Sollen sich Spiele wirklich zu kleinen Kinofilmen entwickeln?

Da nun die E³ vorbei ist, und nun viele Spiele der neuen Generation gezeigt wurden, stellt man eines immer mehr fest: Die Spiele werden immer weniger zu reinen Zockergames, sondern versprechen immer mehr ein kleiner Film zu werden. Die Frage ist nun, ob dies gut ist, oder eher schlecht. Wenn man sich mal ein paar Spiele anschaut, wie z.B. FEAR, FFXIII, Heavenly Sword… erkennt man dass sehr viel in die Filmsequenzen gesteckt wird. Der Spieler wird also immer mehr durch kleine Filmchen aus dem eigentlichen Spiel gerissen und ist verdammt dazu, sitzen zu bleiben und sich die Sequenz anzuschauen. Meistens sind die Sequenzen dann schon so aufgemacht dass sie Hollywoodreif zusammen einen kleinen Film ergeben.

Nun die Frage, wollen die Spieler diese Filme gerne sehen, denn bei Final Fantasy ist es z.B. ein schwerwiegender Punkt und auch nicht wegzudenken oder wollen die Leute eher das Spiel spielen. Denn genau das ist es wofür man bezahlt hat. Da ich letztens genau diese Diskusion hatte, würde ich diese gerne hier aufgreifen und eure Meinung dazu hören. Ich werde dazu meine Meinung später posten.

wenn in einem spiel ständig kleine videos vorkommen, mag das nicht verkehrt sein, solange das spiel selbst nicht darunter leidet und nach abzug der zeit die man videos geschaut immernoch ne ordentliche spielzeit dahinter steckt.
viel besser finde ich es aber wenn ein spiel selbst so gut designt ist und gute grafiken hat, das man sich wie in einem interaktiven film fühlt, so hat man zum einen dieses kino erlebnis, verzichtet aber andererseits nicht darauf zu spielen.
condemned ist da ein ausreichendes beispiel denke ich, ein paar filmsequenzen, aber auch viel filmhafte atmosphäre beim spielen selbst

Grundsätzlich befürworte ich eine solche Inszenierung. Allerdings sollte es nicht so ausarten. Solche Sequenzen sollten eine Art Belohnung darstellen, der Rest dann zB in Spielengine - wie es zB die Blizzard Spiele machen.
Übertrieben (aber nett anzusehen) fand ich zB Metal Gear Solid 1 (aufm Cube). Da ist man echt nur von einer Sequenz zur nächsten gelaufen.

Also ich finde so wie es sich in FF verhält wirklich perfekt, das Gameplay ist gut und dann noch die gut präsentierte Story!
Freue mich immer auf solche Spiele, jedenfalls spannender als immer Textboxen zu lesen oder?

Ich mag Filmsequenzen in Spielen - z.B. nach harten Bosskämpfen oder anderen Höhepunkten, da kann ich mich dann einfach mal einen Moment zurücklehnen, bevor die Action weitergeht. Wenn mich die Szenen aber ständig aus dem Spielfluss reißen und nicht wirklich spannend oder belohnend sind, empfinde ich sie als störend.

Es kommt immer sehr auf das Spiel an.

Bei Metal Gear Solid passt es imo, und bei Silent Hill würde ich nie auf die Zwischensequenzen verzichten wollen. Selbst nach mehrmaligem Durchzocken schaue ich mir auch immer noch alle Sequenzen an, selbst wenn es sich dabei um ein einfaches Gespräch handelt.

Wenn ich mir jetzt dagegen vorstelle, ich müsste mich bei Mario oder Metroid Prime erstmal zurücklehnen und immer wieder längere Sequenzen über mich ergehen lassen… Nee danke!

Naja für mich gibts Spiele, die Spiele ich vorrangig wegen der Spielmechanik (gebts zu, wer spielt schon Mario wegen der Story? :stuck_out_tongue: ), da möchte ich dann auch, dass die Zwischensequenzen im Rahmen gehalten werden und nur vielleicht ne kurze am Levelanfang und eine am Levelende.

