Lebensmittelskandale

Viele werden jetzt denken „Boah, ist der langsam! Die Pferde in der Lasagne sind doch schon paar Wochen her!“, aber das ist jetzt pure Absicht :wink: Denn ich will von euch wissen, ob sich auch jetzt noch, wo der Medienrummel abgeklungen ist, etwas bei euch geändert hat!

Falls es einer nicht mitbekommen hat: in diversen Lebensmitteln, hauptsächlich Fertigkram wie Lasagne & Co. aus dem Kühlregal, wurde Pferdefleisch gefunden, obwohl nur Rind/Schwein auf der Verpackung stand. Als ob das nicht schon genug wäre, wurden die Pferde teilweise noch mit Medikamenten vollgepumpt, die natürlich beim Verzehr auch auf den Menschen übergehen könnten.

Aaaaalso:

Habt ihr eure Essgewohnheiten geändert?

Und habt ihr damals bei Rinderwahn, Schweinepest und Vogelgrippe auch irgendwas geändert?

Bei mir: Ich habe - jetzt beim Pferdeproblem - die erste Zeit lang nichts mehr davon gekauft. Interessanterweise lagen bei uns im Supermarkt in der Angebotsecke häufig etwas aus den verdächten Lebensmittelkategorien. So langsam lässt das aber auch wieder nach, und ich hätte mal wieder voll Bock auf ne Lassagne!

Bei den andern Themen war mir das ziemlich egal.

Pferd an sich bringt niemanden um. Klar muss drin sein, was auch drauf steht. Aber schädlich ist das für niemanden und darüber ist die ganze Aufregung absolut übertrieben und von den Medien aufgebauscht.

Wenn natürlich Medikamente und ungesunde Stoffe mit im Spiel sind, sieht die Sache etwas anderes aus.

Wieso dann nicht mal selbst machen? :bg: Ich meine, klar… Man weiß auch nicht was alles im Hackfleisch ist, aber selbstgemacht schmeckt doch bekanntlich immer am Besten.

@topic
Ich sehe es so wie Shiek. Die Medien machen ständig einen Hype um nichts. Ich lasse mich davon gar nicht mehr beeinflussen. Heutzutage ist sowieso alles verseucht. Wie sonst könnte man diese Massen produzieren, die heute benötigt werden? Es ist schlichtweg nicht möglich. Und da wir, als Konsumenten, es immer billiger haben wollen, müssen wir gezwungenermaßen mit Konsequenzen rechnen.

Habt ihr eure Essgewohnheiten geändert?

Nein. Zumindest nicht so, dass ich auf etwas verzichtet habe. Eher im Gegenteil. Das ständige Gerede über Lasagne hat mich nämlich erst wieder darauf gebracht, mal wieder ne Lasagne zu kaufen. Die Gute vom LIDL. Auch die angebliche Entdeckung von Pferdefleisch im Döner & Co. hat mich nicht davon abgehalten mir in der selben Woche gleich zwei Gyrosteller zu bestellen. schulterzuck

Und habt ihr damals bei Rinderwahn, Schweinepest und Vogelgrippe auch irgendwas geändert?

Bei BSE bin ich mir nicht mehr sicher. Bei H5N1 und H1N1 haben wir hier in der Wohngemeinschaft wesentlich öfter, wenn auch nicht vollständig auf das jeweilige Fleisch verzichtet.

Ich hab gar nichts verändert. Warum auch?
Ich lass mich da von den Medien eigentlich eher selten beeinflussen, da wird so viel Quatsch erzählt, das ist unglaublich.
Wenn man mir aber sagen würde, dass irgendein Fleisch im Moment schwer vergiftet ist.. gut, dann verzichte ich vermutlich wirklich darauf. Auch, wenn das Fleisch so schon normalerweise in keinem guten Zustand ist.
Da sehe ich es nämlich wie Hakahori. Die Konsumenten wollen immer alles möglichst billig haben und dann auch noch möglichst viel. Aber dann noch Qualität verlangen? Bitte was? Wie stellt man sich das vor?
Wenn man Qualität will, dann wird man entweder selber Bauer oder geht zum Bauer seines Vertrauens, der seinen Tieren nur gesundes gibt und keine Massenhaltung hat. Ansonsten sollte man nicht zu viel von Lebensmitteln erwarten.

Ich hab 2 Jahre für die Lebensmittelinspektion gearbeitet und was ich dort gelernt habe war - 1 Monat nach dem aufgeflogenen Skandal (damals BSE) kannst du das ohne bedenken kaufen, denn es ist im Preis gefallen und das bestkontrollierteste Lebensmittel aktuell.

Bei mir setzt aber seit einigen Jahren eine generelle Veränderung ein. Ich versuch immer mehr „Fertiggerichte“ (ich zähl da mal fertigewürztes Grillfleisch dazu, z.B.) zu vermeiden, immer mehr selber zu machen. Im Alltag geht das sehr oft nicht, dafür an WE und freien Tagen kommen dann so tolle Sachen wie Nudelmaschine in Verwendung (schonmal Lasagne mit eigenen Nudelplatten gemacht? Das schmeckt so geil, das kannst du mit gekauften Teigblätter nicht vergleichen, da sind wirklich Welten dazwischen)
Auch legen wir uns dieses Jahr Hochbeete zu um Tomaten und ähnliches anzupflanzen (http://www.tomatensamen.at/ - es ist erstaunlich wieviele Tomatensorten es gibt). Also es findet bei mir/uns schon ein umdenken statt und eine Umsetzung ebenfalls (oft redet man ja nur und macht nix), denn Tomaten testweise hatten wir schon in Blumenbeete, mit dem Ergebnis, daß unser Kater alle angeknabbert hat und jetzt im ganzen Garten irgendwo wild Tomaten wachsen.

Ich koche eigentlich auch gerne selber. Fertiggerichte esse ich eigentlich fast nie.. außer Pizza.
Ist halt blöd, dass man nicht immer so viel Zeit dafür hat. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich später, wenn ich dann fertig studiert habe und arbeite, trotzdem Zeit dafür hab. Schmeckt nicht nur besser, sondern macht auch Spaß.

die Medien hypen es mal kurz, aber das eigentliche Problem wird nicht behoben, nur die Symptome mit Verboten und Regeln (mehr oder weniger erfolgreich) bekämpft.
Wär denkt denn wirklich genau über seine Ernährung nach? Alles muss schnell und billig sein, so wird es uns verkauft. Das geht halt nicht wenn man Tiere ordentlich hält. Wir gehen alle nur in den Supermarkt und konsumieren ohne darüber nachzudenken…

Da ist schon was dran, insofern bin ich eigentlich „froh“ über die Skandale, weil es durchaus dazu anregen kann, daß die Leute mal nachdenken.

Ist bei Lasagne aber SEHR viel Aufwand. Manchmal muss es eben schell gehen :wink: Und abgesehen davon schmeckt es ja auch anders. Ich gehe auch so ca. einmal im Quartal zu McDonalds oder Burger King, obwohl der Burger vom hiesigen Dönermann rational gesehen besser ist. Manchmal hat man einfach Bock auf sowas… halt wie nen Trash-Movie-Abend!

Das ist richtig, manche Lasagne haben einen eigenen Geschmack, den man (sofern man das wirklich mag) nicht missen möchte.

Andererseits. Eine Lasagne, mit eigenen Teigblatten, frische pürierte Tomaten für die Sauce, einen Schuß guten Rotwein, mit etwas Zuckermais und frischen Paprika verfeinert, ungarisches Paprikapulver, Kräuter aus dem Garten, selbstgemachte Bechamelsauce mit Muskatnuss verfeinert, Hack vom Fleischer und Guten Käse oben drauf, das ganze in einem Webergrill gebacken - und jetzt geh ich den Boden aufwischen, denn wenn ich bloß daran denke krieg ich Speichelfluß in Donaudimension :smiley:
(und schon weiß ich, was ich am Wochenende kochen werde)

Gemeinster Post bisher.

Da ich nicht selbst koche, hatte ich da gar nicht so viel Entscheidungsfreiheit. Meine Mutter, welche in unserem Haushalt für das Essen zuständig ist, hat zumindest zum Großteil auf Fertiggerichte, die Rinder- oder Schweinefleisch enthalten verzichten, da Pferdefleisch sie ekelt. Mir selbst würde das eigentlich nichts ausmachen, solange es nicht gerade ein mit Schmerzmittel vollgepumptes Pferd war.

Auch bei Rinderwahn, Schweinepest und Vogelgrippe habe ich überhaupt nicht darauf geachtet.

Ich liebe Pferd. Verstehe die Aufregung nicht. Zunal pferdefleisch ja eigentlich gesuender waere und biliger als Rind.
Hatte erst vor kurzem bei der Neujahrsfeier feine rohe Pferdefleischscheiben <3 was fuer ein Genuss.

Bei den wenigsten Skandalen/Krankheiten hab ich gross reagiert. Maximal etwas zurueckgefahren, aber nicht verzichtet.
Da wird einfach zu viel aufgebauscht..

War bei Pferd nicht auch das große Problem, dass sich Reste von Antibiotika im Fleisch befinden könnten? Mal abgesehen davon, dass da nix von Pferd auf der Verpackung steht hätte ich wahrscheinlich auch kein Problem damit.

Ich hatte den Eindruck, dass das nur nebenbei mal erwähnt wurde. Die meisten haben sich wirklich darüber aufgeregt, dass Pferd drin war, es aber nicht draufstand. Frage mich immer noch, was daran so schlimm ist. Antibiotika ist natürlich eine andere Sache, aber das ist so oder so nicht mehr kontrollierbar. Alles was man heute isst, kann verseucht sein. Man müsste schon selbst wieder anbauen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Und selbst dann kannst du nicht einschätzen wie evtl Erde oder Futter „kontaminiert“ sind.

Tja da bin ich zum Glück fein raus. Ich bin nämlich Vegetarier und die ganzen Fleischskandale interessieren mich nicht die Bohne. Trotzdem finde ich es eigentlich auch egal ob es nun Pferd oder Rind ist…
Man kann doch sowieso nicht genau kontrollieren was man isst. Außer man pflanzt es selber an.

Es ist deshalb nicht egal, weil es sich da wohl auch u.a. um Rennpferde gehandelt hat, die allen möglichen entzündungshemmenden Kram etc.verabreicht bekommen haben.

Ja wegen dem Zeug ist es natürlich nicht egal. Aber wir können sowieso nicht genau vnachprüfen was wir alles in uns reinstopfen…