EA: 'Wir langweilen die Spieler zu Tode.'

Publisher Electronic Arts wird immer wieder gerne für seine jährlichen Fortsetzungen diverser Spielereihen kritisiert. In diesem Zusammenhang sorgt jetzt der neue Vorstandsvorsitzende von EA, John Riccitiello, für eine durchaus überraschende Äußerung, zumindest für den einen oder anderen Gamer. Gegenüber dem Wall Street Journal forderte er nämlich mehr Innovationen.

Riccitiello bezieht sich dabei jedoch nicht nur auf sein eigenes Unternehmen, sondern auf die gesamte Branche. Man müsse verstärkt auf nicht so traditionelle Märkte setzen, um damit die Gelegenheitsspieler anzusprechen. Zudem sollte man mit den Verkaufsstrategien experimentieren - außerhalb des Standards von 50 bis 60 Dollar teuren Titeln mit 40 Stunden Spielzeit, die von den wenigsten Käufern vollendet werden.

„Wir langweilen die Leute zu Tode und machen Spiele, die immer schwieriger zu absolvieren sind.“, so Riccitiello. Als Beispiele für solch innovative Titel nennt er beispielsweise Activisions Guitar Hero, Vivendis World of WarCraft oder Rock Band, bei dem Electronic Arts mit MTV und den ehemaligen Guitar Hero-Machern Harmonix zusammenarbeitet.

Fortsetzungen hält Riccitiello jedoch weiterhin für eine gute Strategie, sofern sie einfallsreicher sind als in der Vergangenheit. „Die meiste Zeit wiederholt sich die Industrie. Es gab viele Produkte, die wie das Spiel aus dem vorangegangenen Jahr aussahen, das wiederum sehr an dessen Vorgänger erinnerte.“

Quelle:Eurogamers.de

:smiley: Sorry,aber das das ausgerechnet von den Weltmeistern der Fortsetzungen kommt,ist nahe am Rand der Lächerlichkeit.

Aber mal zu den Fakten.
Nintendo macht es zur Zeit allen vor,wie man neue Kunden im Videospielegeschäft erschliesst. Nun hört man auf einmal überall:„Wir haben jahrelang nur Scheisse produziert“.„Wir müssen uns ändern“,ja sogar die Spieler langweilen sich zu tode.
Da sich eine Sache mit den Jahrzehnten weiterentwickelt und anspruchsvoller wird,liegt an selbiger Natur. Da sich die Formel 1,alle drei bis fünf Jahre selbst einbremst,sind wir ja gewohnt.Das aber die Videospiele Industrie das tut,ist mir nicht so ganz klar.Logischerweise ist ein Spiel mit 40 Stunden Spiellänge nicht jedermanns Sache.Aber wer hat denn diesen Einheitsbrei, die ganzen Jahre ,den Usern vorgesetzt? Es wurde vorgesetzt und es hat gefressen werden müssen.
Nintendo hat Jahrelang den Usern vorgekaut,welche Spiele nach Meinung des Konzerns „richtig“ seien.Das hat Nintendo im Konsolenbereich fast an den Rand der Bedeutungslosigkeit geführt.Die Folge war ein rückbesinnen auf alte Werte,bei denen es in erster Linie um den Spass ging. Nun verkauft Nintendo rekordmässig und alle sehen es als der Stein der Waisen an. Das ist aber nur bedingt richtig.Es gibt wohl Spieler die anspruchsvolle Simulationen lieben und einzig allein deswegenn daddeln.
Vielmehr ist nun hoffentlich keine Wende zum anderen Extrem zu beobachten.
Einfache Spiele kostenweniger Geld und haben dadurch eine höhere Rendite.
Das ist toll.
Ich möchte aber endlich mal wieder jedes Genre bedient haben.Wo bleiben 2D Jump´n run oder erstklassische Beat em up(mit neuen Ideen).
Ich bin ja auch für neue Ideen,aberf vergesst bitte die alten Genre nicht.
Und noch eines bitte.
Lasst die User entscheiden was sie wollen und nicht die Abverkaufszahlen.