Dann gibt es aber auch die Spiele, die ppiele ich vorrangig wegen der Story. Dazu gehören unter anderem Final Fantasy, Xenosaga und Tales of… Bei diesen Spielen möchte ich einfach auf keinen Fall auf schöne lange Zwischensequenzen, die die Story vorantreiben verzichten. Ob nun in Spielegrafik, oder als kleines episches Video, solange es super ins Spieldesign passt müssen diese „Filmchen“ einfach da sein, da grade diese, die Athmosphäre des Spiels ausmachen (meine Meinung).

Original von «Dude»
Grundsätzlich befürworte ich eine solche Inszenierung. Allerdings sollte es nicht so ausarten. Solche Sequenzen sollten eine Art Belohnung darstellen, der Rest dann zB in Spielengine - wie es zB die Blizzard Spiele machen.
Übertrieben (aber nett anzusehen) fand ich zB Metal Gear Solid 1 (aufm Cube). Da ist man echt nur von einer Sequenz zur nächsten gelaufen.

Ohne den sequenzen wäre metal gear nich metal gear imo :-)/

wa schon immer fast n minifilm :-)/

Ich gucke mir sequenzen gerne an, solange sie passen

bei FFX hat es mich bloß angekotzt das vor einen endgegner ne sequenz kam die man nicht wegdrücken konnte.. heißt man musste sich die immer wieder ansehen wenn man starb

ich schließe mich des weiteren jeder bisherigen meinung an! =)

ich finde es extremst scheiße wenn man versucht einen 2 stunden film in ein 10 stunden spiel zu quetschen, also den spieler den film genau nachspielen lässt.
ich finde spiele sollten weitaus komplexer sein als filme.
ich habe allerdings nichts gegen spiele mit vielen zwischensequenzen, die sind einfach zwischendrin schön anzusehen und geben einem die chance kurz zu entspannen und ausserdem geben sie einem auch meistens ein kleines erfolgserlebnis, weil man weiß, dass man vorangekommen ist.

ich könnte mir ein spiel wie zb shenmue aber nicht als film vorstellen, weil es eben viel zu komplex ist. man sollte spiele und filme immer gut ausseinanderhalten können, sonst verlieren die spiele ihren charakter, so wie das meiner meinung nach bei fahrenheit passiert ist (scheißspiel wenn ihr mich fragt)

Wenn sie gut eingebunden sind, wie in F.E.A.R. finde ich solche kurzen Sequenzen garnicht verkehrt, zumal sie in Ingame-Grafik ablaufen und so nicht ganz aus der Atmosphäre reißen. Nervig find ich es aber in RPGs, auch wenn der Grafikstil beibehalten wird, denkt man sich andauernd, hach wäre es schön so weiter zu spielen^^

Original von Diablokiller999
Nervig find ich es aber in RPGs, auch wenn der Grafikstil beibehalten wird, denkt man sich andauernd, hach wäre es schön so weiter zu spielen^^

Dann hast du wohl bisher nur RPGs gespielt deren Story schlecht war bzw. die dich nicht weiter interessiert haben. :wink: Wenn alles stimmt und die Sequenzen gut gemacht sind freue ich mich bei einem Spiel eigentlich schon wieder auf den nächsten „Storyabschnitt“. Shin Megami Tensei sei da mal genannt.

