Kriegstreiberei oder "Wer sich der Vergangenheit nicht erinnert....."

Um mögliche Diffamierungen zu vermeiden (zweiter Versuch) wurde dieser Text überarbeitet.

Vor 100 Jahren brach der erste Weltkrieg aus und Politiker in aller Welt bekunden ihre Anteilnahme am geschichtlichen Geschehen und mahnen ob der zahlreichen Toten vor leichtfertigen Kriegen. Auf der anderen Seite haben wir aber, und ganz besonders wir Deutschen, Politiker in Amt und Würden, die nicht davor zurückschrecken politische Probleme mit bewaffneten Einsätzen lösen zu wollen. So ist Bundespräsident Gauck in letzter Zeit auf Tour und sucht Unterstützung für deutsche Militäreinsätze, da sich Deutschland in Konflikten mehr engagieren soll vor allem im militärischen Bereich. Gauck nennt hier die „Verteidigung der Menschenrechte“ als einen Grund für Kampfeinsätze, auch wenn es sich dabei um Angriffskriege handeln würde, die laut Grundgesetzt (allein die Teilnahme an einem solchen) verboten sind. Doch wie viel Gewicht dieses Gesetzt hat, hat der Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan gezeigt. Hier wurde ein Angriffskrieg von Seiten der USA geführt und deutsche Truppen ins Land geholt, obwohl dieser Krieg noch im Gange war (ein Banner mit Mission Accomplished beendet noch keinen Krieg), laut Regierung nur für humintäre Zwecke und zur Ausbildung von Sicherheitspersonal.

In zeitlicher Nähe zum 100. Weltkriegsausbruchstages treffen sich die Vertreter von Bundeswehr, Wirtschaft und Politik, um über den nächsten Militärhaushalt zu sprechen und um über den Kauf von Kampfdrohnen abzustimmen, mit denen man von weither auf Knopfdruck Menschen umbringen kann. Hohe Vertreter des Militärs rechtfertigen den geplanten Kauf mit einer „Alle anderen machen es auch“ Aussage und auch wenn Frau Von-der-Leyen beteuert, dass es sich nicht um „Killer-Drohnen“ handelt, so können diese doch ohne weiteres mit Waffen aufgerüstet werden.

Zieht man diese, wie ich finde, beunruhigenden Entwicklungen in einen Kontext mit den Ereignissen in der Ukraine und Ost-Ukraine, so muss ich mir die Frage stellen ob unsere Politiker hier nicht bewusst auf einen bewaffneten Konflikt zusteuern, auch wenn der Großteil der Deutschen einen solchen ablehnen würde. Doch stellt sich hier die Frage - Wie lange noch? Zeigt die Krise in der Ukraine nicht, dass die alten Ressentiments, wie sie auch schon früher vorhanden waren, noch immer da sind?

Wo sind die Politiker, die bei Konflikten Krieg als allerletze Option sehen bzw. Willens sind auf diplomatischen Wege Konflikte zu schlichten? 100 Jahre erster Weltkrieg und oftmals hab ich das Gefühl, als hätten die Menschen nichts daraus gelernt.

Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wer hier gleich ankommt und das wieder als Quatsch abtut, dann am besten noch das Video von Steinmeier posten, der hat schließlich immer Recht, vorallem wenn er laut ist.
Eigentlich passt das Thema auch zu Nachrichten - Gott und die Welt, aber da das eine wichtige Sache ist und vielleicht auch gute Diskussionen zustande kommen können, lassen wir das einfach mal so laufen.

Joa, was soll man noch zu dem hinzufügen, was du geschrieben hast? Ich geb dir nämlich völlig Recht, das ist aber nicht nur ein aktuelles Problem, sondern die Entwicklung war schon lange im Gange und da wollten das viele auch nicht hören, die Merkel ist schließlich die beste Kanzlerin, die wir je hatten und wenn Leute sagen, dass die großen Nachrichtendienste Propaganda machen, dann sind die, die das sagen die Propagandamenschen, yeah.
Es gibt auch einige Politiker, die das Problem bereits angesprochen haben, Gysi beispielsweise und Gauck wurde auch von mehreren politischen Seiten für sein Vorgehen kritisiert, aber hat sich irgendwas geändert? Leider noch nicht.
Ich frage mich wirklich, was die Lösung für das Problem ist, bzw. ob das überhaupt gelöst wird, bevor irgendwas eskaliert, darauf wollen viele schließlich hinaus, also wie verhindert man sowas?
Ich glaube die Zahl der Skeptiker ist in den letzten Wochen gestiegen, aber reichen tut skeptisch sein noch lange nicht.

Ich bin mir nicht sicher, ob ein Nintendo-Forum der rechte Ort ist, linkspropagandistisch aktiv zu werden.