Jo, hoffe auch, dass eine gute Balance zwischen den tiefgehenden, großen Spielen und den einfach spassmachenden Spielen gefunden wird. Mir persönlich gings die letzten Jahre aber wirklich so, viele Spiele wurden zu komplex, zu viel TamTam, zu schwer, zu lang. Guter Umfang ist immer ein Muss, aber der muss dann sinnvoll und spassig gefüllt sein, so dass man Spass hat weiter zu spielen. Das hat mir bei vielen Spielen in den letzten Jahren gefehlt.

Aber ich finde diese Balance sehr wichtig, wenn man diese bei den Entwicklern gefunden hat, denke ich wird der Videogamemarkt noch stärker wachsen als bisher. Bin froh, dass auch die (ich übernehm mal von dir, Gonzo^^) „Entdecker des Steins der Weisen“ (von weise sein, nicht von den elternlosen Kindern :wink: ) Nintendo sich noch auf diese Balance konzentrieren.

Natürlich sollte man aber nicht die Gelegenheitsspieler immer mit den Minigamesüchtigen gleichsetzen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass manch Gelegenheitsspieler gerne mal ein komplexeres Jump ´n run zockt, wenn es denn entprechend einfach aufgebaut wird und dem Spieler nicht von Beginn an eine Erfahrung von 20 Jahren in dem Bereich abverlangt :slight_smile:

Aber wie meinst du dass mit den usern entscheiden lassen? Ich denke mal, die Entwickelr werden kaum hunderte Umfragen starten, bevor sie ein neues Projekt beginnen, da sind die Verkaufszahlen doch für sie imo das einfachere und deutlichere Indiz (obwohl es natürlich gerne zu solch Fortsetzungswahn wie bei EA führen kann, aber man sieht doch, die Leute kaufen es immer wieder).

Ich frag mich immer wie ein Videospiel ernsthaft zu lang sein kann. Ich verstehs einfach nicht. Wenn mir das Spiel Spaß macht, wenn ich es gerne und intensiv Spiele zahlt sich n großer Umfang doch positiv aus. Wenn man kein Bock mehr hat dann hört man halt auf.

Außerdem seh ich das generell anders. Meiner Meinung nach sind die neueren Spiele zu kurz. TP nach 40 h durch, GoW nach 9h (!!) Das einzige aktuelle Spiel, das ich kenne und das ne gescheite Spiellänge hat ist R6V.

Tp 40 h fürn Action Adventure ist imo absolut ok. Natürlich ist n langer Umfang gut, aber wie ich oben schon gesagt hab, dann muss das Spiel auch bis zum Ende Spass machen und nicht in Arbeit ausarten. Und wenn ich keinen Bock mehr hab, aufhören? Dann ist der ganze sinn des Spiels verloren, ich hab keinen Bock mehr, mach nicht weiter, seh das Ende nie –> 50€ verschwendet.

Erkennt keiner die Ironie wenn so eine Aussage von einem EA-Beschäftigten kommt?

Ein gutes Videospiel dem man anmerkt, dass es einem hohen qualitativen Anspruch gerecht werden will, dem man anmerkt, dass kluge Köpfe sich viel Mühe gegeben haben (Spieltiefe, Unterhaltungswert), ein Spiel, was auch einen gewissen künstlerischen und ästhetischen Anspruch erfüllt (Design und Grafik), mit einem Alleinstellungsmerkmal, so ein Spiel hat mich noch nie gelangweilt.

Was mich langweilt sind hunderte von Klon-Spielen, uninspiertes Design, Spiele, die nur die schnelle Mark bringen sollen und die man nach fünf Spielminuten im Geiste schon abgehakt hat. Genau dafür steht EA.
Dass ausgerechnet EA und Nintendo sich jetzt die Hand reichen hätte ich vor einem Jahr nicht für möglich gehalten und macht mir etwas Angst um die Zukunft von „meinem Medium“. Mal abwarten.