secret of mana sei da auch genannt :-)/

bei FFX hat es mich bloß angekotzt das vor einen endgegner ne sequenz kam die man nicht wegdrücken konnte.. heißt man musste sich die immer wieder ansehen wenn man starb

och so schwer waren die doch nicht :dd: , bin höchstens 2 mal bei nem Bosskampf geplättet worden ^^ . Beim Nachfolger konnte man zwar Zwischensequenzen abbrechen, haben aber das Spiel verhunzt ^^

aber da muss ich dir auch recht geben , besonders diese minutenlange „trashtalking“ mit Seymour vor jedem Endkampf war echt zum „ins joypad beissen“ :ssa:

fahrenheit der film .. äh spiel .. hmm man hätte einen „Senso-Controller“ (Bild hier = beilegen müssen :smiley: . Teils sehr nette Ansätze, und dann immerwieder stupides drücken … ohne selbst aktiv am kampf teilzunehmen .. tomb raider legend hats geklaut gg , wenn auch im geringen Umfang. Nach dem schönen Anfang gleitet die Spielspaß Kurve einfach langsam immer weiter dem Bach herunter … um am Tiefpunkt anzugelangen .. Endgegner und der darauffolgende Abspann ?(
Ansonsten hats mir ca. 6 Std (ich glaub länger wars nich) gelegentlich Spaß bereitet … mein Fazit wäre so bei 73 %.

von folgenen Titeln möchte ich einen Film sehen :
Assasins Creed / Thief , Disgaea ^^ , Conker zeichentrick für Erwachsene (ala Fritz the Cat) und natürlich einen Mario Film von „Dreamworks Pictures“ produziert :dd:

Original von Seph

[quote]Original von Diablokiller999
Nervig find ich es aber in RPGs, auch wenn der Grafikstil beibehalten wird, denkt man sich andauernd, hach wäre es schön so weiter zu spielen^^

Dann hast du wohl bisher nur RPGs gespielt deren Story schlecht war bzw. die dich nicht weiter interessiert haben. :wink: Wenn alles stimmt und die Sequenzen gut gemacht sind freue ich mich bei einem Spiel eigentlich schon wieder auf den nächsten „Storyabschnitt“. Shin Megami Tensei sei da mal genannt.[/quote]

Ich weiss nur das es mir bei Final Fantasy 7+8 auf die Nerven ging, so toll sie auch aussahen, so unnötig waren sie meistens auch, z.B. das herumgehampel der neuen Charaktere.

Gut finde ich sie aber bei ToS:)

angenommen ich wäre der cheffe eines entwicklerteams und angenommen wir würden ein action adventure ala zelda basteln. ich würde im kleinen nicht auf story weiterleitende sequenzen verzichten, diese aber im rahmen halten. d.h die geschichte an sich würde ich nicht weitererzählen mit solchen filmchen sondern probieren alles ingame zu verwirklichen. kleinere ingame sequenzen finde ich z.b in bosskämpfen passend. hat man ihm die arme abgehackt kommt ne kleine sequenz in der zuerst vorgekauelt wird der gegner ist futsch, aber dann wachsen ihm doch auf einmal ein paar neue arme aus dem rücken :o und dann gehts aber auch gleich weiter nach 20 sekunden.

aber zu spielen wie metal gear gehören solche langen filmelemente einfach dazu und sind verdammt kewl :bg:

Original von ganon
hat man ihm die arme abgehackt kommt ne kleine sequenz in der zuerst vorgekauelt wird der gegner ist futsch, aber dann wachsen ihm doch auf einmal ein paar neue arme aus dem rücken :o und dann gehts aber auch gleich weiter nach 20 sekunden.

das erinnert mich ein bisschen an Lylatwars im Sektor X, dieser komische Roboter dem du den Kopf wegschießt und slippy schon so ruft „Jipieeeeeeeeeh! You did it!“ und der Gegner aufeinmal wieder anfängt vonwegen „you are an enemy“ etc :bg:

Ist so eine Sache.
Also bei MGS 1 und 2 hat man ja, wenn man alle Sequenzen wegdrückt, 2 bis 4 Spielstunden - was auf dem Papier echt schlecht aussieht.

Trotzdem macht das Spiel Spaß - MGS halt, ihr wisst ja, wovon ich rede.

