Morrowind - Wie kommt ihr damit klar?

Da ich vor habe mich in nächster Zeit mal wieder mehr mit der Elder-Scrolls-Reihe beschäftigen will, habe ich mein Morrowind für die alte XBox wieder rausgekramt.
Ich hatte mich eigentlich nicht viel damit beschäftigt gehabt, was hauptsächlich daran lag, dass ich einfach nicht mit dem Spiel klar kam. Wieso weiß ich nicht mehr genau, ist schon etwas her. Vielleicht war ich auch einfach zu doof.

Wie dem auch sei, wie kommt ihr mit dem dritten Teil der Reihe klar, hatet ihr auch Probleme oder bin ich einfach zu ungeschickt dafür? :ugly:

Wenn du genauer die Probleme erläutern könntest, könnte man dir eher helfen. So kann man höchstens raten.

Ich hatte keine groben Probleme mit Morrowind. Bugs, Glitches und ähnliches gehören zur The Elder Scrolls-Reihe.

Ich kann mich wie gesagt nicht mehr daran erinnern was genau mein Problem war. Ist halt schon etwas her. Mich Interessierte nur ob es euch auch so gegangen ist. Wenn nicht scheints wohl an meiner Unfähigkeit damals gelegen zu haben. Werde es dann nochmal probieren ^^

Viele kommen mit der absoluten Freiheit in der TES-Reihe nicht klar. Du wirst quasi in die Welt geworfen mit einer Hauptquest, kannst dann aber machen, was du willst.
Ein weiterer Punkt, der viele verwirren könnte, ist das Berufssystem, in dem man seine Fähigkeiten nicht nach einem Level-Up verbessern kann, sondern andersrum die Fäühigkeiten levelt und durch Level-Ups in Haupt- und Nebenfertigkeiten (später generell) an Spielstufen aufsteigt.
Du solltest dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben, jedoch auch vorher vllt mal ein-zwei Guides durchblättern, welche Fähigkeiten sich am besten als Haupt- und Nebenfertigkeit eignen, denn das lässt sich später nicht mehr ändern. Skyrim machte das später besser und hob die Haupt-und Nebenfertigkeiten auf, sodass man in allen Fertigkeit-Level-Ups Punkte für den Charakterstufen-Aufstieg sammeln konnte und so beherzt rumprobieren konnte.
Des Weiteren hat meiner Meinung nach Morrowind von allen 3D-TES-Teilen, die tollste Story und das beste Rüstungssystem.
Ich kann dir zudem auch Skywind empfehlen, eine Modifikation fr Skyrim, an der derzeit viele Menschen sitzen und Morrowind komplett nachbauen.

btw: Hab mal ins Allgemeine verschoben.

Skyrim machte das später besser und hob die Haupt-und Nebenfertigkeiten auf, sodass man in allen Fertigkeit-Level-Ups Punkte für den Charakterstufen-Aufstieg sammeln konnte und so beherzt rumprobieren konnte.

Fandest du das wirklich gut? Ich fand das mit eine der schlimmsten Veränderungen von Morrowind/Oblivion zu Skyrim. Gerade dass es egal war, worauf man sich fokussiert und das man in jeder Disziplin der King sein konnte, fand ich furchtbar. Nimmt die Spannung heraus und verwässert das Ganze, imho.

Da gehen unsere Meinungen eindeutig auseinander. Ich hab um die 250 Stunden auf meinem Konto (bei nur einem Char) und hab als Schurke gespielt mit einhändiger Waffe, Schild und Bogen. Nachdem die ganzen Fertigkeiten auf 100 waren, streifte ich mir eine schwere Rüstung über, bastelte mir ein Biggoron-Schwert und machte einen auf Ultra-Kriegsmagier und muss auch nicht weiter auf Level-Ups verzichten.

Da schließe ich mich an. Ich habe ja die Anfänge der RPG mit erleben dürfen und ich habe gerade die Spiele geliebt, wo man sich wirklich seine individuellen Charaktäre bilden konnte. Als Beispiel sei da mal Wizardry8 erwähnt, wo man 11 Rassen, 16 Berufe und unzählige Fähigkeiten einstellen konnte und das bei gleich 6 Charaktären, die man dann als gruppe steuerte. Wobei die eingestellten Attribute auch wirklich noch Wirkung zeigen. Z.B. beim Schlösserknacken wurde Fingerfertigkeit verlangt, denn in eine Art Minispieleinlage mußte man sich mühsam in das Schloß einarbeiten mit seinem Dietrich und da waren gezieltes Skilling unbedingt angesagt. Es wurden aber auch Skills wie schwimmen, klettern, schmeichen, musizieren ( wichtig für den Barden, damit er nicht den falschen Ton traf ), Waffenkunde, … angeboten. :wink:

Heute gibt es oft nur einen Einheitsbrei und man ist froh wenn man überhaupt noch was zum einstellen bekommt und wird oft mit 4 Rassen und meist 3 Berufen abgespeist. Die wenigen Punkte, die man dann auf max. 10 Attribute aufteilen kann, zeigen meist nicht mal irgendeine wirkung im Spiel.

