Baten Kaitos
Heute bin ich wieder voll ins Geschehen eingestiegen, nachdem ich mich zumindest mal ein bisschen informiert habe, wo wir bisher überall gewesen sind. Zunächst stand dann die Ersteigung des Weltenbaums an, wobei ich relativ kampffaul gewesen bin, weil ich gerne in der Story vorankommen wollte. Es folgten der obligatorische Wächterkampf und die obligatorische Erlangung des End-Magnus (To), wohingegen der ebenso obligatorische Besuch vom Imperium ausblieb, was alle Beteiligten verwirrte. Da ja aber irgendwer Schuld sein muss, wurde der Feind sogleich in den eigenen Reihen gesucht, wobei das allgemein große Gruppenvertrauen offenbar wurde.
Lyude hebt die Waffe: „Es ist jemand vom Imperium unter uns.“
Kalas: „Ich wusste, dass wir dir nicht trauen sollten, Lyude!!“
Lyude richtet die Waffe auf Savyna: „Savyna, du gehörst zum Imperium, nicht wahr?“
Kalas, der vor einer Sekunde noch Lyude misstraut hat: „AUF SAVYNA!!“
…
Savyna hinterher: „Ich bin übrigens gar nicht vom Imperium.“
Zumindest habe ich darüber erfahren, dass ich eigentlich ingame noch fast gar nichts über Savyna wusste, naturgemäß gab es also auch noch nicht viel zu erinnern. Jedenfalls zeigte sich der Weltenbaum bald darauf in voller Blüte, was ich zum Anlass nahm, mich durch die vielen neuen NPC-Aussagen zu klicken, wobei der Inhalt doch recht ähnlich war. Als wir schließlich Königin Corellia den End-Magnus vorführten, kippte sie glatt aus den Latschen und entschied sich aufgrunddessen, unseren vorherigen Berichten doch Glauben zu schenken. Sie wies uns den Weg nach Mira, auf den wir uns dann auch flott begaben. Den Pfad der Seelen durften wir aber nur so lange bewundern, bis Ayme und Folon uns aus der imperialen Goldoba heraus aus Langeweile vom Himmel pusteten. Ich kann mich allerdings nicht beschweren, schließlich trafen wir durch diesen Umstand endlich auf Mizuti - pardon, den großen Mizuti -, auf einem Boot herannahend und singend und auf gar keinen Fall verirrt. Nachdem er uns freundlichst den Weg gewiesen hat, stand die ganze Crew für einen Moment in unserem Schiff beisammen und ich fühlte mich unweigerlich an das Xenoblade-Team erinnert. Gut, vielleicht sind es auch einfach Charaktertypen, die man halt generell in RPGs findet, aber .. zumindest bei Mizuti musste ich schnell an Riki denken.
Mira, das Land der Illusionen, überraschte dann erst einmal mit einem Zuckerbäckerdorf, das Träume von sahniger Schokolade weckte und Kalas mit einer alten Bekannten zusammentreffen ließ. Zudem begegneten wir auf der Straße einer gewissen Lady Melodia, zu strahlend, zu beliebt und zu nasty Sprüche reißend, um nicht zu unseren Gegenspielern zu gehören. Während wir schamlos den Wettbewerb der Zuckerbäcker manipulierten, indem wir ihnen gegenseitig ihre Geheimzutaten zu- und vermutlich ihr Vertrauen verspielten, fragte ein kleiner Junge, ob wir kurz für ihn auf das Gebäck im Ofen aufpassen könnten. Da unsere Güte ebenso groß wie zeitlich begrenzt ist, ließen wir den Ofen kurz darauf unbeaufsichtigt zurück, .. und wenn sie nicht gestorben sind, .. dann hat ihn irgendjemand rechtzeitig ausgestellt.
Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich Freude haben würde an einem verwirrenden Irrgartenlevel, aber den Garten Detourne find ich klasse. Hatte einen amüsanten wtf-Moment, als ich mich auf einmal in einer 8Bit-Stage wiederfand, und die positive Verwirrung wurde weitergetrieben, als auf einmal der „goldene Held“ aus der Sage vor mir stand und mich mit nützlichen Items für die Reise versorgte. Trotzdem wusste ich nach einer Weile nicht auf Anhieb weiter und hab mich dem vermutlich groben Fehler hingegeben, an einer Stelle auszuschalten, an der ich festhänge. Ich bin aber optimistisch, dass ich mich dennoch bald wieder dransetzen werde.