Über FF kann ich nicht viel sagen, bin da nicht de Experte…

Allgemein würd ich sagen : Gerne bombastische Zwischensequenzen, solange sie gut in den Spielfluss eingebaut werden und die eigentliche Spielzeit nicht negativ beeinflussen…

In MGS und ZoE gehören die dazu, man kann sich besser in den Aufgaben hinein versetzen wenn man vorher eine Einleitung dazu als movie in ingame Grafik sieht. Was imo nicht mehr in Videospielen gehört sind Rendervideos wie zu FF7 zeiten die nicht ingame sind und häufiger kommen. Früher gings ja nicht anders, aber heute sollte man das sein lassen.

Original von Seph

[quote]Original von Diablokiller999
Nervig find ich es aber in RPGs, auch wenn der Grafikstil beibehalten wird, denkt man sich andauernd, hach wäre es schön so weiter zu spielen^^

Dann hast du wohl bisher nur RPGs gespielt deren Story schlecht war bzw. die dich nicht weiter interessiert haben. :wink: Wenn alles stimmt und die Sequenzen gut gemacht sind freue ich mich bei einem Spiel eigentlich schon wieder auf den nächsten „Storyabschnitt“. Shin Megami Tensei sei da mal genannt.[/quote]

Demnach hast du bisher nur Rollenspiele mit schlechtem gameplay gespielt. :ar:

Die besten Rollenspiele stammen aus längst vergangenen Zeiten, in denen Videosequenzen nicht existierten. Secret of Mane, Lufia, FF4, Pokemon, usw. machten mir durch ihr abwechlunsgreiches Gameplay mehr spaß als die jetztigen Final Fantasy>9.
Aber es ist halt auch geschmackssache, ob man lieber ein gutes Spiel spielen will, oder einfach nur ein Teil eines interaktiven Film sein möchte.

In den nächsten Jahren wird sich der Markt wohl spalten.
Auf der einen Seiten entwickelt sich der Markt immer mehr in die Richtung Realismus (von Film ähnlichen Spielen über immer realistischen Simulationen hin zur Virtual Reality). Auf der anderen Seiten wird man wieder zu den Wurzeln der Videospiele zurückkehren: Simpel und spaßig. Oftmals Spielchen für zwischendurch und für jeden im Haushalt.

Wir haben die Entstehung des Videospielmarktes mit den ersten 2D Spielen miterlebt (auch den Weg von Spielhallen in die Haushalte). Dann kam die große 3D Revolution und die Veränderungen des Marktes durch neue Konkurrenz a la Sony und Microsoft. Und aktuell erleben wir die ersten Schritte wie der Markt sich „spaltet“. Auf der einen Seite ist Nintendo - auf der anderen Seite Microsoft und Sony. Auf der einen Seite der DS und Wii - auf der anderen Seite PSP, 360 und PS3. Heute mag die Klufft noch nicht groß und für jeden ersichtlich sein, in 10 bis 20 Jahren dürfte das jedoch extremer sein.

In Zukunft werden sich Entwickler und Spieler entscheiden müssen was sie entwickeln wollen bzw. unterhalten soll. Klassische Spiele oder moderne Simulationen. Diese Entscheidungen zwischen „Simulation“ und „Spiel“ findet im Grunde schon heute statt. Möchte man lieber ein grafisch umwerfendes Spiel auf der PS3 entwickeln / spielen (a la Gears of War oder Metal Gear 4) oder möchte man lieber ein einfaches, aber spielerisch konkurrenzloses Spiel mit neuartigem Gaminginterface auf dem Wii umsetzen / spielen (a la Wii Sports oder Super Mario Galaxy)?

Was nun der bessere Pfad für den Videospielmarkt ist, das liegt nicht in meiner Hand dies zu entscheiden. Im Grunde möchte ich hier auch nur ungern eine Meinung abgeben. Mich persönlich überzeugt dennoch aktuell der Pfad von Nintendo mehr als der von Sony und Microsoft. Aus der Sicht eines Entwicklers als auch aus der Sicht eines Spielers finde ich die Philosophie hinter dem DS und Wii (derzeit weit) ansprechender.