Ich glaube jeder, der schon mal Grand Theft Auto gespielt hat, ist schon einmal ingame Amok gelaufen, hat wahllos Leute erschossen und überfahren und so viel Chaos und Tod verbreitet, wie er konnte. Manche Leute mögen’s sogar noch härter und übergießen in Postal 2 Leute mit Benzin und zünden sie an oder zerlegen sie mit der Sense in Einzelteile.
Doch was fasziniert uns so an dieser Gewalt? Ist es der Drang, Sachen tun zu dürfen, die man sonst nicht tun kann? Ist es der Kick, etwas Verbotenes zu tun?
Mich interessiert, ob ihr es mögt, in Spielen übermäßge Gewalt anzuwenden, in welchen Spielen ihr das macht, warum euch das Spaß macht und wie ihr zur Zensur hier in Deutschland steht.
Uebermaessige Gewalt muss imo nicht unbedingt sein, wennauch ich kein Problem damit habe.
Bestes Beispiel ist doch, wie du angesprochen hast, der Amoklauf bei GTA (fuege Zahl ein). Man hat einfach nicht wirklich GTA gespielt wenn man nicht mindestens einmal so richtig die Sau raus laesst
Fuer mich ist es einfach er Spass alles explodieren zu sehen und einfach Mist zu machen, den man niemals so tun wuerde. Wobei es mir da nicht um das Morden an sich geht, sondern einfach er Spass an totaler Zerstoerung und Chaos, bei dem man sich nicht selten selbst noch mit in die Luft sprengt (man bedenke die geniale „Flugphysik“ bei GTA 4 z.B. )
Und wenn ich es nicht in Spielen machen kann, wo dann ?
Von einem Kick wuerde ich allerdings nicht sprechen.
Auch ich habe in diversen GTA Teilen schon übermäßiges Chaos gestiftet. In erster Linie drehe ich durch, um die Grenzen des Spiels auszukosten, oder eine schöne Verfolgungsjagd mit den Cops zu triggern… Mein Charakter rennt aber auch dann Amok, wenn ich nur halbherzig am zocken bin, soll heißen, dass ich nebenbei mit jemandem telefoniere/schreibe, oder sonst welche anderen Sorgen habe. Wenn ich da auch an das Kaufhaus in Vice City denke. Da habe ich seinerzeit Stunden damit verbracht, einfach allen und jedem die Rübe wegzuschießen.
Da erinnere ich mich aber ein bisschen an das gute alte Rollercoaster Tycoon. Ich kann nicht abstreiten, dass ich da gerne mal tödliche Achterbahnen gebaut und meine Besucher ertränkt habe… und das in einem Spiel was halt garnicht auf Gewalt ausgelegt ist.
Eine kleine sadistische Ader gegenüber virtuellen Figuren kann ich also nicht abstreiten. Ich denke auch, in gewisser Hinsicht macht es mir schon Spaß, in Spielen völlig die Sau rauszulassen. In der Realität bin ich hingegen ziemlich pazifistisch, daher würde ich schon sagen, dass es einfach der Drang ist, etwas zu tun, was man so nie tun würde.
Bei mir ebenso. Ich gebe auch ehrlich zu, komplett Postal 2 durchgespielt zu haben. Ich weiß nicht, warum es mich so fasziniert hat, auf offener Straße Leute anzupinkeln bis sie sich übergeben oder in der Polizeiwache Benzin in die Gefängniszelle zu schütten und ein Streiholz hinterherzuwerfen. Auch in Saint’s Row ballere ich oft alles zu klump, was mir in den Weg kommt.
Aber in der Realität bin ich auch ein ganz ruhiger Typ, der niemandem schadet.
das liegt am Setting. in einer abgedrehten Welt ala Postal 2 , Saints Row , Dead Island und Co kann man sich halt ohne Gewissensbisse austoben
würde ein beyond oder ein Dragon Age (und das ist für ein rpg schon blutig) zum absoluten Schlachtfest mutieren dann …
was waren denn eure ersten richtigen Erfahrungen mit Gewalt in Videospielen ?
ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr 100%ig wie ich damals als „kleine Bub“ auf Gameboy , C64 usw Titel reagiert habe , aber z.B. Barbarians (Amiga) (Köpfe ab ^^) oder Mortal Kombat (SNES) hat uns schon echt umgehauen
Sehe ich jetzt nicht sooo sehr vom Setting abhaengig.
