Zur Story (ohne Spoiler):
Zwei Mädchen, noch nicht 18 Jahre alt, gehen auf eine Schule in Korea, und verdienen sich ihr Geld auf eine verbotene Weise. Das eine Schulmädchen arrangiert zwar die Treffen, spricht mit Freiern mit dem Mobilphon, um Zeit, Ort, Preis und Datum abzumachen, oder zeigt sich auch mal vor der Kamera, sie aber geht nicht mit den Freiern mit. Sondern ihre aller beste und wohl einzige Busenfreundin. Ihr gefällt der Sex mit den Männern, spricht immer mit ihnen. Die beiden wollen so Geld für eine Reise zusammenbekommen. Yeo-Jin ist aber nicht nur für die Administration zuständig, sondern sie passt, während Jae-Young sich mit den Freiern vergnügt, auch auf Polizeikontrollen auf, und warnt ihre Freundin, wenn sich Polizisten nähern. Jae-Young hat wirklich Spass daran, und findet Gefallen am Sex, aber Yeo-Jin, ihr Vater ist ein Polizist, ihre Mutter ist tot, sieht es nicht gerne, was ihre Freundin da eigentlich tut.
Und dann kommt es, wie es kommen muss: Während Jae-Young mit einem Freier schläft, gelingt es einigen Polizisten, über die Feuerleiter ins Hotel zu gelangen, und Jae-Young sitzt in der Falle. Yeo-Jin, die vor dem Hotel steht, weiss nicht, was sie tun soll, da springt ihre beste Freundin, obwohl Polizei sowie sie ihr zurufen, nicht zu springen, nur in Unterwäsche bekleidet aus dem Fenster und schlägt hart auf dem Boden auf.
Weinend bringt Yeo-Jin ihre blutüberströmte Freundin ins Krankenhaus, dort erliegt das Mädchen ihren Verletzungen. Yeo-Jin erlebt den Tod aber nicht mit, denn die macht sich auf die Suche nach einem der letzten Freier ihrer Freundin. Jae-Young bat sie, ihn über ihren Todeskampf zu informieren. Doch dieses fiese Arsch willigt erst ein, nachdem er mit Yeo-Jin Sex hat. Sie verliert ihre Unschuld, nur, damit der Mann mit ins Spital geht, um Jae-Young nochmals zu sehen, bevor sie stirbt. Der Mann lässt sich aber viel Zeit, ihm ist Jae-Young wohl nichts Wert, und als sie am Spitaleingang die Leiche von Jae-Young sehen, bricht Yeo-Jin in Tränen aus, dem Mann ist das sichtlich egal.
Darum macht es sich die zierliche Yeo-Jin nun zum Ziel, alle Männer zu treffen, die im Laufe der Zeit Sex mit ihrer toten Freundin hatten, um ihnen das ganze Geld zurück zu zahlen. Und das macht sie nur, um ihr schlechtes Gewissen gegenüber ihrer aller besten und einzigen Freundin, die nun tot ist, zu erleichtern.
Doch ihr Vater, der Herr Kommissar, der hart gegen die Jugendprostitution vorgeht, entdeckt bei einem Fall plötzlich, was sein kleines, nettes und unschuldiges Mädchen so treibt. Er ist ausser sich, und ihre Freier werde es nicht mehr schlecht haben…
Kommentar (etwas Spoiler):
Der Film ist einfach grandios, sehr traurig und extrem rührend. Es gab mehr als eine Stelle im Film, an denen ich fast heulen musste. Der Sound tut sein übriges dazu. Die Darsteller sind einsame Spitze, ob es nun die beiden Mädchen, ihr Vater oder die Freier sind. Der Film zeigt die Probleme ganz klar, aber die Mädchen, bzw. Jae-Young wird nicht zum Sex mit den Männern gezwungen, sie tut es einfach. Sie macht sich selber zur Nutte, und ihre Freundin, die dafür nichts übrig hat, gerät nach ihrem Tod in die Schuldgefühle, und prostituiert sich selber. Traurig, und niemand weiss es. Niemand weiss, oder wird im Film die traurige Vorgeschichte erfahren. Ihr Vater weiss nicht, warum seine Tochter etwas tut, dass ihr nicht Spass macht. Vielleicht hätte er es verstanden, wenn er mit ihr ein normales Gespräch angefangen hätte?
