Schule ist ein interessanter Ort. Ich durfte dabei lernen, was es denn nicht für Parteien gibt. Na? Politikgelaber vom Goldi? Wundert mich auch. Bin auch auf Drogen.
Jedenfalls möchte ich hier mit Euch auf einem angemessenen Niveau über Politik reden.
Ich selber habe nicht viel mit Politik am Hut - wie denn auch, ich bin 15, hab weder einen hauptamtlichen Job, noch Wahlrecht und so schnell wird sich das auch nicht ändern.
Die einzige Partei, über die ich sprechen kann, ist die Alternative für Deutschland. (P.A.: )
Ich wundere mich echt, dass eine Partei, die sich selber nicht als rechts bezeichnet, so viele rechte Züge aufweisen kann. Klar, mit der NSDAP möchte ich die jetzt nicht vergleichen, aber dass die 4,9 % bei der letzten Bundestagswahl geschafft hat… Wundert mich. Eigentlich ist es, m.M.n., eine rechte Partei. Und dieses Bild wird sich, vor allem da der Vorsitzende der AfD NRW zurücktrat, nicht viel ändern.
Hoch auf Sozialkunde!
Was meint ihr denn zu dem Thema generell? Also Politik?
Hab ehrlich gesagt in den letzten Jahren immer mehr den Eindruck das es scheiß egal ist was man wählt da die deutsche Politik eh keinerlei Rückgrat besitzt. Haben wir wohl mit dem 2. Weltkrieg verloren (bitte das nun nicht falsch verstehen).
Gerade aktuell sieht man es ganz deutlich, wir plappern alles den Amis nach und kriechen ihnen vor den Füßen rum um ja keinen zu verstimmen. Da unterstützt man dann in anderen Ländern auch genau jene welche man bei uns aus guten Grund verachtet und bekämpft.
Wähle eigentlich nur unter Protest so sachen wie Partei der Nichtwähler oder ab und an die Bayern Partei.
Die ist zwar noch konservertiver wie die CSU aber sie wollen ein unabhängiges Bayern, da bin ich auch dafür
Politikverdrossenheit ist ein generelles Problem in Deutschland. Naja, Problem ist auch wieder so ein Wort, denn es spielt natürlich den Leuten in die Hände, die sich wenig bis keine Einmischung durch den Bürger wünschen. Dies hat aber nichts mit den Weltkriegen zu tun, sondern einfach damit, dass die meisten Menschen der Auffassung sind, dass sie keinen Einfluss nehmen können. Gut nachvollziehbar. Man wählt Partei A, weil man das Parteiprogramm gut findet. Partei A kommt an die Macht und tut umgehend das, was sie nicht im Programm hatten oder genau das Gegenteil oder machen aus den Wahlversprechen eine Farce, indem sie den eigentlichen Kern des Programms durchlöchern oder irgendwie aushöhlen.
Zusätzlich wird diese Ansicht der Hilfslosigkeit durch die Medien untermauert. Da werden andere Ideen oder Personen mit solchen als lächerlich oder unglaubwürdig dargestellt oder Leitthesen von „führenden wissenschaftlichen Instituten“ verbreitet, die das Untermauern was die Regierenden machen (nämlich das Wahlprogramm nicht einhalten oder andersherum einhalten). Oder am besten gleich Wahlmanipulation macht, indem Partei B jegliche Chance zum Wahlsieg abgesprochen wird, basierend auf Umfragewerten der oben angeführten „Institute“. Zudem glauben viele Menschen, es gäbe nur zwei Parteien die man wählen könnte und jede andere Stimme wäre vergebens. Kleinere Parteien wählen oder gar andere Parteien als sonst wählen? Fehlanzeige. Da tendiert der Deutsche eher zum „Protestwählen“ und wählt rechts, um es „denen da oben“ mal zu „zeigen“. Wobei dieses Verhalten natürlich mehr als kontraproduktiv ist, ändert es ja nichts an der Situation.
Jedenfalls möchte ich hier mit Euch auf einem angemessenen Niveau über Politik reden.
