Überbewerteste Band

Sicher kennen es alle, die ein wenig Ahnung von guter Musik haben: Die jeweilige Gruppe macht gute Musik die man sich mal anhören kann. Aber immer ist es so, daß die Presse mit ihrer Gut-Wertung maßlos übertreiben, und nicht selten machen diese Bands, nur weil sie mal einen Ohrwurm reausgebrachthaben lediglich „Tralala-Musik“ und scheffeln mit dieser trotzdem Kohle.

Genretechnisch gehe ich mit der Umfrage und mit diesem Thema quer durchs Gemüsebeet.

Alle der genannten Bands finde ich persönlich gut. Jede Band hat seine Lieder die ich immer wieder hören kann und halt auch welche die ich weniger höre. Aber überbewertet nicht annähernd. Ein paar genannte sind sogar welche meiner „all time favs.“

Meiner Meinung nach ist das sowieso Schwachsinn. Klar, es gibt einige Musiker, bei denen ich mir denke „warum hören das so viele? Und die guten Sachen hört niemand?“. Aber das ist nunmal Geschmack. Wenn vielen das gefällt und es deswegen in der Presse ist.. mir doch egal. Ich muss die Lieder deswegen ja nicht hören und will anderen auch nicht meine Meinung auf den Tisch werfen und sagen „so ist es wirklich“. Ich hasse Musikstreits. Man kann doch hören was man will, mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen.

Also all die genannten Gruppen in den Umfragen haben gute Musik gemacht. Aber die Betonung liegt auf das Wort haben, was ich finde daß es offensichtlich ist :wink:

Da haben wir’s.

bin aber nicht der einzige, da gibts sogar viel mehr, die es einfach nur nervt, daß Gruppen besser von der Presse dargestellt werden als die eigentlich sind. Und darauf möchte ich mit diesem Thema hinaus.

Und es gibt mindestens genauso viele, die finden, dass die Bands den Ruhm verdient haben.
Was jetzt?

Aber trotzdem kann man doch diskutieren oder nicht? Wenn ständig jeder mit „Ich habe meine Meinung und du hast deine, jeder hat eine andere etc.“ argumentiert, wie sollen da noch Diskussionen stattfinden? Dann könnte man 99% aller Foren dicht machen im Internet.

Von den genannten Bands ist das mir vor allem bei LinkinPark aufgefallen. Inzwischen finde ich deren Stil zu sehr „Mainstream“ und hat irgendwie nichts mehr, was sie zu etwas besonderem macht.
Muss ehrlich sagen, Unheilig sagt mir gar nix xD Muss man die kennen?

Monoton: glaub ich mal nicht.

Genau, Foren sind nicht dafür da, einer einzigen Meinung zuzustimmen, sondern dafür, daß jeder seine eigene Meinung preisgibt. Punkt.

Genau #2, von Linkin Park finde ich „Hybrid Theory“ gigantisch und „Meteora“ ziemlich gut. Ansonsten kann man die vergessen.

Unheilig hatte einen Superhit, der auch mich tief berührt: „Geboren um zu leben“. Ansonsten machen die nur Tralala und die Medien bezeichnen diese Lieder noch als Superhits.

Klar kann man das, deswegen diskutiere ich auch. Nur in eine andere Richtung. Ich sage, dass jeder einen eigenen Geschmack hat und deswegen keine dieser Bands überbewertet ist, während murdock behauptet, dass es eine Menge Leute gibt, die finden, dass sie keine gute Musik mehr machen. => Diskussion.

Ist Mainstream denn immer zwingend schlecht? Für euch vielleicht, für mich auch, aber vielen gefällt es und das bestimmt auch nicht grundlos.
Mir gefallen die neuen Lieder von Linkin Park übrigens gut. Eine Band die sich immer wieder neu entdeckt, selbst wenn das in Richtung Mainstream geht.. es hört sich gut an.

Oh, du glaubst also, dass es fast nur Leute gibt, die finden, dass die Musik nicht mehr gut ist und die Presse sie überbewertet?
Du böse Presse, zwingst den armen Menschen einfach deine Meinung auf, dabei gibt es niemanden, der die Bands noch mag. Pff.

Eher wenige, die die Band noch mwirklich mögen, ansonsten ist es traurige Wahrheit.

Und wie kommt es dann, dass die Bands noch so viele Konzerte geben (mit gefüllten Hallen), viel verkaufen und ständig in der Presse präsent sind, wenn sie niemand mag?
Weil die Presse die Bands so pusht, dass Leute zu den Konzerten gehen und Alben kaufen? Haha.

Also wenn die Presse nicht dafür sorgt, daß die Masse zu den bestimmten Gruppen gehen (und die Stadien so voll sind), bin ich der Sohn vom Papst

:smiley:

mal ehrlich, die Medien stellen halt nur bestimmte Gruppen großartig in Zeitungen etc. vor und die wirklich guten Gruppen verbreiten sich heutzutage nur über Buschfunk.

