Save-Scumming: Darf man das?

Hi,

Heldi hatte die coole Idee, das Thema aus dem Fire Emblem Thread in ein eigenes zu verschieben. Gemeint ist, dass man bestimmte Passagen eines Spiels immer wieder neu lädt, bis das gewünschte Ergebnis eintritt.

Es wurde beispielsweise diskutiert, ob das Neustarten einer kompletten Fire Emblem Misson, wenn einer der Charaktere stirbt, schon als Savescumming durchgeht. Alternativ trifft Savescumming wahrscheinlich eher das berühmte „Quicksaven“ alle paar Sekunden oder am Anfang eines jedes Zuges.

Seid ihr Savescummer?

Kurze und knappe Antwort: Nein.

Selbst wenn mir ein Spiel die Option gibt einen Zug oder eine Aktion rückgängig zu machen, und auch wenn diese Aktion nur auf eine bestimmte Anzahl limitiert ist, nutze ich solche Systeme nicht. Wenn der CPU Gegner mich strategisch überrumpelt dann habe ich das verdient.

Und ja, wenn das Spiel in eine Situation kommt wo man nicht mehr weiter spielen kann wird gezwungenermaßen neu angefangen und die Story geskippt bis ich wieder an der vorherigen stelle bin.

Mit genug disziplin werden so, je weiter man in der Story vorangeschritten ist, alle Entscheidungen immer schwerwiegender. Da können auch gerne mal ein paar Minuten Bedenkzeit genommen werden ob die Entscheidung gerade die beste ist.

Aber es sind ja nicht nur Action RPGs mit Hardcore / Permadeath Mode (Diablo, PoE) oder Strategie mit Permadeath (X-Com, Fire Emblem), auch bei Rennspielen bleibe ich mir treu: Viele moderne Rennspiele - jetzt ja auch Mario Kart - bieten eine Rückspulfunktion an. Schalte ich auch immer sofort aus. Und wenn es mich die Karriere kostet. Im echten leben kann man ja auch nicht zurückspulen oder einen früheren Save-State laden - auch wenn ich mir das manchmal für mein eigenes Leben wünschen würde :smiley:

Oder auch Arcade Games: Continue? Nein danke. 1CC or nothing!

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Ist das Neustsrten einer Mission in Fire Emblem nein Tod einer Einheit Savescumming?

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Mein erstes und letztes „Fire Emblem“ war „Path of Radiance“ für Nintendo GameCube.

Ich wusste zuvor nichts wirklich vom Gameplay, außer dass es strategisch sei. Als ich dann bitterlich feststellte, dass man Rekrutierte für immer verlieren kann, kam ich gar nicht erst auf den Gedanken, zu „save-scummen“ - wie ihr das hier nennt - sondern das Spiel abzubrechen und zu verkaufen. Seither genieße ich nur noch die Soundtracks der Spiele, rühre aber keines der Games ansich mehr an.

Muss aber auch dazu sagen, dass meine Frustrationstoleranz bei Videospielen sehr niedrig ist. Bezeichne mich selber als „leidenschaftlichen, aber schlechten Gamer“ und heiße daher Noob-Optionen immer sehr willkommen und nutze sie auch weitestgehend, wenn verfügbar. (:

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Das muss ich korrigieren, da mir einfiel, dass ich die Smart-Geräte-App „Fire Emblem Heroes“ nutze, um ohne großes Zutun Platin-Punkte zu farmen und mir mit diesen dann z.B. im My-Nintendo-Store so Schnickschnack zu holen, wie 'nen Paper-Mario-Notizblock oder 'nen Zelda-Jutebeutel. :blush:

Als ich dann bitterlich feststellte, dass man Rekrutierte für immer verlieren kann, kam ich gar nicht erst auf den Gedanken, zu „save-scummen“ - wie ihr das hier nennt - sondern das Spiel abzubrechen und zu verkaufen.

