Kinostart: 20. Februar 2014
FSK: Ab 12
Länge: ca. 123 Minuten
Regie: Arne Feldhusen
Schauspieler: Christoph Maria Herbst, Bjarne Mädel, Oliver Wnuk, Diana Staehly, Milena Dreißig
[b]Handlung:
[/b]Zum Firmenjubiläum fahren alle auf ein Landhotel. Blöd nur, dass Stromberg erfahren musste, dass seine Filiale geschlossen werden sollen. Einzig der Wechsel in die Zentrale scheint die rettende Lösung zu sein und genau die versucht er anzupeilen. Blöd nur, dass Berthold „Ernie“ Heisterkampf, das Mobbingopfer der Abteilung das selbe Ziel hat und Stromberg in die Quere kommt.
Ich selbst habe nie Stromberg verfolt. War das ein Fehler? Könnte ich jetzt mit dem Film einsteigen und lachen oder ist das eher was für Fans? Kann mir da jemand weiterhelfen?
Ich muss diesen Film sehen! Ich liebe die Serie und habe jede Staffel auf DVD daheim (gut, die letzte hat etwas nachgelassen, aber dafür sind die ersten grandios!). Das ist mit „der Tatortreiniger“ die einzige „Comedy“-Serie, bei der man das Hirn einschalten muss und definitiv nix für die breite Masse ist.
So, ich war jetzt gestern im Kino und hab mal ne Nacht drüber geschlafen.
Also erstmal war es wirklich ein grandioser Film, der vieles hatte, was Stromberg ausmacht: Sexismus, Rassismus, Mobbing, alles dabei. Sie haben es im Wesentlichen wirklich geschafft, eine Fernseh-Serie auf knapp 2 Stunden zu strecken, ohne dass das ganze langweilig wird oder sich zieht. Das war ja meine größte Sorge, dass es irgendwann einfach langweilig wird. Aber sie haben es geschafft, den Spannungsbogen schön hoch zu halten und die Geschichte hatte auch durchaus seine Wendungen drin, die, zumindest ich, nicht vorhergesehen hab.
Was mir aber so ein bisschen gefehlt hat, war so dieser typische strombergische Griff ins Klo. Das lief, vor allem gegen Ende einfach viel zu glatt, da war einfach kein Moment mehr, wo man mit dem Kopf schüttelt und sich denkt „Mensch ist dieser Stromberg doch ein Arsch“. Diejenigen, die Serie kennen, werden wissen was ich meine: Stromberg organisiert nen Kegelabend für die Belegschaft (ansich ne gute Idee) und besäuft sich dabei ohne Ende; Stromberg organisiert nen Streik/Demo und wird vom Chef schön abgekanzelt;… Sowas in die Richtung. Das Stromberg am Ende zum Klassenkämpfer gemacht wird, ist mir des guten zu viel. Stromberg ist einfach ein riesen Arsch, der nur an sich denkt und dem die anderen erstmal egal sind. Das kommt am Schluss einfach nicht richtig rüber, erst dann im Abspann^^
Nicht falsch verstehen, es ist an sich wirklich ein guter Film und das Stromberg-Feeling kommt auch meistens echt gut rüber. Bei dem selbstgedrehten Werbespot hätte ich mich fast bepisst vor lachen, aber grade das Ende stößt mir doch etwas sauer auf.