Whiskyliebhaber - Die Gourmet-Genießer-Ecke

Da ich inzwischen in einem Alter bin, in dem ich alkoholische Getränke nicht mehr sinnlos in mich hinein schütte und durchaus das Genießen gelernt habe, eröffne ich hiermit feierlich die Gourmet-Genießer-Ecke für Whiskyliebhaber.

Ich besitze inzwischen einen Kühlschrank mit Eiswürfelmaker, wodurch ich häufig meine Getränke „on the rocks“ trinke.

Mein Traum wäre es, irgendwann einmal ein Herrenzimmer/Genießerraum zu haben - wie in manchen Filmen typisch.
In einem Ohrensessel gemütlich bei Whisky und Zigarre am offenen Kaminfeuer sitzen und über alle möglichen Themen sinnieren.
Den passenden Schnaps-Globus, in welchem ich meine Flaschen lagere besitze ich schon.

Mit der Zeit bekommt man schon einen speziellen Geschmackssinn für gute Whisky’s, wobei ich zugeben muss, dass ich da schon noch sehr am Anfang stehe.

An torfige, schottische Whisky’s musste ich mich erst gewöhnen.
Neulich probierte ich bei meinem Schwiegervater einen 16 Jahre alten Lagavulin, welcher sehr rauchig im Abgang war und noch lange nach schmeckte.
Inzwischen grille ich auch gerne mal BBQ, wodurch ich den rauchigen Geschmack auch lieben gelernt habe.

Mein Favorit zur Zeit ist der Jameson, der „on the rocks“ sehr mild schmeckt und ich auch einmal in einer illustren Runde spendieren kann oder auch einmal ein Tullamore im Tumbler.
Beide sind noch recht kostengünstig, aber sehr gut pur genießbar.

Dagegen ist der (mir damals eigentlich als teuer erachtete) Jack Daniels ja wirklich nur mit Cola erträglich.

Vor einem Jahr brachte ein bekannter einen Whisky mit, welchen man mit einer Praline genießen sollte.
Ich glaube, es war ein Writers Tears. Die Praline zerkaute man zu einem Brei und schluckte dies mit einem Schluck Whisky hinunter.
Klang für mich wirklich merkwürdig kurios, schmeckte jedoch sehr gut und erinnerte etwas an einen cremigen Likör.

Viele Whisky’s trinkt man extra verdünnt mit Wasser, andere zimmerwarm und wieder andere „on the rocks“ - also auf Eis.

Früher dachte ich lange, dass der Schnaps so gut gekühlt wie möglich sein muss.
Inzwischen merke ich aber, dass das nur bei günstigeren „Plörren“ nötig ist und man einen guten Whisky einfach zimmerwarm lagert.

Genießt ihr auch gelegentlich einmal einen Whisky?
Habt ihr schon einmal Whisky Tastings mitgemacht?
Kennt ihr kuriose Praktiken, den Whisky zu konsumieren?
Welche sind eure Lieblingswhisky’s?
Single Malt? Single Barrel?
Habt ihr favorisierte Whisky-Tumbler, -Tulpen oder auch Karaffen?
Hab ihr Whisky-Empfehlungen?
Was war euer teuerster Whisky, den ihr getrunken habt?

Schoenes Thema, gefaellt mir sehr gut. :slight_smile:

Ja ich geniesse auch gerne mal einen Whisky. Dein Traum mit dem Zimmer ist bei mir kombiniert mit einer eigenen kleinen Bibliothek in meinem Haus. :wink: Ne kleine Sammlung an Buechern besitze ich bereits, nur noch nicht die mit Regalen „tapezierten“ Waende. Als Sessel dient derzeit noch ein Poaeng Sessel mit Hocker von Ikea.

Ich habe bereits ein Anfaenger Whisky Tasting hinter mir, da habe ich dann festgestellt, dass mir die salzigen (die Kellerraeume in denen die Faesser zur Reifund lagern werden von der Nordsee geflutet) so gar nicht zusagen, schmeckt meiner Meinung einfach zu sehr nach Meer.
Ein Fortgeschrittenen Tasting steht noch auf dem Zettel, aber die werden in meiner Gegend nicht so haeufig angeboten.
Kuriose Praktiken kenn ich nicht, das mit der Praline klingt interessant.
Mein Lieblingswhisky ist aktuell der 12 jaehrige Glenfiddich, aber es gibt auch Tage an denen mir purer Whisky einfach gar nicht schmeckt. Ist bei mir sehr Stimmungsabhaengig.
Grundsaetzlich bevorzuge ich Singel Malt Whiskys.
Ich habe in meiner Glasserie selbstverstaendlich auch die entsprechenden Whisky Tumbler. Der Schwager meines Mannes hat Whiskz Nosing Glaeser, da kann man die Legs sehr schoen beobachten. Solche werd ich mir wohl auch irgendwann mal besorgen.
Empfehlung: Unglaublich aber wahr der Jack Daniels Honey schmeckt fuer einen Jack Daniels total lecker. :wink:
Der teuerste, tja das wird der total rauchige gewesen sein, den ein Kumpel mal auf eine Feier mitgebracht hat. Ich weiss leider nicht, wie der hiess. Ich habe auch nur probiert, er schmeckte total torfig und rauchig. Echt lecker. Mein Mann hat mich danach dann erstmal gefragt, ob ich ne Zigarre geraucht haette. :smiley: (bin Nichtraucher :wink: )

Warst du denn schon mal in einer Distille auf den Inseln?
Ist noch eins meiner Reiseziele. :slight_smile:

Jep, Jack Daniels und Co. bezeichne ich immer abwertend als „Cola-Aroma“. Wüsste nicht, wieso man das pur trinken sollte… „On the rocks“ trinke ich guten Whisky aber nie, verwässert mir immer zu schnell.

Ich gehe dann einfach mal den Fragenkatalog durch ^^

Genießt ihr auch gelegentlich einmal einen Whisky?

Dieses Jahr war es irgendwie sehr, sehr wenig. Eigentlich trinke ich auch eher in der kalten Jahreszeit Whisky, im Sommer gibt’s eher nen kühles Weizen, oder mal nen Rum-Cola oder Long Island. Dieser Winter wird aber wohl etwas anders aussehen: hab nen Rumtopf angesetzt :wink:

Habt ihr schon einmal Whisky Tastings mitgemacht?

Noch nicht, stehe aber mit einer Gruppe in der Terminfindungsphase.

Kennt ihr kuriose Praktiken, den Whisky zu konsumieren?

Nope.

Welche sind eure Lieblingswhisky’s?

Glenfiddich Single Malt Scotch Whisky 12 Jahre

Single Malt? Single Barrel?

Wenig Single Barrels bisher probiert. Zuletzt einen Jack Daniels, der sogar pur geschmeckt hat!!!

Habt ihr favorisierte Whisky-Tumbler, -Tulpen oder auch Karaffen?

Tumbler. Bin anfällig dafür, wenn im Getränkemarkt nen Glas auf der Flasche klebt. „Uhhhh… muss ich haben.“ Hab also ne Sammlung daheim von Jack Daniels über Jim Beam bis zu Tullamore Dew.

Hab ihr Whisky-Empfehlungen?

Siehe Lieblingswhisky

Was war euer teuerster Whisky, den ihr getrunken habt?

In Sachen Flaschen so weit ich mich erinnere ein Glenmorangie, so um die 50€/Flasche. Man probiert natürlich ab und an mal in guten Restaurants oder Hotels was aus, da waren sicher edlere Sachen dabei.

O bei dem Hinweis Glenmorangie faellt mir direkt der ein, den ich bei einer ehemaligen Kollegin probiert habe. Suuuuper lecker.
Glenmorangie extremely rare 18 Jahre alt.

Na sieh mal an, eine Frau mit Geschmack :wink: Ich glaube ich kenne im ganzen Freundeskreis keine Frau die Whisky trinkt :smiley:

Vielen Dank. :slight_smile:
Liegt mir im Blut. Mein Papa hat mir nicht nur seine Blutgruppe uebertragen, sondern offenbar auch den Whiskygeschmack. :wink:
Ich kenne glaube ich auch keine andere Frau, die gerne Whisky trinkt. Ich wurde im Freundes und Familienkreis meines Mannes damals auch herzlich in die Whisky Runde aufgenommen, da heisst es dann oefter mal, dass mein Mann fahren muss, weil man mit mir Whisky trinken moechte. :smiley:

Nein, aber eine Reise nach Irland und/oder Schottland in den nächsten Jahren steht schon dick auf meiner Reise-Todo-Liste.
Da werde ich mir sicherlich auch mal eine Distille ansehen und probieren.
Mein Nachbar meinte, der Tullamore schmeckt in der Distillerie nochmal ganz anders als aus der Flasche.

Kenne ebenfalls keine Frau, die Whisky mag.
So ziemlich alle sind abgeneigt und mögen allein den Geruch schon nicht.

Der Glenfiddich klingt gut. Habe ich sicherlich schon einmal probiert, aber kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern.
Da ich mir sowieso demnächst ein paar neue zum Tasting besorgen möchte, wird es wohl sicherlich auch ein Glenfiddich 12 Years werden.

Schade. Erst gestern ging mir ein 18-Jähriger Glenfiddich um 2€ zu wenig Bieteinsatz bei eBay durch die Lappen.
Ich ärger mich jetzt noch. Der wäre ein Schnäppchen geworden.

Ich persönlich trinke auch lieber aus Tumbler, wobei ich jetzt schon öfter hören und lesen durfte, dass darin das Aroma viel zu schnell verfliegt und man lieber Tulpen nutzen soll.

Wie Gesagt. Meine Erfahrungen in Sachen Whisky liegen noch in den Kinderschuhen und ich bin gerne für Tipps und Empfehlungen offen.

Hier bekenne ich mich ebenfalls schuldig.
Habe auch schon diverse Jack Daniels Gläser & co zu Hause. :bg:

Ich finde generell schmeckt ein Whisky niemals gleich.
Aber direkt in der Distillerie, bei all dem drum herum, bekommt er bestimmt schon allein von der Atmosphaere ein ganz eigenen Charme. Und wenn es nur der Kopf ist, der das steuert. Ist dann ja egal. :slight_smile:

Sofern ich mir mal ein Haus leisten sollte, wäre ein Raum für eine kleine Bibliothek wohl einer der wichtigsten Bestandteile. Zumindest am Buchbestand (und am Whiskey) kann man ja glücklicherweise schon im Voraus arbeiten.

Was ich jedoch noch los werden wollte: Tolles Thema. Bin auf dem Gebiet Anfänger und kenn mich demnach auch nicht so gut aus. Mein momentaner Lieblingswhisky ist Johnnie Walker Black Label. Also nichts „Besonderes“, ist ja einer der Bekanntesten (und meistverkauftesten).
Ansonsten kann ich auch noch den Blue Label empfehlen, wobei der dann schon n wenig teurer ist (~130€/Flasche, wenn ich mich nicht täusche).

Da der Glenfiddich hier ja doch schon öfter genannt wurde, werd ich den bei Zeiten wohl mal probieren.

Zum Glenfiddich gab es bei uns in einigen Laeden mal so ein kleines Probierpaket mit dem 12er, dem 15er und dem 18er, wenn ich mich jetzt nicht total taeusche. Das war sehr praktisch um sich mal die 3 Sorten im direkten Vergleich anzutun. Der Mittlere war absolut nicht mein Fall, der Aelteste hat mir sehr gut geschmeckt.

Eine kleine Anekdote zum Thema Whisky.
Mein Mann arbeitet im Einzelhandel und seine Kunden quatschen ganz gern mal mit ihm, einer ist vor ein paar Jahren nach Dublin geflogen (Urlaub oder so). Und vorher hat er mit meinem Mann gequatscht und dann hat mein Mann gefragt, ob er nicht fuer mich eine Flasche Irish Single Malt mitbringen kann. Dann haben sie ein Preislimit ausgemacht. Und ihr glaubt es nicht, was ich bekommen habe. Einen Scotch! :smiley: Als ich die Flasche auspackte sah ich sie mir an und die erste Frage war „sagtest du nicht, der Kunde wollte nach Dublin?“. Ist immer noch ein running Gag bei uns. Aber auch der Scotch war sehr lecker. Mit Namen hab ich das immer nicht so, aber ich glaub es war ein Glenlivet.

Am Wochenende doch mal wieder Lust auf nen Whisky gehabt. Hab dann mal in den Schrank geschaut, was noch so da ist. Da war eine Flasche „Black Velvet Canadian Whisky“ (geschenkt bekommen), und ich hatte absolut keine Ahnung, wie ich den qualitativ einordnen soll. Probiert…

Erster Gedanke: „Canadian? Nä!“

Zweiter Gedanke: „Whisky? Mit ganz ganz viel zugedrückten Augen.“

Dritter Gedanke: „Neues Cola-Aroma.“

Das ist ja zum Glueck die Notfallloesung sollte einem ein Whisky pur nicht schmecken, die Cola. :wink:

Ein bekannter hat mir am Wochenende Whisky-Essenz aus Schottland mitgebracht (Smoked Blend Scotch).
Jetzt überlege ich natürlich, womit ich die Essenz mische, um keinen billigen Fusel zu erhalten.
Wodka hat einen zu starken Eigengeschmack und Korn ist mir zuuu günstig.
Bleibt wohl nur Alkohol aus der Apotheke. Wobei ich da neulich gelesen hab, dass man den mit Turbohefe selbst herstellen kann.
Hat da schon jemand von euch Erfahrungen damit gemacht?

Letztendlich bin ich gespannt, ob das überhaupt ein halbwegs milder Whisky wird oder ob der dann wirklich nur mit Cola genießbar ist.

Ich wusste bis grade nicht einmal, dass es sowas gibt. Bin aber jetzt neugierig geworden!

Ich würde dir einen x-fach destillierten Wodka empfehlen, also: mit irgendnem verdammt hohen, werbewirksamen wert (5-fach oder so). Meiner Erfahrung nach (wobei ich in dem Bereich nicht so viel Erfahrung habe, muss ich sagen) sind die dann trotz des ordentlichen Alkoholgehalts sehr mild.

Milden Stoff bekommst du nur aus Ahornfässern! Am besten rauchig, groß und langjährig gereift.

Ich hatte mal vor ein paar Jährchen bei einer Runde Poker einen ziemlich torfigen Whiskey probiert. Zuvor hatte ich eigentlich nie wirklich Whiskey getrunken. Er hat mir eigentlich auch zu Beginn gar nicht wirklich geschmeckt, aber irgendwie blieb mir der Geschmack eine lange Zeit in Erinnerung. Deshalb habe ich mich dann auf die Suche nach einem solchen Whiskey gemacht. Letztendlich muss ich sagen, dass der Ardbeg Ten heute ziemlich genau meinen Geschmack getroffen hat :slight_smile:

Das Probierpaket hab ich in dem Laden, in dem ich war, jetzt zwar nicht gefunden. Dafür aber den 12-jährigen und dann hab ich einfach mal zugeschlagen. Ich muss sagen, dass du und Daniel wirklich nicht zu viel versprochen habt. Jetzt bin ich wieder für einige Zeit mit gutem Whisky versorgt. :slight_smile:

Der Glenfiddich 12 wird wohl demnächst auch einmal in mein Regal wandern.

Außerdem werde ich mir wohl demnächst mal einen japanischen Whisky bestellen, da diese in den letzten Jahren enorm an Qualität zugelegt haben und zuletzt sogar mit dem „Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013“ den Schotten die Krone des „Weltbesten Whiskys“ abgeluchst haben.

Nur weiß ich da noch nicht, welcher gut und erschwinglich ist.
Der oben genannte ist mit ~150€ leider etwas zu teuer und auch schon fast überall vergriffen.
(Wenn jemand doch noch über eine Quelle stolpert, so möge er es mich wissen lassen. :slight_smile: )

@ Fabian, das freut mich, dass er dir gefällt :slight_smile:

@ Ralf, du lässt uns dann an deiner Meinung zu japanischen Whiskys bestimmt teilhaben oder? Ich habe bisher keinen gekostet.

Im Harz soll man sich auch versucht haben an der Whiskyproduktion. Die Flaschen waren mir aber für mal eben probieren zu teuer. Hat einer von euch den Whisky schon mal probiert?

Ich muss sagen, ich bin kein sehr bewanderter Whiskytrinker, aber trinke ihn gerne. Ich habe nur schnell festgestellt, dass so billiger Bourbon wie Jack Daniels mir pur am besten auf Eis schmeckt.

Alles andere aber, was irgendwie Qualität hat, wie ein Glen Morangie oder Glen Fiddich, schmeckt auf Eis nicht und ist genau genommen Perlen vor die Säue, weil sich bei der niedrigen Temperatur die Aromen nicht richtig entfalten können und der Geschmack quasi verfälscht wird. Echte Whisky Kenner nennen das auch Stümperei. ^^
Also hochwertigen Whisky nur pur und ohne Eis, dann kann man auch die verschiedenen Aromen, wie zb das Vanilleartige rausschmecken.