Fußball ist in Deutschland bekanntlich Nationalsport. Die meisten feiern ihren „Sport“ jedoch auf der Couch und vor dem Fernseher. Es gibt Leute, die sich sehr gerne Sport wie zB Olympiaden, Fußball- oder Tennisspiele ansehen ohne selbst sportlich aktiv zu werden. Ist das ein Widerspruch?
Ich selbst spiele zum Beispiel seit einigen Jahren Badminton, finde es aber relativ langweilig mir Spiele (im Fernsehen) anzusehen. Das mag natürlich an meinem sozialen Umfeld liegen, wo niemand den Profisport so recht verfolgt, aber das Machen hat mir beim Sport immer mehr Spaß gemacht als das Zusehen. Selbst wenn ich zur WM oder EM wieder mehr Fußball gucken werde bekomme ich dabei eher Lust selbst mal wieder einen Ball zu kicken, anstatt ihn mir immer nur anzusehen.
Bei Videospielen ist es bei mir aber wieder was anderes. Da habe ich dann auch eher das Gefühl selbst „aktiv“ zu werden, sodass ich das auch als unterhaltsamer empfinde, als Sport im TV. FIFA macht Spaß! Bundesliga eher weniger…
Wie ist das bei euch? Seit ihr eher die Macher oder die Gucker? Empfindet ihr es als Widerspruch sich für Sport im Fernsehen begeistern zu können ohne selbst was mit dem Sport am Hut zu haben?
„Ich mag CoD! Wird Zeit, dass ich in den Krieg ziehe!“
Ich finde nicht wirklich, dass das ein Widerspruch ist. Nur, weil man sich gerne etwas anschaut oder gerne etwas spielt, muss man es noch lange nicht selbst ausüben. Geht eben um das „Fan“ sein, mitjubeln, etc. da braucht man nicht selbst auch noch Sport machen.
Ich selbst interessiere mich für Fußball überhaupt nicht und spiele auch kein Fifa, wenn die WM läuft und ich das mit Familie und Freunden im Fernsehen verfolge (da kommt man dann irgendwie nicht drum herum. Ich jubel aber auch da nicht mehr mit, vor einigen Jahren war das noch etwas anders), bekomme ich aber auch immer Lust ein bisschen den Ball zu kicken.
Ansonsten gucke ich überhaupt kein Sport, macht mir nicht wirklich Spaß. Das einzige, was ich an Sportspielen spiele, ist NBA2k14, danach gehe ich auch meistens ein paar Körbe werfen, weil ich dann Bock drauf hab, aber das hatte ich auch schon, bevor ich das Spiel gekauft hab.
Wenn man an etwas interessiert ist, dann kann das zugucken wohl wirklich motivieren „wow, das will ich auch gleich mal ausprobieren!“. Aber ein Muss ist das meiner Meinung nach nicht.
Ich schwimme lieber, als dass ichs mir angucke. Finde ich interessanter, aus dem einfachen Grund, dass ich dabei viel lerne und auch was für mich tue. Fußball und co. gucke ich nicht gerne, was soll interessant daran sein? Aber ich lass den anderen ihren Spaß.
Schon allein weil der Profisport auch stark von den Zuschauern/Fans lebt, muss es immer Leute geben, die selbst weniger aktiv sind und sich das gerne anschauen.
Ich persönlich zähle wohl auch eher zu den Leuten, die total sportbegeistert sind, sich selbst aber eher nicht betätigen. Allen voran steht natürlich der Fußball, der bei mir so ziemlich jedes Wochenende (oft Stadionbesuche) einnimmt und oftmals auch die Abende unter der Woche. Wenn man in der Fankurve steht, mitsingt und mit anderen Leuten das Team feiert - sowas ist schon großartig und das hab ich z.B. nicht, wenn ich selbst kicken gehe (dafür fehlt mir ein wenig Talent). Doch auch wenn man den Fußball nur von sportlicher Seite betrachtet, bietet sich einfach viel Stoff um sich damit zu beschäftigen - Regelfragen, taktische Komponente usw.
Doch natürlich schau ich nicht nur Fußball. Auch Tennis, Darts, Formel 1, Snooker, Basketball und diverser Wintersport (v.a. Biathlon und Skispringen) laufen bei mir öfter mal und seit einigen Jahren interessiere ich mich zudem für American Football. Letztere Sportart hat es mir angetan, weil man sich richtig reindenken muss um Regeln und auch die Taktik der Teams zu verstehen. Das macht Spaß, vor allem wenn man mit jemandem darüber diskutieren kann.
Was ich jedoch auch sagen muss: Soweit möglich versuch ich die Sachen auch immer auszuprobieren. Fußball hab ich einige Zeit im Verein gespielt, aus zeitlichen Gründen geh ich mittlerweile jedoch nur noch ab und an mit Freunden zum Kicken. Tennis hab ich auch schon gespielt - zwar nicht besonders gut, aber ich hab ja nicht die Ambition in Beckers Fußstapfen zu treten :D. Andere Sportarten dagegen kann man ja leider auch nicht so einfach ausprobieren - Skispringen beispielsweise (und auch ein Formel 1 Auto werd ich wohl nie im Leben steuern). Von American Football lass ich übrigens auch lieber die Finger, dafür hab ich definitiv die falsche Statur.
Insgesamt bin ich mit der Zuschauerrolle durchaus zufrieden - ab und zu selbst aktiv sein, muss aber schon sein.
Ich finde es gibt sportarten die Machen zwar spaß zu praktiezieren, aber nicht zuschauen.
Formel 1 finde ich persönlich langweilig zu gucken, würde aber gerne mit so einem rennschlitten durch die gegend sausen.