdet, 750’000 hocken nur noch vor dem PC rum, ohne Familie, Job oder Freunde. Die weiblichen Fans solcher “Sportler“ sind wohl eher am Körper oder am Aussehen der Männer interessiert, nicht am Gezocke. Zwar kann so manch einer dieser jungen Burschen täglich 300’000 Fingerbewegungen ausführen, dass sind immer hin 400 pro Minute, aber da kann ich nur mit den Achseln zucken: Und? Wenn ich das morgen meinem Boss erzähle, übermorgen in der Schule oder heute meinem Bekanntenkreis oder der Familie, dann ist das denen egal. Es wurde keine echte Tätigkeit geschaffen. Es gibt keine Referenzen. Nichts was im Leben wirklich wichtig wäre. Bei der seriösen Arbeitswelt kann man sich mit so etwas nicht brüsten.