Interstellar

Fakten:

Kinostart: 6. November 2014
FSK: ab 12
Länge: 2 Stunden 49 Minuten
Regie: Christopher Nolan
Schauspieler: Matthew McConaughey, Anne Hathaway, Jessica Chastain, Michael Caine Casy Affleck, John Lithgow und in einer kleinen Nebenrolle: Matt Damon

Handlung:

Die Erde neigt sich dem Ende zu. Um jedoch das Überleben der Menschheit zu sichern, forschte man an der Theorie von Wurmlöchern und hatte schlussendlich Erfolg. Nun beginnt für ein Team aus Wisschenschaftlern die Reise durch das All nach einem neuen Planeten.

Quelle: moviepilot.de , filmmag.de

//youtu.be/dFM14DoQ3m0

Nachdem ich jetzt schon mehrere Male den Trailer im Kino bestauenen durfte und sich Christopher Nolan dank der Batman Filme und Inception durchaus einen Namen gemacht hat, hat dieser Film durchaus meine Aufmerksamkeit erregt. Hat jemand von euch schon vom Film gehört und plant ihn im Kino zu sehen?

Den Trailer durfte ich jetzt auch schon mehrmals im Kino sehen. Ich muss zugeben, dass ich anfangs nicht viel damit anfangen konnte, weil mir der Trailer nicht wirklich verraten hat, worum es im Film genau gehen wird.
Da ein Freund aber schon erzählt hat, dass er viele gute/interessante Sachen über den Film gelesen hat, ist mein Interesse geweckt. Ich werde aber versuchen mit so wenig Wissen wie möglich in den Film zu gehen und mich dann überraschen lassen.
Also ja, ich werd ihn sehr wahrscheinlich mit Freunden im Kino sehen.

Habe den Trailer gesehen als ich in Guardians of the Galaxy war. Werde ich mir auch auf jedenfall mal anschauen. Ob ich allerdings ins Kino gehe entscheide ich spontan.

Jop! Hat sich heute ergeben. Ich guck ihn direkt am 6.11. im Savoy. Also auf englisch. Passt mir richtig gut, werd mich weiterhin von zu vielen Infos fern halten und bin sehr gespannt, was mich erwartet! Der Film scheint ja im Vorfeld schon von den ein oder anderen gehyped zu werden.

Der ist von Nolan, kein Wunder, dass er gehypt wird :). Ich schaue ihn auch auf jeden Fall, besonders der dritte Trailer verrät meiner Meinung nach, leider zuviel der Story. Hätte ich mich da bloß nicht gespiolert…

Ob der Trailer zu viel verraten hat, weißt du doch aber erst, wenn du den Film gesehen hast.

Zumal der Film auch wahnsinnig lang sein soll(?). Kann mir nicht vorstellen bzw. will es nicht hoffen, dass die etlichen Minuten außerhalb des Trailers so wenig Inhalt haben, dass jetzt schon alles verraten ist.

Ja, fast drei Stunden.

Ich kenne den Film schon seit den 1. Trailer und warte schon seit knapp 10 Monaten auf ihn! Ich liebe nicht nur die Musik (Hans Zimmer rules!) sondern auch die ganze Atmosphäre. Nicht nur die Tatsache, dass die Menschen irgendwann am Rand der Existenz stehen, was ja auch irgendwann durchaus realistisch sein wird, sondern auch die Effekte und das ganze Szenario reizen mich sehr. Ich freue mich schon sehr auf den Film und werde gleich am 6. November mit ein paar Freunden ins Kino gehen :slight_smile:

Edit: Außerdem finde ich es klasse, dass Nolan sich auch sehr über die Theorie der Wurmlöcher informiert hat. Nach meinem Wissensstand hat er sich sogar mit einem berühmten Physiker zusammengesetzt und möglichst realistisch versucht die Wurmlöcher optisch darzustellen ^^

Problem ist in meinen Augen, dass schon mehrere Planeten gezeigt wurden. Davon wusste ich vor Trailer 3 gar nichts => Schonmal 1 Spoiler. Da erzeugten die ersten beiden Trailer mehr Spannung und Ungewissheit.

Stimmt wohl, die ersten Trailer waren ungewisser. Sicherlich eine Marketing Entscheidung weil die breite Masse nichts damit anfangen konnte

Ja, leider. Aber ich hoffe auch viel neues im Kino, daher schaue ich mir nichts mehr dazu an.