Über Politik reden - da bin ich bei dir. Durch pseudointellektuelle Texte Sympathisanten für bedenklich extreme Ideologien werben… nein danke!

Extremismus - egal welcher Art - ist wider Vernunft.

Daher mein dringender Aufruf an die Mods, dieses Thema zu schließen.

Da stimme ich dir vollkommen zu. Extremismus ist immer bescheuert und falsch, egal von welcher Seite. Ich wüsste jetzt aber nicht, wo Gaius oder ich zu irgendwelchen extremistischen Ideologien aufgerufen haben sollten.
Ein Problem wurde angesprochen - das übrigens auch schon von Politikern und öffentlichen Personen angesprochen wurde, die nicht links sind - und ich hab nach einer möglichen Lösung gefragt, damit meine ich sicher keinen Extremismus, das ist für mich nämlich auch keine Lösung.

Ich denke man kann das Thema vernünftig diskutieren ohne krankhaft für eine Seite zu werben. Vielleicht kriegen wir’s ja am Ende hin Links, Rechts und Mitte zu vergessen und einfach einen Kreis zu ziehen. Denn es geht politisch in den letzten Wochen/Monaten sehr deutlich in diese Richtung, dafür muss man nicht links sein, um das zu sehen.

Dein Beitrag, Monoton, war auch nicht primär gemeint.

Die Linksideologie ist klar zu erkennen. Das ist das 1x1 der Rhetorik, das schon in der Schule gelehrt wird.

Beispielsweise wird hier direkt einjeder diffamiert, der die Sache differenzierter oder einfach anders betrachten könnte und zwar indem er als Bild-Leser betitelt wird. Deutschland wird gleich als Land der Kriegstreiber verunglimpft und sowieso sind ja doch „intelligenzfremde Militärs“ mitschuldig. Wir sind also gleichzeitig irgendwie auch ein Militärstaat. Dazu erinnert sich wieder keiner der Vergangenheit, also dem Nazitum. Eigentlich fehlt hier nur das übliche offene Gebashe gegen den Kapitalismus. Sehr gut versteckt.
Die ganzen rhetorischen Figuren - Chapeau Gaius - muss ich wohl nicht aufzählen.

Selbstredend kann man hier über Politik und auch diese zweifelhaften Strategien der Bundesregierung diskutieren, aber nicht nach einem solchen Eröffnungspost.

Der Beitrag bleibt höchst bedenklich.

@mumm:
Da es mir hier nicht darum geht für irgendeine Idiologie gestütze Politik zu werben, und mir auch etwas der Hals geschwollen war beim Schreiben, habe ich deine Kritik berücksichtigt und den Text neu geschrieben.

So kommen wir zusammen :slight_smile: Danke.

Politik ist ein emotionales Thema und das ist auch gut so.

Bei diesem ganzen debatieren über Kriegsdrohnen muss ich immer wieder daran denken, wie ich im laufe der Jahre immer schräg angeguckt wurde, weil ich Videospiele spiele. Auch Kriegsspiele, bei denen man auf Knopfdruck digitale Gegner tötet. Haben wir jetzt den Punkt erreicht, an dem Töten nur noch eine Art Spiel ist? Erinnert mich so ein bisschen an den Film „Toys“ mit Robin Williams. Da wird aus einer Spielzeugfabrik kurzer Hand ein Militärlager und Kindern wird am Computer das Steuern von Militärgeräten beigebracht. Für jeden getöteten Feind gab es 100 Punkte.

Ich werd mich der Diskussion nicht wirklich anschließen aber ich find es sehr sehr scheinheilig von dir, Gaius, den Eröffnungspost zu verändern. Dass du en linkes Drecksschwein bist, weiß man, wenn man sich ein bisschen über Politik mit dir unterhält. Das soll jetzt keine Beleidigung oder sonstwas sein, wir verstehen uns ja auch sonst sehr gut (Halo-Sessions etc) aber ich kann diese, sag sag gern „Linkerrei“ langsam nicht mehr sehen. Das hat nicht unbedingt mit dir zu tun aber diese Haltung die viele hier in Deutschland annehmen find ich allmählich nicht mehr in Ordnung. Da muss ich auch für meinen Teil zugeben eher rechte und konservative Ansichten angenommen zu haben aber du deklarierst klare „Feindbilder“ und verurteilst Politiker und Menschen die eben nicht deine Ansicht teilen sondern einen eigenen Standpunkt haben.