Wie Zork_One auch gesagt hat…Rollercoaster Tycoon war auch seeeeehr geeignet um die Menschen in den Tod zu fueheren }:
Aber auch bei Oblivion/Skyrim hat es ab und zu Freude bereitet die ein oder anddere Stadt auseinander zu nehmen.
Gewalt in Spielen ist so eine Sache. Ich sehe es in den meisten Fällen als Stilmittel, um Ernsthaftigkeit oder Gefährlichkeit darzustellen. Es hängt aber immer wieder davon ab, wie dieses Mittel in das Gameplay integriert ist. Spiele, bei denen es nur um Gewalt geht, damit Gewalt dargestellt werden kann empfinde ich als Beleidigung meines Intellekts (klingt vielleicht hochtrabend, is aber so). Spiele wie Ryse, in denen Gewalt im Zentrum steht und dieser Aspekt das einzige Verkaufsargument, bzw. das einzige Alleinstellungsmerkmal darstellt (jetzt sieht das Töten noch realistischer aus) find ich einfach nur zum Kotzen und jeden der darauf abfährt halte ich für geistig zurückgeblieben. Außerdem fühl ich mich in doppelter Hinsicht verarscht, weil ich als Videospieler durch so einen Schrott angreifbar gemacht werde, von Leuten, für die Videospiele nur Gewaltverrherlichung ist.
Klar, in vielen Spielen gibt es die Möglichkeit einfach so NPCs abzuballern aber macht es das Spiel besser? Wer heute Amok laufen will, der kann bei Left4Dead zigtausend Zombies ummähen.
Es kommt halt wirklich sehr auf das Spiel an. In GTA hab ich auch schon öfters Chaos mit dem Raktetenwerfer gestiftet, aber das auch eher um zu sehen wie viele Autos ich in Kette zur Explosion bringen kann…Stau verursachen und BOOM!:bg:
In den meisten anderen Spielen ist eher das Gegenteil der Fall, da wähle ich eigentlich immer den friedlicheren Weg. Gerade in Rollenspielen…ich schaffs einfach nicht böse zu sein. Ab und zu ist Gewalt als Stilmittel ganz hilfreich, gerade wenn es um die Schurken geht aber es ist nichts was ich unbedingt brauchen würde. Wenn es also wieder Kürzungen gibt im Stil von „man kann in Deutschland keine Gliedmaßen abschießen“ ist mir das eigentlich ziemlich egal…Spiele die eigentlich nur existieren um maßlos gewalttätig zu sein (genau wie bei einigen Filmen) sind da wirklich nicht so meins…da ist mir beim spielen eher unwohl und ich frag mich die ganze Zeit „muss das denn jetzt sein?“
Na ja, wie gesagt, ich bin in der Regel eher ein friedlicher Spieler, auch wenn es digitale Figuren sind:bg:
Erinnert sich noch jemand an Black & White? Da war es auch möglich als böser Gott die Ungläubigen zu beschwören. Einfach mal nen Feuerball werfen oder ein paar Blitze schießen..MANN das würd ich gern als HD-Auflage sehen :bg:
Da war ich aber auch immer brav, gerade in Black and White…viel schlimmer war wenn meine 30m-Kuh das falsche lernte und irgendeinen Unsinn anstellte…man zeigte ihr was…sie glotzt einen freudig an, man hört kurz „möh!“ und schon tritt sie einen Dorfbewohner quer durchs Feld…mein Tempel war immer halb böse obwohl ich alles dafür tat gut zu sein…die KI damals war halt auch noch nicht so der Hammer…
Die Frage ob brutale Videogames Katharisis sind oder zu einer Aggressionsspirale beitragen beschäftigt mich schon lange.
Ich persönlich mag vor allem Beat 'Em Ups und Kampfsport Games. Mich entspannen solche Games und ich meine, dass sie leichtere Aggressionen helfen abzubauen.
Dem gegenüber steht meine Erfahrung mit der Eskalationslust in Spielen wie GTA. Da brennt mir manchmal die Sicherung durch und mir ist das was auf dem Bildschirm passiert immer noch zu lahm und ich würde am liebsten alle Häuser und ganze Heerscharen an Cops in die Luft jagen. Mich stört hierbei dieser Aspekt der mangelnden Befriedigung. Da habe ich dann in der Tat das Gefühl negative Emotionen weiter aufzubauen.
So gesehen kenne ich also beide Thesen aus der Praxis und ich schließe daraus, dass die Art der dargestellten Gewalt in Kombination mit den eigenen Handlungsoptionen im Spiel irgendeinen Einfluss darauf haben, ob Aggression abgebaut oder hochgekocht wird.