Ich komme gerade aus dem Kino und kann sagen, dass ich mit dem Film sehr zufrieden bin. Kann man sich auf jeden Fall trotz der Überlänge ansehen. Großartige Regie. Der Film ist aber trotzdem kein neues Meisterwerk. Muss er auch nicht sein, er nimmt ein auf jeden Fall mit, die Atmosphäre ist überragend und auch so ist das ein typischer Film, bei dem man mit einem Fragezeichen aus dem Kino geht und ewig drüber reden könnte.
Also viel Spaß beim diskutieren, da wird man ellenlange Texte schreiben. Ich verzichte.

Wird auf jeden Fall nochmal auf Blu Ray gekauft. Vorallem, weil ich am Anfang nicht alles verstehen konnte, weil sie in der O-Ton Version teilweise sehr leise geredet und genuschelt haben.

Genau das seh ich ganz anders und das stört mich extrem an dem Film. Was den Unterhaltungswert angeht, kann man Nolan keinen Vorwurf machen. Der Film ist wunderschön, zu keiner Sekunde langweilig und fühlt sich sehr viel kürzer an, als er ist. Auf intellektueller Ebene versagt er aber in meinen Augen total. Wenn man schon soweit geht, nahezu alles irgendwie mit kompliziertem Physik-Geblubber erklären zu wollen, dann muss man das auch so machen, dass man dem als Zuschauer irgendwie folgen kann.

Hier allerdings konnte ich vor allem im späteren Verlauf des Films nichtmal ansatzweise nachvollziehen, was da gerade passiert, worüber da diskutiert wird und warum eigentlich. Und das sage ich als Naturwissenschaftler. Das letzte Drittel des Films hätte ich auch mit chinesischer Synchro gucken können und hätte genauso viel verstanden. Das hat mich unglaublich frustriert und das Gefühl wurde ich dann auch nach dem Film nicht los. Wenn man nicht zumindest halbwegs verständlich erklären kann, was da passiert, dann muss man es eben sein lassen und die Bilder kommentarlos ihre Wirkung entfalten lassen (siehe 2001 - Odyssee im Weltraum), das hätte mir dann wesentlich besser gefallen. Sehr schade um das verschenkte Potential.

Vielleicht war das eher das Problem.
Ich hätte auch kein Fragezeichen am Ende gebraucht, aber für mich war das trotzdem nicht die Schwäche des Films, da fallen mir eher andere Sachen ein, wie die nicht ganz so starken Charaktere (meiner Meinung nach).
Es ist nicht so, dass ich gar keine Idee von dem hatte, was da erzählt wurde, aber ich hatte auch nicht das nötige Fachwissen, um wirklich zu versuchen alles zu verstehen. Ich glaube auch nicht, dass Nolan jemals das Ziel hatte dem Zuschauer alles durch und durch physikalisch zu erläutern. Ich hatte als Zuschauer zum großen Teil das Gefühl, dass das meiste nicht völlig aus dem Nichts gegriffen war, sondern irgendwie Hand und Fuß hatte. Das reicht mir und mehr wollte er sicherlich auch nicht. Das Ende war mir allerdings auch zu abgefreakt, da hab ich dann gar nicht mehr versucht mir zu überlegen, ob sowas in Zukunft theoretisch wirklich wahr sein könnte.

Vielleicht bist du einfach mit falschen Erwartungen an den Film gegangen. Ich persönlich hatte gar keine Erwartungen, hab nur den einen Teaser vorher gesehen und wusste dementsprechend wenig über den Film. Der Versuch das ganze physikalisch darzustellen fand ich spannend und interessant, dass da nicht alles realistisch erklärt und deutlich dargestellt werden kann, war mir aber von Anfang an klar.

Erwartungen hatte ich gar keine, da ich außer den Trailern auch nichts über den Film wusste. Und ich habe sicher nicht erwartet, dass man mir da Sachen wie Quantenmechanik und Relativität so erklärt, dass ich es verstehe, das ist vollkommen unmöglich.

Aber man muss die Dinge zumindest so erläutern, dass man die Handlungen der Figuren nachvollziehen kann. Selbst wenn die Erklärung totaler Schwachsinn ist.

