n der Diskussion um gewaltthematisierende Computerspiele, auch „Killerspiele“ genannt, wird häufig das Argument gebracht, dass Killerspiel-Spieler gegenüber realer Gewalt abstumpfen. Eine neue Studie widerlegt nun dieses Argument.
Bei der Studie der Universität Bremen wurde 22 Probanden zunächst virtuelle Gewalt und anschließend reale Gewalt gezeigt. Dabei wurden die Aktivitäten in den einzelnen Gehirnregionen gemessen.
Es zeigte sich, dass virtuelle Gewalt völlig andere Gehirnregionen anregt als reale Gewalt. Die Forscher schließen daraus, dass Intensivspieler fiktives und reales Geschehen deutlich unterscheiden und die virtuelle Gewalt nicht auf die Wirklichkeit übertragen wird.
das ist ja das lustige an studien, die eine studie sagt das aus und die andere genau das gegenteil und am ende gibts dann noch eine studie die darüber handelt wieviele studien pro und wieviele kontra zum thema stehen.
Frontal21 ist ja sowieso der letzte Witz, wenn es um „Killerspiele“ geht. Ich überlege nur gerade, ob deren anderen Beiträge genauso „gut“ recherchiert sind
die sind auch nich besser recherchiert total meinungsmache und hetzkampagne im öffentlich rechtlichen, kennt man sonst nur von der bildzeitung. bei der wird man aber wenigstens nicht gezwungen sie zu kaufen.
Original von RazeLaserbolt
Na immerhin ist es ne Studie… bei Frontal21 hab ich immer das Gefühl, dass nur die Meinung von Ilse J. aus K. gefragt ist.
Was solche „Studien“ anbelangt zitiere ich jetzt Cheryl K. Olson von der Harvard-Universety:
Mit Verlaub, aber die meisten Studien zum Thema sind Müll. Sie werden von Psychologen durchgeführt, die keine Ahnung von Videospielen haben und Menschen in einer künstlichen Umgebung 15 Minuten Games spielen und vergleichen lassen. Eine Viertelstunde! In der Zeit habe ich gerade mal die verdammte Steuerung verinnerlicht. Meistens werden Extreme gegenübergestellt. Wie ein Egoshooter und ein Adventure wie „Myst“, bei dem gar nichts passiert. Kein Wunder, dass herauskommt, Shooter würden eher die Aggression fördern. Außerdem wird die meiste Forschung von Institutionen finanziert, die ein bestimmtes Resultat zu Tage fördern möchten. Unsere Arbeit wurde von einem Republikaner aus dem Justizministerium initiiert, der gerne gesehen hätte, dass „GTA“ Jugendliche gefährdet.
Ich glaub wir müssen hier nicht darüber reden das die deutschen Studien von Klugscheißern gemacht wurden die auf dem gebiet der Videospiele keine Ahnung von Tuten und Blasen haben.
Cheryl Olson ist aber auch nicht wirklich ernst zu nehmen und macht sich in meinen Augen mehr lächerlich als das sie seriös wirkt… Die Frau versucht mit solchen Aussagen nur, ihre eigene Studie in ein besseres Licht zu rücken bzw. besser als alle anderen dastehen zu lassen.
Schon ihre Aussage, dass Nichtspieler über weniger Sozialkompetenz verfügen als Spieler, ist in meinen Augen der größte Witz dieses Jahres. :ar:
Wobei diese Studie hier ja auch nichts neues zeigt. Das bei Gewalt in Spielen andere Hirnregionen stimuliert werden als bei realer Gewalt ist doch schon lange bekannt. Wobei, 22 Versuchspersonen, dazu noch alle männlich, sind jetzt auch wieder nicht unglaublich repräsentativ. Irgendwie wieder nicht mehr als ein kleiner Puzzlestein für das Gesamtbild…
Die Frage ist nur für welches Gesamtbild? Eine konstruktive Auseinandersetzung ist von deutscher Seite her nicht zu erwarten. Schade das es niemanden gibt der mit diesem Thema mal klaren Tisch macht. Populismus ist aber in der Politik weit verbreitet. In gewisser Weise kann ich dann doch wieder Leute verstehen die sagen, dass sie es schade finden das der Geist der RAF nicht mehr existent ist. Es waren zwar alles Spinner, Kriminelle und Mörder aber mit einem hatten sie Recht:
Das System stinkt und Handlungsbedarf ist notwendig. Ob nun im Hinblick auf festgefahrene Ansichten zum Thema Videospiele und die Bevormundung der Bürger durch den Staat oder in Hinblick auf die Unmoral der Politiker/Vorstände etc. in dieser Zeit.
Original von Rene
Die Frage ist nur für welches Gesamtbild? Eine konstruktive Auseinandersetzung ist von deutscher Seite her nicht zu erwarten.