Das scheint aber heutzutage von vielen RPG-Spieler erwünscht zu sein, zu denen auch mein Sohn zählt, der bei dem oben erwähnten Beispielspiel überfordert zeigte und er froh ist, dass man heutzutage vieles, wenn nicht alles vorgekaut bekommt. Sein Kommentar: „Ich will spielen und mich hier nicht mit dem ganzen Einstellgedöns abplagen.“ :smiley:


Zur Threadfrage:
Ich fand mich bei Morrorwind direkt zurecht und kam gut damit klar, nachdem die ganzen Bugs weggepatched waren. Je mehr ich selbst machen kann beim Spielen, bei der Charktereinstellung und wo auch immer, desto mehr spricht mich ein Spiel an. Ich zähle mich aber zu den Hardcore-PRG´ler und die sterben langsam aus, so wie es aussieht. :wink:

Ich denke genau das ich Heldi Punkt. Wenn man Meister in allem sein kann, wozu dann überhaupt die Entscheidung haben?

Ich weiß, was Heldis Punkt ist.

Welche Entscheidung? Die frühzeitige Entscheidung ist ja, was mich stört. Du kommst in Morrowind an, hast von nix eine Ahnung, sollst jetzt aber schon mal sagen, was deine Fähigkeiten sein sollen, die du die nächsten 100+ Stunden trainierst. Dir wird von vorneherein die Möglichkeit genommen, dich im Verlauf des Spiels umzuentscheiden. So sehe ich das.

Wizardry 8 .. das ist wirklich hardcore .

bei den Elder Scrolls Spielen crafte ich eigentlich nie .. ist mir viel zu stressig .. lieber Loot verticken und versuchen gutes Zeugs zu kaufen
mir geht es in Spielen nicht darum das beste Zeugs im Spiel zu haben sondern das was mir am besten gefällt/zusagt
deswegen heißt es ja "Rollen"spiel und nicht Competitve game
finde es auch bei Skyrim extrem unglaubwürdig das meine zierliche Schleich/Bogenexpertin Waldelfe sich in Tavernenschlägereien verwickelt werden muss und sich Zweihänder schmieden kann … „freie Charakterentwicklung“ ist ja was schönes aber bitte steckt mal ein paar Grenzen … bei Tactics Ogre finde ich es z.B. toll das man als Cleric keinen Bogen benutzen darf. :slight_smile:

Ich hab Oblivion und Skyrim zwar noch nicht gespielt, aber kann die Kritik hier nicht ganz verstehen.

Man kann in Morrowind doch genauso alles lernen und jeden Skill aufs Maximum bringen. Der einzige Unterschied ist doch der Anfangswert des Skills und ob eine Verbesserung auf ein reguläres Level Up hinwirkt. Aber ich kann doch auch in Morrowind als reiner Kämpfertyp beginnen und im Spielverlauf auf Meistermagier skillen. Hab ich auch gemacht…war überall Gildenmeister.

Zum eigentlichen Thema: Kann mich an keine Einstiegsprobleme erinnern, ausser das ich beim ersten Mal kaum das Hauptquest verfolgt hab, ab dem Zeitpunkt, bei dem man von Caius in irgendeine alte Ruine/Höhle geschickt wurde. Weiss aber nicht mehr woran das lag. Evt. nicht gefunden aufgrund englischer Wegbeschreibung o.ä.

Mein Beitrag sollte eher aufzeigen, dass die Anforderungen für die Charkterentwicklung ständig geringer werden und auch bei Elder Scroll schleichend die Einstellmöglichkeiten abgespeckt. Wobei es bei Elder Scroll immer noch im für mich persönlich zufriedenstellenden Bereich liegt. Da wurde z.B. bei Dragon Age 2 wesentlich mehr reduziert und auf Einheitsbrei hingearbeitet. Was auch ein Grund mit ist, dass ich bis jetzt Dragon Age 3 noch nicht gekauft habe, da auch dort anscheinend immer noch recht wenig vorhanden ist und es ebenfalls nicht an Dragon Age 1 ran kommt. Da warte ich erstmal ab wie es in dem Bereich wirklich aussieht.