Es gibt keine Sex-Szenen zu sehen, doch wird dem Zuschauer gezeigt, dass viele Männer pädophile Neigungen haben, oder zumindest Spass am Sex mit Jugendlichen Mädchen. Die Nachfrage scheint auf jeden Fall vorhanden zu sein, dass merkt man schon zu Beginn des Filmes, als Yeo-Jin als „Schulmädchen“ eingeloggt mit dem „Geilen Typen“ einen Termin abmacht. Er fragt: „Ihr seid doch nicht von der Polizei?“ Und sie: „Wenn du es nicht bist, sind wir es auch nicht.“ Die beiden Mädchen scheinen nur sich zu haben, keine anderen Freunde, keine Familie oder andere Hobbys. Immer wieder werden sie nackt gezeigt, in der Dusche, und sie waschen sich, und reden mit einander. Sie lieben sich. Die eine würde für die andere alles tun, und dann stirbt sie vor ihren Augen. Ihr Tod, der Sprung aus dem Fenster und alles ist krass traurig gemacht.
Der Vater kann es nicht glauben. Er flippt aus, stellt seine Tochter, die er abends in ihrem Bettchen betrachtet, nicht zur Rede, aber es belastet ihn extrem. Er vernachlässigt sich, flippt bei seinen Freunden aus, geht nicht mehr zum Job, erzählt seiner Tochter keine Geschichten mehr, rasiert sich nicht. Aber er kennt natürlich den Grund nicht, warum seine Tochter so was tut. Er weiss nicht, warum seine Tochter, die scheinbar glücklich ist, abends weint. Die Wut wird immer stärker, und immer stärker geht er auch gegen die Freier seiner Tochter vor. Er spricht sie vor dem Hotel an, zerbricht Glasflaschen, droht ihnen, wirft ihre Handys weg. Er versperrt ihnen nach dem Akt mit dem Wagen den Weg, gibt ihnen Ohrfeigen, beschimpft sie, und die Männer gehen, wortlos, und in voller Schande. „Was denkst du wer ich bin?“ Der Vater? Die Freier verstehen es irgendwie. Einem zerwirft er den Wagen mit Steinen, einer, der kein grosses Selbstbewusstsein besitzt. Diesen Mann wird er an den Prager stellen, der ist genau richtig. Er fährt ihm nach, und der Mann scheint zu wissen warum, entschuldigt sich, und geht dann in das Hochhaus, zu seiner Familie an den Abendtisch. Der Kommissar, so wütend wie noch nie, geht ebenfalls hoch, läutet, wird eingelassen (von der Tochter des Mannes), und fängt den Mann am Essenstisch vor der Frau, dem kleinen Sohn, der Grossmutter und der Tochter, an zu schlagen. Nicht fest, nur Ohrfeigen. Der Mann schaut runter auf sein Teller, kann keinem in die Augen sehen, er wert sich nicht. Der Kommissar tut es immer wieder und dann sagt er es: „Schämst du dich eigentlich nicht? Schläfst (oder fickst, weiss es nicht mehr genau) mit Mädchen, die jünger sind als deine Tochter!“.
Dann geht der Kommissar, er hat den Mann in Ruhe gelassen, doch dieser sitzt nun schweigend am Abendtisch, beschämt und misstrauisch beäugt von seiner ganzen Familie („Warum hast du dich nicht gewehrt, warum hast du dir das gefallen lassen?“).
Man sieht eigentlich nicht viele brutale Szenen. Der Kommissar steigt in seinen Wagen, dann sieht man, wie der Familienvater auf den Balkon geht, dann hört man, wie etwas auf den Bürgersteig schlägt, die Brille liegt zerbrochen da, Blut läuft auf die Strasse. Der pädophile Mann hat Selbstmord gemacht, was wollte er anders tun? Seine geheime und verbotene Leidenschaft für verdammt junge Mädchen wurde am Essenstisch vor allen genannt. Wie kann er da seiner Frau, oder seiner jungen Tochter noch in die Augen schauen? Wenn Erklärungen nichts mehr nützten, hilft nur noch der Tod. Es würden vermutlich viele so handeln…
Nachdem der Kommissar dann aber zu weit geht, und den letzten Freier seiner Tochter, die immer noch nicht die geringste Ahnung hat, dass er für die Missgeschichte verantwortlich ist, tötet, wandelt er sich. Er ist jetzt wieder ganz der alte, macht mit ihr einen Ausflug zum Grab der Mutter am Arsch der Welt (lange lange Autofahrt). Doch dies gehört schon zum Ende, schon geplant. Dann kommt das Ende, was sich zum Glück als Traum herausstellt, und danach kommt aber ein nicht weniger traurigeres Ende. Wirklich traurig, kann euch den Film nur empfehlen!