Auf jeder Familienfeier das gleiche: „Ach, es war wie gestern, da warst du noch so klein. Und das eine mal, auf Opas 60. Geburtstag, da hast vor versammelter Mannschaft in den Blumenkübel gestrullert. War das niedlich“.* Na gut, nicht alle Kindheitsgeschichten sind derart peinlich. Aber es soll hier auch garnicht da drum gehen, was andere euch berichten. Denn:
Was sind eure frühesten Erinnerungen? Und wie alt ward ihr da?
Bei mir:
Mein Opa irgendwo gaaaanz weit oben auf einem metallenen Gestell, ich ganz weit unten bei meinem Papa auf dem Arm.
Als ich das mal einige Jahre später angesprochen habe ergab sich: Opa war da auf einer Skisprungschanze (nur Besichtigung!), ich war da 1,5 Jahre alt.
Ka wie alt ich da war 3 oder 4. Neben dem Haus wo wir wohnten ist unser Hausarzt und daneben eine Wiese wo kleine Tannenbäume gepflanzt waren für Weihnachten. Jedenfalls hab ich die Spitzen mit der Schere abgeschnitten und deshalb haben die alle eine Doppelspitze bekommen. Wenn ich jetzt zum Hausarzt fahre steht da heute noch die ein oder andere 10-15m Tanne mit einer Doppelspitze.
Meine früheste Erinnerung ist die, dass wir in unsere neue Wohnung umgezogen sind, ich unter einen Türrahmen gekrabbelt bin und mich da hingesetzt habe. Da war ich knapp 1 Jahr. an die Kindergartenzeit kann ich mich stellenweise auch noch gut erinnern. Ist schon wahnsinn sowas
Im Kindergarten, als ich drei Jahre alt war, gab es da einen fünfjährigen, schwarzhaarigen Junge. Ach ja, und er hatte eine Art „Schwänzchen“ hinten am Kopf, also aus Haaren. Der war immer voll gemein und hat mich geschubst… Noch heute assoziere ich solche Schwänzchen mit ihm.
Puh dass ist jetzt schon sehr lange her ( etwa 46 Jahre ). So etwa mit 3-4 Jahren hatte ich ständig beim meinem Opa auf dem Schoß gesessen und ihm stundenlang beim Zeichnen zugesehen. Seine Hauptmotive waren Pferde und Bilder von Untertage (Steinkohlebergbau). Dabei erzählte er mir ständig Geschichten von seiner Arbeit im Bergwerk. Es ist mir deshalb so in Erinnerung geblieben, da er als ich ungefähr 5 war, an Staublunge starb. Um das zu verarbeiten hab ich da angefangen zu zeichnen und mir vorgestellt, dass mein Opa mir von oben zuschaut und so nahe bei mir ist.
Am liebsten erinnere ich mich noch an die Geschichte im Schwimmbad. Da war ich 6 oder so…
Meine Mum drückt mir nen 10,00er Schein in die Hand (sie hatte leider kein 1,00 Mark mehr) und sagt: „Komm, kauf dir doch ein paar Schnüre“.
Ich also zum Kiosk und den Schein aufn Tresen gelegt: „Apfelschnüre bitte“.
Gleich fängt die Frau an, die Dose zu öffnen und ein paar Schnüre abzuzählen =>
5, 10, 15, 20, 35, 50, 78, 82, 92, 100.
Dann drückt sie mir ein überdimensionales Gebilde an grünen Apfelschnüren in die Hand und lässt mich abdampfen. Ich, völlig verduzt, werf mir den riesigen Strang über den Arm und tiger zu meiner Mutter auf die Liegewiese.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie die ganzen Kinder mich angeglozt haben O____o
Als ich dann bei meiner Mum angekommen bin, hats erst mal nen mega Anschiss gegeben, was mir denn einfällt, mir für die ganzen 10,00 Mark Schnüre zu kaufen!!!