Endlich Urlaub. Endlich... Stress!

Hach, endlich Urlaub. Keine stressige Arbeit mehr, einfach schön entspannen und in fernen Ländern faul in der Sonne liegen. Natürlich NICHT!
Denn der Partner oder die Kinder möchten viel lieber eine Sightseeing-Tour machen und die Umgebung erkunden, Sehenswürdigkeiten knippsen und etwas erleben. Vom Stress in den Stress oder so ähnlich. :wink:

So oder so ähnlich sieht es bei einigen Leuten aus (bei mir teilweise im Bekanntenkreis).
Aber wie sieht es bei euch aus, wenn es um das Thema Urlaub geht? Seid ihr da eher die aktiven Leute, die was von der Umgebung sehen wollen und auch mal fernab der Touristenpfade unterwegs sind oder seid ihr eher die faulen Leuten, die mal wirklich einfach nur entspannen wollen indem sie den ganzen Tag nichts tun außer „abgammeln“?

Und gibt es bei euch eher Streit bezüglich der Aktivitäten im Urlaub oder könnt ihr euch mit euren Liebsten gut arrangieren und den einen oder anderen Kompromiss eingehen? Oder gibt es da nur hitzige Diskussionen?

Nebenbei: Eher Inlandsurlaub oder Ausland? :wink:

Um das Eis zu brechen:
Für mich gibt es nichts Schlimmeres als so ein Strandliegen-Urlaub. Wenn ich in einem anderen Ort/Land bin, dann möchte ich dort auch was entdecken. Und auch wenn ich irgendwelche Sehenswürdigkeiten besuche, bemühe ich mich, auch mal Wege abseits der gut abgelaufenen Routen zu nehmen, damit ich nicht einer von zehntausend Touris bin.
Mit meiner Freundin kann ich mich da gut arrangieren da wir tendenziell die selbe Grundeinstellung haben.

Bin übrigens eher Inlandsurlauber, da es mit dem Ausland noch nicht klappen sollte. Wobei ich da auch nicht wüsste, welche Länder ich wählen würde.

P.S.: Ihr könnt nebenbei auch gerne von euren Urlaubsimpressionen erzählen. :wink:

Ich kann mit Urlaub nix anfangen, da bleibe ich lieber zu Hause und treffe mich mit Freunden :wink:

Ich mag weder nur Strandurlaub, noch nur Erkundungstouren. Deshalb sollte es immer eine gute Mischung aus beidem sein. Und wenn, dann eher im Ausland. Von Party-Urlaub halte ich übrigens gar nichts. Ich war bis jetzt mit meiner Familie einmal in Portugal und danach jedes Jahr im Sommer in Spanien(Andalusien) und im Herbst in Dänemark. Dann haben wir uns einen Hund angeschafft und der jährliche Urlaub in Spanien fiel weg. Mein nächster Urlaub ist der erste ohne meine Eltern. Wird aber wohl noch etwas dauern, da ich mir während der Ausbildung erst einmal das Geld zusammensparen muss. Wen ich mitnehme oder ob ich allein fliege, weiß ich noch nicht. Hauptsache es ist unkompliziert und mir fällt im Urlaub niemand zur Last. Auf diese Diskussionen, die ich früher schon bei meinen Eltern oder irgendwelchen Paaren mitbekommen habe, hätte ich gar keine Lust. Ich will im Urlaub schließlich das machen, wozu ich Lust habe.

Ich mag bzw mochte meinen Urlaub in Japan immer gechillt.
Lang schlafen, dann irgendwann mal Freunde treffen und meistens abseits der typischen Auslaendertouristen spots, sondern eher mit den Freunden eben an Spots wo japanische Touris sich herumtreiben.
Dann eben auch viel auf eigene Faust erkunden, so hab ich schon halb Tokyo, Nagoya und Osaka durchwandert.
Einfach nen schoenen Spaziergang ohne Ziel und irgendwo dann wieder in ne Bahn steigen und zurueck.

Früher konnte ich mit Strandurlauben nichts anfangen. Was hat man davon, den ganzen Tag nur am Strand rumzuliegen?! Heute denke ich etwas anders, weil ich es - schätze ich mal - mehr genießen kann als damals. Ich weiß den Urlaub mehr zu schätzen, weil sonst nur der Stress regiert.

