Gute Sache hin oder her. Teilweise gehen mir die EU-Regulierungen aber dann doch auf den Keks, weil sie Einschränkungen mit sich bringen.
Hätte die EU etwas früher einen einheitlichen Ladeanschluss gewollt, hätten wir jetzt womöglich überall Micro USB verbaut. Jetzt ist erstmal USB-C eingelockt, kommt irgendwann was technisch besseres, können Unternehmen nicht einfach switchen, der Wechsel zu einem neuen Standard wird dann durch die EU behindert.
Bei einem leicht wechselbaren Akku kommt wird es auch zu Einschränkungen im Hardware-Design kommen. Heute sind elektronische Geräte, gerade Smartphones und Tablets, dünn und wasserdicht. Ein wechselbarer Akku wird beides erschweren. Akku-Design kann sich heute an die innenliegende Hardware anpassen, es sind selten einfache Formen wie Rechtecke, die Akkus haben oft deutlich mehr Ecken und Kanten, um den verfügbaren Platz im gerät voll auszuschöpfen. Wenn ein Gerät nun leicht zu öffnen sein muss, wird Wasserdichtigkeit deutlich erschwert, ein Akku muss zudem ggf. wieder einfachere Formen haben und ggf. zusätzliche Schutzhüllen haben. In einem faltbaren Smartphone dürften die Akkus auch zur Stabilität beitragen, weil die Hälften so extrem dünn sein müssen. Was anderes als Verkleben macht da wenig Sinn. Ich frage mich daher, was man unter leicht austauschbar verstehen darf?! Apple nutzt inzwischen Klebepads mit Zwei Stromabschlüssen: Legt man da Spannung an, erwärmt sich das Klebepad und lässt sich leicht lösen. Aber vorher muss man trotzdem erstmal das Display rausnehmen.
Mittlerweile führen EU-Regulierungen auch dazu, dass bestimmte Software-Features erst gar nicht oder verspätet in die EU kommen. Wir können unser iPhone z.B. noch immer nicht auf einen Mac spiegeln und von da steuern…