Stimmt. Die Presse beeinflusst den, der sich beeinflussen lässt. Also eine ganze Menge.
Aber die suchen sich nicht einfach irgendeine Band raus und denken sich „jup, die überbewerten wir jetzt!“
Erfolg ist leider sehr oft unverdient, aber ich seh da oben keine Band, bei der das der Fall ist. Sie mögen ihren Musikstil verändert haben und der Masse angepasst haben, aber das macht sie für mich nicht schlecht. Wenn du das deswegen schlecht findest.. in Ordnung. Aber bitte, stell das nicht so dar, als wären sie deswegen wirklich schlechter geworden und niemand würde sie hören, weil es ihnen gefällt.
Du vergisst auch, dass die Presse nicht immer nur positiv berichtet. Die Presse berichtet von Dingen, die sich verkaufen lassen. Skandale, große Auftritte und in diesem Fall: von Liedern/Bands, die massentauglich sind.
Ob die Masse nun wirklich so blind ist und schlechte Musik hört, weil’s in der Zeitung anders steht.. ich weiß ja nicht. Ihnen gefällt’s. Und ja, ich bezweifel einfach mal, dass das nur an dieser „Presse“ liegt.
Die Bands kamen ja auch nicht von irgendwo, sondern mussten sich ihren Erfolg zum Teil erarbeiten. Das ist doch bei jedem Künstler so. Manche bleiben „Underground“, natürlich, nicht jeder der gute Musik macht, macht auch massentaugliche Musik, aber das wissen die Musiker dann meistens auch. Und ich bin mir sicher, dass diese Musiker nicht stolz sind auf ihre Fans, die bei berühmten Künstlern mit ihrem „omg wtf so mainstream, why are people hearing this shit?!“ rumeiern.
Wer von vielen gehört wird oder gehört werden will, der passt seine Musik nunmal irgendwann an. Aber dieser Wandel ist nicht immer schlecht.

Eine Frage noch:
Hast du von dir aus gesagt, dass die Bands plötzlich keine gute Musik mehr machen? Oder hast du Freunde/Foren/Whatever, die darüber diskutieren, dass ihnen die Veränderung der Bands nicht mehr gefällt? Dann hast du dich nämlich genauso beeinflussen lassen. Auch, wenn es nicht die Presse gewesen ist.
Wenn du’s wirklich aus komplett freien Stücken sagst.. gut, okay, dann Hut ab, dass man sich so standfest eine eigene Meinung bilden kann.

geht doch :slight_smile:

ich bin kein Papagei, also ist es meine freie Ansicht aus freien Stücken, Deine Bewunderung diesbezüglich nehme ich als Kompliment. Außerdem hab ich es meist meinen Freunden eher sagen müssen daß diese Bands überbewertet sind.

Selbst bei Napalm Death, meine Lieblingsgruppe Nr.2 finde ich, daß einige neueren Alben etwas überbewertet sind, was ich hier offen und ehrlich zugebe.

Okay, zuerst dachte ich, da kommen Bands wie die Sugababes oder sowas, aber imho sind da nur Bands gelistet, die absolut Klasse haben. Auch wenn ich jetzt zum Beispiel Unheilig nicht unbedingt gerne höre, erkenne ich an, dass sie für viele Menschen zu den besten in Deutschland zählen, und abseits vom Mainstream-Müll Erfolg haben, und vor sowas habe ich Respekt. Nur weil ich manche Bands nicht in meiner Playlist habe, maße ich mir nicht an, zu sagen, dass sie überbewertet sind. Und Bands wie AC/DC oder Queen zählen zu meinen Favoriten.

Aber gut, um doch dem Threadtitel gerecht zu werden: Abstain from Voting.

Nur stellt sich die Frage um Unheilig nicht mittlerweile schon Mainstream ist? Immerhin hat z.B. „Geboren um zu leben“ einen Großteil der Käufer von Musik angesprochen (und auch viele Radiohörer usw). Damit war das ja ein Lied für die Masse, ein Lied das den Mainstream angesprochen hat. Ist das dann noch als Erfolg fernab vom Mainstream-Müll zu bezeichnen?

Was ich eigentlich damit sagen will: Ich finde der Begriff „Mainstream“ wird gerade wenn es um Musik geht schon arg inflationär verwendet. Dabei versuchen sich so viele vom Mainstream abzugrenzen, dass sie selbst Teil eines gewissen Massenphänomens werden. Soll jetzt nichts gegen dich, Warpath Lord, oder irgendjemanden anderen sein, nur wollt ich das an dieser Stelle einmal loswerden.

Zum Thema selbst:
Bei Linkin Park muss ich mich anschließen, aber nicht zwingend weil mir die Musik mittlerweile gar nicht mehr zusagt. Ich finde eher, dass sich gerade die (bekanntere) Singleauskopplungen oft mehr oder weniger stark ähneln. Vielleicht kommts nur mir so vor, aber für mich erfinden die sich nicht mehr neu, wie es gerade in den Medien aber immer wieder gesagt wird.