Perfekt finde ich einen Mix aus beidem: Einem Ort, wo man relaxen und den man gleichzeitig auch erkunden kann. Nur relaxen geht nicht. WENN ich mal wohin fahre (oder fliege), will ich auch so viel wie möglich von dem Ort sehen.
Letztes Jahr war ich auf Zakynthos, einer kleinen griechischen Insel, und da hat die Balance gepasst. Am Vormittag haben wir uns einen Strand ausgesucht und uns bis kurz nach Mittag hingelegt. Danach ging die Entdeckungstour durch Dörfer los, bis zum Abend. Nach fast einer Woche hatten wir die ganze Insel gesehen und uns gleichzeitig entspannen können. Kein Stress.

Dieses Jahr steht evtl. „nur“ Amsterdam auf der Urlaubs-Liste. Will künftig erst mal die nahe liegenden Ziele (vor allem Städte) abgrasen.

Im Urlaub will ich Ruhe. So beliebte Touristenziele wären daher überhaupt nichts für mich, zumindest nicht für längere Zeit. Für nen kurzen Trip darf es auch gerne mal ne interessante Großstadt sein, ansonsten muss es schon eher eine ruhige Gegend sein. Demnächst bin ich wieder ne Woche in Dänemark, in einem kleinen Ferienhaus mit großen Grundstück, etwa 10 Minuten vom (meistens sehr leeren) Strand entfernt. Da kann man total abschalten, durch die Dünen wandern und einfach die Ruhe genießen.

Wahrscheinlich macht es auch nen Unterschied, ob man sonst in einem Ballungsraum lebt oder eher in einer ländlichen Gegend.

Ich liebe Erkundungstourenurlaub.
Beispiele
Schottland - erst Aberdeen, dann Edinburgh
Mit dem Zug aus Aberdeen raus nach Stonhaven, Wanderung zum Dunnottar Castle und wieder retour. In Aberdeen selbst versucht den angeblichen Charme der Stadt einzufangen. Nun, Charakter hat die statt, aber der lag mir nicht so, zu rau, zu sehr Industrie, etc.. Weiter nach Edinburgh. Spaziergänge, Edinburgh Castle, Museum of Scotland etc…
Ich bin im Urlaub ständig auf den Beinen, wenn ich vom Urlaub heimkomm, bin ich körperlich kabutt, aber geistig erholt.

Was ich hasse ist so ein Urlaub wie grad eben, renovieren, hackln, schwitzen, etwas was zwar auch körperlich auslaugt, aber geistig zuwenig anspruchsvoll ist. Davon hab ich nix. Nächstes Jahr (ziemlich fix) gibts dann Irland, von Dublin nach Limerick, nach Galway und retour, vielleicht auch Tralee, hängt davon ab, was es in der jeweiligen Umgebung zu bestaunen gibt. Zeitpunkt so wie jetzt grad, um der Hitze zu entfliehen (aktuell hats in Dublin 21°C und Regen, in Wien hats aktuell 34°C und es ist schwül)

Cool, so eine Tour hab ich auch schon hinter mir. Das war vor etwa 10 Jahren. Dublin –> Cork –> Killarney –> Galway –> Dublin. Jeweils 2 Tage Aufenthalt pro Station. Ist ein tolles Land.

Kommt drauf an. Wenn’s wohin geht, wo ich schon xtausendmal war (Ungarn), dann chille ich lieber nur rum. Wenn’s aber wohin geht, wo ich noch nicht war (Japan jetzt dann), dann will ich soviel entdecken wie nur möglich. Wäre eine verschwendete Chance, ein bislang noch nicht besichtigtes Land nicht genauer zu erkunden.

