Habt ihr einen 3D Drucker?

Hallo allerseits,

ich habe mich vor Jaaaahren mal ganz rudimentär mit 3D Druckern beschäftigt und obwohl ich die Idee ganz nett fand, so habe ich das Thema damals als zu frickelig und mit zu wenig echten Usecases verworfen.

Jetzt bin ich aber zufällig auf dieses Video hier gestoßen und finde durchaus beeindruckend, was hier zum Teil so gedruckt wird und wie praktisch das sein kann:

Mir ist schon bewusst, dass sowas eher die Ausnahme, als die Regel sein dürfte, aber dennoch hat das dazu geführt, dass ich mir überlegt habe, mich mal wieder etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen.

Habt ihr einen 3D Drucker? Wofür nutzt ihr das?

Habe mir vor gut 1,5 Jahren einen 3D-Drucker gekauft, einen Ender 3 V3-SE. Ich nutze den immer mal phasenweise, bspw. wenn ich irgendwas cooles im Internet sehe oder mir einfach danach ist. Oft dann irgendwelche Figuren, Deko oder so.
Ansonsten natürlich für “praktische” Dinge v.a. kleinere Ersatzteile, wenn irgendwo mal was aus Plastik abbricht. Oder letztens mal einen ganz einfachen Roboterarm (dann noch mit Motoren usw. ausgestattet) - einfach aus Spaß an der Freude. Insgesamt könnte es natürlich mehr sein, aber die Zeit…

Was ich insgesamt sehr schön finde ist, dass man die Drucker relativ gut noch erweitern kann. Also sogar, wenn man ein günstigeres Einsteigermodell wählt, lässt sich da durch Zukaufteile noch viel modifizieren und rausholen. Hab bei meinem auch schon diverse Sensoren und ein Touchpanel nachgerüstet.

Ich besitze selbst keinen 3D-Drucker. Zum einen benötigt ein Gerät inklusive Zubehör recht viel Platz, zum anderen ist die Anschaffung teuer, und es stellt sich natürlich die Frage, wie häufig man ihn tatsächlich nutzt.

Grundsätzlich finde ich 3D-Drucker aber sehr interessant. Hätte ich den Platz für eine kleine Hobbywerkstatt, würde sich früher oder später vermutlich auch bei mir ein 3D-Drucker einfinden.

Trotzdem habe ich bereits einige Dutzend Gegenstände aus dem 3D-Drucker zu Hause. Querbeet, meist irgendwelche speziellen Halterungen. Ein Beispiel ist der Wäschekorb von Ikea für Wickeltische, der nur an Seitenwänden mit einer bestimmten Dicke befestigt werden kann. An meinem Wickeltisch hätte ich ihn vorne anbringen müssen, da die Seite hinten doppelt so breit ist. Weil ich ihn aber unbedingt hinten montieren wollte, habe ich mir eine Sonderanfertigung drucken lassen, mit einem Halter für die doppelte Breite. Ähnlich ist es mit verschiedenen Haltern für meine Werkzeugwand oder mit Projekten aus dem Retro-Modding-Bereich, etwa einem Gehäuse für meinen Open-Source-Cartridge-Reader oder Halterungen, um einen Raspberry Pi Zero in ein NES-Gehäuse einzubauen. Solche Dinge eben.

Ich kenne einige Leute, die mir kleinere Drucke unkompliziert anfertigen. Die erwähnte Sonderanfertigung habe ich mir von einem Bekannten aus einem Forum entwerfen und drucken lassen. Darüber hinaus gibt es auch Online-Dienste, bei denen man 3D-Drucke bestellen kann und eine große Auswahl an Materialien und Farben hat. In größeren Städten bieten außerdem viele Bibliotheken sogenannte Maker-Labore an, in denen man ebenfalls Zugriff auf 3D-Drucker bekommt.

Für mich persönlich würde sich die Anschaffung eines eigenen 3D-Druckers daher nur lohnen, wenn ich das 3D-Drucken selbst als Hobby betreiben wollte. Dinge zu drucken, statt sie zu kaufen, spart nur dann Geld, wenn man sehr häufig druckt und so Material- und Gerätekosten ausgleicht. Einzelne Spezialanfertigungen bekommt man dagegen auch problemlos über andere Wege.

Ist, denke ich, dabei die pragmatische Einstellung. Wenn das nicht als Hobby siehst, dann lässt sich so eine Anschaffung eigentlich fast nicht rechtfertigen. Vor allem, weil es dann doch kein ganz günstiger Spaß ist.

Habe auch lang mit mir gerungen, aber am Ende hat sich der Ingenieur in mir durchgesetzt. Vorteil daran ist, dass ich dadurch auch ein wenig mehr Übung in CAD bekomme - damit würde ich mich ohne konkrete Mission nicht beschäftigen.