Interessiert mich ja schon allerdings hab ich weder einen Laptop, noch Zeit noch Geld (weil Essen werden die einem ja nicht bezahlen oder?)
Doch, Verpflegung ist wohl inklusive, fragt sich nur in welchem Ausmaß.
Bin keine 18 ![]()
Marketing hat nichts mit Journalismus zu tun und ein guter Journalist lässt sich nicht zur Hofberichterstattung erniedrigen. Nur EA sieht das anders.
Ich mutmaße, dass das wieder ein Test ist, um billige Arbeitskräfte herzuholen. Demnächst rekrutiert man dann Hobby-Entwickler, denn langsam regt sich wohl Widerstand gegen die tollen Arbeitszeiten bei EA. Und die Softwarelizenzen von diesen zahlen zu lassen brächte wieder massive Einsparungen.
Zumindest ist das Mindestalter 18, denn noch mehr Kinder, die sich als Journalisten ausgeben, verträgt die GC nicht. (Wenigstens aus dem Business Center hält man sie fern.)
Jap, mit Journalismus dürfte das am Ende wirklich nicht mehr viel zu tun haben, die Berichterstattung wird natürlich einseitig gefärbt (sein müssen). Aber dennoch - man kommt kostenlos zur GC, kann sich den Messetrubel mal ansehen…zu lernen gibt es da sicherlich etwas. Dass EA davon profitieren will ist doch klar, aber es ist wohl für beide Seiten einigermaßen fair.
Soll man da nun positiv über EA schreiben? Wer zum geier besitzt denn kein Fünkchen Moral, in diesen Forum, um soetwas zu machen? Aber naja, man kommt ja gratis zur GC :bg:
Original von Demokrit
Ich mutmaße, dass das wieder ein Test ist, um billige Arbeitskräfte herzuholen. Demnächst rekrutiert man dann Hobby-Entwickler, denn langsam regt sich wohl Widerstand gegen die tollen Arbeitszeiten bei EA. Und die Softwarelizenzen von diesen zahlen zu lassen brächte wieder massive Einsparungen.
Ach komm, jetzt übertreib mal nicht. Da gehts um n paar Artikel für die GC schreiben, nicht darum, 24:7 ausgebeutet zu werden. Für viele Leute, die in diese Szene rein wollen, ist das eine Chance, Kontakte zu knüpfen und konkrete Aufgaben zu erledigen.
Zumal dein Geschwätz von „gute Journalisten lassen sich nicht zu Hofberichterstattung herab“ sowas von überholt ist… 50% aller Journalisten müssen frei arbeiten, weil sie keinen Job finden, die meisten von denen wären froh, wenn sie „Hofberichtserstattung“ machen dürfen. Zumal die Zahl der Magazine, die das nicht machen müssen, sehr sehr klein ist…
Mal davon abgesehen, dass Journalisten auch nur ganz normale Menschen sind. Auch wenn sie Journalismus studiert haben macht sie das noch lange nicht zu Beamten oder Ärzten. Ich denke Jounalisten gehören zu der Arbeitsgruppe die wirklich nach Leistung und Quantität bezahlt werden. Und da viele, wie Tobias ja schon richtig geschrieben hat, keinen festen Arbeitsplatz haben, sind die hinter jeder Verdienstmöglichkeit her die sie bekommen können.
Auf was sich Demokrit da bezieht sind aber die Regeln die sich Journalisten selbst gesetzt haben.
Wie dem auch sei, die Realität sieht natürlich ganz anders aus, Tobias hat das ja schon ganz treffend gesagt. So lange man sich bewußt ist was man da genau tut ist es ja auch in Ordnung, es wäre ja nicht so, dass der Job an sich irgendwie „verwerflich“ wäre. Es ist eben mehr eine Verschmelzung von Öffentlichkeitsarbeit, PR, Journalismus…
Zu deiner Aufzählung kannst du noch Qualität hinzufügen. Wenn die nicht stimmt wirst du nämlich gar nicht bezahlt. ![]()
Was ja widerum ganz gut ist, wenn es das eigentliche Arbeitsfeld erweitert. Das sind alles Reputationsmöglichkeiten. „Sie sind Journalist?“ - „Ja, habe aber auch im PR Bereich gearbeitet.“ Ist doch cool :bg:
Original von Tobias
Ach komm, jetzt übertreib mal nicht. Da gehts um n paar Artikel für die GC schreiben, nicht darum, 24:7 ausgebeutet zu werden. Für viele Leute, die in diese Szene rein wollen, ist das eine Chance, Kontakte zu knüpfen und konkrete Aufgaben zu erledigen.
