„Star“-Anwalt Jack Thompson schlägt erneut zu. Als Co-Autor eines Gesetzesentwurf gegen Video- und Computerspiele kommt er nach dem Vergleich Gamer = Auftragskiller wieder in die Schlagzeilen, hier die News:
Die wenig zimperlichen Aussagen des Anwalts Jack Thompson, seines Zeichens überzeugter Kämpfer gegen die vermeintlich verderblichen Einflüsse von Video- und Computerspielen, sind längst auch jenseits der USA wohlbekannt. Nach seiner jüngsten verbalen Gleichsetzung von Videospieler mit Auftragskillern kommt es nun aber noch dicker: Als Ko-Autor hat er nun einen Anti-Game-Gesetzentwurf mitformuliert, der vom Senat von Lousiana inzwischen mit 35 zu 0 Stimmen einstimmig angenommen wurde und nun zur Unterschrift der Gouvaneurin von Louisiana Kathleen Blanco vorgelegt wird.
Unterschreibt sie, was angesichts des einstimmigen Votums und der jüngsten Kritik an Videospielen erwartet wird, wird in Lousiana der Verleih und Verkauf von Spielen illegal sein, wenn diese drei Bedingungen erfüllen. Dabei wird Bedingung Eins bereits erfüllt, sobald eine durchschnittliche Person von einem Game den Eindruck haben kann, das hier mittels Gewaltdarstellung die niederen Instinkte von Minderjährigen angesprochen werden sollen. Zweitens muss die Art der Gewaltdarstellung über das hinausgehen, was in etwa dem allgemeinen Durchschnitt in diesem Bereich entspricht. Vermittelt das Spiel dem Minderjährigen dann zudem auch keinerlei wertvolle Inhalte, z.B. künstlerischer, politischer oder wissenschaftlicher Natur, dann ist es soweit: Es drohen Strafen zwischen 100$ und 2000$ und schlimmer noch Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr. Die Entertainment Software Association erwartet, dass die ersten Klagen auf Basis dieses Gesetzes sehr schnell folgen werden.
Bereits letzten Freitag war in Minnesota ein weiteres Anti-Game-Gesetz verabschiedet worden, nach dem Minderjährige für den Versuch, Spiele mit Mature- und Adult-Only-Ratings zu kaufen, mit einer Geldstrafe von 25$ belegt werden und das Gamestores zwingt, entsprechende Warnhinweise in ihren Läden anzubringen.
Quelle - Gamezone
In einem Land in dem man nicht erwarten kann das Kaffee heiß ist, man seine Hand unter einen eingeschalteten Rasenmäher hält wenns nicht ausdrücklich verboten wurde und man Hunde versucht in der Mikrowelle zu trocknen appelliert man also ans subjektive Empfinden der Leute. Wie kann man solche Gesetze überhaupt halten? Muss der Verkäufer ja nur sagen er findet es nicht brutal…naja hoffen wir auf viele Klagen.