10. Planet im Sonnensystem?

Nochmal zurück zum Pluto:
Pluto ist mit Sicherheit kein „normaler Planet“. Schon allein aufgrund seiner exzentrischen Umlaufbahn.
Er ist wohl ein Überbleibsel (Plantesimal), als sich die Hauptplaneten aus dem Ursprungsnebel bildeten.
Endgültige Klarheit wirds wohl erst geben, wenn sich eine Sonde Pluto und Charon nähert.

soviel mir bekannt ist haben die Erde und unser Mond auch einen gemeinsammen Punkt den sie umkreisen.

Was rowdy meint, dürfte der gemeinsame Schwerpunkt von Erde und Mond sein, oder rowdy? :wink:
Dieser Schwerpunkt ist für Ebbe und Flut verantwortlich.

Original von Akira

[quote]soviel mir bekannt ist haben die Erde und unser Mond auch einen gemeinsammen Punkt den sie umkreisen.

Was rowdy meint, dürfte der gemeinsame Schwerpunkt von Erde und Mond sein, oder rowdy? :wink:
Dieser Schwerpunkt ist für Ebbe und Flut verantwortlich.[/quote]

ja das is klar, so wie er das formuliert hat dachte ich dass die erde noch eine eigene umlaufbahn um einen externen punkt hat!!!

hehe ja das ist richtig Akira, da sieht man mal wie besoffen unser Planet darum eiert . :smiley:

Original von henryterus

[quote]Original von Morbid Angel
…Aber es wird wohl noch Jahrhunderte dauern bis wir mal zum Jupiter reisen könnten.

ich glaube nicht, dass du da hin möchtest. wenn, kannst du dann ja den ersten schritt nach draußen machen und gucken wie tief du fällst, wahrscheinlich bis zum kern. und wenn jupiter ne oberfläche hat, wärst du wohl platt wie ne briefmarke :smiley: (naja, jedenfalls könntest du dich nicht bewegen)[/quote]

War ja nur ein beispiel von nem Planeten der weiter weg ist.
Und wie siehts mit dem Uranus oder Saturn aus :slight_smile:

Original von Morbid Angel
War ja nur ein beispiel von nem Planeten der weiter weg ist.
Und wie siehts mit dem Uranus oder Saturn aus :slight_smile:

Ebenfalls nicht ideal, da dies auch Gasplaneten sind. :wink:
Nur Merkur, Venus, Erde und Mars sind „Felsplaneten“.

Die Erde eiert sogar noch mehr (durch irgendwas was wie Nutation–> ohne scheiss das gibs, hab ich im Fernsehen gesehen :bg: )

Btw: Hab heute nen Planeten in der Frankfurter innenstadt entedeckt—> Eine Verkäuferin beim Pizzahut :smiley:

Original von Backwurm

Btw: Hab heute nen Planeten in der Frankfurter innenstadt entedeckt—> Eine Verkäuferin beim Pizzahut :smiley:

Ich hoffe, sie wurde nicht von einem Mond umkreist. :ar: :bg:

Original von Akira

[quote]Original von Morbid Angel
War ja nur ein beispiel von nem Planeten der weiter weg ist.
Und wie siehts mit dem Uranus oder Saturn aus :slight_smile:

Ebenfalls nicht ideal, da dies auch Gasplaneten sind. :wink:
Nur Merkur, Venus, Erde und Mars sind „Felsplaneten“.[/quote]

Solange Pluto noch off.als <Planet geführt wird,sollte man ihn auch nennen :wink:

Nach der Werbung bringen sie bei Pro 7 auf Welt der Wunder über den neuen Himmelskörper.

do ich habe jetzt noch einen Artickel gefunden:

Drei US-Astronomen haben einen zehnten Planeten in unserem Sonnensystem entdeckt. Wie die US- Raumfahrtbehörde NASA gestern mitteilte, ist der Planet mit dem vorläufigen Namen 2003 UB313 größer als Pluto.

Die Astronomen Mike Brown vom California Institute of Technology in Pasadena, Chad Trujillo vom Gemini Observatorium in Mauna Kea, Hawaii, und David Rabinowitz von der Yale-Universität im US-Bundesstaat Connecticut hatten den Planeten zuerst im Oktober 2003 fotografiert. Erst im Jänner 2005 wurde ihnen bei der Analyse der Daten klar, was sie entdeckt hatten.