Alleine Leben for the win :-)/ Da ist man der eigene Chef, was Urlaub betrifft.
Bin aber auch eher der ruhigere Typ (wie sonst auch) seit heute ist mein Urlaub vorbei und ich war die 3 Wochen einfach bei meinen Eltern…

Vielleicht werde ich ja mal eines Tages irgendwo hinfliegen…hab bisher Flugzeuge live nur von außen gesehen :bg: Wenn man irgendwelche Flieger, die in Museen stehen, abzieht.

jo, sowas tät ich auch gern machen, meine Frau eher weniger, ist aber begründet (worauf ich hier sonst nciht weiter eingehen möchte). Von daher gibts halt immer auch einen gewissen Kompromiß über die Dauer und die Anzahl der Zwischenstopps. Deswegen erstmal nur 3 Stopps und mit den Öffis die Umgebung erkunden (wir haben kein Auto, ich nichtmal Führerschein)

Für mich ist Urlaub dann am schönsten, wenn ich das Gefühl habe, das Land (unter Berücksichtigung der kurzen Zeit) irgendwie kennengelernt zu haben, zumindest einen Einblick erhalten zu haben.

Ich nehme gerne so viel mit, wie ich kann. Wobei das falsch klingt. „Ich nehme gerne so viel mit, wie ich will“. Ja, so passt das schon eher.
Urlaub in Deutschland mache ich eigentlich fast nie. Mich reizt das einfach nicht, ich bin eher Fan von anderen Ländern, aber auch da hab ich eine engere Auswahl, die mir eher zusagt.
Chillen kann ich auch zu Hause. Wenn ich in einem anderen Land bin, dann bin ich meistens den ganzen Tag unterwegs und hab daran viel mehr Freude. Am Strand liegen für mehrere Stunden würde mich einfach so sehr langweilen, dass es schon wieder anstrengend ist.
Ich hab aber überhaupt nichts dagegen, wenn man ein paar Tage mal ruhiger angehen lässt, es muss einfach die perfekte Mischung sein.
Als ich in Spanien gewesen bin, hab ich mich auch viel lieber etwas länger entspannt, weil die Hitze sonst unerträglich gewesen wäre, auf der anderen Seite hab ich mich dann aber umso mehr gefreut, wenn ich Nachmittags/Abends mal auf Touren gehen konnte, dass mir die Füße bluten. Natürlich nur im übertragenen Sinne. Ich bin jetzt nicht so der Fan von bluten, auch, wenn ich ein Mann bin, also weinen würde ich jetzt nicht so dolle.
Manchmal fahr ich aber auch einfach mit Freunden ein Wochenende an die Ostsee oder nach Dänemark hoch. Da geht es dann auch eher darum ein bisschen zu entspannen und zusammen abzuhängen, fern ab von Uni und evtl. sogar noch den Eltern.

Wo wir schon bei Eltern sind.. Urlaub mit Eltern? Als Kind? Schlimm. Man will zu Hause schön mit seinen Freunden was unternehmen aber muss dann ungefragt mit seinen Eltern und seiner doofen Schwester (die auf der Reise dann zum stärksten Verbündeten und Kumpel wird) wegfahren. Die Eltern sind sich die ganze Zeit uneinig, der Zeltaufbau klappt nicht so ganz wie erhofft und Sohnemann würde viel lieber was anderes machen als durch die Natur zu tuckern.
Hach ja, die schönen alten Zeiten. Wenn man älter wird läuft alles irgendwie viel friedlicher ab (zumindest bei mir), da bekommt man sogar Lust mal wieder mit seinen Eltern auf Reisen zu gehen.
Auf Urlaub mit Beziehungskrise hätte ich aber überhaupt keine Lust. Also, wenn man sich mit seiner Freundin vornherein schon nicht einigen kann, dann macht man lieber getrennt Urlaub.

Ansonsten versuche ich eigentlich immer jede Reise mitzunehmen, wenn es sich anbietet.

Wenn ich das so lese muss ich ja froh sein, dass wir nur einen richtigen Familienurlaub gemacht haben. So vor ner halben Ewigkeit, da meine Eltern eigentlich nicht so die Reisetypen sind. Fand ich damals total schade, wär gerne öfter mal weggekommen (v.a. da die Freunde eigtl auch immer im Urlaub waren). Jetzt bin ich davon zum Glück unabhängig.

Zum Thema selbst muss ich sagen, dass ich wegfahre um was n neues Land zu sehen, neue Leute kennenzulernen, die Kultur zu erleben und so Späße halt. Zwei Wochen am Strand wären nichts für mich, das wär zu langweilig und den ganzen Tag rumhängen kann ich auch zu Hause.

