Der weltweit größte Onlineversandhändler gerät ja nicht selten in die Schlagzeilen. Meist betrifft dies jedoch nur interne Vorgänge. Knappe Löhne, Arbeitsverträge hart an der legalen Grenze, und Streiks scheinen in regelmäßigen Abständen in der Presse vertreten zu sein.
Nun macht Amazon aber mit dem Verhalten den Kunden gegenüber Schlagzeilen.
Kunden, die zu häufig Waren zurückschicken, werden gesperrt. Nicht nur das: dies geschieht ohne vorherige Vorwarnung, und dem Hinweis, dass man sich keinen neuen Account anlegen darf.
Rechtlich gesehen hat dieses Vorgehen zwei Seiten. Einerseits hat man im Onlinehandel ein gesetzlich gesetztes Rückgaberecht von 14 Tagen, ohne die Angabe von Gründen (Amazon selbst erweitert diese Zeit gar auf 30 Tage). Auf der anderen Seite hat Amazon aber auch selbst das Recht zu entscheiden, mit welchen Kunden ein Vertragsverhältnis eingegangen wird. (Kleine Info am Rande: nicht in allen Bereichen darf das Unternehmen dies selbst entscheiden, zum Beispiel im Bereich von Mobilfunk und Banken hat jeder ein Recht auf einen Handyvertrag bzw. ein Bankkonto).
Das Problem für Unternehmen: durch die Rücksendungen entstehen kosten. Der Artikel kann unter Umständen nicht mehr oder nur zu einem geringeren Preis verkauft werden. Oft nutzen die Kunden das Rückgaberecht auch aus. So werden Klamotten für einen Partyabend gekauft und anschließend mit der Begründung „gefällt mir nicht“ zurückgeschickt. Quelle: t-online.de
Da vergeht dem Kunden das Lachen
Was haltet ihr von diesem Vorgehen? Nutzt ihr auch oft die kostenlose Rücksendung? Werdet ihr euer Bestellverhalten jetzt überdenken?
Einerseits verständlich, jedoch in der Ausübung seitens Amazons inakzeptabel. Ich sehe das als ziemlich große Panikmache. Durch diesen Schritt wird sich Amazon wahrscheinlich erhoffen, möglichst viele Kunden vom Gebrauch des Widerufsrecht abzuschrecken.
Mit wem Amazon Verträge abschließt, kann sich Amazon genau wie jeder andere Händler aussuchen. Was Amazon jedoch nicht kann ist diese Maßnahme durchzuführen ohne dafür Richtlinien einzuräumen, denn Amazon ist wie jeder andere E-Tailer auch an das Gesetz des Fernabsatzhandels gebunden. Die Tatsache, dass Amazon einfach so ohne Vorwarnung Konten sperrt hat eher die Verhaltensweise eines kleinen Kindes, als die eines Großkonzerns.
Gerade bei Kleidung ist das sehr kritisch zu sehen, da es dort zu häufigen Retouren kommt, die sich nunmal über den Fernabsatzhandel nicht ausschließen lassen.
Es wird seitens Amazon hier zeitnah bestimmt eine Stellungnahme geben. So wie sich das Amazon denkt, wird das über einen längeren Zeitraum definitiv nicht funktionieren.
Ich hab bisher noch nie etwas zurückgeschickt, weil ich mir vorher überlege, was ich bestellen will und was nicht. Es ist auch noch nie etwas kaputt angekommen und sowas wie Klamotten würde ich niemals bei Amazon bestellen, sowas probiert man vorher an.
Für mich ist das in Ordnung, dass sie Kunden sperren, wenn zu oft etwas zurückgeschickt wird. Bedeutet ja nicht gleich, dass sie jeden zweiten Kunden nach 4 mal zurückschicken sperren, sondern nur die Extremfälle werden aussortiert. Wer solche Rückgaberechte ausnutzt hat auch selbst Schuld. Ein Unternehmen will überleben, ist doch klar.
Keine Kritik von mir an dieser Stelle, da hat Amazon schon weitaus schlimmere „Verbrechen“ begangen.
Auch, wenn ich das Sperren ohne Vorwarnung kritischer sehe. Aber da stellt sich die Frage nach wie vielen Rücksendungen denn überhaupt eine Sperrung erfolgt. Eine „Verwarnung“ macht da vielleicht sowieso keinen Sinn mehr, wenn es offensichtlich ist, dass das Rückgaberecht ausgenutzt wird. Aber darüber mach ich mir jetzt keine Gedanken. Mich stört’s nicht.
Ein Problem, welches durch die Sperrung entsteht ist aber folgendes:
Ist der Amazon-Account gesperrt, kann man auch nicht mehr auf seine digitalen Inhalte wie den Amazon Cloud Player (sprich MP3-Download) oder die Kindle eBooks zugreifen. Zudem ist da noch fraglich ob man bereits heruntergeladene Inhalte für den Kindle dann noch nutzen kann.
Ist neben seiner faktischen Legalität aus meiner Sicht auch moralisch legitim. Ich habe schon einige Male Produkte zurückgeschickt, aber nur dann, wenn ich mich aufgrund der Qualität betrogen fühlte (zuletzt eine Logitech Tastatur, die zwar teuer war und aussah, jedoch von der Verarbeitung her an Kaugummiautomat erinnerte..).
Unterm Strich sende ich Amazon jedoch viel mehr Geld, als ich durch Rücksendungen erstattet bekomme. Wir beide (ich und Amazon) profitieren von dieser Beziehung.
Ich weiß jedoch auch, dass es leider mehr und mehr Menschen gibt, die ihr Rückgaberecht schamlos ausnutzen. Mal eben den 6.000,- TV bestellen, um ihn zwei Wochen lang zu „testen“ - wird ja eh bei Rücksendung erstattet. Ich werde auch etwas erbost, wenn ich an das asoziale Verhalten mancher Kunden (gegenüber Amazon natürlich, nicht gegenüber mir!) denke, die vollkommen gedankenlos irgendwas bestellen, immer nach der Klamottenshopping-Mentalität („Kann ja alles zurückgeschickt werden“).
Ich habe absolut gar nichts dagegen, wenn Amazon die schwarzen Schafe aussortiert. Im Endeffekt profitieren die ehrlichen Kunden wie wir auch davon (denn dann muss Amazon z.B. manche Programme nicht beenden, die Versandkosten erhöhen etc.).
750 Millionen Pakete werden pro Jahr in Deutschland zunächst ausgeliefert – und jedes dritte geht nach dem Auspacken gleich wieder zurück. Das sind 250 Millionen Pakete im Jahr. Wenn man Paket an Paket reiht, reicht diese gewaltige Schlange mehrfach um die Erde: Genau 2,5 Mal.
Bevor ich kaufe, informiere ich mich. Kleidung habe ich noch nie im Internet gekauft. Durch meine, nicht gerade „normale“ Figur, wäre das ein pures Glücksspiel.
Mit meinem Laien Rechtswissen, meine ich so ziemlich jeder kann sich seine Kunden aussuchen. Nur die wenigsten Berufe müssen ihn machen.
Das einem die Zugriffe auf die Cloud verweigert werden…, tja Pech. Einfach mal die AGB lesen, evtl. nen Anwalt fragen und dann über legen, ob man alles bei einem Anbieter speichern will.
Ich bin mir auch bewusst, dass meine Spiele bei steam nicht mein Besitzt sind. Dafür sind sie aber auch verdammt günstig.
Angesichts des sonst perfekten Services seitens Amazon (schnelle Lieferung und eben auch unkomplizierte Rücksendungen), völlig legitim und okay. Problematisch ist es für Kindle-Kunden, ja, aber well… Ein bisschen Schwund ist immer. Selbst schuld. Amazon macht hier nichts falsch.
Bisher habe ich das Recht auf Rücksendung, wenn mich nicht alles täuscht, nur ein mal in Anspruch genommen. Muss aber schon etwas länger her sein, denn ich kann mich nicht mehr erinnern, was und warum. Und nein, ich ändere nichts an meinem Bestellverhalten; auch schon damals nicht, bei dem „Skandal“ der malträtierten Mitarbeiter.
Das Problem sind für Amazon sicher nicht die Durchschnittskunden die alle paar Monate mal irgendwas zurücksenden sondern Leute die das systematisch ausnutzen. Ich kenne Leute die bestellen sich nen haufen Kram nur zum testen und schicken das meiste dann wieder zurück, sei es Kleidung, Kopfhöhrer oder was auch immer. So werden z.b. 5 verschiedene Kopfhöhrer bestellt, alle ausgepackt und getestet und 4 wandern wieder zurück. Begründung in solchen Fällen: „Wieso? Dafür isses doch da; außerdem isses schwer einige davon zum testen in Läden zu finden“
Natürlich entstehen durch sowas Kosten und bei solchen Leuten denk ich mir auch „eigentlich haben die es verdient“.
Ich denke es wird nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird, von den Medien wird so ein Vorgehen wieder hochgebauscht aber wie gesagt glaube ich kaum dass der 0815-Kunde davon betroffen ist:)
Finde ich vollkommen in Ordnung.
Ich habe auch schon das ein oder andere Mal den Service genutzt, aber eben nicht regelmaessig.
Wer auf so eine Masche faehrt braucht sich dann auch nicht wundern, wenn ploetzlich nichts mehr geht; und wenn dann noch der digitale Content mit betroffen ist tuts gleich doppelt weh :bg:
Kann die Reaktion von amazon nachvollziehen. Habe selbst Freunde welche sich z.b. fünf paar Schuhe bestellen und vier wieder zurücksenden. Ein netter Service der von manchen zum extremsten ausgenutzt wird.
Bei Klamotten geht es allerdings nicht anders. Da muss man z.B. verschiedene größen bestellen und probieren.
Amazon bleibt gar keine andere Möglichkeit als so vorzugehen. Die Alternative wäre eine Gebühr dafür zu verlangen und das würde dann auch den ehrlichen Kunden treffen!
Seit 11 Jahren nutze ich Amazon und allgemein Internetshops und kann mich nicht daran erinnern mal etwas zurückgeschickt zu haben. Klamotten kaufe ich im Laden und defekt war ein Gerät Gott sei Dank auch noch nicht.
Ich habe bis jetzt erst einmal etwas zurückgeschickt oder besser gesagt zurückschicken lassen (ich selbst habe keinen Amazon-Account). Das waren ein paar Manga - die hatte ich zwar schon bestellt, weil der Laden, in dem ich sonst immer meine Manga kaufe, sie nicht auf Lager hatte. Einen Tag, nachdem ich die bestellt hatte, habe ich sie dann aber doch in dem Laden gesehen und gekauft, weil ich mir dachte, dass ich dadurch Versandkosten spare und ich die Bestellung ja stornieren kann - doch Amazon hatte die Manga schon verschickt.
Anfangs hatte ich auch meine Bedenken, ob Amazon wirklich auch solche Artikel zurücknimmt. Mein Gedankengang war, dass man sich ja ein Buch o. ä. bestellen, lesen und wieder zurückschicken könnte - aber anscheinend geht das ja wirklich. :o Nur, dass man jetzt eben gesperrt wird, wenn man das zu oft macht.
Ich persönlich finde es einfach nur lächerlich, dass man gesperrt wird, weil man eine Funktion, die gegeben ist (und von Amazon kulanterweise auch noch auf 30 Tage verlängert wird), ausnutzt. Sollen sie das halt von vornherein bei bestimmten Produkten ausschließen oder irgendeine andere Begrenzung einführen - aber nicht eigentlich unschuldige Kunden (obwohl ich manche Sachen, die hier beschrieben wurden, auch unverschämt finde) ohne Vorwarnung sperren.
Mir sind diverse Personen bekannt, die bei Amazon (und auch anderen Anbietern) Schnäppchen schießen oder Preisfehler ausnutzen, um die Sachen dann zu einem teureren Preis wieder zu verkaufen. Wird man die Sachen dann innerhalb der Frist nicht los, gehen die zurueck an Amazon.
Von daher finde ich die Maßnahme gar nicht so verkehrt.
Ich selbst habe in meinen 10 Jahren als Amazon-Kunde höchstens 3 Bestellungen zurueckgeschickt.
Hauptsächlich Vorbestellungen, die ich vergessen habe zu stornieren.