VORZOCKER diskutiert: Onlinezwang bei Spielen

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Spiele mit Onlinezwang werde ich mir nicht kaufen. Dazu müsste die Internetverbindung erstmal so zuverlässig wie die Stromversorgung funktionieren. Allem voran die serverseitige Verbindung! Dazu muss noch geklärt werden was mit den Spielen in der Zukunft passiert. Wird man sie in 10-20 Jahren noch spielen können oder wird man enteignet?

Wenn man immer nur dann sein Spiel spielen kann wenn der Betreiber es zulässt (Serververfügbarkeit) wird das ein riesen Problem werden.

Damit würde man dem Spieler die persönliche Freiheit nehmen. Und das sehe ich nicht ein. Ich möchte selbst entscheiden, wie ich ein Videospiel spiele (ob Online oder Offline) und nicht von den Entwicklern permanent kontrolliert werden.
Das wäre für mich wohl auch das Ende.

Solche Spiele meide ich auch. Übrigens auch Steam, Origin usw, da man hier zur Installation auch eine Internetverbindung benötigt. Es gibt zwar einen Offlinemodus, wenn man aber bspw. umzieht und 1-2 Monate kein Internet hat, ein Spiel spielen möchte, welches sich nicht auf dem Rechner befindet und an Steam gebunden ist, hat man die A-Karte. Auch hatte ich bei meinen kurzen Testausflügen zu Steam oft Probleme mit dem Offlinemodus.

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt beim Onlinezwang ist die Kontobindung, mit der schlicht der Gebrauchtmarkt verdrängt werden soll. Und je mehr solcher Systeme zum Einsatz kommen, umso mehr mögliche Fehlerquellen gibt es: Server, Internetanbieter, eigene Hardware usw. Dann ist die Zeit, in der man einfach nur ein Spiel spielen konnte endgültig vorbei.

Dazu kommt noch, dass ich einfach nicht mit jedem Gerät und Rotz vernetzt/verbunden sein will. Zumal Funknetze auch gesundheitsschädigend sein können.

Der Entwickler von ‚Super Meat Boy‘ (habe den Namen vergessen) hat imho den Nagel auf den Kopf getroffen, als er sagte, dass diese Anti-Piraterie-Maßnahmen dem Unternehmen letzendlich in der Entwicklung mehr kosten, als der Verlust durch Raubkopien.

Auch war EA’s Begründung wirklich lächerlich, denn der einzige Grund bei denen für always-on ist schlicht und ergreifend: „Sei immer online, damit du keine kostenpflichtigen DLC verpasst, und wir dich immer wieder mit Angeboten bombadieren können!“. Nicht umsonst ist EA zum 2 mal in Folge zur schlechtesten Firma gekürt. :smiley:
Und wenn sie behauten, dass SimCity nur desegen erfolgreich ist, weil es immer online ist muss ich schon lachen.

Man wird Piraterie niemals eindämmen können, das ist ein Fakt. Es gibt viele Hacker, die die Sperre früher o. später umgehen. Also sollten die Entwickler besser darauf Achten Spiele zu Entwickeln, die Qualitativ so gut sind, dass der Kauf sich auch Tatsächlich lohnt.

Wenn die Spieleindustrie weiter diesen Kurs geht werde ich mich wohl mit alten, gebrauchten Spielen eindecken, um ja keine Always-on kacke zu kaufen.

Das mit dem Onlinezwang ist die Größte verarschung die es gibt was macht einer der kein Internet hat?Er kann das spiel dann das Spielen Knicken Häää!!!

Man sollte uns nicht immer zwingen ihr müst dies und das ,jeder kunde hat das Recht selber zu endscheiden ob er onlnie oder Offline zocken will.

Wie viele Haushalte, in denen Videospiele gespielt werden, haben dann heutzutage kein Internet? Gab es nicht letztens sogar ein Urteil, wo einer geklagt hatte, weil er einige Tage kein Internet hatte und recht bekam?

Es geht nicht um das Internet, einen Internetanschluss oder bestimmte Funktionen in Spielen die Internet erfordern, sondern schlicht um den Zwang.

Auch das Argument „Jeder hat doch Internet.“ rechtfertigt keinen Internetzwang. Man darf wohl noch selbst entscheiden, wie und wofür man sein Internet nutzt und wie man Spiele spielt. Ansonsten könnten Hersteller auch Internetzwang bei sämtlichen Geräten einführen - Fernseher, Mobiltelefon, Musikanlage usw.

Wie ich oben bereits erwähnte: Wenn sich der Internetzwang vollständig durchsetzt, sind die Zeiten in denen man einfach mal ein Spiel spielen konnte wirklich endgültig vorbei.

Er hat Entschädigung bekommen weil ihm ein Schaden dadurch entstanden ist, aber das hat wohl nichts mit dem Thema zu tun. Ich sehe da kein Zusammenhang oder meinst du man sollte vom Publisher eine Entschädigung in Euros bekommen wenn man mal ein Spiel nicht spielen kann. Da wäre der Sim City 5 Start bestimmt ein finanzielles Grab gewesen. :smiley:

Ne das nicht, sondern wollte damit ja nur ausdrücken, dass in Deutschland Internet quasi schon ein Grundrecht ist. Muss wohl nochmal schaun, glaube sogar das war ein Hartz IV Empfänger…

Klar hat das nichts mit dem Onlinezwang bei „Offlinespielen“ zu tun, habe halt nur auf das „Was macht einer, der kein Internet hat“ von Night0233 antworten.

Ich stehe zwar ebenfalls dem Thema skeptisch gegenüber, jedoch muss man halt schauen, wie es sich entwickelt…Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man seine alten Spiele nicht mehr spielen kann, aber man bekommt ja heute zum Teil auch Probleme mit seinen C64/NES zu spielen, da die Fernseher nicht mehr die Anschlüsse besitzen und durch die Größe ganz andere Auflösungen haben. Bisschen weit her geholt, aber finde vom Grundprinzip her etwa genauso.

Dennoch finde ich dieses „Daueronline“ schon ein wenig als Überwachung. Dient sicherlich auch der Unterbindung vom Cheaten/Raubkopieren, aber dennoch find ich den Zwang als nicht so toll.

Sony hat ja z.B. mit einem Update die Linux Installation der Ps3 rausgenommen. Das konnte man umgehen, indem man sein System nicht geupdatet hat, aber das wirds dann in Zukunft nichtmehr geben.

Ich habe mir noch nie ein Spiel mit Onlinezwang gekauft und werde dies auch in Zukunft nicht tun.
Ich möchte spielen wann ich möchte und wo ich möchte und nicht von einer Internetverbindung abhängig sein.

Richtig. Und deshalb sollte man versuchen, zusätzliche Faktoren die alte Spiele „unspielbar“ machen zu meiden.

Diese Art des Argumentieren wird ja auch gern genutzt. Etwa: „McDonalds ist ungesund. Na und rauchen auch.“ „Rauchen kann tödlich sein. Auto fahren auch.“ Als würde die Gefahr bzw. das Negative des einen das des anderen aufheben und unschädlich machen. Dabei summiert sich das alles nur.

Bezieht sich nicht direkt auf dich und ich verstehe was du meinst. Wie erwähnt sollte man deshalb den „Schaden“ möglichst gering halten.