Das heißt aber nicht, dass ich jetzt sowas wie einen Strand primär ablehne. Zuletzt in Kambodscha hab ich auch zwei oder drei Tage am Strand verbracht, weils einfach mal ne gelungene Abwechslung war. Danach hats mir aber auch wieder gelangt und ich war froh als ich den Standort wieder gewechselt hab. Für kurzzeitiges Abschalten wars aber schön und 200 Meter wunderschönen Strand für sich allein zu haben ist auch ein Erlebnis.

Aber jetzt schweife ich wieder ab: Ja, ich bin jemand der jeden Tag irgendwelches Programm braucht, also irgendwelche Sehenswürdigkeiten, Museen, von mir aus auch eine Wanderung, Stadtführung und was es nicht sonst noch so gibt. Das müssen keine 12 Stunden voller Action sein - man brauchts ja nicht übertreiben -, aber es muss was getan werden.

Auch bin ich jetzt niemand, der unbedingt jeden Tag in einem Hotel nächtigen muss. Ich schlaf auch gerne mal im Zelt, mach Couchsurfing (so lernt man gut Leute kennen) oder verbring auch ne Nacht im Auto. Alles schon probiert, hat alles geklappt. Hier sage ich auch mal, dass es einfach die gute Mischung macht. Nach einer Woche Couchsurfing ist es z.B. mal wieder schön im Hotel Zeit für sich zu haben, nach n paar Tagen Hotel ist die Gesellschaft auf nem Campingplatz ne tolle Abwechslung, usw.

Größere Reisen mach ich übrigens eher im Ausland, für ein paar Tage kanns aber auch gerne mal innerhalb Deutschlands sein, da ich finde, dass man „sein“ Land ruhig kennen darf. Wenn ich dann mal unterwegs bin, ist ein wichtiger Punkt übrigens auch das Essen. Landesübliche Küche muss einfach sein - auch wenns manchmal sehr ungewöhnliche Sachen gibt (Grillen, Frosch,…). Dafür lass ich mir dann übrigens auch gerne Zeit, im Urlaub „opfere“ ich gerne zwei oder drei Stunden für die Nahrungsaufnahme. Macht man hier eh viel zu hektisch…

Falls noch wen interessiert mit wem ich reise: Gerne mit Freunden. Hab die letzten zwei großen Urlaube (Kambodscha, USA) mit nem guten Freund gemacht und das hat auch super geklappt. Gerade in schwierigen Situationen ists Gold wert, wenn man jemanden dabei hat. Zudem machts zu zweit auch irgendwie mehr Spaß.

Und zum Abschluss: Was meiner Meinung nach gar nicht geht ist sowas wie Party-Urlaub aufm Ballermann. Wenn ich betrunkene Deutsche sehen will, dann geh ich übertrieben gesagt einfach vor die Haustür.

Ich bin der gemütliche Aktivurlauber :slight_smile:

Den ganzen Tag nur rumliegen… nee danke! Da hab ich noch genug Zeit für wenn ich tot bin.

Aber ich hetze auch nicht rum. Ich muss nicht ALLES sehen, jede Tour mitmachen, und und und…

War ja grade im Juni zwei Wochen im tiefsten Bayern, so quasi der letzte Zipfel im Südosten Deutschlands. Einen Tag gemütlich durch Bad Reichenhall spaziert, einen Tag durch Berchtesgaden, einen Tag rüber nach Salzburg… aber das alles immer ohne „WIR MÜSSEN DAS UND DAS SEHEN!!!“. Ohne Plan hin, gemütlich drauflos laufen wie Zeit und Lust da ist, zurück.

Ähnlich im Nordseeurlaub in Büsum immer so um den Jahreswechsel rum. War jetzt schon 5 Jahre am Stück da, die Stadt verändert sich nicht groß. Wir schauen uns auch bekannte, aber auch neue Orte drumherum an. Und selbst wenn es nicht weit weg geht: jeden Tag wird mindestens einmal die Innenstadt und ein wenig die Nordseeküste entlang spaziert :wink:

Mein Urlaubsland: Deutschland! Brauche wirklich nicht woanders hin. Wenn Ausland, dann bitte drumrum, also zum Beispiel die Niederlande.