Wie konnte aber das Pentagon getroffen werden?
Um mal Klarheit zu schaffen: das Verteidigungsministerium der USA liegt direkt neben der Anflugschneise des National Airport (Quelle: Der Bund, 12. 9. 2001, Seite 8 ). Doch dennoch, warum konnte sich das Flugzeug dem Gebäude nähern? Stellt euch mal das Szenario vor, ein neuer Pilot fliegt versehendlich in diesen Luftraum über dem Pentagon. Die Maschine wird sicherlich nicht einfach so ohne weitere Kontaktversuche vom Himmel geholt, bevor man die Lage prüft. Doch beim 11. September waren die Verantwortlichen vielleicht zu abgelenkt, wegen der beiden brennenden Türme, oder sahen das Unheil einfach nicht auf sich zukommen. Das kann ganz einfach auf menschliches Versagen gehen, doch wie sieht es mit dem Radar und den automatischen Abfangraketen aus? Die hätten doch reagieren müssen? Was aber, wenn diese Raketen mit einem Freund-Fein-Erkennungs-System ausgestattet sind? Ein Flugzeug wird sicherlich nicht als Feind eingestuft, oder war es gar kein Flugzeug? Leider Gottes fiel den Feuerwehrmännern nichts ungewöhnliches auf, als sie das Feuer löschten. Viele Augenzeugen hatten ausserdem das Flugzeug gesehen. Eine Rakete ins Pentagon schiessen zu lassen, wäre sehr riskant gewesen, denn man weiss nie, was ein Amateurfilmer gerade vor der Linse hat, geschweige denn, wo sich diese aufhalten.
Traf gar kein Flugzeug das Pentagon?
„Alles Unfug: Nach Berechnungen von Experten der amerikanischen Luftfahrtunfallbehörde NTSB wog die Boeing 757 rund 82 Tonnen. 16 davon entfielen auf den Treibstoff. Die Masse aus Aluminium, Kerosin, Kabinenauskleidung, Gepäck und Passagieren traf das US-Verteidigungsministerium mit einer Geschwindigkeit von 850 Stundenkilometern. „Bei dieser Geschwindigkeit“, so Mete Sozen, Spezialist für Stahlbetonbau an der Purdue-Universität in Indiana, bot die Flugzeughülle kaum mehr Widerstand „als eine Wurstpelle“.
Nach dem Einschlag zerbröselte die Boeing komplett. Als habe sich der Rumpf beim Aufschlag geöffnet und sein Innerstes nach aussen gestülpt, fanden sich Leichenteile der Terroristen, die sich mutmasslich im Cockpit aufhielten, nahe der Fassade des äusseren Ringes. Körperreste der Passagiere dagegen wurden noch tief im Inneren des Pentagon entdeckt.
Beim Aufprall, so schätzen Wissenschaftler, explodierten etwa 2,2 Tonnen Treibstoff ausserhalb des Gebäudes in einem Feuerball. Die restlichen knapp 14 Tonnen schossen samt des Trümmerbreis ins Gebäude. Für Sekundenbruchteile habe die Mischung aus Treibstoff und Flugzeugteilen eine hoch rasante „Schlammlawine“ geformt, dann sei der Sprit explodiert. Brandtemperaturen von mehr als 900 Grad raubten den vom Beton entblössten Stahlträgern die letzte Tragkraft. 20 Minuten nach der Karambolage brauch das Gebäudesegment über dem Einschlagsloch ein.“
Quelle: Der Spiegel Nr. 37/2003, 8. 9. 2003, S. 75/76
Fernsehjournalist Mike Walter sah die Maschine in einer weichen Kurve und wie sie anschliessend die Geschwindigkeit erhöhte. „Dann ging sie in den Sinkflug über und knickte einen Lichtmast. Kurz danach jagte sie ins Pentagon. Die Flügel knickten, ich hörte die Explosion und sah den Feuerball.“
Quelle: Der Spiegel Nr. 37/2003, 8. 9. 2003, S. 76
Penny Elgas sah aus ihrem Wagen aus, wie der Rumpf der Maschine „in das Pentagon glitt“. Erst eine Stunde später stellte sie verdutzt fest, nachdem sich der Schock gelichtet hatte, dass sogar ein Trümmerteil durch das offene Dachfenster ihres Wagens geschleudert wurde.
Quelle: Der Spiegel Nr. 37/2003, 8. 9. 2003, S. 76
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