Grammatik:
1.Das Verb steht immer am Ende des Satzes.
2.Verben werden nicht konjugiert, es gibt also keine verschiedenen Verbformen für verschiedene Person, Geschlecht oder Anzahl.
3.Es gibt keine Artikel.
4.Die meisten Verben haben keinen Plural.
4.Partikel werden am Ende eines Wortes oder Satzes angefügt, um eine Beziehung zwischen Worten herzustellen, oder eine weitere Bedeutung hinzuzufügen.
5.Subjekt und Objekt sind im Satz oftmals gleichgestellt und die Bedeutung ergibt sich meistens aus dem Kontext.
6.Es gibt verschiedene Höflichkeitsformen, deren Beachtung unbedingt erforderlich ist.
Wie verwende ich die Partikel „wa“, „mo“, „ka“ und „no“ ?
Diese drei Partikel dienen, neben einigen anderen, dazu, Beziehungen zwischen Wörtern oder Wortgruppen herzustellen
• Substantiv+wa: macht deutlich, daß dieses Substantiv das Subjekt dieses Satzes ist.
z.B.: Watashi wa gakusei desu. Ich bin Student.
• Substantiv+mo: wird wie „wa“ verwendet, bringt aber zusätzlich noch zum Ausdruck, daß etwas auch so ist
z.B.: Scraven-sensei mo gakusei desu. Master Scraven ist auch Student.
• Substantiv+ka: mit diesem Partikel am Satzende, wird der Satz zum Fragesatz
z.B.: Scraven-sensei wa gakusei desu ka. Ist Master Scraven Student?
• Substantiv+no: verbindet zwei Substantive und ist im Prinzip eine Genitiv-Konstruktion, eine Abhängigkeit aufzeigend oder besitzanzeigend.
z.B.: Watashi wa Kyoto daigaku no gakusei desu. Ich bin Student der Kyotoer Universität.
Wie bilde ich einen Fragesatz?
Es gibt im Japanischen drei Möglichkeiten einen Fragesatz zu bilden, wir wollen hier auf zwei davon eingehen.
• mit dem Partikel „ka“ am Satzende: mit diesem Partikel am Satzende, wird der Satz zum Fragesatz
z.B.: Anata wa gakusei desu ka. Sind Sie Student?
Wichtig: Die Antwort muß unbedingt hai (ja) oder iie enthalten, alles andere ist sehr unhöflich! Hai, gakusai desu. Ja, ich bin Student.
• mit einem Fragewort
z.B.: Ano hito wa dare desu ka Wo ist er?
Beachte: Das Fragewort muß dabei nicht unbedingt am Satzanfang stehen.
Wie verwende ich „desu“? “desu" wird am Ende eines Satzes angefügt, wenn dieser ansonsten mit einem Substantiv oder Adjektiv enden würde. Außerdem wird der Satz bei Verwendung von „desu“ höflicher.
• ausdrücken von Zustimmung: desu am Satzende
z.B.: Kore wa hon desu. Das ist ein Buch.
• Verneinung: dewa arimasen
z.B.: Kore wa hon dewa arimasen Das ist kein Buch.
Wie stelle ich eine Alternativfrage?
o (Stellen Sie sich vor, man fragt Sie, was Sie trinken wollen, Sake oder Bier - und Sie verstehen es nicht !!)
Ganz einfach - man fragt einfach mehrere Alternativen, alle wie eine normale Frage auf „ka“ endend.
z.B.: Kore wa shashin desu ka, shinbun desu ka. Ist das eine Zeitschrift oder eine Zeitung?
Aussprache:
Vokale lesen sich im Japanischen wie im Deutschen.
Ein einfaches I oder U nach einem Konsonant wird beim Sprechen verschluckt, z. B. Wakarimasu wird nahe an „wakarimass“ gesprochen, mit einem leisen stummen U als Nachklang.
Doppel-Vokale sind lang: „Kuu“ klingt wie Kuh.