Da wünsch ich EA viel Spaß: wer nämlich denkt, dass man in Deutschland bereit ist, unbezahlt eine Leistung zu erbringen, nur um einen Einstieg zu schaffen, irrt sich gewaltig. Hobby-Entwickler mit höheren Zielen haben damit schon Erfahrungen gemacht - in Amerika ist das z.B. ganz anders, jedoch sind die in dieser Hinsicht kein Entwicklungsland.
Das ist jedenfalls kostenloses Marketing - wenn EA damit Erfolg hat, werden andere es auch machen. Ich bin nicht gegen unbezahlte Arbeiten, gerade um sich einen Einstieg zu verschaffen (da wir in Deutschland in der Steinzeit leben, erhält man auch kaum Fördermittel), das ist sogar ein wichtiger Bestandteil bei Start-Ups. Aber ein etablierter Konzern wie EA hat die Mittel, für den Aufwand aufzukommen, das ist sonst ein Wettbewerbsvorteil für sie. EA vergisst, dass sie nicht im Hobby-Bereich tätig sind - sie sind professionell, sie unterscheiden sich, wie man ein wenig gemein formulieren könnte, nur noch dadurch vom Amateur, dass sie ihre Leute bezahlen (können).
Einen ausreichend weiten Horizont vorausgesetzt, kann man erahnen, was für eine Lawine sich da anbahnt. Jetzt wird man natürlich über ein Ubisoft lachen, wenn sie für solche Arbeiten zahlen würden. Und Ascaron ist auch schön blöd, Autoren anzuheuern - man bekommt sie ja auch kostenlos und die freuen sich auch noch darüber. Sowas hat eine weitreichende Bedeutung, die der normale Bewerber gar nicht durchschauen darf - aber durch solche Aktionen können Job-Märkte zusammenbrechen. Man muss das so dramatisch ansprechen, weil die Spieleindustrie in diese Fallen zu tappen droht und damit für dringend gesuchte Talente unlukrativ wird (50% der etablierten Entwickler wollen bereits aus der Industrie raus - Exodus!). Das ist nämlich längst nichts Neues, wie sich gerade deutsche Spieleentwickler erinnern werden. Über Praktikumsstellen versuchte man eine Zeitlang (noch immer?) reguläre Arbeitsplätze günstiger zu besetzen. Naiv zu glauben, dass das auch noch eine nette Wohltat für Einsteiger wäre - da sind ganz knallharte Füchse am Werk. Wer nicht aufpasst, wird über den Tisch gezogen, das geht schneller als man denkt. (Das jetzt nur mal ergänzend zum Thema, jedoch sollte das auch immer wieder mal angesprochen werden.)
Mir geht es jedoch eigentlich mehr um die Irreführung, dass dies etwas mit Journalismus zu tun habe - da bewerben sich evtl. Leute, die Erfahrung und Einblicke sammeln wollen. Aber genau das wird nicht gelingen - EA ist Publisher, nicht Verlag redaktioneller Inhalte, und hat angehenden Journalisten absolut nichts in dieser Hinsicht anzubieten. Dort arbeiten keine erfahrenen Journalisten.
Für Fotografen sieht die Sache vielleicht ein bisschen besser aus.
Original von Tobias
Zumal dein Geschwätz von „gute Journalisten lassen sich nicht zu Hofberichterstattung herab“ sowas von überholt ist… 50% aller Journalisten müssen frei arbeiten, weil sie keinen Job finden, die meisten von denen wären froh, wenn sie „Hofberichtserstattung“ machen dürfen.
Ich rate davon ab, mit abwertenden Begriffen wie „Geschwätz“ zu operieren - erst recht, wenn dann Fakten und Argumente fehlen. Realität und Ideal fallen selten zusammen, dennoch sollte man dann nicht den gegenwärtigen (schlechten) Zustand zur Messlatte erheben. Wer das macht, hat schon verloren, der kann nur noch rückwärts gehen.
Freiberuflich zu arbeiten heißt nicht, Hofberichterstattung betreiben zu müssen. Im Gegenteil, Unabhängigkeit kann ein Vorteil sein (der Trend geht längst dahin). Informationen sind so wichtig wie nie zuvor - Journalismus ist ein absolutes Zukunftsfeld und durch das Internet wird die Wichtigkeit nochmal potenziert. Information kann mehr wert sein als jedes denkbare materielle Gut - den gesamten logistischen Bereich dazu hat der Journalist in der Hand.
Die Gefahr geht hier mehr von Quereinsteigern aus, die über fragwürdige Online-Magazine zum professionellen Journalisten aufsteigen, ohne sich über Verantwortung und Bedeutung ihrer Tätigkeit bewusst zu werden. Oft sind sie weit zu naiv, wollen den Interviewpartner zum Freund anstatt ihn kritisch zu befragen etc. Wer hier nicht von Anfang an die Kontrolle behält, wird manipuliert werden.