Außerdem spielt eine gute Story bei mir eine wichtige Rolle bzw. ich liebe die Open World Areale wo man selbst seinen Weg wählen kann und in den Bereichen hat mich Elder Scroll noch nicht enttäuscht. Also wenn der Eindruck entstanden sein sollte, das ich Oblivion und Skyrim für mies halte, will ich das hiermit gerade rücken. Beide Programme gehören für mich zum guten Durchschnitt und es deshalb wert gespielt zu werden. :wink:

War nicht auf dich bezogen, ich hab da eigentlich ähnliche Vorlieben wie du.

Geht mir nur darum, dass man in Morrowind auch schon die Möglichkeit hatte, einen absoluten Alleskönner zu spielen und nicht erst in Skyrim.

Wenn man was eingeschränkteres haben will, könnte man auch Gothic nennen. Dort find ich das ganz gut gelöst. Grundsätzlich von Anfang an zwar alles möglich, aber man bekommt nur recht limitierte Verteilungspunkte und muss für sich selbst im Spielverlauf Prioritäten setzen.

Ich hab mal lange Zeit Morrowind bei einem meiner LieblingsLPer verfolgt. Und ich hab das wirklich genossen.

Später hab ich mir die GotY-Version von Morrowind zugelegt. Ich habs so bestimmt über 12h gespielt und… ich kam einfach nicht rein. Ich wollte das Spiel wirklich gern haben und darin versinken, aber ich schaffte es einfach nicht. Das was viele hier als Freiheit betiteln, kommt mir bei Morrowind einfach wie die ewige Suche nach der Nadel im Heuhaufen vor. Und dies geschieht in einer Handlung, die jetzt sowieso schon nicht so mitreißend ist. Zudem will man ja in so einer großen Welt nicht immer nur der Hauptquest folgen und… ich weiß es nicht. Ich komme auf Morrowind einfach nicht klar, wenn ich damit allein Spaß haben will. So wie ich das sehe, würde mir Skyrim da in einigen Punkten deutlich besser zu Gesicht stehen. Aber ich hab so schon genug zum Zocken aktuell. ^^

Hm, interessant dass ihr so verschiedene Erfahrungen mit dem Spiel gemacht habt. Ich denke ich werde ihm in den Weihnachtsferien noch eine Chance geben und mich erneut daran Versuchen.
Mit skyrim und Oblivion komme ich alledings wesentlich besser klar. Vielleicht war das damals aber auch einfach zu viel neuen für mich. Ich hatte bis dahin nie ein vergleichbares Spiel gespielt.

Ich glaube ich war damals zu jung für so ein großes RPG. Ich war zwar schon 13-14 Jahre wie ich es das erste mal gezockt habe, aber ich hatte außer in GTA noch nie eine so große Spielwelt erlebt und ein derart riesiges, komplexes RPG hatte ich überhaupt noch nie wirklich ausprobiert. Also habe ich das ganze wie ein Fantasy GTA gespielt - und erstaunlicherweise hat das sogar ganz gut funktioniert (Skills werden ja aktiv verbessert und nicht nur durch Levelaufstiege). Als ich irgendwann zusätzlich zu meinen Schwertern, Bögen und Schildern ein paar kleine Zaubersprüche hatte, pflügte ich munter durch die kleinere Monsterwelt (die stärkeren Gegner lernt man schnell zu meiden ^^) und hatte durchaus einigen Spaß damit. Doch mir war damals noch nicht bewusst was mir alles entging. Die vielen Quests und Gespräche die die NPC zu bieten haben, waren mir damals zu undurchsichtig und vor allem zu viele. Als noch relativ unerfahrener Zocker der bis dahin eher lineare Spiele gewohnt war, bot Morrowind einfach zu viel Freiheit. Ich wollte mich einfach wie gewohnt an die Haupthandlung halten, doch früher als gedacht musste ich mir die Fragen stellen „Wo ist die Überhaupt“ und „Wo muss ich eigentlich hin?“…
Und da die NPCs derart viel zu erzählen hatten und das Questlog schneller voll war als ein Japaner auf dem Oktoberfest, waren die Fragen von vorhin schnell vergessen und ich konzentrierte mich eher darauf alles zu klauen was nicht bewacht wurde und jeden nieder zu knüppeln der das gleiche nicht vorher mit mir gemacht hat. Irgendwann ging es nur mehr darum so viele Gegner wie möglich zu entdecken, die Karte so weit es ging offenzulegen, die Insel einmal umrunden - solchen banalen Kram halt.
So wurde mir TES 3 aber schneller langweilig als es eigentlich verdient hat. Erst Jahre später, nachdem ich Oblivion einige Zeit gespielt hatte, hab ich Morrowind nochmal rausgekramt und erkannt dass es das eigentlich wie bessere Spiel ist.
Für mich bleiben unvergessen: der Zauberer der vom Himmel fällt und diese nervigen fliegenden Dinger die ÜBERALL waren und wenn man sie geschlagen hat, traf gefühlt nur jeder hundertste Schlag XD