Eingehend beobachtet

In den vergangenen sieben Monaten hätten die Wissenschaftler den Planeten eingehend beobachtet, um seine Größe und seine Laufbahn beurteilen zu können. Der Planet sei 97 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Sein der Durchmesser liege bei etwa 3000 Kilometer.

Der Planet bestehe zu etwa 70 Prozent aus Gestein und 30 Prozent gefrorenem Wasser. Die Temperaturen liegen bei etwa 240 Grad minus.

Quelle: http://orf.at/index.html?url=http%3A//orf.at/ticker/189429.html%3Ftmp%3D871

Warum man den neuen Planeten immer so bescheuerte Namen geben muss… Warum nicht auch für den 10. Planeten in unserem Sonnensystem ein Göttername?

Aber so eine Meldung gab’s doch schon mal, dass man einen 10. Planeten entdeckt habe. Na ja, vielleicht war der Himmelskörper auch einfach zu klein.

30% Wasser? o_O

Das ist jetzt schon was besonderes oder? Ich mein auf anderen Planeten hat man ja bis jetzt vergeblich versucht Wasser nachzuweisen…

Nur Stunden vor dieser sensationellen Meldung war von dem Team um Mike Brown bereits die Entdeckung eines weiteren Kuiper-Belt-Objekts namens 2003 EL61 bekannt gegeben worden. Dieses dürfte zwar „nur“ etwa ein Drittel so groß wie Pluto sein. Trotzdem ist dies immer noch ganz beachtlich: 2003 EL61 ist wahrscheinlich größer als Sedna und wird außerdem noch von einem eigenen kleinen Mond umkreist.

Planet 11? :bg:

Original von Indrid Cold

[QUOTE]Wie schon knapp über mir gesagt wurde, sehe ich PLUTO nicht als Planet an…

Da bist du nicht der einzige. Viele Wissenschaftler diskutierten sehr lange darüber, denn Pluto ist für viele einfach zu klein, um als Planet durchgehen zu können. Aber dann kannst du diesen Planeten auch vergessen, der ist nämlich etwa gleich „gross“, wie der Pluto. Aber es hiess doch schon letztes Jahr, man habe irgend einen zehnten Planeten entdeckt?! Mhhh, wahrscheinlich zu klein.

Planet X sollte man finden, der wäre interessant![/quote]

Die Erde ist ungefähr gleichgross wie der Pluto? .:-/
Mit weit mehr als dreifachem Umfang?
Die Erde ist der fünftgrösste Planet im Sonnensystem …

Original von Crack0rn
30% Wasser? o_O

Das ist jetzt schon was besonderes oder? Ich mein auf anderen Planeten hat man ja bis jetzt vergeblich versucht Wasser nachzuweisen…

Du verwechselst da was … Wasser ist relativ häufig im Sonnensystem … aber gefroren (oder ohne H2 - Sauerstoff, womit es O2 - Wasserstoff wäre). Selbst auf dem Mars gibts davon nen ganzen Pol.
Nur auf der Erde konnte flüssiges Wasser nachgewiesen werden.

Da der Planetoide aus so vielem Wasser besteht, ist er eher ein Asteroid.

Original von EMBJM

[quote]Original von Indrid Cold

[QUOTE]Wie schon knapp über mir gesagt wurde, sehe ich PLUTO nicht als Planet an…

Da bist du nicht der einzige. Viele Wissenschaftler diskutierten sehr lange darüber, denn Pluto ist für viele einfach zu klein, um als Planet durchgehen zu können. Aber dann kannst du diesen Planeten auch vergessen, der ist nämlich etwa gleich „gross“, wie der Pluto. Aber es hiess doch schon letztes Jahr, man habe irgend einen zehnten Planeten entdeckt?! Mhhh, wahrscheinlich zu klein.

Planet X sollte man finden, der wäre interessant![/quote]

Die Erde ist ungefähr gleichgross wie der Pluto? .:-/
Mit weit mehr als dreifachem Umfang?
Die Erde ist der fünftgrösste Planet im Sonnensystem …

Original von Crack0rn
30% Wasser? o_O

Das ist jetzt schon was besonderes oder? Ich mein auf anderen Planeten hat man ja bis jetzt vergeblich versucht Wasser nachzuweisen…

Du verwechselst da was … Wasser ist relativ häufig im Sonnensystem … aber gefroren (oder ohne H2 - Sauerstoff, womit es O2 - Wasserstoff wäre). Selbst auf dem Mars gibts davon nen ganzen Pol.
Nur auf der Erde konnte flüssiges Wasser nachgewiesen werden.