Jeder, der ein Ballerspiel spielt, ist ein Amokläufer.
Yeah.
Ich habe einen Penis und bin Vergewaltiger.
Yeah.
Aber Gewalt ist trotzdem was schönes. Bei GTA und diversen anderen Spielen macht man das halt gerne. „BÄM! Headshot, Bitch!“ Natürlich mache ich dasnie. Ich bin ein verantwortungsvoller Mensch und habe nie gerne und immer wieder diese Cops von Need for Speed Most Wanted gerne getötet. Wie könnt ich nur.
Man muss sich halt im klaren sein, dann man da keine realen Menschen abschlachtet. Mir würde im RL niemals in den Sinn kommen, mit meinem 3er BMW 240 inne Tanke zu fahren. Das macht man wenn nur einmal - und das dann aber mit einem lauten Bumm. Graphisch werden Spiele immer realistischer, weswegen es halt auch schwierig ist, das ganze voneinander zu unterscheiden. Türlich, Limbo ist hier die Ausnahme (echt empfehlenswert! Man spielt ein Kind, alles will einen töten und man selber muss sogar über einen See voll mit toten Kindern laufen! Ein Spiel für die gesamte Familie eben!)
Ich weiß. Halt vielleicht weniger mit dem Thema zu tun, als ich ursprünglich wollte. Und vielleicht etwas wirr.
Also früher hab ich GTA 3 vor allem dafür gespielt um mit Autos rumzufahren (was ich bei GTA 5 immer noch gerne mache)
Aber ich muss gestehen das ich auch gerne mal mit dem Panzer andere Autos plattgefahren hab und mir damit Verfolgungsjagden mit der Polizei geliefert
Oder mit der Sniper auf ein Parkhaus gestellt und Leute erschossen weil die anderen Passanten dann immer dazu gekommen sind um zu gucken und dann die nochmals und so weiter..
Ich baller auch gerne bei GTA rum vor allem da in den neueren Teilen die Waffenphysik so toll ist..
Natürlich wirft das kein gutes Bild auf das Medium Videospiele, aber andererseits macht das manchmal nunmahl einfach zu viel Spaß..
Wobei ich in 99 % der Fälle am liebsten im Ego Ansicht durch die Gegend cruise
Selbst als es noch eine Menge Politiker durchsetzen wollten, wäre in deren Erfolgsfall das Verbieten so genannter „Killerspiele“ niemals die richtige effektive Lösung gewesen. Medien, wie hier im Fall PC-und Videospiele, wo man z.B. als ziemlich einziges andere umbringen sollte sind immer genau dafür da gewesen, in der Virtualität einzig und alleine eine Psychopathie nur genau in dieser virtuellen Welt auszuleben, so in Etwa.
Ich bin doch auch nicht dumm genug, mein Leben lang in einem Bundesgefängnis absitzen zu müssen, weshalb ich bei GTA Vice City nur alleine innerhalb dieses Spieles manchmal einfach nur sogar von der Nationalgarde „Aufmerksamkeit“ haben wollte oder meinem Feind bei Mortal Kombat brutal abzuschlachten sowie Monster und übergelaufene Menschen bei Doom abzuschießen.
Hingegen empfinde ich in Wahrheit das Spiel „Frogger“ etwas eher als gewalttätig, ich meine vor rücksichtslosen Menschen bzw Autofahrer sich schützen zu sollen, nur weil man eine Straße überqueren möchte. …
Und was mich angeht…
Ich hab früher in GTA Vice City immer den Panzer Cheat gemacht und bin dann immer aus allen Rohren feuernd durch die Stadt gewalzt.
Aber hab seit Jahren kein GTA mehr gespielt und was andere Spiele angeht…
Gewalt in Maßen ist für mich okay.
Wieso? Hier geht es explizit um Gewalt in Spielen und gehört damit auch in den Allgemeinen Videospielbereich. Viel eher gehört es aber in die Plauderecke. Ich schreib mal unseren Schatten, der das Forum durchflattert an.
Würde ich nicht sagen. Ist doch ein wichtiges Thema. Kein lockeres Plauderthema.
In den Rollenspielen aber mache ich es auch eigentlich immer wie Saradis (Sehr schöner Name^^) es schon gesagt hat. Ich wähle immer den friedlichsten Weg. Weil ich halt auch ein friedlicher Typ bin. Mein Held soll ja auch ein glückliches Ende bekommen.