Seid Ihr gläubig?

Die Ägytper mit ihre Pharaonen undso ^.^ Sollen ja auch alles götter sein. Erinnert mich an zeiten wo ich noch Yu Gi Oh geschaut habe ! Und bei Lego gabs so coole Ägyten bausets mit einer Anunbis Grabmal usw. :slight_smile: Das waren noch zeiten

Ja natürlich, aber welchen vernünftigen Grund gibt es dafür, zu glauben dass diese Regeln von einem Gott vorgeschrieben sind und sich nicht als natürliche Konsequenz aus dem Zusammenleben von Menschen entwickelt haben?

Und die Römer hatten keine Religion/glaubten nicht an Götter oder wie ? Seit den Ägyptern gibt es erste Beweise für ein System der Gottest Verehrung/Religion.

Wenn du jemanden getötet hast, wer entscheidet darüber ob das recht oder Unrecht ist. Ein Mensch wird wohl urteilen das dies Unrecht war, aber woher kommt dieses Verständnis von Gut und Böse.

Nochmal von BlackMage:
„Ja natürlich, aber welchen vernünftigen Grund gibt es dafür, zu glauben dass diese Regeln von einem Gott vorgeschrieben sind und sich nicht als natürliche Konsequenz aus dem Zusammenleben von Menschen entwickelt haben?“

Und welchen vernünftigen Grund gibt es dafür das sie sich als natürliche Konsequenz aus dem Zusammenleben von Menschen entwickelt haben? Eben das ist doch auch Religion, das man eben nicht alles wissenschaftlich und genau erklären kann. Man muss eben glauben.

keinen, aber das ist auch eine andere Fragestellung als die Frage davor.
Ich glaube durchaus, daß Religionsschriften der Grund waren, die ein Zusammenleben einer großen Gruppe erst ermöglicht haben. Denn „Du sollst nicht töten“ mußte der Mensch auch erst erlernen. Aus heutiger Sicht ist das absolut logisch, daß man niemanden den Kopf einschlägt, aber war das damals genauso logisch bzw genauso moralisch behaftet?
Außerdem hat Religion nunmal viel geregelt, zumindest was man von heutigen Forschungen weiß (was wahrscheinlich eh nur ein Bruchteil dessen ist, was wirklich ablief damals). Selbst Landwirtschaft unterlag religiösen Regeln, man bat Götter durch einen Regentanz um eine gute Ernete etc…, teilweise Praktiken, die es heute noch gibt.

Ich hab nur auf Goldis Aussage reagiert, mehr nicht.

Weil es die weitaus logischere Erklärung ist und mit dem vereinbar ist, was wir über die Welt und die natürliche Entwicklung des Lebens bisher rausgefunden haben.

Das andere ist eine Hypothese, für die es nicht den geringsten Beweis gibt.

Gut, vielleicht haben Religionen das Zusammenleben damals ein bisschen geregelt. Vielleicht gibt es auch die ein oder andere Grundlage für unerklärbare Sachen, aber in der Wissenschaft sind wir heutzutage WEIT vorraus!
Hätte man damals gesagt, Die Erde ist eine Kugel würdest du verbrannt werden. Hättest Du gesagt, dass Homosexualität natürlich ist oder gar du eine solche „Vorliebe“ , ich würde es als Orientierung deklarieren, besitzt würdest du erst recht verachtet, bestraft und getötet (?). Wenn wir und einmal auf die christlich-katholische Gemeinde beziehen.
Jemand hatte doch gesagt, dass unser Rechtssystem auf die Bibel stützt insbesondere auf die 10 Gebote. Ähm… Ich weiß dass es da das Gebot gibt „Du sollst nicht töten“ Moralisch gesehen okay, aber was hat der Papst oder die ganzen Päpste gemacht? Sie haben KRIEGE ausgerufen Damit waren 3 und mehr Gebote verletzt und diese sind
„Du sollst nicht töten“
„Du sollst nicht am Samstag arbeiten“
„Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“
WIE hat die Kirche das rechtfertigt?
Wenn wir die aktuelle Zeit anschauen, katholische Institutionen lehnen ab Leuten zu helfen, weil sie entweder Schwul sind klick oder ein Kind abtreiben wollen. Ähm..Hallo? Wir leben doch im 21.Jahrhundert. Das ist doch eine UNVERSCHÄMTHEIT! oder nicht?

