Ich denke mal die meisten von uns sind noch nicht berufstätig und stecken in irgendeiner Form noch im Lernen. Sei es in der Schule, während der Ausbildung oder im Studium: Irgendwie muss das Wissen in die Birne und im Idealfall auch wieder heraus, wenn’s gebraucht wird. Doch wie stellt man das am besten an?
Vielleicht hat einer von euch ja ein paar coole Lerntipps auf Lager, die euch beim Lernen geholfen haben!
Ich selbst nutze zum Beispiel die App Phase 6, welche es mehr oder weniger seit kurzem für Smartphones, allerdings auch schon länger für PC gibt. Phase 6 ist im Grunde nichts anderes als Karteikarten-Lernen. Wurde die richtige Antwort gewusst, wandert die Karte in die nächste Phase. War die Antwort falsch, wird sie wieder hinten angestellt und taucht solange wieder auf, bis sie sich in die Hirnwindungen eingebrannt hat. Sinn und Zweck der Sache ist, dass man nur die Sachen wiederholt, die man noch nicht beherrscht. Das Praktische an der App ist, dass ich immer mal in Bus und Bahn reinzappen und so die Minuten sinnvoll nutzen kann, die ich sonst nur absitzen würde.
Kommt drauf an, was für eine Art von Lernen man braucht: Stichwort „Bulimie-Lernen“ (also viiiiiiiiel Stoff in den Kopf rein und den dann zu einem bestimmten Zeitpunkt raushauen) oder ob es langfristig drin bleiben soll…
Ich für meinen Teil hab mich immer frühzeitig hingehockt und hab jeden Tag kleinere Teile gelernt und die alten dabei immerwieder wiederholt. Ich bin damit immer recht gut gefahren, weil ich das „auf kurze Zeit viel Lernen“ immer nicht gekonnt hab. Ich hab dafür immer mehr Zeit gebracht.
Joa und ansonsten haben mir „Rituale“ immer ganz gut geholfen. Ich bin immer im Zimmer auf und ab gegangen beim lernen. Weiß von anderen, die es ähnlich gemacht haben (eine ist z.B. immer ums Haus gelatscht…). Außerdem sollte man für sich die beste Tageszeit zum Lernen rausfinden. Ich war immer vormittags am aufnahmefähigsten. Meine Freundin hingegen bringt Abends am meisten rein. Ist immer unterschiedlich.
Regelmäßige Pausen waren für mich auch immer ganz hilfreich. Die allerdings am besten nicht mit Fernsehen, zocken, Internet surfen verbringen, sondern am Besten an die frische Luft und Bewegung.
Ich hab während meiner gesamten Schullaufbahn nur einmal nicht nur am Abend davor gelernt und das war für meine Abiprüfungen. Bei beidem hilft für mich immer am meisten mir 'nen „Spicker“ zu schreiben: Allen Stoff geordnet und so kompackt wie möglich aufschreiben und den dann zum lernen benutzen (in die Klausur kommt das Ding selbstverständlich nicht). Das ganze mit dem visuellen, taktilen oder auditorischen Lernen gilt ja mittlerweile als widerlegt, aber ich kann mir Sachen auf jeden Fall besser merken, wenn ich sie mir ein paar mal aufschreibe.
Also ich schreibe immer so eine Art Zusammenfassungszettel, wo halt immer alles wichtige draufsteht und ansonsten bin ich auch der „Mechaniker“, also von der Hand geht das Wissen am besten in den Kopf. Zur Not wird auch ein Zettel mehrmals geschrieben, damit er in den Kopf kommt.
Von diesen Karteikarten lernen halte ich persönlich nicht so viel, da dies ja nur stures auswendig lernen ist. Könnte auch immer kotzen, wenn Leute nur auswendig lernen, aber die Grundgedanken nicht verstanden haben etc. (Zum Beispiel bei Formel, wie man zu diesen kommt). Liegt aber wohl daran, dass die ganzen Aufgaben, wo man einfach nur wie ein Papagei nachplappern muss, mir eh nicht gefallen und in meinen Fachgebieten eher seltener vorkommt. Sowas fällt für mich in die Kategorie unnützes Wissen und kann jeder 10jährige mit Internet auch erlangen.
