Mit zwei Seiten ist der Artikel zwar für Spiegel Online-Verhältnisse recht lang, aber er ist durchaus lesenswert. Ich kann ihn euch nur ans Herz legen, zumal er erfrischenderweise auf die für Journalisten üblichen Überdramatisierungen pfeift.
Yop, das is ein echt guter Artikel der auch mal Leuten wie McRib zeigt, wieso Manhunt nunmal nicht das selbe ist wie Hitman oder sonstige Shooter und „Killergames“. Daumen hoch ^^
Wunderbarer Spiegelartikel.
Hier mal einer der Kernsätze,der genau beschreibt um was es geht.
Fakt ist: In „Manhunt 1“ fehlt diese moralische Rechtfertigung für die eigene Lust am Sadismus. Die moralische Struktur der Geschichte gibt dem Spieler keine gesellschaftlich geduldete Rechtfertigung zum Anwenden von Gewalt.
Und dennoch rechtfertigt es, in meinen Augen, immernoch kein Verbot weil jeder selbst zu wissen hat was er sich zumutet. Jugendschutz schön und gut aber als reifer Erwachsener will ich selbst für mich entscheiden dürfen und das vor allem bei der Art der Unterhaltung.
Original von Diablokiller999
Und dennoch rechtfertigt es, in meinen Augen, immernoch kein Verbot weil jeder selbst zu wissen hat was er sich zumutet. Jugendschutz schön und gut aber als reifer Erwachsener will ich selbst für mich entscheiden dürfen und das vor allem bei der Art der Unterhaltung.
Dann haben auch Nintendo und Sony selber zu wissen, was sie auf ihrer Konsole erscheinen lassen wollen und was nicht. Oder willst du sie genauso bevormunden, wie es hier dauernd verteufelt wird? Länder wollen auch selbst entscheiden, Nintendo und Sony wollen auch selbst entscheiden.
Naja, früher wurden Menschen wegen Ketzerei aufn Scheiterhaufen geworfen und die meisten Leute waren damit einverstanden. Dann wurden mal Bücher auf den Scheiterhaufen geworfen weil sie Volksverhetzung waren und die meisten Leute waren damit einverstanden. Dann warens Filme…heute werfen wir Videospiele auf einen virtuellen Scheiterhaufen und wieder sind die meisten Leute damit einverstanden.
Wen wunderts wirklich? Ich finds traurig das wir immer noch nicht aus den Fehlern gelernt haben und sie immer wieder von vorne anfangen. Für alle „Das ist doch ganz was anderes, das kann man nicht vergleichen“ Sager…Doch kann man. Den es sind immer Dinge oder auch Menschen gewesen die nicht ins moralische oder gesellschaftliche Bild der aktuellen Gesellschaft passten. Heute wissen wir zB bei der Hexenverbrennungen das sie falsch waren…mal schaun wielang dieses aufwachen bei Videospielen dauert.
Also wenn Sony und Nintendo die Veröffentlichung von gewissen Titel auf Ihren Konsolen verbieten lassen können, dann sollten sie auch die das ein oder andere Schrott-Game verbieten. X(
Ironie an
Wer will schon Manhunt 2 spielen, wenn er dafür „Monster 4 x 4“ oder die unglaublich beliebte Hugo-Serie spielen kann? Ironie aus
Naja das mit der „Grenze“ is für mich genauso umstritten wie das Spiel an sich. Wer bestimmt sowas schon was die Grenze des Vertrebaren ist?
Wie kann man sich heute erklären, dass Goldeneye indiziert wurde? Spielt man es heute ist es harmloser als die meisten 18er Shooter die hier erhältlich sind.. dabei hatte das Spiel ja nie die Aufforderung jemanden zu töten (jetz ma von den Bösewichten aus dem Film abgesehen…), sondern die Mission war immer im Vordergrund. Blut gab es auch nur als Flecken.
Damals wurde ja ohnehin viel mehr indiziert als heute, aber man sieht doch, dass sich die angebliche „Grenze“ ständig verschiebt…
Mit der „Grenzverschiebung“ hast du natürlich recht, ich bezweifle jedoch dass sich diese jetzt noch weiter verschieben wird/kann.
Wie hieß es damals bei Manhunt? „Menschenverachtendes“ Spiel oder so wurde u.a. als Grund angegeben. Solche Spiele werden es wohl niemals (und das ist in meinen Augen auch gut so) auf die andere Seite der Grenze schaffen.
Original von Raffaele
Naja das mit der „Grenze“ is für mich genauso umstritten wie das Spiel an sich. Wer bestimmt sowas schon was die Grenze des Vertrebaren ist?
Wie kann man sich heute erklären, dass Goldeneye indiziert wurde? Spielt man es heute ist es harmloser als die meisten 18er Shooter die hier erhältlich sind.. dabei hatte das Spiel ja nie die Aufforderung jemanden zu töten (jetz ma von den Bösewichten aus dem Film abgesehen…), sondern die Mission war immer im Vordergrund. Blut gab es auch nur als Flecken.
Damals wurde ja ohnehin viel mehr indiziert als heute, aber man sieht doch, dass sich die angebliche „Grenze“ ständig verschiebt…
Wer in einer Gemeinschaft lebt,der muss sich nunmal den Grenzen,die Selbige sich gesetzt hat akzeptieren.
Natürlich hat jeder so seine eigene Auslegung.Da kann man aber keine Rücksicht nehmen.
Aber genau das ist eben noch nicht passiert, es wurde noch keine Grenze gesetzt. Zumindest keine die sich anhand objektiver Kriterien feststellen ließe. Eine Indizierung an sich (oder eben keine) ist natürlich immer ein Schritt in Richtung einer festeren Grenze, aber das Beispiel von Raffi zeigt gerade ziemlich gut, wie sich in kurzer Zeit Maßstäbe in diesem Bereich komplett verschieben können. Wenn schon alles klar definiert und durchsichtig wäre, gäbe es nicht so viele Diskussionen darüber. „Gewaltverherrlichend“ ist halt ein sehr subjektiver Begriff.
Ich sehe das Ganze übrigens ähnlich wie Flek und würde die künstlerische Freiheit höher werten als den Schutz vor „gefährlichen“ Inhalten (ohne mich jetzt auf eine Diskussion über die Definition von Kunst einlassen zu wollen :bg: ).