Sorry wenn ich grad derbst vom Thema abweiche, nur das sollte mal gesagt werden.

Menschen besitzen Verstand. Wenn Menschen in einer Gruppe zusammenleben und dort wahllos getötet wird, dann sollte den Mitgliedern der Gruppe relativ schnell klar werden, dass das so nicht funktioniert und dass es Regeln braucht. Warum glaubst du, das funktioniert nur durch göttliche Intervention?

Oder anders: Warum gibt es soziales Zusammenleben auch unter Tieren, die ganz sicher keine religiösen Schriften lesen?

Ich würd jetzt Bibel und Papst nicht einen Topf werfen, da auch die Evangelischen an den inhalt der Bibel glauben, aber der Papst eigentlich nicht für sie zuständig ist :wink:

Abgesehen davon, man könnte schon sagen, was kann die Bibel (ebenso der Koran) dafür, wenn die Schrift von den machhungrigen Menschen falsch ausgelegt wird?

Jein. Die göttliche Intervention seh ich durchaus als Judikative an. Wenn du jemanden tötest, erfährst du den Zorn der Götter.
Eine Wortwahl die auch heute noch funktioniert, selbst im Privaten - Mama zum Kind" Wennst nicht brav bist, sag ichs dem Vati"

Weil Tiere dumm sind, und das durchaus Vorteile hat, dumm zu sein, denn dadurch tötet man selten aus Habier, z.B.

(oh Mist, jetzt ists auch mir passiert, sorry für den Doppelpost)

Öhm…was?
Wenn ich jemanden töten würde, würde ich eher die Gewalt des Staates durch das StGB erfahren, eine Mischung aus Empörung, Wut und Trauer von jeglichen Personen die damit betroffen wurden sind . Aber den Zorn der Götter würde man eher nicht merken.

Und WAS? Tiere sind DUMM?
ähm…bist Du sicher? Schau Dir Delfine, Affen, etc. an DIe sind NICHT DUMM!!! Die haben hochkomplexe Denkvorgänge!

Es geht eigentlich noch immer um damals, um den Beginnd er Zivilisation - in der Gegenwart hast du natürlich recht
Allerings funktionierts teilweise trotzdem, bei Gläubigen reicht die Angst vor der Höhle schon aus, damit sie moralisch richtig handeln - oder eben die Angst, daß das Christkind nix bringt, und man im Dezember als Kind meist braver ist als im restlichen Jahr :wink:

Dennoch reicht deren „Intelligenz“ nicht aus um unlogisches Denken in Taten umzusetzen. Wenn dort Mord geschieht dann aus Selbsterhaltungstriebe oder durch andere Triebe (Ich glaub bei Löwen ists so, wenn der Löwe den Nachwuchs einer Löwin tötet, dann ist sie wieder für die Zeugung empfänglich und der „Mörder“ darf sich über die Löwin hermachen, bin aber grad nicht sicher, ob das Verhalten wirklich bei Löwen so ist oder bei Seelöwen oder sonstwas). Ich glaube nicht, daß es viele Tierarten neben dem Mensch gibt, bei der Mord aus Lust, Habgier oder Hass passiert.

Ja, Gottesfurcht ist ein feines Mittel, um Regeln durchzusetzen. Dass Gott diese Regeln aufgestellt hat, ist damit noch lange nicht erwiesen.

Was hat die Dummheit damit zu tun? Tiere haben trotz ihrer Dummheit Regeln entwickelt, die ein harmonisches Zusammenleben in größeren Gruppen ermöglichen. Menschen sind die am höchsten entwickelte Spezies auf diesem Planeten und haben somit auch komplexere Grundregeln entwickelt. Ich sehe da immer noch nicht die Notwendigkeit eines Gottes.