E wird nach anderen Vokalen immer gesondert ausgesprochen „ie“ also i-e.
AI wird nicht getrennt gesprochen, sondern wie im Deutschen: kein Hokka-ido, sondern Hokkaido
Konsonanten werden meist wie im Englischen gelesen.
Ch: tsch, wie in Tschüss
F: gehaucht, nahe an H
H vor i und als Hy: ch wie in ich
J: wie im englischen Namen Jo (zwischen dsch und dj)
R: weiches Zungen-R, zwischen R und L
S: wie sz, auch am Wortanfang
Y: j, wie in New York, außer nach H
Z: weiches s, wie in Sand
Bei Doppelkonsonanten (z. B. kk in Hakkai), wird eine kurze Pause gemacht, bei der der Konsonant kurz im Halse steckenbleibt und dann ausgesprochen wird.
Einfache Konsonanten nach einfachem Vokal werden wie Doppelkonsonanten im Deutschen gesprochen. „Haken“ klingt wie HackEn (Betonung auf der zweiten Silbe).
Kombinationen sind etwas schwierig in einem Zug auszusprechen, z. B. nyoi (njoi zu sprechen). Nach etwas Gewöhnung gelingen auch Zungenbrecher wie Shichiji (7 Uhr): Schtschdj
Aussprache bei Kombination von Worten:
Endet ein Wort auf chi/tsu/ki/ku (stummer Vokal)
und wird es mit einem anderen Wort zu einem neuen Begriff zusammengesetzt
und dieses Wort beginnt mit einem der Konsonanten h/s/k/t/ch,
so wird dieser Konsonant verdoppelt und die letzte Silbe des ersten Wortes fällt weg, wenn die Aussprache dadurch zu erleichtern ist.
Beispiel: Roku und Kiro (Kilometer) wird Rokkiro - 6 km
aber: ki nach ki wird weich (s. u.): Kabushiki-gaisha - AG
Sonderregeln:
• h wird pp: Roku und Hyaku wird Roppyaku - 600
• nur nach chi und tsu wird s zu ss: Ichi und Sen wird Issen - 1000
• chi wird tchi
Bei auf n endenden Worten gilt entsprechend:
• n plus h wird zu mb: San und Hyaku wird Sambyaku - 300
• n plus m wird mm
Bei anderen zusammengesetzten Worten wird bei Kombination der Konsonant zu seiner weichen Form, ebenfalls zum Zweck der flüssigeren Aussprache:
• k wird g (Kaisha zu -gaisha)
• s wird z (Sumo zu -zumo)
• t wird d (Tokei zu -dokei) - tsu wird „zu“ (Tsutsumi zu -zutsumi)
• ch wird j
Japanische Zahlen
Laut Abzählen von Gegenständen:
- 1 hitotsu - 2 futatsu - 3 mittsu - 4 yottsu - 5 itsutsu
- 6 muttsu - 7 nanatsu - 8 yattsu - 9 kokonotsu - 10 to
Diese rein japanische Zählweise geht nur bis 10.
11 und mehr kann damit nicht gebildet werden.
Laut Zählen von eins bis zehn, vor allem bei gemeinsamen Trainingsübungen und beim Schnellzählen:
1 ichi 2 ni 3 san 4 shi 5 go 6 roku 7 shichi 8 hachi 9 ku 10 ju
Dies ist die aus dem Chinesischen stammende Zahlenreihe.
Normale Zählweise:
1 ichi 2 ni 3 san 4 yon 5 go 6 roku 7 nana 8 hachi 9 kyuu 10 juu
Die 4 klingt genauso wie das Wort für Tod (shi) und ist deshalb die Unglückszahl.
So gibt es in Ämtern und vor allem im Krankenhaus nie einen Schalter oder Raum 4 (14, 24 etc.). Nach 3 wird gleich mit 5 weiternummeriert.
Auch wird beim Zählen oft und in Zahlen ab hundert immer 4 „yon“ und 7 „nana“ nach der Japanischen Zahlenreihe genannt.