Für das Gesamtbild derjenigen, die sich wirklich auch dafür interessiert und es zumindest halbwegs objektiv zu sehen versuchen. Also etwa 1% der Deutschen…
Vermutlich kann man das aber auch international so sehen. Hinter solchen Studien (nur als Beispiel, um beim Thema zu bleiben) steht ja wirklich in den allermeisten Fällen ein Auftraggeber, der eben ein gewisses Ergebnis erwartet. Und genau das bekommt er letzendlich auch, er hat ja immerhin dafür bezahlt. Der Rest bleibt dann fast immer auf der Strecke. Sicher, in Deutschland ist es sehr extrem, gerade mit Blick auf die Killerspiele, aber wir sind da kein Einzelfall, vermutlich eher die Regel. In den USA sind es dann eben vermeintliche Sexszenen (Mass Effekt, lol), in anderen Ländern dann Glückspiel in Videospielen etc…
Das ist ein großes Problem, vor allem da sich die meisten fast blind auf die Massenmedien wie Fernsehen und Zeitung verlassen (am besten dann auch nur der Lieblingssender und die Stammzeitung) und sich dann auch noch kompetent informiert fühlen. Nachfragen tun ja die wenigsten. Dabei hätten wir doch gerade heute mit dem Internet die Möglichkeit, auch mal nachzuforschen.
Das alleine wäre ja aber noch nicht ganz so dramatisch, höchstens traurig. Wenn dann aber selbst die öffentlich rechtlichen Medien eine Berichterstattung an den Tag legen, die jedem auch nur halbwegs informiertem Menschen die Schuhe auszieht, wird es gefährlich.
Was will man machen, so war es leider schon immer…
Original von Glamatus
Was will man machen, so war es leider schon immer…
Wie heißt es da nicht so schön aktuell: Lass die Leute reden und hör ihnen nicht, die meisten Leute haben garnichts besseres zu tun. Usw. usw. Diese „Resultate“ wären ja nicht so ärgerlich, gäbe es eine zweite Fraktion in diesem Geplänkel um Erziehung und Verantwortung. Ist ja leider nun mal so das wir hier vor Gericht ohne Verteidiger stehen.
Vielleicht, nur vielleicht, bringt da ja jetzt die Wii und der DS einen gewissen Umschwung. Eins der großen Probleme ist ja, der Großteil kennt genau zwei Standpunkte… Eine Mutter kennt mir viel Glück noch Tetris, sieht dann aber auf der anderen Seite völlig aus dem Kontext gerissene Bilder von „Killerspielen“ in den Medien, möglichst brutal aufbereitet. Ganz ehrlich, da wüsste ich auch nicht was ich denken soll.
Wenn jetzt aber im Zuge der vielen Casual-Games auch die Mutter, der Opa und die Tante mal ein Gamepad in die Hand nehmen, verstehen sie vielleicht eher wie Videospiele funktionieren. Das Problem ist ja, man kann ein Medium niemals durch ein anderes ausdrücken. Das geht immer voll daneben. Aber wenn man selbst mal gespielt hat, dann ist der Sprung zum verstehen eines Ego-Shooters nicht mehr ganz so weit. Videospiele rücken mehr ins öffnetliche Interesse und das positiv. Das könnte in der Diskussion zu einem Vorteil werden.
Wie gesagt, das ist jetzt nur reine Spekulation, aber die Hoffnung besteht immerhin.
Sicher, die Hoffnung besteht. Allerdings gilt das Gleiche auch fürs Lesen. Die meisten Leute hätten es bitter nötig. Aber bei den Meisten hilft wohl auch das Medium Fernsehen (Dokus etc.) nicht wirklich weiter. Es muss halt der Wille da sein, bzw. die geistige Kapazität. Es wäre zu wünschen wenn bezüglich der Aufklärung im Objektiven jemand in die Presche springen würde.
Original von Uni Bremen
…Forscher schließen daraus, dass Intensivspieler fiktives und reales Geschehen deutlich unterscheiden und die virtuelle Gewalt nicht auf die Wirklichkeit übertragen wird…
Breaking News!!!
Als hätte man es nicht vorher schon gewusst dass das nicht auf die Realität projezierbar ist. Beim Puppenspiel wird man genau so gewaltbereit wie beimFPS-Spiel. Man sollte die Ursachen für brutale Gewaltverbrechen beim Menschen selbst suchen.
„Glaube keiner Statistik (Studie), die Du nicht selbst gefälscht hast…“
Nun ich glaube das 22 Mann auch nicht gerade ausreichen um eine These zu belegen.
Pyschologie immer als Wissenschaft hingestellt wird. Es kann meiner Meinung nach keine Wissenschaft sein, da sie nicht auf die Naturgesetze basiert.
Ich glaube auch das Ergebnisse (dieser oder anderen Studien) nicht auf alle Menschen gleich ausgelegt werden können, da spielen zu viele Faktoren rein, wie Umfeld, Elternhaus, Erziehung und so weiter und so fort.
„Ballerspiele“ spiele ich auch gerne, aber manchmal muss ich mich schon fragen warum bei einigen Spielen diese extreme Gewaltdarstellung sein muss.