Glaub mir: Man kann auch niveauvoll viel Rotz von sich geben. Vor allem in der Politik.
Mir rollen sich bei politischen Diskussionen im Internet regelmäßig die Fußnägel auf. So viel verschwörungstheoretischer Unfug, der da von sich gegeben wird… Es wird nicht lange dauern, und irgendjemand kommt auf Chemtrail zu sprechen (überspitzt formuliert), mindestens aber auf die NSA-Affäre oder einen vermeintlich nicht funktionierenden Rechtsstaat, weil Vergewaltiger ja viel weniger Jahre bekommen als Raubkopierer (ebenfalls überspitzt, aber leider teilweise durchaus so vorkommend).
Oder es stellt sich Geschwafel über eine fiktiv organisierte Machtelite um Merkel ein, das undifferenziert davon ausgeht, es würde „da oben“ ganz anders laufen als der gemeine Bürger das annähme - und jeder, der das nicht glaube, sei ja selbst verblendet und „im System gefangen“ (überspitztes Klischee, aber so ja leider durchaus zutreffend).
Politikdiskussionen im Internet führen bekanntlich in den meisten Fällen zu oben genanntem Unfug und Diskussionen von Anhängern oben genannter Ideen über mehrere Seiten, ansonsten selten zu fruchtbaren Gesprächen.
Daher werde ich mich mal nicht beteiligen, bzw. den Thread vorerst nur beobachten.
Kleinere Parteien wählen oder gar andere Parteien als sonst wählen? Fehlanzeige. Da tendiert der Deutsche eher zum „Protestwählen“ und wählt rechts, um es „denen da oben“ mal zu „zeigen“.
Nur weil man Protestwählt, wählt man ja nicht automatisch Rechts. (außer du willst hier auf die AfD anspielen)
Eine kleine Partei zu wählen ist doch genauso ne „Protestwahl“, meisten kleinen kommen eh nie in den Bund oder ins Land.
Obwohl ichs ehrlich gesagt fraglich finde, dass man Erfolge von kleineren Parteien - egal welcher Couleur - oftmals nur als „Protestwahl“ abtut. Damit impliziert man ja zumindest teilweise auch, dass die Inhalte bei der Wahlentscheidung nur zweitrangig waren und dieser oder jener Wähler nur den „Großen“ eins auswischen wollte. Das mag vielleicht auf manche Leute zutreffen, aber den Schuh im Allgemeinen allen AfD/Piraten/whatever-Wählern anzuziehen find ich nicht gut (nur mal ein Gedanke zum Thema Protestwähler, meine Vorredner müssen sich nicht zwingend angesprochen fühlen).
Kleinere Parteien wählen oder gar andere Parteien als sonst wählen? Fehlanzeige. Da tendiert der Deutsche eher zum „Protestwählen“ und wählt rechts, um es „denen da oben“ mal zu „zeigen“.
Gerade der momentane Hang zu Parteien rechts der Konservativen ist ja sowieso kein deutsches, sondern eher ein europäisches Problem. Dabei ist die AfD stellenweise sogar fast noch harmlos, wenn ich mir da z.B. den Front National in Frankreich anschaue. Die Partei hat ja bei den Kommunalwahlen relativ gut abgeschnitten - mal sehen wie das nun bei der Europawahl kommt. Aber ob das dann alles „nur“ Protestwähler sind - ich fürchte eher nicht.
Wenn man das so möchte, dann kann man mich politisch als links einstufen. Obwohl ich diese Bezeichnungen von wegen „links“ oder „rechts“ oder doch eher „politische Mitte“ immer ein wenig zu oberflächlich finde. Verwenden tu ich sie selbst aber auch öfter, da das manche Gespräche einfacher macht. Je ernsthafter eine Unterhaltung, desto mehr differenzier ich aber dann auch.
Mit Politik an sich beschäftig ich mich im Übrigen sehr ausgiebig, auch wenn sich das Interesse erst in den letzten paar Jahren wirklich entwickelt hat. Bin mittlerweile auch einer Partei beigetreten…