Ansonsten gibts natürlich auch andere Bands/Musiker, deren Erfolg/gute Kritiken ich eher zweifelhaft finde (Justin Bieber lässt grüßen). Aber das ist wohl immer auch Geschmackssache.

Heute ist es leider gang und gäbe, dass die Medien die ein oder andere Band oder den ein oder anderen Künstler pushen - meist unverdient. Siehe Beispiel „One Direction“ oder halt das Paradebeispiel: Justin Bieber. Beide sind vielleicht jetzt populär, aber an deren Musik wird man sich in 10, 20 oder 30 Jahren nicht mehr erinnern.

Und genau danach geht es mir. Jede Band, die mindestens einen Ohrwurm-Song drauf hat, ist hörbar. Ohrwürmer sind ja immer subjektiv (wie eigentlich alles). Und wenn die Band dann noch über Jahrzehnte durch ihre Musik weiterlebt und andere, junge Musiker inspiriert, ist das schon die Königsklasse.

Nur stellt sich die Frage um Unheilig nicht mittlerweile schon Mainstream ist? Immerhin hat z.B. „Geboren um zu leben“ einen Großteil der Käufer von Musik angesprochen (und auch viele Radiohörer usw). Damit war das ja ein Lied für die Masse, ein Lied das den Mainstream angesprochen hat. Ist das dann noch als Erfolg fernab vom Mainstream-Müll zu bezeichnen?

Das ist halt die Frage, die ich mir auch schon manchmal gestellt habe. Ich denke mir, man würde es sich zu einfach machen, wenn man sagt, „Hier die Band hat einen kommerziellen Riesenerfolg - das ist doch schon Mainstream“. Einerseits denke ich, ohne zu tief in der Materie von Unheilig zu stecken, das man nicht unbedingt damit gerechnet hat, das jetzt „Geboren um zu leben“ zu diesem Hit wird, der er geworden ist. Man ist nicht an die Sache gegangen, hier, nach dem Motto, „Wir machen einen schönen Tralala-Lollipop-Club-Song oder was auch immer (jetzt mal leicht drastisch dargestellt :wink: ), der sich unbedingt verkaufen muss“. Wenn eine Band mit ihrem eigenen Stil mal einen kommerziellen Erfolg hat, ohne dafür sich und ihren Stil gänzlich für den Massenmarkt zu ändern, dann ist das denen doch zu gönnen, imho. Was ich damit sagen will, Unheilig ist vieles, aber ganz sicher nicht im Vornhinein mit den Gedanken gestartet, für den Massenmarkt konzipiert zu sein, wie es jetzt z.B.: bei Justin Bieber der Fall ist.

Schlussendlich, und das ist am wichtigsten, muss man das Gesamtbild Unheilig sehen. Du hast als Beispiel jetzt den erfolgreichsten Titel von denen genommen, aber es gibt ja viele Songs davor und danach, die nicht annäherend so erfolgreich waren. Und wovor ich jetzt großen Respekt habe, ist es, wenn man seinem Stil treu bleibt, auch wenn der Megaerfolg dadurch nicht wiederholt wird.

Das „Problem“ mit Begriffen wie Mainstream, Casual und so weiter ist das sich ja jeder ungefähr vorstellen kann, was damit gemeint ist, auch wenn es natürlich nicht zwingend immer die Wahrheit ist. Und bevor ich hier ewig lange Textpassagen verfasse, was mich persönlich am Kalkül für den Massenmarkt ankotzt, nicht nur bei Musik, auch bei Videospielen, und es am Ende sowieso nicht Gegenstand des Themas ist, greif ich halt zu dem Begriff, wo jeder was mit anfangen kann ;).

Dabei versuchen sich so viele vom Mainstream abzugrenzen, dass sie selbst Teil eines gewissen Massenphänomens werden. Soll jetzt nichts gegen dich, Warpath Lord, oder irgendjemanden anderen sein, nur wollt ich das an dieser Stelle einmal loswerden.

Habe ich auch nicht so empfunden ;). Nur soviel dazu: Mir persönlich ist es relativ egal, ob jetzt die Songs meiner Playlist Millionen mal verkauft worden oder ich die einzige Sau bin, die den Track hört, sprich ob ich jetzt zu dieser Art „Mainstream“ gehöre oder nicht. Mich stören eher Sachen, wie z.B. das einfache eine ganze Menge Diversität durch den Einheitsbrei verloren geht, beziehungsweise, Kreativität, Engagement etc. jetzt nicht zwingend so die Chance haben, sich gegen Bilderbuch-Künstler, deren Tracks alle gleich klingen, durchzusetzen. Aber so ist es leider nunmal aktuell, imho.