Obwohl sich EA für mich schon n bisschen rehabilitiert hat im Bezug auf N Konsolen: Boogie, My Sims. Das sind echt einzigartige, liebevolle Spiele. Auch die Wii-Steuerung bei den Sportgames ist besser als bei dem Großteil der anderen Dritthersteller. In dem Sinne ist EA qualitativ imo wieder n Stück auf dem Weg nach oben (Auch wenn der Weg lang ist). bestes Gegenbeispiel ist imo Ubisoft, die in letzter Zeit kaum das erfüllt haben, was du angesprochen hast.

Das EA beim Wii führend ist spricht imo nicht FÜR EA sondern GEGEN alle anderen Entwickler. Dennoch verkauft sich der Wii wie nichts gutes. Was ich von EA gespielt habe war der gleiche uninspierte Kram den sie immer fabrizieren, nur mit neuer Steuerung. Und das macht kein gutes Spiel.
Aber es scheint sehr profitabel zu sein für Wii zu entwickeln, es ist ja schon beeindruckend wie stark EA aufeinmal umschwenkt im Vergleich zur „alten“ Generation.

Man muss sein Fähnlein eben immer schön in den Wind hängen. Wenn die Verkaufszahlen irgendwann einbrechen sollten, werden sie ganz schnell wieder zu den anderen Konsolen hingehen. Finds auch schon irgendwie komisch das der Obermeier von EA soetwas sagt aber vielleicht hat es ja auch sein gute und es ändert sich was.

Original von Yoshi88
Jo, hoffe auch, dass eine gute Balance zwischen den tiefgehenden, großen Spielen und den einfach spassmachenden Spielen gefunden wird. Mir persönlich gings die letzten Jahre aber wirklich so, viele Spiele wurden zu komplex, zu viel TamTam, zu schwer, zu lang. Guter Umfang ist immer ein Muss, aber der muss dann sinnvoll und spassig gefüllt sein, so dass man Spass hat weiter zu spielen. Das hat mir bei vielen Spielen in den letzten Jahren gefehlt.

Aber ich finde diese Balance sehr wichtig, wenn man diese bei den Entwicklern gefunden hat, denke ich wird der Videogamemarkt noch stärker wachsen als bisher. Bin froh, dass auch die (ich übernehm mal von dir, Gonzo^^) „Entdecker des Steins der Weisen“ (von weise sein, nicht von den elternlosen Kindern :wink: ) Nintendo sich noch auf diese Balance konzentrieren.

Natürlich sollte man aber nicht die Gelegenheitsspieler immer mit den Minigamesüchtigen gleichsetzen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass manch Gelegenheitsspieler gerne mal ein komplexeres Jump ´n run zockt, wenn es denn entprechend einfach aufgebaut wird und dem Spieler nicht von Beginn an eine Erfahrung von 20 Jahren in dem Bereich abverlangt :slight_smile:

Aber wie meinst du dass mit den usern entscheiden lassen? Ich denke mal, die Entwickelr werden kaum hunderte Umfragen starten, bevor sie ein neues Projekt beginnen, da sind die Verkaufszahlen doch für sie imo das einfachere und deutlichere Indiz (obwohl es natürlich gerne zu solch Fortsetzungswahn wie bei EA führen kann, aber man sieht doch, die Leute kaufen es immer wieder).

Es geht einfach darum,daß auf die Abverkaufszahlen geschaut wird und das, was gut geht,wird weiter produziert. Es sollten auch mal Produkte realisiert werden ,die momentan nicht auf dem Fokus stehen.Vieleicht tun sich ja da ganz neue Möglichkeiten auf. :wink:
Eben mal den Kunden entscheiden lassen…

PS:Das mit den W(a)isen…äh Weisen.Das kommt wenn man schon total müde und im dunkeln schreibt. :dd: :ab: