Show aus Südkorea: Mutter wird durch VR-Brille mit ihrer verstorbenen Tochter vereint

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Das ist einfach nur geschmacklos. Hier imitieren ein paar Menschen das tote Kind und spielen der trauernden Mutter ein Theater vor.

Mich fuckt das gerade völlig ab. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Leute dadurch nen völligen Zusammenbruch erleiden, gerade wenn sie labil sind - oder eben die eigenen Kinder so „wiedererweckt“ werden. Hoffentlich bleibt das ein einmaliges „Experiment“.

Ich finde das auch sehr schwierig. Wenngleich ich mir vorstellen könnte, dass es auch noch einmal guttun könnte, das eigene Kind „live“ zu sehen. Quasi wie auf einem Foto oder Video. Aber ich sehe eben auch die Gefahr, die Marco angesprochen hat:

Ich glaube es könnte für die Eltern schwierig werden, mit dem Verlust ein Stück weit „abzuschließen“, wenn man die Illusion des Kindes jederzeit wiedersehen kann.

Finde ich sehr makaber. Sowas fühlt sich einfach falsch an, vor allem bei einer Mutter bzw. Elternteil, die ihr totes Kind so sehen.

Da kommt mir diese eine Szene aus Rick & Morty - S02E06 - The Ricks Must Be Crazy wieder in den Sinn. „Keep Summer Safe“.

Faszinierend aus technischer Sicht. Wenig hilfreich aus psychologischer Sicht für den emotionalen Abschluss.

Ich kann mich nicht mal überwinden, das Video anzuklicken, wenn ich ehrlich bin.

Dieses Beispiel ist zwar irgendwo fragwürdig, aber ich find’s interessant was da wohlmöglich für andere Bereiche des Lebens in Zukunft möglich sein wird. Im Bereich Lernen oder der Bekämpfung von Einsamkeit z.B.

Ich habe tatsächlich schon gehört, dass Psychologen sich mit VR befassen, um Patienten zum Beispiel in Sachen Angstbewältigung mit ihrer Angst konfrontieren zu können. Wenn der Patient beispielsweise eine Spinnenphobie hat, könnte man diesem via VR locker flockig eine Spinne vor die Nase setzen.

Die Bekämpfung von Einsamkeit mit VR schätze ich eher kritisch ein. Denn: Einsam bleibt man ja dennoch. Man hat nur eine Brille auf. Viel wichtiger wäre es doch, tatsächlich unter die Leute zu kommen und Kontakte zu knüpfen.

Die Bekämpfung von Einsamkeit mit VR schätze ich eher kritisch ein. Denn: Einsam bleibt man ja dennoch. Man hat nur eine Brille auf. Viel wichtiger wäre es doch, tatsächlich unter die Leute zu kommen und Kontakte zu knüpfen.

Das ist wohl ein komplexes Thema, aber wir leben ja in einer Gesellschaft, in der Einsamkeit immer mehr Menschen zu treffen scheint, obwohl wir in der Theorie die besten Möglichkeiten haben uns zu vernetzen, Gleichgesinnte zu finden oder Kontakt zu halten.

Es scheint also vielen Menschen nicht so leicht zu fallen aus der Einsamkeitsfalle rauszukommen. Und für die Menschen wäre es vielleicht interessant? Das müsste natürlich noch psychologisch untersucht werden, wie sich virtuelle Freunde auf unser Bewusstsein auswirken, aber vielleicht hilfts ja tatsächlich in Richtung Prävention von damit einhergehenden Depressionen etc.

Aber generell sehr interessant und Einsamkeit war auch nur ein Beispiel. Die Möglichkeiten lassen sich ja in alle möglichen Richtungen weiterspinnen.

Der erste Schritt der Trauerbewältigung ist anzuerkennen und zu verstehen, dass jemand nicht mehr da ist. Diese Simulation macht genau das Gegenteil und ich behaupte mal frech, dass das genau gegenteilige Effekte haben wird. Also nicht bei der Trauerbewältigung helfen, sondern eher schaden wird.

Ich finde diese Idee nicht gut. Die Frau kann somit nicht loslassen und die Trauer bewältigen. Sie stürzt sich damit nur in eine Traumwelt. Und da ist die Gefahr, dass sie da nicht mehr rauskommt.

Bin wohl die einzige Person, die das alles nicht so schlimm findet.

Alternativ schaut man sich Bilder, Videos an oder hört alte Sprachnachrichten ab.

Jede Trauer ist anders, und da kann man bestimmt was positives draus ziehen. Aber der Unterschied zu Fotos oder Videos ist ja schon extrem. Dadurch kann man in Erinnerungen schwelgen, hier wird eben simuliert, dass jemand noch lebt, der eigentlich tot ist. Es werden ja nicht nur Erinnerungen abgespielt, wie eben bei Videos, sondern man kann mit einem Programm interagieren, das Situationen erzeugt, die es nicht gab. Und wer weiß, wie weit man das noch alles treiben kann, wenn sowas massentauglich wird.

Mein erster Gedanke war auch: „Geschmacklos“. Insbesondere als Inszenierung einer TV-Show.
Schlimmer geht es kaum noch …

Gab doch neulich auch große Kritik daran, James Dean für einen neuen Film „auszugraben“ und sein Aussehen, seine Gestik und Mimik digital über einen anderen Schauspieler zu legen. Ist wohl alles auch mit den Erben abgestimmt - aber was ist, wenn die Erben irgendwann die Idee eines James Dean Porno total toll finden?

Interessant, dass es solche Kritik nicht bei Rogue One - A Star Wars Story gab. Schließlich wurde da nicht nur der ursprünglich von Peter Cushing gespielte Großmoff Tarkin, sondern auch die kürzlich verstorbene Carry Fisher als Prinzessin Leia digitalisiert.

Bei beiden kann man aber davon ausgehen, dass sie dazu bereit gewesen wären, für ihre Rollen zurückzukehren. Bei Carrie Fisher meine ich sogar gelesen zu haben, dass das mit ihr noch abgesprochen war.

Bei James Dean ist es jetzt aber ein völlig neuer Film, mit dem James Dean nie etwas zu tun hatte. Außerdem kommt hinzu, dass man einem noch lebendigen Schauspieler damit die (theoretische) Möglichkeit nimmt, diese Rolle spielen zu dürfen. (Die Macher meinen ja, dass NUR James Dean diese Rolle spielen kann, aber das ist das übliche Blabla.)

„Man kann davon ausgehen“ ist aber eine etwas dünne Argumentation, wenn man von deiner Kernidee ausgeht.

Bei James Dean ist es jetzt aber ein völlig neuer Film, mit dem James Dean nie etwas zu tun hatte. Außerdem kommt hinzu, dass man einem noch lebendigen Schauspieler damit die (theoretische) Möglichkeit nimmt, diese Rolle spielen zu dürfen. (Die Macher meinen ja, dass NUR James Dean diese Rolle spielen kann, aber das ist das übliche Blabla.)

James Dean hat tatsächlich etwas einzigartiges - etwas, dass ihn zu einem Unikat seiner Zunft gemacht hat. Man wird ja dann sehen, inwiefern dass für den Film notwendig war/ist und es einfach nur ein Marketingmove war (wobei der ganz große Kult um ihn mittlerweile auch eher verblasst ist und man mit einem aktuellen Star wahrscheinlich größere Anziehungskraft erzielt hätte), aber wenn es Schauspieler gab/gibt, bei denen man sagen konnte, „nur er/sie kann diese Rolle spielen“, dann zählt James Dean zweifelsfrei dazu.