[SPOILER]Die Erklärung zu dem Wurmloch zum Beispiel war sehr schön nachvollziehbar, auch wenn sie aus einem anderen Film geklaut ist. Ich weiß ja auch nicht, ob das so stimmt, aber es war zumindest im Kontext des Films eine befriedigende Erklärung dafür, warum die damit in andere Galaxien reisen können.

Auch die Sache mit der Zeitdehnung auf dem Planeten fand ich ok. Den physikalischen Erklärungen dazu bin ich überhaupt nicht gefolgt, wahrscheinlich war es auch totaler Quatsch, aber ich konnte zumindest verstehen, warum die so schnell wie möglich wieder von dem Planeten runter wollten und warum dann plötzlich 23 Jahre vergangen waren, als sie zurückkamen. Mehr verlange ich ja gar nicht.

Aber bei dem kompletten Rest des Films hat man sich gar nicht erst die Mühe gemacht, nachvollziehbar zu erklären, was da eigentlich passiert. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt eine Idee, was diese offenbar so wichtige Formel eigentlich genau machen soll und wofür die die unbedingt brauchen und warum die Lösung des Professors nicht funktionierte. Oder wie das schwarze Loch jetzt bei der Lösung des Problems hilft (ok, quantenmechanische Daten, meinetwegen). Oder warum Cooper in der Lage war, hochkomplexe quantenmechanische Daten mittels Morsecode (WTF?) zu übermitteln und was das am Ende überhaupt gebracht hat. Das war alles so frustrierend.

Und dann ist Nolan leider wieder komplett die Hollywood-Klischee-Schiene gefahren, wo Cooper dann natürlich doch noch gerade rechtzeitig vor ihrem Tod zu seiner Tochter zurückkehrt, die als Heldin und Retterin der Menschheit verehrt wird. Ist an sich ok, aber ich hätte doch gerne irgendwie verstanden, wie es dann dazu kam. So wirkte das einfach wie ein dahingeklatschter Hollywood-Epilog.[/SPOILER]

Meines Wissens nach wurde mit dem Physiker, der auch den Roman geschrieben hat (?) bis ins Detail zusammengearbeitet, sodass alles adäquat sein sollte. Selbst das schwarze Loch sieht so aus, wie es laut Einstein tatsächlich aussehen sollte.

Alles klar, dann kann ich dich schon verstehen. Ich hab ja auch geschrieben, dass mir das Ende zu abgedreht gewesen ist. Aber bei dir klang es erst so, als wäre es durch und durch in dem Film so gewesen, dass er mit den Erklärungen versagt. Und das fand ich eben nicht. Die letzte halbe Stunde (ich hab zwar nicht auf die Uhr geguckt, aber so fühlte es sich jedenfalls an) war ziemlicher Käse was das angeht, aber das hat für mich nicht den ganzen Film zerstört.
Ein paar meiner Freunde und ich mussten zum Ende hin aber schon häufiger mal lachen, weil das so bescheuert war und den Film irgendwie nicht so rund abgeschlossen hat, wie es hätte sein können.
Genauso wie

der mittlere Teil mit Matt Damon. Den hätte man auch komplett streichen können, das hat den Film gefühlt kein Stück voran gebracht.

Aber was soll’s. Der Film hat mir wie gesagt trotzdem Spaß gemacht. Den Kinogang wird man auf jeden Fall nicht bereuen, denk ich.

Der Film basiert auf keinem Roman, aber Kip Thorne hat als Berater mitgearbeitet. Und ob das jetzt alles physikalisch korrekt ist, ist für mich eher zweitrangig. Das Problem ist, dass es alles nicht gut genug erläutert wird, um der Handlung vernünftig folgen zu können.

Stimmt, den Teil hatte ich falsch in Erinnerung. Wikipedia bezeichnet ihn übrigens sogar als Executive Producer.

Das ist natürlich ein Problem. Auf der anderen Seite stellt sich aber natürlich die Frage, wie man einen so komplexen Stoff in einem Film vermitteln kann und möchte und wer das Zielpublikum ist. Du bist doch studierter Naturwissenschaftler, wenn ich mich recht entsinne? Finde ich persönlich dann schon recht problematisch, wenn du sagst, dass du dem nicht folgen konntest.