schopenhauers bild von der Frau

an alle frauen und männer des forums

was haltet ihr von schopenhauers essay „Über die Weiber“?

ich schreib ein paar sätze raus:

Mit den Mädchen hat es die Natur auf Das, was man im dramaturgischen Sinne, einen Knalleffekt nennt, abgesehen, indem sie dieselben, auf wenige Jahre, mit überreichlicher Schönheit, Reiz und Fülle ausstattet, auf Kosten ihrer ganzen übrigen Lebneszeit, damit sie nämlich, während jener Jahre, der Phantasie eines Mannes sich in dem Maße bemächtigen könnten, daß er hingerissen wird, die Sorge für sie auf zeit Lebnes, in irgend eier Form, ehrlich zu übernehmen; zu welchem Schritte ihn zu vermögen, die bloße vernünfitige Überlegung keiune hinlänglich sichere Bürgschaft zu geben schien.

Als ihren allein ernstlichen Beruf betrachten sie die Liebe , die Eroberungen und was damit in Verbindung steht, wie Toilette, Tanz u. s. w.

Je edlerun vollkommener eine Sache ist, desto später und langsamer gelant sie zur Reife. Der Mann erlangt die Reife seiner Vernunft und Geisteskräfte kaum vor dem acht und zwanzigsten Jahre; das Weib mit dem achtzehnten…

Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne nennen konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt: in diesem Triebe nämlich steckt seine ganze Schönheit. Weder für Musik, noch Poesie,m noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Siinn und Empfänglichkeit; sondern bloße Äfferei, zum Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektiren und vorgeben.

ich hab da nur ein paar zeilen rausgeschrieben.

Was haltet ihr davon?

Verallgemeinern ist immer so eine Sache.

Trotzdem, wer kann, auf die große Masse bezogen, den genannten Punkten schon widersprechen? Meine Meinung ist, dass Schopenhauers gar nicht so Unrecht hat. Mit einer Ausnahme:

Weder für Musik, noch Poesie,m noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Siinn und Empfänglichkeit; sondern bloße Äfferei, zum Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektiren und vorgeben.

Ich denke, DAS ist gewaltiger Blödsinn.

Nun, 1851 entsprach dies in der Gesellschaft, in der er lebte bestimmt der Wahrheit. Meiner Meinung nach hat er jedoch einen Fehler in seiner Überlegung: Er nimmt sämtliche Verhaltensweisen als naturgegeben an, statt sie durch die Sozialisation der (weiblichen) Individuen geprägt zu erkennen. Aber auch dann wäre Kritik an „weiblicher Verhaltensweise“ unangebracht, da sowohl die Natur als auch die Sozialisation nahezu vollständig außerhalb des individuellen Einflusses lag und liegt.

@dx1

Das interessante ist, der durch das gen. Gut angeborene Unterschied zwischen Mann und Frau wird momentan wieder aktueller.

in den 70er jahren bessergesagt. es gab ja diese feministischen wellen die in den 60er jahren begannen, da ging man davon aus, dass das andere Verhalten der Frau anerzogen ist.

Heute versucht man zu beweisen durch bücher wie (warum die frau nicht einparken und der Mann nicht zuhören kann ) dass doch unterschiede angeboren sind.

ist das eine zurückentwicklung?

Es gibt Unterschiede zwischen Männern und Frauen, genauso wie es Unterschiede zwischen Männern und Männern und auch Unterschiede zwischen Frauen und Frauen gibt. Die Unterschiede können natürlichen Ursprungs sein oder anerzogen sein und das Individuum muss dann mit seinen individuellen Fähigkeiten und Verhaltensweisen leben und wird sich im Wechselspiel mit anderen Individuen weiter verändern.

Der Satz „Alles was ich früher war machte mich zu dem, was ich heute bin.“ ist zu jedem Zeitpunkt meines Lebens gültig.

dass die umgebung prägt ist klar da der mensch ein anpassungsfähiges lebewesen ist und auch sein muss.

doch in diese bücher versuchen zu beweisen dass frauen bzw männer auf grund ihrer gene gewisse tätigkeiten gewisse tätigkeiten wesentlich schwerer ausführen könne als das andere geschlecht. der mann zb spricht ungefähr 5000 worte am tag die frau das doppelte.

die frau muss um den tag zu verarbeiten alles was passiert ist dem mann erzählen. der aber braucht ruhe nach einem anstrengenden tag und Kann gar nicht zuhören selbst wenn er wollte.

der frau fällt das eoin parken schwerer da sie tätigkeiten lernt die immer gleich sind. parklücken sind aber nicht immer gleich.. der mann wiederum perfektioniert das immer gleiche schwerer als die frau. der mann muss den kopf bewegen um sich überblick zu schaffen die frau rollt nur mit den augen. deswegen fallt es mehr auf wenn der mann der frau hinterherschaut.

es gibt einige thesen die mit dem Gehirn von mann und Frau zu tun haben, welches sich unterscheidet. dadurch wird in einigen bereichen der mann als geeigneter gesehen in anderen die frau. ist das nicht schon eine art der diskriminierung?

Du springst von einem fast 160 Jahre alten Text, in dem der Verfasser mehr seine eigene Meinung darzulegen scheint als irgend eine andere Absicht zu verfolgen, auf heutige Edutainment-Bücher wie das zitierte vom Ehepaar Pease. Da komme ich nicht mit.

Was genau soll denn jetzt das Thema der Diskussion werden? Dass es in der heutigen Zeit nach wie vor Gruppen gibt, deren Bestreben darin besteht, mit während der letzten Jahrtausende geprägte Rollenmodellen nicht von jetzt auf gleich zu brechen? Da gebe ich Dir Recht. Nur sehen diese „Konservativen“ das schon seit mindestens 100 Jahren so. Von jetzt auf gleich ist also völlig übertrieben.