Neue Studie - Gefundenes Fressen für Killerspiele-Gegner?

Hallo allerseits!

Bin auf folgenden Bericht gestoßen:

Machen brutale Videospiele aggressiv? Dieser Frage wollten die Wissenschaftler der Universität Pierre-Mendès (Frankreich) in Zusammenarbeit mit der Universität Ohio State (USA) und der Universität Hohenheim (Deutschland) anhand eines Experiments beantworten. Drei Tage spielten 70 Test-Personen entweder brutale Videospiele, Call of Duty: Modern Warfare 3 und Condemned 2, oder gewaltfreie Spiele, DiRT und Pure.

Jede Testperson musste 20 Minuten spielen, danach wurde ihnen eine Geschichte vorgelesen. Die Probanden wurden aufgefordert Lösungsvorschläge für das Ende dieser Geschichte zu geben. Die Personen, die zuvor die gewalttätigen Spiele gespielt hatten, gaben die radikaleren Antworten als die Rennspiel-Gruppe.

Danach wurde ihnen gesagt, dass sie mit einem anderen Spieler konkurrieren, der sich in einem anderen Raum aufhält. Wer zuerst ein bestimmtes Bild sieht, hat gewonnen und kann den anderen Spieler ein lautes, unangenehmes Signal schicken, das dieser dann über seine Kopfhörer hört. Diese Vorgehensweise entstammt dem berühmten „Milgram-Experiment“. Eine zweite Person, die gefoltert wurde, gab es natürlich nicht, auch nicht beim neuen Videospiel-Experiment.

Die „Gewalt-Gruppe“ zeigte auch hier ein aggressives Verhalten und bestrafte das vermeintliche Opfer härter als die „Rennspiel-Gruppe“. Zu den Ergebnissen sagte Brad Bushman von der Ohio State Universität, dass es wohl Langzeitfolgen durch das Spielen von brutalen Videospielen geben könnte. Er verglich das Spielen von brutalen Videospielen mit dem Zigaretten-Konsum:„Das Rauchen einer Zigarette verursacht noch keinen Lungenkrebs. Raucht man hingegen öfters, steigt das Risiko einer Erkrankung. Einen ähnlichen Effekt hat das Spielen von gewalttätigen Videospielen.“

Quelle: playstationfront.de

Ich würde das ganz gern erstmal kommentarlos in die Runde schmeißen und gucken was passiert :wink:

Das Militär benutzt nicht umsonst solche Spiele um die Hemschwelle herabzusenken. Mit solchen Spielen kann man aber keine Leute umbringen, das geht nur mit echten Waffen. :wink:

Was mich ein wenig wundert/ich nicht verstehe: Wie kann man denn jemanden „besonders hart“ strafen? „Wer zuerst ein bestimmtes Bild sieht, schickt dem anderen ein lautes Geräusch“. Also ich würde auch versuchen das laute Geräusch zu vermeiden und es ist ja nicht so, dass man irgendwie die Lautstärke bestimmen kann oder die Häufigkeit.

Außerdem wäre interessant zu wissen, was genau das für Probanten waren bzw. mit welchem Hintergrund die dort erscheinen. Sind die Call of Duty Leute reine Ego-Shooter Spieler? Was machen die sonst so? Oder andersrum: Sind die Rennspiele-Spieler einfach nur Rennsportfans, oder spielen die auch anderes? Ich finde das Ergebnis, was einem hier präsentiert wird, irgendwie schwammig…

Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast, selbe zählt für Studien.

Es gibt zu allen möglichen so viele Studien und meistens auch genau soviele Gegenstudien.

Wie ein Mensch ist hängt am Ende immer durch seine Erziehung, sein Umfeld und sein psychischen Zustand zusammen. Nicht durch irgendwelche Spiele, Filme oder sonst was.

Wie aussagekräfti ist ein Studie mit 70 Probanden schon? Und Studien haben auch die Angwohnheit so ausgerichtet zu werden, dass sie auch das erwartete Ergebnis liefern. Hätten die Killerspiel-Probanden z. B. stattdessen vorher ne Runde Monopoly o. ä. gespielt (was einen schön auf die Palme bringt), wäre es vielleicht sogar auffälliger gewesen mitm Bestrafen der anderen. Sollen Ego-Shooter nicht sogar eher konzentrationsfördernd wirken? Laut einer anderen Studie natürlich…

Und ich stimme Tiago & lavars zu: Es hängt von den einzelnen Testpersonen ab und da gibt´s einfach zu viele Variablen, die da mitspielen.

Genau meine Meinung. :knuffel:

Ausserdem ist es doch hinlänglich bekannt, dass man das Gemüt eines Menschen kurzfristig beeinflussen kann und zwar in verschiedene Richtungen.
Wenn ich mies drauf bin und mich meine Hunde durch ihr Geblödel zum Lachen bringen, dann bin ich die Zeit danach auch einfach entspannter.

Wenn ich zum 10. Mal bei Mensch-Ärger-Dich-Nicht abgezogen wurde bin ich auch aggressiver als normal.

Und dass es nur „womöglich“ eine Langzeitwirkung gibt, sagen sie ja selber.

Ich bin auch der Meinung, dass es am Ende immer auf den Menschen, der spielt, ankommt.

Also ich glaube schon, dass Spiele, Filme etc einen gewissen Einfluss haben. Immerhin stumpft man ja ein Stück weit ab mit dem was man sieht (wenn Bösewichte in nem Actionfilm abgeschossen werden stört das doch kaum noch). Nichtsdestotrotz muss das noch lange nicht bedeuten, dass ich aggressiv werde! :smiley:

Nur hat das eine nichts mit dem andren zu tun.
Mediale abstumpfung gibt es sicher aber fiction und realität ist ganz was andres. Mein ich kenne Leute die schauen sich Splatterfilme an wie andre Nachrichten aber wenn se richtiges Blut sehen kriegen sie nen halben koller :smiley:

Klar können Medien einfluss haben aber dann stimmt es an ganz andrer stelle nicht. Wenns im Kopf nicht mehr passt könnte selbst ein auf den Boden gefallenes Butterbrot ein Auslöser sein.

Ich persönlich halte von solche Studien nichts, ich kenne viele Leute die Shooter Spiele zum Stress Abbau nutzen und überhaupt nicht aggressiv sind. Solche Leute wurden in der Studie wahrscheinlich nicht beachtet…

Gab es nicht auch schon Studien, die das Gegenteil bewiesen haben? Ich glaube nicht jeder dahergelaufenen Studie.

Und wie schon andere erwähnt haben - Mario Kart kann mich genauso aggressiv machen, wenn ich ständig verliere.