Show aus Südkorea: Mutter wird durch VR-Brille mit ihrer verstorbenen Tochter vereint

Ich sehe nicht ganz das Problem, wenn es das ist, was die Leute sehen wollen. Im Zuge der Digitialisierung und Automatisierung fallen viele Jobs weg, da sind die paar millionendotierten Schauspielerjobs weniger eines der geringeren Probleme, denen man sich zukünftig stellen muss.

Und wie läuft das dann am Set ab? Zig Doubles am Set, die alle keinen Credit für ihre Performance kriegen, weil sie nur jemanden imitieren?

Wie die das am Set handhaben, ist mir als Konsument ziemlich schnuppe. Sehr viele Leute machen deutlich wichtigere Sachen für sehr viel weniger Geld und bekommen keinen „Credit“ - mein Mitleid mit dem potentiell leidenden Fame der Nachwuchsgeneration hält sich auch hier eher in Grenzen.

Ian McKellen hat sich schon beim Dreh vom Hobbit gefragt, was er da eigentlich macht, als er in einem grünen Raum mit ein paar Zwerg-Pappaufstellern diskutiert hat.

Ich merke, du machst dir sehr viele Gedanken um das „Wohlergehen“ der großen Schauspieler. Man wird ihn kaum zum Dreh gezwungen haben. Erwerbsarbeit heißt eben auch manchmal, Dinge zu tun, die einem nicht unbedingt gefallen - warum sollte es bei Schauspielern anders sein?

Sind sicherlich viele überspitzte Gedanken, die in der Form sicherlich nicht passieren werden, aber das sind durchaus Fragen, die wir uns stellen müssen.

Ich behaupte, dass sind Fragen, die sich die wenigsten Otto Normalverbraucher und damit die große Masse stellen wird oder gar stellen wird müssen. Das sind Themen für die Filmindustrie und Co., aber nicht unbedingt für jemanden, der einfach den neuesten Blockbuster sehen will.

Vor allem: Wer entscheidet, wessen Gesicht nachher für was herhalten muss. Wenn Jennifer Lawrences (die sehr unter dem Fappening gelitten hat) Urenkel irgendwann mal Kohle braucht und beschließt, dass sie ihr Gesicht durchaus auch mal für Pornos hinhalten sollte, was passiert dann?

Ich nehme an, man kann sich zu Lebzeiten juristisch dagegen absichern, wenn man schon seinen Nachfahren nicht weit genug vertraut. Sicher weiß ich es aber nicht, da fehlt mir die Expertise.