Bei der Uhrzeit gilt für 4 Uhr yoji, für 7 Uhr aber shichiji.
Für 9 ist die Variation „kyuu“ üblich, „ku“ kommt nur ab und zu bei der einzelnen Zahl neun vor (z. B. 9 Uhr: kuji).
Weitere Zahlen werden im Japanischen streng systematisch gebildet.
Es gibt nicht wie bei uns die Ausnahmen:
• elf (zehneins), zwölf (zehnzwei)
• umgekehrte Reihenfolge bei zweistelligen Zahlen - dreizehn ist im Japanischen 30, so wie dreihundert auch bei uns 300 ist
• unterschiedliche Zahlenbildung bis 19 und ab 20 - zehn bleibt bei uns zehn in siebzehn, aber bei sieben-und-zwanzig wird ein „und“ eingeschoben und eine eine -zig Form gebildet.
9999 ist also neuntausend-neunhundert-neunzehn-neun (kyuusen-kyuuhyaku-kyuuju-kyuu)
Zu achten ist auch auf die japanischen Ausspracheregeln bei Aufeinandertreffen bestimmter Konsonanten.
Bei 100 wird nie ein „ein“ ausgesprochen (also „hundert“ nicht „einhundert“), tausend kommt mal mit (eintausend: issen) mal ohne „ein“ vor (tausendfünfhundert: sengohyaku).
Allen höheren Einheiten werden immer mit „eine“ angegeben.
Bis 10000 wird normal gezählt:
Hunderter (-hyaku) und Tausender (-sen).
Die Basis-Einheit bei Japanischer Zählweise ist aber nicht 1000 sondern 10000 (ichi-man).
Hundert-tausend sind zehn-zehntausend (juu-man), eine Million hyaku-man.
Summen in Japanischen Statistiken werden dementsprechend meist in Zehntausendern angegeben, bzw. in den nächsthöheren Einheiten, die jeweils durch Multiplikation mit 10000 erreicht werden.
100 Millionen = ichi-oku ist sehr gebräuchlich.
Die Zahl entspricht etwa der Japanischen Gesamtbevölkerung.
Wenn also von allen Japanern die Rede ist, wird oft der Ausdruck ichi-oku nin (Menschen) gebraucht.
Außerdem sind ist es vom Yenwert her im Bereich einer Million DM, ein Millionär hier entspricht dort einem oku-manchooja.
Eigentumswohnungen heißen Manshon (engl. mansion), aber besonders teuere werden Oku-shon genannt.
Billion = choo, eine Billion Yen = itchoo-en - bei Kapital von Großunternehmen und beim Staatshaushalt zu hören.
Prozent ist eine gebräuchliche Bezeichnung, aber häufiger noch wird von Zehnteln einer Summe gesprochen (wari). Preisnachlässe (wari-biki) werden fast immer in Zehnteln angegeben.
Die Zahlen:
0 = zero/rei 11 = juuichi
1 = ichi 12 = juuni
2 = ni 13 = juusan
3 = san 14 = juushi/juuyon
4 = yon/shi 15 = juugo
5 = go 16 = juuroku
6 = roku 17 = juushichi/juunana
7 = nana/shichi 18 = juuhachi
8 = hachi 19 = juukyu/juuku
9 = kyu/ku 20 = nijuu
10 = juu
100 = hyaku
1000 = sen
10.000 = ichiman
100.000 = juuman
1.000.000 = hyakuman
Die Zahlen von 11-19 werden mit Hilfe des Wortes für 10 und des entsprechenden Wortes für den zweiten Buchstaben gebildet.
17 heißt demnach „juu-nana“. Ab der 20 wird das Zahlwort für die Zehnerstelle hinzugenommen, z. B. 24 = „ni-juu-yon“.
Bei 100 geht es dann mit hyaku weiter, z. B.: „ni-hyaku-go-juu-kyu“ = 259. Entsprechend länger werden die Zahlen bei 1000.