Ja, das hatte ich ganz vergessen. Ich hasse das Kampfsystem vom Morrowind… mir ist klar, dass dabei die Werte ausgewürfelt werden. Aber wenn man aktiv zuschlägt, und nur jeder 3. Schlag trifft… das ätzt scho gewaltig. :smiley:

Morrowind ist seit seinem Erscheinen mein Lieblingsspiel auf dem PC. Ich hatte mich seinerzeit für die englische Version entschieden, da sie deutlich billiger war als die deutsche. Von der Textmenge wusste ich beim Kauf noch nichts. Aber es hat mich sofort in seinem Bann geschlagen. In jeder Höhle konnte sich ein besonderer Gegenstand befinden. Die Ruinen waren fantastisch. Und dann die verschiedenen Fraktionen. Dass man nicht jeder gleichzeitig beitreten kann, finde ich nicht schlecht, so ist es etwas authentischer. Bei den Religionen haben sie aber eine Ausnahme gemacht. Aber beim Polytheismus ist das wohl auch nicht so wichtig.

Das Kampfsystem ist natürlich nicht perfekt. Zum einen ist Blocken rein passiv, es wird also ausgewürfelt, wann man blockt. Als Magier musste man quasi „cheaten“, wenn man nicht ewig auf einen Levelaufstieg warten wollte, aber letztendlich war man irgendwann fast overpowerd, bis man nach Mournhold oder Solstheim kam. Man darf am Anfang nur nicht erwarten, mit dem Dolch und einem Skill auf Langschwerter auch nur irgendetwas gegen eine Krabbe ausrichten zu können.

Die Bücher waren zum größten Teil interessant geschrieben. Ich habe einige Spielstunden damit verbracht einen großen Teil davon in den Bibliotheken zu lesen.

Die Wegbeschreibungen sind auch eine Klasse für sich. „Hinter dem Berg links“. Ok, was ist wohl von den 5 Hügeln der Berg? Und ist links gleich das erste links oder das links, welches kurz nach dem ersten rechts kommt? Und bin ich hier überhaupt richtig? Auch eine gewichtige Quest war die mit den goldenen Eiern.

Ein bisschen blöde war, dass man Personen, die außerhalb der Mainquest wichtig sind, einfach so töten konnte, ohne dass man irgendeine Warnung bekommen hat. Mein Tipp an alle Neueinsteiger: Tötet nur, wenn ihr angegriffen werdet.

Die PC-Fassung ist natürlich für Mods ideal, ich habe mich aber darauf beschränkt, das Spiel nur sanft zu erweitern. Einen eigenen Magierturm, lesbare Straßenschilder und irgendwann mal bessere Texturen.

Von den Waffen sind die Langschwerter am zahlreichsten, die mittlere Rüstung hat die geringste Auswahl (gab dafür für den PC auch gleich zwei kostenlose DLC, die das ein wenig korrigiert hatten), ohne Levitation kommt man an einige Stellen absolut nicht ran und Schlösser sollte man irgendwie öffnen können. Ach ja, wenn man ständig rennt, trifft man auch mit dem höchsten Waffenskill kaum noch eine von den zahlreichen Drachletten, die einen ständig umkreisen wie Geier in der Wüste. Ist die Ausdauer auf 0 sollte man etwas warten oder einen Schluck aus der richtigen Pulle nehmen.

Noch ein Ratschlag zum Schluss: Wenn ihr irgendwann einmal selbst etwas verzaubern wollt, muss Verzauberung ein Hauptteil sein, sonst wird das nie was.

Und jetzt habe ich mal wieder richtig Lust auf ein paar Stunden Morrowind, aber keine Zeit. :frowning:

Dein Text vermittelt genau die magische Stimmung, die ich damals beim Morrowind-LP meines Vertrauens empfunden habe. Toll geschrieben!

Danke Shiek.
Morrowind erzeugt in mir immer noch eine tolle Stimmung. Das mag wohl auch daran liegen, dass es bei mir damals das erste Spiel noch Jahren war. Davor hatte ich Daggerfall und StarCraft(1) gespielt. Vielleicht würde das heute anders aussehen, wenn ich zuerst mit Oblivion angefangen hätte.
Bei Morrowind braucht man noch etwas Phantasie, damit die Welt im Kopf lebendig wird. Die damalige Engine konnte das nur leicht andeuten. Trotzdem war Joschua mein Freund, wenn es um Bücher ging und Trebonius der Depp, der die Magiergilde glaubte zu leiten.

Es hatte einfach Spaß gemacht, die Welt zu erkunden, ohne sich Gedanken zu machen, dass man vielleicht etwas verpasst, wenn man nicht versucht, jede Quest zu finden. In dem Spiel steckt genug, um es mehrmals zu spielen.