Für jemanden, der neu in einen Branchenzweig einstiegen will, gilt seit jeher das Kredo „Jede News ist eine gute News!“ und so verwundert es nicht weiter, dass Sony momentan munter über ihren angekündigten Handheld PSP (PlayStation Pocket) redet. Wie Nikkei Business Publications in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hatte man schon vor fünf Jahren mit dem Gedanken gespielt, in den Handheld-Sektor zu expandieren und baute sogar einen Prototyp. Das Sony-System, welches intern unter den Namen Project ET lief, setzte schon damals auf einen TFT-Display und hatte in etwas die Ausmaße des heutigen Gameboy Advance. Als Medium wollte man auf die hauseigenen Memory Sticks setzen, während Download-Terminals in großen Kaufhäusern den Vertrieb der künftigen Spiele sicherstellen sollten.
Als das System 2000 fertig gestellt war, ist man sogar an namhafte Entwickler herangetreten, um sich deren Unterstützung zu sichern. Dass Projekt ET dennoch niemals die Marktreife erreicht hat, lag schließlich am Veto von Sony Computer Entertainment-Frontmann Ken Kutaragi. Angesichts des bevorstehenden Japan-Release der PlayStation 2 wollte er nicht das Risiko eingehen, das eigene Unternehmen mit zwei großen Neuerscheinungen zu belasten.
Nachdem die PlayStation 2 nun jedoch schon seit knapp drei Jahren auf den Markt ist, hat man scheinbar genug freie Resourcen, um den Branchenführer Nintendo zu attakieren. Dies soll vor allem über den Preis gelingen. Im Gegensatz zu den bis dato leider etwas teuren Gameboy Advance-Titel will Sony eine sehr offene Preispolitik betreiben und nur bei absoluten Spitzentiteln zwischen 50 und 60 Euro verlangen, während technisch einfachere Titel, sowie Konvertierungen wohl um die 20 und 30 Euro kosten werden. Kinofilme auf UMD könnten sogar weniger als 10 Euro kosten.
Quelle: Areapsx