Geiler Typ. :rofl:
Ich verstehe dich voll und ganz. Ich würde PoR heute nicht mehr spielen. Ich habe jeden Tag (auch am WE) maximal 4 Stunden zum zocken und da habe ich kein Bock zu zocken und dann keinen Progress zu haben (deshalb mag ich auch keine Roguelites).

Echtes Savescumming betreibe ich bei Retro-Games. Ohne würde ich Zelda 1 o.ä. auch nicht überstehen. Oder Spiele, wo man bei Verlust aller Leben sämtlichen Fortschritt verliert. UFF!

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Wie im Fire Emblem Thread schon geschrieben: Habe das bei Zelda 1 und 2 teilweise gemacht, weil der Rückschlag da einfach zu bitter war und ich es sonst wahrscheinlich nur mit dreifacher Zeit geschafft hätte. So viel Zeit will ich nicht investieren.

Ich finde auch nicht, dass man save scumming macht, wenn man in Fire Emblem ne Mission neu startet. Ist ja nicht so, dass die sich 1 zu 1 genauso ausspiele wie vorher und man alles genau vorhersagen kann

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Jeder soll so spielen, wie es ihr/ihm Spaß macht.

Bei Retrogames nutze ich Save-Scumming, wenn mir eine Stelle viel zu schwer ist, d.h. der Zeitaufwand in keiner Relation zum Spielspaß steht. Typisch für viele Mega-Drive- und SNES-Spiele, die einfach ein unfaires Level haben, damit man das Spiel nicht nach einem Wochenende ausleihen durch hatte.

Oder eben um zu trainieren, bevor ich ein Spiel wie Contra III anschließend am Stück durchspiele.

Bei modernen Spielen macht es mir keinen Spaß. Ein Spiel wie Fire Emblem ist mit 80 Stunden eh bereits viel zu lang, und es dann noch unnötig verlängern, führt eher dazu, dass ich es ganz abbreche. Dann schaue ich lieber, ob ich nicht einen Easy-Mode spielen kann. Oder akzeptiere eben, dass mein geliebter Bogenschütze ins Gras beißt.

Wobei, wenn einem das Spiel die Möglichkeit bietet, zwei-drei Spielzüge zurückzuspulen, dann lädt es ja zum Experimentieren ein. Dann nutze ich es schonmal, nur um zu sehen, „was wäre wenn“

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Ich gebe zu, ich hab das beim Landwirtschaftsimulator 25 oft gemacht: In dem Spiel sind manche Entscheidungen welche Geräte man am Anfang kauft essenziell für das weiterkommen: wenn man zumbeispiel direkt den dicksten Mähdrescher kauft, und nur eine Erntemission macht die ein paar 1000 bringt ist man bereits raus.., und manchmal bin ich auch frustiert weil mein Businessplan nicht gleich aufgeht.. , vieleicht sollte ich aber auch einfach normal Spielen und nicht versuchen nur Aufträge für andere Bauern zu machen .. aber ich hab hier öfters das Safegame gelöscht und neu gestartet ..

Ich persönlich nutze es nicht, höchstens wenn ich neugierig bin nach dem Motto „was-wäre-wenn?“ bei einem Spiel wie Fallout. Aber auch dass mache ich höchstens, wenn ich zumindest einen vollen Spieldurchgang durchhabe.

Bei einem Spiel wie Fire Emblem mache ich es überhaupt nicht. Wenn ich nicht klar komme damit, dass ich eine Einheit oder Charakter dauerhaft verliere und selbst mit den vercasualisierten Tools wie dem Zurückspulen bei Three Houses das nicht verhindern kann, dann spiele ich einfach keinen Permadeath-Mode. Gerade in einem Spiel, in dem Krieg und damit Verlust ein zentrales Element ist, finde ich es eigentlich spannend, dass nicht jeder Charakter wie in einem Anime Plotarmor hat und dass man liebgewonnene Figuren verlieren kann. Dementsprechend muss man umso besser, kalkulierter und vorsichtiger spielen und der Challengepush macht einfach Spaß.