Da der Planetoide aus so vielem Wasser besteht, ist er eher ein Asteroid.[/quote]

Wo schreibt Indrid,daß Pluto gleich groß ist wie die Erde?

Als Planet(Wanderer)wird ein Himmelskörper bezeichnet,der um einen Stern kreist.Ausnahme bilden bei uns nur die Asteroiden,von denen Ceres,gerade mal über 1000km Durchmesser hat.Sie kreisen zwar um die Sonne sie sind aber im Grunde nur eine Ansammlung von Gesteinsbrocken.
Von der Größe ist das nicht abhängig.Ganymed(Mond des Jupiters),oder Titan(größter Mond des Saturns)sind z.B.größer als der Planet Merkur.
Trotzdem bleiben sie Monde.

Mit dem Wasser verwechselst du glaube ich was.
Wasser ist H2O und nicht ohne H(Wasserstoff) oder alleine als O(Sauerstoff).
Wasser kommt in drei Phasen vor.Flüssig,gefroren,oder gasförmig.Aber bei allen drei bleibt die Formel H2O bestehen.
Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum.Die Sonne besteht noch zu 80% aus Wasserstoff.der Jupiter zu 96% usw.Die Erde wird zu 75% von Wasser bedeckt(wobei im Wasser ja der Wasserstoff gelöst ist)Selbst der Mensch besteht zu 76% aus Wasser.

Durch die immer größere Leistungsfähigkeit der Teleskope und die damit verbundene
optische Annäherung an der Kuipergürtel(Eine unglaubliche Ansammlung von Gesteinsbrocken weit jenseits der Plutobahn,die aus der Entstehung des Sonnensystems herrühren)werden noch viel mehr größere und kleinere Brocken entdeckt werden.
Der Planet X ist eine uralte Legende,die einen riesigen Planeten,größer als Jupiter jen
seits der Plutobahn vorraus sagt.Das ist die Legende.
Fakt ist,daß fast alle Kometen aus einer Richtung des Kuipergürtels kommen.Man weis nicht,ob sich da draussen ein massereiches Objekt befindet(ein brauner Zwerg vieleicht?)der regelmässig diesen Gesteinshaufen durch seine Masse durcheinander wirbelt und die Kometen in das Innere des Sonnensystems schickt.

Original von EMBJM

[quote]Original von Indrid Cold

[QUOTE]Wie schon knapp über mir gesagt wurde, sehe ich PLUTO nicht als Planet an…

Da bist du nicht der einzige. Viele Wissenschaftler diskutierten sehr lange darüber, denn Pluto ist für viele einfach zu klein, um als Planet durchgehen zu können. Aber dann kannst du diesen Planeten auch vergessen, der ist nämlich etwa gleich „gross“, wie der Pluto. Aber es hiess doch schon letztes Jahr, man habe irgend einen zehnten Planeten entdeckt?! Mhhh, wahrscheinlich zu klein.

Planet X sollte man finden, der wäre interessant![/quote]

Die Erde ist ungefähr gleichgross wie der Pluto? .:-/
Mit weit mehr als dreifachem Umfang?
Die Erde ist der fünftgrösste Planet im Sonnensystem …

[/quote]
Ich habe Pluto und Planet X gemeint, nicht die Erde! Das steht doch dort ganz klar.

Doch zehnter Planet entdeckt?(Soll zumindest größer als Pluto sein)

2003 UB313

Erste Aufnahme von 2003 UB313 aus dem Oktober 2003. Foto: Samuel Oschin Telescope, Palomar Observatory

Der jetzt entdeckte „Planet“ trägt die vorläufige Bezeichnung 2003 UB313 und befindet sich zur Zeit in einer Entfernung von 97 Astronomischen Einheiten von der Sonne. Eine Astronomische Einheit entspricht der Entfernung der Erde von der Sonne. Obwohl die Neuentdeckung ein typisches Objekt des Kuiper-Gürtels ist, muss es, so die Astronomen, schon auf Grund seiner Größe als Planet klassifiziert werden und nicht - wie bislang alle anderen in jener Region entdeckten Objekte - als Kuiper-Gürtel-Objekt. 2003 UB313 ist das am weitesten von der Sonne entfernte Objekt, das bislang entdeckt wurde und das dritthellste Objekt des Kuiper-Gürtels.