Vollkommen richtig, wir waren dennoch bisher beim Thema Religion und dessen Entwicklung, nicht beim Gott dahinter

Die seh ich in der heutigen Zeit auch nicht. Ich sehe aber durchaus eine gewisse logische evolutionäre Entwicklung einer Religion. Priester/Druiden/wasauchimmer waren nunmal diejenigen, die Lesen und schreiben konnten. Religion und Regelwerk (bildlich - Bibel und Strafgesetzbuch) waren nunmal ein und dasselbe, so wie Priester und Richter ein und dasselbe waren.

Dann reden wir aneinander vorbei. Es geht mir einzig und allein darum, dass die Regeln und die moralischen Grundsätze, nach denen wir Leben, von Menschen entwickelt wurden und es keinen Grund dafür gibt anzunehmen, eine höhere Macht stecke dahinter.

Es wurde in Computersimulationen bereits bewiesen, dass egoistisches Verhalten in einer Gesellschaft nicht die optimale Lösung ist, weder für die Gesellschaft als Ganzes, noch für den Einzelnen. Daher gibt es auch keinen Grund anzunehmen, dass natürliche Evolution zu rein egoistischem Verhalten führt.

Da bin ich voll bei dir, ich hatte lediglich auf folgendes reagiert

Und da bin ich nunmal der Meinung, daß Religion durchaus geholfen hat, ein Zusammenleben in großen Gruppen überhaupt erst zu ermöglichen. Vorallem weil die alten Götter durchaus auch strafende Wesen waren. Heut fürchtet man sich vor Schmerzensgeldzahlungen, Gefänngisse und (in einigen Ländern) vor der Todesstrafe, damals eben vor Blitz und Donner, denn bis auf Todesstrafe (so glaube ich) gabs das andere nicht.

Dass Religion im Laufe der Geschichte immer wieder herangezogen wurde, um Gesetze zu rechtfertigen, ist zweifellos richtig. Ich sehe aber trotzdem keinen Grund darin, anzunehmen, dass es ohne Religion nicht auch möglich ist eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen.

Dass es Menschen mit völlig unterschiedlichen Charakterzügen gibt, ist schon immer so gewesen und wird auch immer so sein. Die natürliche Selektion führt aber zwangsläufig zu einer im Großen und Ganzen kooperativen Gesellschaft, da rein egoistisches Verhalten die Existenz der Spezies gefährden würde.

Ich empfehle dazu diese äußerst interessante Dokumentation: Nice Guys Finish First (1986)

Bedenke aber, daß Religion bereits vor der Zivilisation existiert hat. Ein Bewußtsein zu entwickeln (Ich denke also bin ich) führt auch zwangsläufig zur Frage „wieso bin ich, wohin geh ich?“. Grabbeigaben z.B. deutet darauf hin, daß sich der Mensch sehr wohl ein Leben danach vorgestellt hat. Es sind nur keine Schriften bekannt, die uns heute zeigen, wie weit der Steinzeitmensch schon Religion hatte. Aber kategorisch ausschließen kann man es eigentlich nicht.

Wie gesagt, ich bin voll bei dir, daß es eine Religion heutzutage nicht soviel Sinn macht und doch gibt es zuviele Menschen, die ordentlich Energie aus der Sache ziehen wi z.B. Eltern, die bereits ihr drittes Kind verloren haben, finden Trost in einer Kirche. Daß der Mensch zu so einem Selbstbetrug fähig ist, mag für dich und mich unlogisch sein, aber ich sehe dennoch nichts Schlechtes dahinter. Mies wirds nur dann, wenn man es radikalisiert und der Macht wegen bewußt fehlinterpretiert um andere wie Lemminge in den Tod zu schicken, ob jetzt Selbstmordattentäter oder Hexenverbrennung, es gibt zuviele Religionen die Mord und Todschlag rechtfertigen. Diese sollte man in der Tat abschaffen oder zumindest soweit ändern, daß sie nicht mehr gefährlich sind. Und die heute religiöse Jugendbewegung zeigt das ganz gut vor. Es gibt genug christlichmotivierte Gruppierungen die Liberal genug sind, die WIssenschaft und Religion vereinen können (selbst Wissenschaftler sind darunter) und wem das gefällt, der soll halt, das tut mir nicht weh und stört mich nicht. Aber wenn nochmal einer an meine Tür klopft um Werbung für seine Religion zu machen, dann :motz::kotz::rock::zzz::dagegen:

Zu dem Thema fällt mir nur ein: „Über Politik, Religion und Geld redet man nicht und über Geld nur, wer eh keins hat“

@Topic
Ich glaube nicht an Gott und findet es irgendwie bisschen unlogisch, dass da jemand/etwas über alles wacht und es geschaffen haben soll. Aber kann ja jeder daran glauben, was ihm hilft.

