- Mathematik, Chemie, Physik oder Biologie? Welche ist in deinen Augen die wichtigste Naturwissenschaft und warum?
Puh, schwierig. Da ich mittlerweile mit allen Genannten relativ wenig am Hut habe, hätte ich jetzt mit der bedeutungsvollsten Wissenschaft für die Medizin argumentiert. Aber da hebeln sie sich gegenseitig auch etwas aus.
- Was ist dein liebster Longdrink? Bist du jmd. der lieber für viel Geld den guten Whisky kauft oder tut es auch mal der ‚billige‘ Fusel für 'nen Fünfer?
Ehrlich gesagt hatte ich seit Jahren keinen Longdrink mehr. Wenn ich unterwegs bin, dann greife ich zu 90 Prozent zu Bier und dem sporadischen Kurzen. Studententypisch darf es auch gerne günstig sein.
- Du bist nun schon 9 Jahre im Team. Was hat dir dort rückblickend am meisten Spaß gemacht? Die Anfänge, News posten, Artikel schreiben oder deine jetzigen Tätigkeiten?
Die Anfänge waren bei mir alles andere als schön, da ich mich oft ziemlich quergestellt habe. Am interessantesten an der Arbeit hier sind eigentlich die Besuche bei Publishern oder auf Messen mit anderen Leuten aus dem Team. Außerdem macht es mir berufsbedingt großen Spaß, eine neue Seite zu entwickeln, wie es vor kurzem erst der Fall war.
- Eine Woche ohne Handy, Laptop, PC, Fernseher und Co. - Folter oder Entspannung pur?
Das hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. Ohne Internet geht bei mir nix, wäre also pure Folter.
- In welches Land würdest du am liebsten auswandern und warum? Oder würdest du Deutschland nicht langfristig verlassen wollen?
Hier in Deutschland bin ich eigentlich echt zufrieden. Konzertemäßig wäre Amerika noch ganz interessant, aber so einen triftigen Grund zum Auswandern hätte ich nicht. Für längere Urlaube könnte ich mich aber für Asien oder Amerika begeistern.
- Was genau studierst du eigentlich?
Informationsdesign nennt sich das. Ein interdisziplinärer Studiengang, der sich mit den Teilgebieten Usability, Journalismus, Grafik-Design und Psychologie befasst.
- Hast du schon konkrete Pläne (z.B. nach dem Studium) fürs Leben oder bist du eher jemand, der den Tag lebt und es auf sich zukommen lässt?
So zu hundert Prozent sind die Pläne eigentlich noch nicht konkret, aber ich möchte bislang in Stuttgart bleiben und nicht erst noch dem Master hinterhergurken. Da reicht mir vorerst der Bachelor, ich will endlich richtig arbeiten.
- Lieblingstier?
Katze natürlich.
- Was siehst du als deine größte Schwäche an?
Ich bin so ein riesiger Korinthenkacker, das geht gar nicht.
- Du hättest die Chance, dich für eine Legislaturperiode als Staatsoberhaupt zu betätigen und selbst die Opposition sagt dir ihre Unterstützung zu. Würdest du die Chance nutzen und wenn ja, was würdest du ändern wollen, wenn nein, warum nicht?
Warum nicht? Weil ich mich dafür viel zu wenig auskenne. Da müssten mir aber gute Vorarbeiten vorgelegt werden, damit ich mich richtig engagieren kann.
- Was war für dich das bislang schönste Erlebnis im Hinblick auf die Musik. Gab es irgendein besonderes Konzert, eventuell eine tolle Unterhaltung mit einem Künstler oder etwas anderes, was du wohl nie vergessen wirst?
So ein einziges Konzert könnte ich gar nicht herausgreifen, da sie doch alle sehr unterschiedlich sind. Ich bin eigentlich fast jede Woche auf mindestens einem Konzert, da erlebt man relativ viel. Aber am schönsten finde ich immer noch, wie ehrlich viele der Künstler sind. Sie schreien da ihre innersten Emotionen raus in die Menge, lassen dich an ihren Gefühlen teilhaben und verarbeiten einiges an Zeugs. Nach dem Konzert rennen sie dann runter von der Bühne und plaudern mit Fans am Merch, das erlebt man eigentlich nur noch auf kleineren Shows.
Damit ich die Frage zumindest ein wenig beantworten kann: das beste Konzerterlebnis war glaube ich das Envy-Konzert von 2011 in Stuttgart. Tolle Band, tolle Atmosphäre, war einfach klasse. Am letzten Wochenende war ich in Köln in einer richtig kleinen Location zum Abschiedskonzert von Arktika bei gefühlt 50°C, wo eben auch eine ganz eigene Stimmung aufkommt, die länger in Erinnerung bleibt. Oder die Konzerte beim New Noise Festival in Karlsruhe in Zirkuszelten. Da hat sich so viel angesammelt, jedes Konzert hatte etwas Schönes an sich. 