Original von Tobias
Zumal die Zahl der Magazine, die das nicht machen müssen, sehr sehr klein ist…
Ich würde zustimmen, wenn du geschrieben hättest, dass die Zahl der Magazine, für die es lukrativ ist, sehr groß ist. Aber ob es so viele machen müssen, das ist fraglich. Man hat sich dieses Übel in gewisser Weise selbst auferlegt, ein Zwang besteht auch in der wirtschaftlichen Realität nicht. Und kritisch-unabhängige Magazine und Tageszeitungen gibt es durchaus nicht wenige - das ist der Beleg hierzu. (Und es gibt ja auch noch so ein paar richtig sture Esel in der Branche, die sich durch nichts von ihrer Meinung abbringen lassen.)
Und da viele, wie Tobias ja schon richtig geschrieben hat, keinen festen Arbeitsplatz haben, sind die hinter jeder Verdienstmöglichkeit her die sie bekommen können.
Ja. Ich habe das aber so verstanden, dass die Arbeit unbezahlt verrichtet wird, sodass man dann nicht von einem Verdienst reden kann. Aber wenn das anders ist, hast du sicherlich recht.
Es gibt, wie Seph angedeutet hat, einen Pressekodex, den sich die Journalisten selbst auferlegt haben. In ihrem Beruf trägt man höchste Verantwortung - das ist nicht leicht.
Jedoch muss man auch sagen, dass es bei EA bzw. der GC nicht um so sensible Informationen gehen wird - da kann man durchaus mit schlechter Vorbildung erfolgreich arbeiten, zumal ja alles recht ist, solange EA gut dasteht. Ob man hinterher schlauer ist als vorher, kann ich natürlich nicht beurteilen. Wünschenswert wäre es.
(Wenn ich jedoch so einen von EA mit Presseausweis erwische, schieß’ ich mich zum Mond - und bleib gleich da, Grundstücke sind ja billiger als auf der Erde neben der Müllkippe.)
Original von Demokrit
Freiberuflich zu arbeiten heißt nicht, Hofberichterstattung betreiben zu müssen. Im Gegenteil, Unabhängigkeit kann ein Vorteil sein (der Trend geht längst dahin). Informationen sind so wichtig wie nie zuvor - Journalismus ist ein absolutes Zukunftsfeld und durch das Internet wird die Wichtigkeit nochmal potenziert. Information kann mehr wert sein als jedes denkbare materielle Gut - den gesamten logistischen Bereich dazu hat der Journalist in der Hand.
Sehe ich anders - generell sind die meisten redaktionellen aufgaben gerade im Internet schon lange umverteilt. Die USER produzieren sich ihre Inhalte selber, schon längst findet man bild material von aktuellen ereignissen schneller auf einer „offenen“ seite wie flickr als in den gängigen „news quellen“ aus welchen sich die „großen“ news seiten bedienen. Auch sonst sind meist die kleinen comunity geführten webseiten aktueller als die großen komerziellen.
Umso wichtiger ist es sich mit qualitativer Berichterstattung davon abzusetzen. Abgesehen davon sorgen grade die zahlreichen kleinen Websites für eine Informationsflut ohne Ende. Klar, für Freaks vielleicht toll, aber der „0815-Leser“ möchte sich nicht durch hunderte Gerüchte durchwälzen. Der Journalismus, grade im Netz, muss sich also verändern. Weg vom Gatekeeper-Konzept, hin zum Navigator, der seine Leser eben durch diese Informationsflut hilft und dafür sorgt, dass der Nutzer in seiner mehr oder weniger knappen Nutzungszeit das bestmögliche an Information geboten bekommt. Und genau das wird von den großen Seiten auch immer mehr betrieben. Klar, der Trend geht im Moment in eine andere Richtung. Aber das Netz ist immer noch recht jung für ein Medium und die Chancen, dass die Leute irgendwann merken „Warte mal, so einen Blog kann ja jeder Depp aufmachen“, stehen nicht schlecht.
Mal abgesehen davon, dass natürlich „die großen Seiten“ auch angemessen auf die Trends reagieren und die Leser zurück holen bspw. IGN-Blogs.
Wenn erstmal brauchbare Bezahlkonzepte und Möglichkeiten Webauftritte zu refinanzieren entwickelt sind werden die Großen größer und die Kleinen kleiner - weil dann der Unterschied zwischen professionellen Websites und Amateurseiten ganz schnell offensichtlich wird.
Nochmal zu der EA Sache: Demokrit hat m.E. mit seinen Ansätzen durchaus richtig, ich würde allerdings nicht schon so früh so schwarz malen. Mal abgesehen davon, dass für die Arbeit durchaus eine gewisse Gegenleistung geboten wird, wenn auch keine große.