Original von Captain Pickert
Ich glaube auch das Ergebnisse (dieser oder anderen Studien) nicht auf alle Menschen gleich ausgelegt werden können, da spielen zu viele Faktoren rein, wie Umfeld, Elternhaus, Erziehung und so weiter und so fort.
Ganz genau! Und genau diese Faktoren werden mit solchen „Studien“ ausgeklammert. Da vergewaltigt/bestiehlt/verprügelt ein Kind andere Kinder weil es Videospiele spielt und eben NICHT weil die Eltern unfähig sind/sozial schwach/selber Kriminell etc.
Seit heute gilt ja auch in Deutschland das überarbeitete Jugendschutzgesetz. Es soll Kinder und Jugendliche besser vor medialen Gewaltdarstellungen schützen. HIER EIN LINK dazu. Ich persönlich finde das neue Gesetz zum „Verbot von Killerspielen“ gelinde gesagt Blödsinn…Vorallem weil der Jugendschutz Kriminologen und Innenministern überlassen wird.
„Manchmal bin ich ganz froh das ich schon so alt bin und das hier alles nicht mehr lange mitmachen muss…“
Original von Captain Pickert
„Manchmal bin ich ganz froh das ich schon so alt bin und das hier alles nicht mehr lange mitmachen muss…“
Wieso nicht mehr mitmachen muss? Hier geht es doch darum einer Gruppe etwas zu verbieten damit eine andere Gruppe die mit dem Verbotenen nichts zu tun haben darf nicht vom dem was nun letztendlich verboten wurde betroffen wird. Anders ausgedrückt: Damit ein Kind keine Pornos in die Hände bekommt wird den Vidoetheken gesetzlich vorgeschrieben die abgesonderten Pornokeller, in die man eh nur kommt wenn man vom Personal reingelassen wird und dementsprechend Volljährig ist, abzuschaffen. Meine Definition von Bevormundung.
[quote]Original von Uni Bremen
…Forscher schließen daraus, dass Intensivspieler fiktives und reales Geschehen deutlich unterscheiden und die virtuelle Gewalt nicht auf die Wirklichkeit übertragen wird…
Breaking News!!!
Als hätte man es nicht vorher schon gewusst dass das nicht auf die Realität projezierbar ist. Beim Puppenspiel wird man genau so gewaltbereit wie beimFPS-Spiel. Man sollte die Ursachen für brutale Gewaltverbrechen beim Menschen selbst suchen.[/quote]
…sagt einer , der in der Vergangenheit solche Sätze abgelassen hat.
Ausser man versteht unter Hardcorespielern wortwörtlich Spieler die nur 18er-Titel spielen. Violence, Gore & Blood.
Nach Iwatas aktuellsten Aussagen werde ich auch in Zukunft mit 1A-Titeln bedient. Wahrscheinlich bin ich eben nicht der typische M$-Kunde. Männlich, 30… HALT! Ich bin männlich, 30…
…etc.
Was doch so ein GTA für eine Änderung des Meschen/Meinungsbildes veranlassen kann… :rib:
Aber was interessiert mich mein blödes Geschwätz von gestern , nicht wahr ?
Das Problem bei diesen Studien ist doch , daß alle irgendwo Recht haben. Deswegen ist das Thema auch so kompliziert.
Es gibt eben einige , die können mit dem Medium nicht umgehen und diese muss man schützen.
Solange dies aber nur halbherzig von Statten geht und die Falschen bestraft werden , wird sich an der Gesamtsituation wenig ändern.
Original von Gonzo
Was doch so ein GTA für eine Änderung des Meschen/Meinungsbildes veranlassen kann… :rib:
Erstens hat das eine doch überhaupt nichts mit dem anderen zu tun und zweitens spiele ich GTA seit der PSX. Kommt noch dazu dass ich GTA auch ohne Blut spielen würde. Aber was interessiert mich dein blödes Geschwätz?
Original von Gonzo
Das Problem bei diesen Studien ist doch , daß alle irgendwo Recht haben. Deswegen ist das Thema auch so kompliziert.
Es gibt eben einige , die können mit dem Medium nicht umgehen und diese muss man schützen.
Solange dies aber nur halbherzig von Statten geht und die Falschen bestraft werden , wird sich an der Gesamtsituation wenig ändern.
Ich bin da vollkommen deiner Meinung, nur leider wird man niemals Gesetze schaffen können, die dem Hans das spielen von FPS verbietet, während sich Fritz damit die Zeit vertreiben darf. Früherkennung und Kontrolle durch die Eltern oder den gesetzlichen Vertreter sind hier sehr wichtig. Auch Bekannte, Verwandte, Freunde etc. sollten sich nicht scheuen einen psychisch labilen Menschen auf seine Probleme anzusprechen und ihm zu helfen. Sei es nun durch Gespräche, fürsorglichen Freiheitsentzug oder andere Massnahmen.