Helen Memel (Carla Juri) ist eine sehr „unmädchenhafte“ 18-Jährige, die immer ausspricht, was ihr in den Sinn kommt und reihenweise gesellschaftliche Tabus bricht, besonders im Hinblick auf ihre Sexualität. Hygiene ist für sie ein Fremdwort. Trotz ihrer ungewöhnlichen Art wünscht sie sich nichts mehr, als dass ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenfinden und die Familie wieder heil wird. Diese sind einer Wiedervereinigung jedoch eher wenig zugeneigt und so bleibt Helen nur ihre beste Freundin Corinna (Marlen Kruse), mit der sie durch dick und dünn geht und immer wieder unkonventionelle Sachen anstellt. Eines Tages verletzt sich Helen bei einer Intimrasur und muss daraufhin ins Krankenhaus. Schon bald steht auch da alles Kopf, denn mit ihrer Art erregt sie immer wieder das Interesse ihrer Mitmenschen. Besonders der Krankenpfleger Robin (Christoph Letkowski) hat es ihr angetan, dem sie schon bald darauf den Kopf verdreht.
Das bekannte „Skandalbuch“ von Charlotte Roche erhält jetzt auch seine Verfilmung, die am 22. August in den deutschen Kinos startet. Wird sich das jemand freiwillig antun?
Sicherlich nicht, da solche „Skandalbücher“ meist genauso spektakulär sind wie alle anderen, nicht total gehypten Bücher in den selben Genres. Das wirkt dann alles zu klischeebeladen und extremst übertrieben.
Aber mal eine andere Frage: Wer wird es sich freiwillig antun dürfen („Och Schatz, ich möchte aber so gerne in den Film“)?
Warum denn Spießer? Wenn ich mir versaute Sachen angucken will - seien sie auch noch so pervers -, gehe ich auf entsprechende Internetseiten Dafür brauch ich keinen Kinofilm (und auch keinen Roman).
Man muss ja nicht jeder Kuh, die durchs Dorf getrieben wird, hinterherrennen. Denn nur weil das Buch damals als großer Skandal galt (ähnlich dem von Hori erwähntes Shades of Grey) muss man es noch lange nicht verfilmen, aber da war wohl die Verlockung in Form von Geld einfach zu hoch.
Eine Runde Mitleid? Naja, vielleicht gefällt er dir ja, du „Nicht-Spießer“
Habt ihr das Buch denn gelesen? Wenn ihr es nur aufgrund seiner Thematik verurteilt und derart provozierende Inhalte pauschal als Geldmacherei abschreibt, dann ist das durchaus ziemlich spießig.
Ich hab es übrigens nicht gelesen und hab daher auch keine Meinung dazu.
Ich hab es so… knapp über die Hälfte gelesen. Und dann zur Seite gelegt, weil es einfach für meinen Geschmack zu schlecht geschrieben war und die Story auch irgendwie zu belanglos. Daher wird auch der Film weitgehend ignoriert.
Nach der Leseprobe, die einem schonmal von dem schrecklichen Schreibstil „ueberzeugt“, will ich mir garnicht vorstellen wie ein entsprechender Film dazu wird
Aber gerade weil es ja ach so skandaloes war/ist werden sich sicher genug Willige finden, die den Film gucken
Soweit ich es mitbekommen habe, soll es keine 1:1-Verfilmung sein. Während das Buch (scheinbar) auf sexuelle Entgleisungen und den Ekelfaktor setzt, soll man im Film eher auf die Menschen eingehen und die Psyche. Oder so…