„2003 UB313 wird in den nächsten sechs Monaten zu beobachten sein und liegt am frühen Morgen am Osthimmel im Sternbild Walfisch“, erläutert Brown, der das Objekt zusammen mit seinem Kollegen Chad Trujillo vom Gemini Observatory und David Rabinowitz von der Yale University am 8. Januar als Mitglied des Kuiper-Gürtels identifizierte. Brown und Trujillo haben 2003 UB313 erstmals im Oktober 2003 mit dem Samuel Oschin Telescope fotografiert. Da das Objekt aber so weit von der Erde entfernt ist und sich daher so langsam um die Sonne bewegt, haben sie seine Bewegung am Himmel erst erkannt, als sie im Januar dieses Jahres die damaligen Daten noch einmal analysierten.

„Es ist ganz bestimmt größer als Pluto“, ist sich Brown sicher. Dabei stützt sich der Professor für planetare Astronomie auf die Helligkeit von 2003 UB313. Zwar ist das Reflektionsvermögen des Objektes nicht bekannt - das heißt, dass man nicht genau sagen kann, wie viel Sonnenlicht von 2003 UB313 reflektiert wird, doch lässt sich zumindest eine Mindestgröße für das Objekt angeben. „Selbst wenn es 100 Prozent des Lichtes reflektiert, das es von der Sonne erreicht, ist es immer noch so groß wie der Pluto“, rechnet Brown vor. „Ich schätze es ist etwa eineinhalb Mal so groß wie der neunte Planet, aber wird sind uns da noch nicht sicher. Sicher sind wir uns aber, dass dieses das erste Objekt ist, das im äußeren Sonnensystem gefunden wurde und größer als Pluto ist.“

Auch eine obere Grenzgröße können Brown und seine Kollegen angeben: Da man 2003 UB313 mit dem Infrarot-Teleskop Spitzer nicht aufspüren kann, muss sein Durchmesser kleiner sein als 3.000 Kilometer. Die Wissenschaftler haben als Entdecker von 2003 UB313 schon einen Namen für das neue Objekt, den sie bei der Internationalen Astronomischen Union (IAU) eingereicht haben. Sie wollen eine Entscheidung der IAU abwarten, bevor sie ihren Namen verraten.

Brown und Trujillo sind bei der Jagd nach dem zehnten Planeten keine Unbekannten: Sie sind auch die Entdecker von Sedna und Quaoar, zwei weiteren eisige Welten in den äußeren Regionen des Sonnensystems, die allerdings kleiner sind als Pluto (astronews.com berichtete). Der Fund eines Objektes, das größer als Pluto ist, dürfte die Diskussion um die Frage, wie man eigentlich einen Planeten definieren soll, neu beleben. 1999 gab es eine heftige Diskussion über die Frage, ob Pluto selbst den Status eines Planeten haben sollte. Von seiner Geschichte müsste er eher als Kuiper-Gürtel-Objekt angesehen werden und sein Status als Planet hat wohl eher historische Gründe. Es wird interessant sein, wie sich die Internationale Astronomische Union nun verhält und welchen Status sie 2003 UB313 zubilligt. Nicht auszuschließen ist nämlich, dass bald noch weitere Objekte in den äußeren Regionen des Sonnensystems entdeckt werden, die größer als Pluto sind.

Der Kuiper-Gürtel ist eine scheibenförmige Region, die sich hinter der Neptunbahn in einer Entfernung von ungefähr 30 bis 100 Astronomische Einheiten erstreckt. In dieser Gegend befinden sich eine Unzahl von kleinen vereisten Felsbrocken, die gelegentlich aus ihrer Bahn geworfen werden und dann als Kometen in die Nähe der Sonne und der Erde kommen. Mit immer besseren Teleskopen kann man die größeren unter ihnen entdecken und so hat man mittlerweile eine Vielzahl dieser Trans-Neptun- oder Kuiper-Gürtel-Objekte ausgemacht. Es gibt Schätzungen, nach denen es vermutlich mindestens 10.000 Kuiper-Gürtel-Objekte mit einem Durchmesser von über 100 Kilometern gib

Original von Gonzo
Wo schreibt Indrid,daß Pluto gleich groß ist wie die Erde?

Es gibt zwei Arten von „diesen“.