So läufts zumindest meistens ab. Wobei meine Zusammenfassungen je nach Zeitdruck mehr oder weniger umfangreich ausfallen - manchmal notiere ich mir gleich nur Sachen, die ich nicht verstehe. Für mich ist es aber immer sehr wichtig mit den verfügbaren Unterlagen (Skripte, Bücher, eigene Aufzeichnungen) aktiv zu arbeiten. Habe mir zudem vor einiger Zeit ein Whiteboard zugelegt, das ich vor allem verwende, wenn ich irgendwelche Dinge nicht verstehe. Finds irgendwie schöner solche Probleme dann groß vor mir zu haben anstatt nur auf nem „kleinen“ Papier.
Ansonsten halte ich es auch wie Sepp und laufe gerne herum (manchmal mit Zettel, manchmal ohne). Nur am Schreibtisch sitzen kann ich nicht (auch ein Grund fürs Whiteboard).
Mit was ich dagegen immer noch wenig anfangen kann: Digitale Aufzeichnungen. Ich hab zwar n Tablet und lern damit von Zeit zu Zeit auch im Zug, weil ich mir bei meinen weiteren Wegen ganz gerne erspare alles mitzuschleppen. Doch zu Hause steige ich Konsequent auf Papier um. Auch schreibe ich Zusammenfassungen/Formelsammlungen nie auf dem PC, sondern immer handschriftlich - finde so merkt man sich das alles besser.
Es gibt ziemlich viele Lerntheorien die behaupten, zu Lernendes kann dann besser behalten werden, wenn der Stoff durch möglichst viele Sinnesorgane verarbeitet wird. Deshalb ist es nützlich Gesprochenes zumindest visuell, z.B. mit einer Mind-Map, zu unterstützen.
Mich würde jedoch mal interessieren, wer diese Theorie widerlegt haben soll.
Jap, einfach im Zimmmer auf und ab gehen. In der Regel lag der Zettel auf dem Schreibtisch und ich hab das gelernte dann laut vor mich hin gesagt. Hab mir auf die Art und Weise in ca. 1,5 Monaten an die 300 Word Seiten gegeben und auch ganz gut drin behalten. Hab halt früh genug angefangen, jeden Tag ein bisschen und wichtig (zumindest bei mir) immer wiederholt.
Weils hier so oft genannt wurde: zusammengefasst habe ich auch alles. Ich kann das, was ich selbst geschrieben hab, einfach wesentlich besser lernen. Das ist zwar enorm zeitintensiv, aber für mich hat es sich auf jeden Fall rentiert. Ich hab eigtl auch alles mit der Hand zusammengefasst. Allerdings stand für meine Prüfung dann noch so viel aus, dass ich damit nicht fertig geworden wäre. Bin dann übergegangen das ganze auf dem PC abzutippen und hab dann vom Bildschirm gelernt. Bin nach wie vor der Meinung, dass man handschriftlich besser lernt, aber zur Not geht es auch in digitaler Form.
Druck hat mir nie gut getan… Hab zum lernen immer Zeit gebraucht. War für eine Klausur in der Regel auch immer 1-2 Tage vorher fertig und hab nich dann vor der Prüfung darauf konzentriert, alles nochmal zu wiederholen.
Mich würde übrigens auch interessieren, wer das Lernen über möglichst viele Sinneskanäle widerlegt hat… Klar, Handelndes Lernen (also direkt in der Situation anwenden) ist noch besser, aber für theoretischen Stoff ist das meiner Ansicht nach immer noch das beste.
Falls man Wörtchen lernt, sollte man die Wörter vom Radio, oder was auch immer, aufnehmen lassen und sie beim Schlafen abspielen. So gehen sie schneller in den Kopf hinein.
Bei mir ist es eigentlich ähnlich wie beim Heldengeist, ich hab da einfach ein Motivationsproblem. Was das noch gestärkt hat war das meine Noten meistens gar nicht so schlecht waren da ich für Fächer in denen ich lernen musste Fächer hatte in denen ich nix tun musste und die Noten trotzdem gut waren.
Hab dieses Jahr mein Abi an der FOS nachgeholt. Meistens war es dann immer so dass ich den Tag vor der Kurzarbeit oder der Schulaufgabe um 10 Uhr Abend mit dem Lernen begonnen hab. Da hab ich immer mein Konzentrationsmaximum, sonst kann ich mich auf keine Sache 5 Minuten konzentrieren, außer Mathe wenn ich da einmal dran bin steiger ich mich irgendwie immer mehr rein. Besonders 1:1 auswendig lernen fällt mir extrem schwer, Sachen bei denen es ums verstehen geht dafür irgendwie umso leichter. Bestes Beispiel ist hier wohl Psychologie stimmte da nicht die Definition 1:1 gabs Abzug.