Ich bin leider schon lange aus der Schule raus. Es war, ohne am Ende meines Lebens angekommen zu sein, mit die beste Zeit die ich hatte.
Ich hatte 13 Jahre Schule, ohne den ganzen Mythos um die Ganztagsschule. Ab der 10. Klasse habe ich realisiert, das es nach dem Ende der Schule nicht leichter wird und schöner sieht die Welt auch nicht aus. Da hab ich noch mal richtig gefaulenzt.
Primär war Schule Freizeit für mich. Das Umfeld war zufrieden, wenn man gute Noten nach hause brachte und das ging einfach. Unendlich viel Zeit mit dem Freundeskreis.
Einem wurde das Wissen regelrecht aufgezwungen, heute muss ich schwer dafür Geld bezahlen.
Ich gehen in vielen Punkten mit SasukeTheRipper konform. Es ist zwar sehr plakativ " was fürs Leben lernen", da die wenigsten wissen was die Zukunft bringt, aber auch ich bin von meinem Abi enttäuscht.
Um mal bei Mathe zu bleiben.
Ich kann nichts mehr zum Sinus und Kosinus sagen, geschweige denn zu f(x)= Blablablubb usw. Nen Zirkel und Millimeterpapier habe sich seit der Grundschule auch nicht mehr gesehen. ABER ich werde täglich mit manipulativen Statistiken voll geknallt. Ich muss regelmäßig meine Steuererklärung machen. Ich sollte privat fürs Alter vorsorgen. Hauptthema in den Medien sind die Weltwährungen/ Zentralbanken und ihr Wertverlust. Alles Themen, von denen ich im Matheunterricht nichts gehört habe.
Deutsch:
Ich musste Bücher und Gedichte lesen, die ich sofort wieder vergaß. Aber wie ich meine Lesegeschwindigkeit verdopple/ verdreifache, wie ich mein Textverständnis verbessere, davon habe ich nichts erfahren. Natürlich hat mir auch niemand beigebracht wie man Informationen filtert und wie man sich Infos aus Texten notiert.
Ganz zu schweigen von den ach so wichtigen Softskills. Wie führe ich Diskussionen, wie Argumentieren ich, wie präsentiere ich mich, wie spreche ich frei usw.
Wie lerne ich was. Wie behalte ich Informationen, stattdessen stand Bulimilernen an, auch wenn ich erst später erfahren habe, das es so heißt.
Für einige Themen interessiere ich mich privat und war erschrocken, wie einseitig Schulunterricht ausfällt. Nur sehr selten, wurde bei mir darauf hingewisen, dass es, zum teil sehr gut begründete, Gegenthesen gibt und der „Stoff“ nicht so gesichert ist, wie er im Lehrbuch steht. Der Gedanke kam mir als Schüler nicht. Ich war, mit Kindergarten, Schule, Bundeswehr, UNI, 25 (davon 2 in „feindlicher“ ^^) Jahre in staatlicher Obhut (Indoktrination), die mich geprägt hat. Nur ganz, ganz langsam brechen Krusten von Denkmustern weg und einige, da bin ich sicher, werden wohl ein Leben lang bleiben.
Es zählt zwar zum Allgemeinen blabla, Schüler zum „Kritischen Denken“ erziehen, aber genau das wurde bei mir nicht gemacht.
P.S. Ich glaube, ich kam vom Thema ab. ^^
Sorry.