Und das möcht ich noch hinzufügen: Nur weil man gewisse nationale oder patriotische Gedanken hat und man sich durch gewisse Dinge von Immigranten und Zugezogenen gestört oder angegriffen fühlt, auf Gründe brauche ich nicht einzugehen, ist man nicht direkt ein Nazi. Ein bisschen rechts, ist auch nicht verkehrt. Aber dass da gleich die Gleichsetzung mit gewissen Bart- und Scheitelträgern beginnt, ist imo sowieso ein großes Problem in unserer Gesellschaft :ar:

Ich möchte jetzt auch niemanden im Forum auf Grund seiner Herkunft anmachen, zwei meiner ebsten Freunde stammen aus anderen Ländern. Traditionserhaltung ist auch vollkommen erwünscht aber viele nehmen sich arg was raus. Wenn Deutschland so scheiße ist, solln se wieder in die Türkei oder nach Russland oder wo auch immer se hergekommen sind weils hier Arbeit und Aussicht auf ein besseres Leben gab/gibt..

Hab mal eine Dokumentation gesehen in der ein Ausbilder erklärte dass man die Steuerungssysteme dieser Drohnen absichtlich hier und da Game-Controllern anpasse damit Soldaten, die als junge Erwachsene i.d.R. Erfahrungen mit Videospielen besitzen, schneller damit zurechtkommen. Ob dies wirklich der Realität entspricht weiß ich nicht aber Sinn macht es schon (aus „rein militärischer“ Sicht).

Ansonsten finde ich es aber richtig dass in Drohnen investiert wird. Drohnen stellen nun mal einen Teil der militärischen Ausrüstung von morgen dar. Anstatt darauf zu verzichten, sollten Soldaten hinsichtlich dieser neuen Technologien geschult werden (besonders auch in ethischer Hinsicht). Denn um diese Entwicklung kommt man früher oder später nicht drum herum. Es kommt da noch einiges auf die Gesellschaft zu (Stichwort „Robotisierung des Militärs“). Damit muss man sich kritisch auseinandersetzen aber ein Boykott ist m.M.n. auf Dauer wenig sinnvoll.

Ich möchte nurmal richtig stellen, dass Afghanistan kein Angriffskrieg war. Es war ein Verteidigungskrieg und Deutschland musste laut Artikel 5 der Nato Charta beistand leisten. Deutschland hat und wird sich nicht an Angriffskriegen beteiligen > siehe Irak, Lybien, Syrien, etc. etc.

Dann muss ich es verpasst haben, als das afghanische Militär in den USA einmarschiert ist. Diese blöden Medien! Die haben doch total verpasst, darüber zu berichten. Sarkasmus

Nope, Angriffskrieg der USA.

Ansonsten teile ich auch Gaius Meinung im Eröffnungspost (dem neuen) und weiß nicht, wie man darüber groß anders denken kann (es sei denn man ist vom ARD und ZDF manipuliert).
Fakt ist: In unserem Grundgesetz steht, wir dürfen uns an keinem Angriffskrieg beteiligen. Fakt ist, Deutschland beteiligt sich an solchen schon seit Jahrzehnten. Generell komme ich mir manchmal so vor, wir wären der Schoßhund der USA.
Meine Meinung: Abrüstung hin zu einem stehenden Verteidigungsheer (und damit ist Inlandsverteidigung gemeint). Deutsche Soldaten sollten nur noch in Auslandseinsätzen kämpfen, wenn sie einen blauen Helm tragen (wobei selbst das nicht mehr viel heißt).

An der grundlegenden Diskussion will ich mich nicht beteiligen, möchte aber klarstellen, dass Rowdy Recht hat. Der Angriff fand 9/11 nicht von afghanischer Seite, sondern vom Taliban-Regime statt. Feine Differenzierung! Durch diesen Terrorakt wurden die USA und auch die Bündnisparter in einen Verteidigungskrieg (Enduring Freedom) gezwungen, der per Definition eigentlich gar kein Krieg ist, da hier keine Nationen als Konfliktparteien stehen.
Und somit hat Rowdy wiederum Recht, dass wir laut NATO-Charta verpflichtet sind, unseren Verbündeten, wozu auch die USA zählen, beizustehen. Das Zauberwort hier heißt Bündnisfall.

Abrüstung bis hin zu einem stehenden Heer für die Inlandsverteidigung? Das kann unmöglich eine ernsthafte Forderung von dir sein. Für Inlandseinsätze ist ausschließlich die Polizei zuständig - da hat das Militär nichts zu suchen. Und ein stehendes Heer dafür… ist denn in jüngster Zukunft ein Bürgerkrieg oder sowas geplant?
Polizei = Inland
Bundeswehr = Ausland

Zu behaupten, man sei ARD und ZDF manipuliert, wenn man etwas anderes glaubt, ist wohl kaum dein Ernst, Garo, oder? :wink: Welche Medien zeigen zeigen dir denn wertungsneutraler die Geschehnisse, als die, die gesetzlich zu größtmöglicher Wertungsneutralität verpflichtet sind?