Das Objektbezogene und das Ortbezogene.

Ich ging vom Ortbezogenen aus, also von der Erde. Aber als ich es nochmal durchlas, wird ersichtlich, dass ersteres gemeint war.
Vielleicht wäre es besser gewesen, hätte Indird „den“ anstelle von „diesen“ benutzt, da wird ersichtlicher, was das angepeilte war.

Mit dem Wasser verwechselst du glaube ich was.
Wasser ist H2O und nicht ohne H(Wasserstoff) oder alleine als O(Sauerstoff).
Wasser kommt in drei Phasen vor.Flüssig,gefroren,oder gasförmig.Aber bei allen drei bleibt die Formel H2O bestehen.

Ist egal, solange man weiss ,was gemeint ist. Solange es keine Klausur ist stört das H anstelle des Os nicht sonderlich. Den Rest habe ich in meinem Post ja bereits selbst erklärt.

Original von EMBJM

[quote]Original von Gonzo
Wo schreibt Indrid,daß Pluto gleich groß ist wie die Erde?

Es gibt zwei Arten von „diesen“.

Das Objektbezogene und das Ortbezogene.

Ich ging vom Ortbezogenen aus, also von der Erde. Aber als ich es nochmal durchlas, wird ersichtlich, dass ersteres gemeint war.
Vielleicht wäre es besser gewesen, hätte Indird „den“ anstelle von „diesen“ benutzt, da wird ersichtlicher, was das angepeilte war.[/quote]
Du hättest bei deiner Erklärung lieber „Indrid“ anstelle von „Indird“ benutzt. :smiley:

Macht aber nichts, passiert hier vielen Usern. :slight_smile:

dpa) - Xena, der mögliche zehnte Planet unseres Sonnensystems, ist mit einem Durchmesser von 3000 Kilometern größer als der neunte Planet Pluto. Das berichten Wissenschaftler der Universität Bonn und des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie (MPIfR) im britischen Fachjournal «Nature» (DOI: 10.1038/nature04494) von diesem Donnerstag.

Sie bestätigen damit die Schätzungen der Xena- Entdecker, die den Durchmesser des Himmelskörpers mit etwa 2700 Kilometern angegeben hatten. Pluto, der kleinste und gegenwärtig äußerste Planet unseres Systems, misst dagegen nur 2300 Kilometer - weniger als der Erdenmond. Ob Xena jedoch tatsächlich als Planet eingestuft wird, will die Internationale Astronomische Union (IAU) erst im August auf ihrer Vollversammlung in Prag entscheiden.

Der nach einer TV-Amazone benannte Xena, der wissenschaftlich noch die Bezeichnung 2003 UB313 trägt, ist das größte im Sonnensystem aufgespürte Objekt seit der Entdeckung des Gasplaneten Neptun im Jahr 1846. «Da UB313 deutlich größer ist als Pluto, wird es zunehmend schwieriger, Pluto einen Planeten zu nennen, aber UB313 diesen Status zu verwehren», urteilt Studienautor Prof. Frank Bertoldi von der Universität Bonn. Die IAU hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um die bisher nicht definierten Mindestanforderungen an einen Planeten zu formulieren. Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor. Viele Astronomen bezweifeln allerdings, dass selbst Pluto heute noch den Planetenstatus zugestanden bekäme.

Dank der verbesserten Beobachtungstechnik erwarten Experten in Zukunft ähnliche Funde. «Vielleicht gelingt es uns, noch weitere solch große Objekte zu finden, die uns dann Aufschlüsse über die Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems erlauben», sagte Wilhelm Altenhoff vom MPIfR. Der drei Mal so weit wie Pluto von der Sonne entfernte UB313 sei ein Überbleibsel aus der Frühzeit des Sonnensystems. Es handele sich um eine «Art archäologische Grabstätte von urtümlichen Resten aus der Entstehungszeit von Sonne und Planeten.» Xena war von einem Team des California Institute for Technology entdeckt worden. Später zeigten Beobachtungen, dass der möglichen zehnte Planet sogar einen eigenen Mond besitzt. Er wurde vorläufig Gabrielle getauft - nach der fiktiven Kumpanin der Fernsehheldin Xena.

Ob Xena jedoch tatsächlich als Planet eingestuft wird, will die Internationale Astronomische Union (IAU) erst im August auf ihrer Vollversammlung in Prag entscheiden.