In Deutschland starben dieses Jahr 250 Menschen bei Badeunfällen, davon 32 Jungen und Mädchen in meinem Alter. Vor allem aber sind es, laut der DLRG (N24), Männer über 50.
Schade finde ich, dass eine solche Demonstration, wie eine, die grade in Berlin stattfindet, stattfinden muss. 180 Boote fahren grade in Berlin über die Spree (darunter auch die DLRG Andernach und die DLRG Boppard), um gegen die voranschreitende Bäderschließung zu demonstrieren. Auch bei uns in der Nähe hat vor 2 oder 3 Jahre ein Bad zugemacht (Nickenich), weswegen bei uns in der DLRG Mendig auch kein Wintertraining stattfindet. Am schlimmsten ist aber, dass Grundschüler dadurch ja nicht mehr richtig oder gar nicht schwimmen lernen können. Schwimmunterricht kann viel bewirken.
Schwimmbäder werden über die Kommunen bezahlt. Die Kommunen beziehen ihr Geld aus Steuereinnahmen. Da in den letzten 10-15 Jahren die Steuern für Unternehmen immer weiter reduziert oder abgeschafft wurden bluten die Kommunen aus. Kein Geld für Schwimmbäder, kein Geld für Schwimmunterricht.
Zumindest freut sich der dumme Bundesbürger darüber, dass die Steuern nicht erhöht werden
Schwimmunterricht sollte meiner Meinung nach eigentlich zur sportlichen Grundausbildung in der Schule gehören. Man sieht häufiger Leute die es nicht wirklich können und sich trotzdem ins tiefe Wasser wagen weil sie sich ja „irgendwie über Wasser halten“ können. Hab ich vor 2 Jahren bei nem Kumpel gesehen der mit schwimmen gehen wollte, auch mehr oder weniger gut mitgezogen ist, dem aber auf der Hälfte die Puste ausging und sich gerade so zu einer Abgrenzungsleine (Badesee) retten konnte.
Man sieht, oft ist es auch Selbstüberschätzung, vorher sieht das nie so weit aus wie es wirklich ist :bg:
Gerade bei älteren Leuten die früher mal fit waren,die Betonung liegt auf waren, kann das sicherlich schnell zum Verhängnis werden…