Was bedeutet gläubig? Jeder glaubt das an irgendwas und nur weil man nicht an das glaubt, was andere wollen das man glauben soll, heißt das ja nicht, man sei ungläubig. Wenn ich sage „Ja, ich glaube an einen Gott“, dann denken viele, dass ich auch an den ganzen Schmonsens aus diesem seltsamen Buch glaube. Wenn ich dann aber sage „Nein, Glauben und Religion sind zwei unterschiedliche Sachen und das eine hat mit dem anderen nichts zu tun“, dann gucken mich die Leute noch komischer an. Dabei hat Martin Luther doch aufgezeigt, wie Glauben ohne Dogmata funktioniert (obwohl er die Bibel auch mit in sein Schaffen reingenommen hat).

Glaube fängt immer dort an wo das eigene begrenzte Wissen aufhört zumindest bei normalen Menschen. Fundamentalisten wie z.B. ex Präsident George W. Bush müssten es eigentlich besser wissen glauben aber trotzdem daran das die Erde erst seit 6000 Jahren existiert.

Gibt es einen Gott? Ich beantworte diese Frage lieber mit „Ich weiss es nicht“ denn zwischen „Ich glaube es gibt einen Gott“ (Monotheisten) und „Ich glaube es gibt keinen Gott“ (Atheisten) gibt es im Grundsatz keinen Unterschied. Beide Gruppen glauben an etwas was sie durch das begrenzte Wissen des Menschen nicht erfassen können.

Wenn man stur auf der Stelle tritt und seinen Glauben niemals hinterfragt wird man auch keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Beispiele in der Vergangenheit gibt es genug. Große Entdecker wussten es besser konnten mit ihren Wissen aber nicht an die Öffentlichkeit weil sie damit rechnen mussten dafür als Ketzer bestraft zu werden.

@GeneralGoldi

Da du noch recht Jung bist möchte ich dir etwas sagen und das ist keinesfalls negativ gemeint sondern die Erkenntnis die ich gemacht habe und ich bin in einer sehr gläubigen Gegend aufgewachsen. Religionsunterricht bei einer Nonne und Kommunionsunterricht beim Pfarrer und jede Woche Mittwoch die ersten beiden Stunden in die Kirche alles während der Schulzeit.

Alles woran du glaubst wurde dir von deinen Eltern/Lehrern/Religionsunterricht/Bibel eben deinem ganzen Umfeld vermittelt. Jeder hat dir bis jetzt gesagt woran du zu glauben hast und das das der richtige Glaube ist.

Das ganze geht aber viel tiefer als so manch einer denkt. Z.B. ekeln sich Kinder grundsätzlich nicht vor Spinnen. Dies wird ihnen erst von hysterischen Müttern beigebracht „ih Spinne ih Spinne“. Aktuelles Beispiel wir ekeln uns davor Pferdefleisch zu essen, aber warum? Weil es in unserer Gesellschaft so verankert ist. Bei den Germanen war das Pferd ein heiliges Tier und dies ist schon mehrere Tausend Jahre her und stammt noch aus der vorletzten Religion die hier verbreitet war.

Was wir sind ist wo wir herkommen. Erst wenn man sich selbst darüber gedanken macht warum etwas so ist wie es ist und sich nicht sagen lässt @Kirche woran man zu glauben hat wird man seinen eigenen Glauben, andere nennen es auch Weltanschauung, finden.

Guter Religionsunterrich lässt übrigens Platz für Zweifel. Ich hatte einige sehr gute Religionslehrer, die auch skeptisch oder hinterfragend an den Unterricht gegangen sind und das bringt einen für einen selbst unglaublich viel. Kann daher nur unterstreichen, was Rowdy gesagt hat.

Guter Beitrag übrigens.