Persönlich langweilig finde ich es, wenn Streamer zum Beispiel ein Spiel wie Until Dawn neuladen, weil Figur X gestorben ist und sie quasi nicht das „perfekte Ende“ bekommen. Man ist zwar als Gamer darauf getrimmt, möglichst den „Highscore zu knacken“ und es bleibt jedem selbst überlassen, aber ich finde die „nicht perfekten“ Spieldurchgänge mit Ecken und Kanten viel interessanter, zumal es eben das Resultat der eigenen Handlungen ist und dadurch „die eigene Story“ ist. Und die ist eben, wie im echten Leben, meistens nicht perfekt und das macht es für mich authentischer.

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Until Dann finde ich ein schönes Beispiel. Das Spiel hat einfach Momente, wo du die Konsequenzen deines Handelns nicht abschätzen kannst.

Gerade als Anlehnung an die 80er-Jahre-Slasher sollte „alle tot außer dir“ das eigentlich zu erwartende Ende sein.
Gleichzeitig habe ich mich dabei auch ertappt, wegen einem Tod neugeladen zu haben. Beim zweiten Tod gab es dann aber nur noch einen Rage-Quit.

Okay, Until Dawn und die ganzen Games mit Entscheidungen (Life Is Strange & Co.) sind aber auch darauf ausgelegt, danach weiterzuspielen. Ein wirkliches Versagen gibt’s ja nicht, da man quasi eine Geschichte schreibt. Wenn die halt scheiße ausgeht, ist es weiterhin eine Geschichte.
Bei Fire Emblem renne ich ggf. in eine Sackgasse, aus der ich nicht mehr herauskomme und habe am Ende gar keine Geschichte.

btw: Gronkh hat auch bei Until Dawn nix resettet. Das LP war echt gut, vor allem für Gronkh Verhältnisse (war aber noch ein richtiges LP und nicht dieser Knet mit dem Live-Chat).

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Bin da bei Garo. Für mein empfinden ist das etwas anderes, als Fire Emblem.

Möchte folgende Situation in den Raum werfen:

Speedrunner erstellen sich savegames um bestimmte passagen zu lernen. Savescumming? Sollten sie nicht lieber im kompletten Run lernen?

Werden die Speedrunner vermutlich selbst am besten wissen. In einem (sportlichen) Wettbewerb (was ja der Speedrunn im Grunde ist) ist es nicht unüblich, spezielle Passagen oder Bewegungen, isoliert zu trainieren. Kenne ich aus dem Sport auch nicht groß anders, aber natürlich muss man es dann auch in einen vollwertigen Speedrun umsetzen können. Bei einem Speedrun sind es ja auch öfter mal einzelne besonders herausfordernde Stellen, die den Speedrun make-or-break-en.

I save scumme in meinem Visual Novels, wenn mein LI nicht so reagiert wie ich möchte und keiner kann mich davon abhalten XD
(In der Regel aber erst ab dem 2. Run, den Ersten spiele ich komplett blind und nehme alle Konsequenzen auf mich ^^”)

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Würde man den Begriff speedrun von dem Verhalten wegnehmen, dann könnte das so auch als normales Gaming durchgehen. Dann wärs wieder savescumming?

Eine bestimmte passage lernen, damit man dann wenns drauf ankommt gut durchkommt. Könnte bei nem Fire Emblem genauso gelten :smiley:

Dat is doch alles wortklauberei!!!

Wenn man bei Ocarina of Time stirbt, darf man nicht mehr weiterspielen, sondern muss ab dann A Link to the Past spielen. Das ist die Konsequenz aus der Niederlage von Link und es wäre Savescumming das Spiel neu zu laden.

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Der Vergleich hinkt jetzt aber. Denn ein Speedrunner übt bestimme Stellen nur, damit er das Spiel später von Anfang bis Ende spielen kann. Du spielst bei Fire Emblem ja nicht eine bestimme Mission immer und immer wieder, damit du später wieder bei Mission 1 anfängst.

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