Da ich wenig Zeit hab und nicht in Verschwörungstheorien verfallen will, konzentriere ich mich nur mal auf diesen Abschnitt.
ARD und ZDF (eigentlich generell die öffentlich-rechtlichen) sind von der Regierung gelenkte Propagandamaschinerien. Das sieht man besonders schön bei der Berichterstattung in der Bulgarien-Krise, die einseitiger nicht hätte sein können, oder gar dreiste Lügen verbreitete (wie dasVideo, in der angeblich prorussische Seperatisten einen Armeehubschrauber abschossen, was aber ein altes Video aus dem Syrienkonflikt war). Medien sollte man generell aber nicht bedingungslos glauben, sondern seine Informationen aus mehreren Quellen beziehen, diese abwiegen und sich eine eigene Meinung bilden. Wenn du aber weiter der Tagesschau treu bleiben willst, dann mach das doch.

Von Propagandamaschinerien der Regierung zu sprechen, ist schon… sagen wir, die Aussage wirkt im Zweifel nicht ganz wohl durchdacht.
Dass man Medien, auch der ARD und dem ZDF, nicht bedingungslos Vertrauen schenken darf, erzähle ich meinen Schülern ständig, sobald es um Medienkompetenz geht. Dass gerade aber die öffentlich-rechtlichen Sender per Gesetz verpflichtet sind, nach bestem Wissen und Gewissen (auch die bekommen ihr Material von irgendjemandem), wertneutral zu berichten und ihren Bildungsauftrag zu erfüllen, ist nunmal nicht von der Hand zu weisen. Wir reden hier nicht von der Bildzeitung, dem Stern oder dem Spiegel.
Aber ich gebe dir natürlich Recht, dass zusätzliche Quellen nicht schaden, solange man die Intention des Autors mitliest und herausfiltert/neutralisiert.

Wenn bestimmte Artikel verfälscht werden, bzw. gelogen wird, um Feinde der Regierung (zur Zeit Russland) in ein schlechtes Licht zu rücken, dann sehe ich das als Propaganda. Klar, sind sonstige Nachrichten wie Bild und Spiegel in anderen Bereichen verwerflich, das macht die tagesschau aber auch nicht besser.

Da ist wieder diese Linkerrei..

Da muss ich Garo zustimmen. Ist ja wunderbar, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, aber bedeutet das automatisch, dass man sich daran hält? Es ist nichts neues, dass man sich bei der Tagesschau gerne mal an Videoaufnahmen bedient, die schon einige Jahre alt sind und eigentlich in einem anderen Kontext stehen, um irgendeine Aussage zu untermauern.
Logisch ist der Begriff „Propagandamaschienen“ ziemlich überspitzt, aber natürlich ist man wieder ein Verschwörungstheoretiker, wenn man nicht an unsere „freien“ Medien glaubt.
Ich kann schon verstehen, warum du vielen Meinungen hier kritisch gegenüber stehst, mumm, aber die Meinung „was ARD und ZDF zeigen muss stimmen!“ ist mindestens genauso kritisch, würde ich vielleicht mal überdenken. Aber sowas ist immer schwer, wenn man eine feste Meinung hat.
Hand auf’s Herz, ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemals irgendwo Medien geben wird, die total wertungsfrei berichten. Menschen haben immer eine bestimmte Meinung, bekommen immer Geld von irgendwo geboten und werden wenigstens unterbewusst versuchen ihre Wertung in die Berichterstattung einzubringen. Magazine wie Compact oder deutsche Facebookseite von „Anonymus“ berichten auch nur einseitig, selbst, wenn sie das immer kritisieren.

Witzig, dass du verurteilst, dass man sofort als Nazi hingestellt wird, wenn man patriotistische Ansichten hat, aber gleichzeitig kommt von dir hier nur irgendeine Scheiße mit „ihr Dreckslinken!“, wenn jemand eine andere Meinung hat als du. Reiß dich mal zusammen und bring wenigstens Argumente, statt so ein Blödsinn von dir zu geben, nur weil jemand linkere Ansichten hat heißt das nicht, dass er gleich links ist und schon gar nicht, dass er deswegen im schwarzen Block steht.
Facepalm

Ich sehe keinen Link. :slight_smile:
Aber im Ernst, Medien sind gesteuert und manipulieren. Punkt.
Das tuen sie auch bei der Krise in der Ukraine. Eine mehrseitige Beleuchtung der Geschehnisse findet de Facto nicht statt. Deshalb ist es manipulativ, es wird einen eine Besichtungsseite aufgezwungen.